Konkurrenz für Claude Code
Muse Code: Metas neuer KI-Programmierer für den Mac
Meta steigt mit einem eigenen Werkzeug in den wachsenden Markt für KI-gestützte Softwareentwicklung ein. Muse Code ist ab sofort als Beta für macOS und Linux erhältlich und tritt gegen Angebote wie Claude Code und OpenAI Codex an.
Das Werkzeug besitzt keine eigene Mac-App, sondern wird über das Terminal bedient. Nach der Installation kann Muse Code größere Codebestände analysieren, Änderungen planen, Programmcode schreiben und die Ergebnisse selbst überprüfen. Mehrere dauerhaft aktive Unteragenten sollen dabei parallel an Teilaufgaben arbeiten und auch längere Projekte bewältigen.
Meta integriert dafür verschiedene Befehle. Mit „/plan“ erstellt Muse Code zunächst einen Plan, der vor der Umsetzung bestätigt werden muss. „/grill“ soll diesen kritisch prüfen, während „/goal“ den Agenten möglichst selbstständig auf ein vorgegebenes Ziel hinarbeiten lässt. Ein lokales Protokoll zeichnet Modellaufrufe, Werkzeugeinsätze, Freigaben und Änderungen auf. Nach einem Absturz kann Muse Code dadurch an der vorherigen Stelle fortfahren.
Deutlich günstiger mit Trainingsfreigabe
Als Grundlage dient das neue, auf Programmieraufgaben optimierte Modell Muse Spark 1.2. Abgerechnet wird nach verbrauchten Tokens. Im Standardtarif verlangt Meta 1,25 US-Dollar je Million Eingabe- und 4,25 US-Dollar je Million Ausgabetokens.
Erheblich günstiger wird die Nutzung, wenn Entwickler Meta erlauben, Eingaben und Antworten zum Training künftiger Modelle zu verwenden. In diesem „Contributor“-Tarif sinken die Preise auf 0,10 beziehungsweise 0,20 US-Dollar je Million Tokens. Bei vertraulichem Quellcode dürfte diese Option allerdings für viele Unternehmen ausscheiden.
Muse Code lässt sich auf dem Mac mit einem einzelnen Terminalbefehl installieren. Das Angebot befindet sich noch in der Beta und ist derzeit nicht als grafische Anwendung verfügbar.

