Deutlich weniger Speicher zum gleichen Preis
Microsoft 365: Familien verlieren zwei Drittel ihres Cloudspeichers
Microsoft streicht einen wesentlichen Vorteil seiner Familienabonnements. Wer Microsoft 365 Family oder Premium nutzt, erhielt bislang bis zu 6 TB OneDrive-Speicher, verteilt auf sechs Personen mit jeweils 1 TB. Künftig gibt es nur noch einen gemeinsamen Speicherpool von 2 TB. Im ungünstigsten Fall reduziert Microsoft das verfügbare Kontingent damit um satte zwei Drittel. Der Konzern verkauft die Änderung allerdings als Verbesserung.
Aus sechs Terabyte werden zwei gemeinsame
Laut Microsofts aktualisierten Supportinformationen soll der neue Speicherpool mehr Flexibilität bieten. Bislang hatte jedes Familienmitglied ein festes Kontingent von 1 TB. Wer dieses ausgeschöpft hatte, konnte den ungenutzten Speicher anderer Familienmitglieder nicht verwenden.
Künftig teilen sich bis zu sechs Personen die verfügbaren 2 TB. Einzelne Mitglieder können damit auch mehr als 1 TB beanspruchen, sofern die anderen entsprechend weniger benötigen. Dokumente, Fotos und sonstige Dateien bleiben weiterhin privat. Der gemeinsame Speicher bedeutet also nicht, dass Familienmitglieder automatisch gegenseitig auf ihre Daten zugreifen können.
Betroffen sind Microsoft 365 Family und Premium. Beim teureren Pro-Abonnement stehen künftig 5 TB gemeinsamer Speicher bereit. Microsoft 365 Single behält dagegen sein bisheriges Kontingent von 1 TB für eine Person.
Bestandskunden folgen im Frühjahr 2027
Für Neuabschlüsse gelten die neuen Speichergrenzen bereits seit dem 7. beziehungsweise 8. Oktober. Bestehende Family- und Premium-Abonnements werden erst bei einer Verlängerung im Frühjahr 2027 umgestellt. Microsoft nennt dazu in verschiedenen Supportdokumenten derzeit unterschiedliche Stichtage. Kunden sollen vor der Änderung per E-Mail informiert werden.
Ein vorzeitiger Wechsel in einen anderen Tarif kann die Umstellung allerdings schon früher auslösen. Für bestimmte Bestandskunden stellt Microsoft außerdem vorübergehenden zusätzlichen Speicher in Aussicht. Ob deutsche Abonnenten davon profitieren, ist bislang nicht klar.
Was passiert mit bereits gespeicherten Dateien?
Familien, die bereits mehr als 2 TB belegen, verlieren ihre Dateien nicht unmittelbar. Microsoft gewährt nach Überschreiten des Limits eine Übergangsfrist von bis zu einem Jahr, in der sich die vorhandenen Dateien weiterhin abrufen lassen. Neue Uploads und die Synchronisierung können bei ausgeschöpftem Kontingent jedoch eingeschränkt werden.
Als Ausweg bleiben das Löschen beziehungsweise Auslagern von Daten oder der kostenpflichtige Zukauf von Speicher. Insgesamt lässt sich das Kontingent auf bis zu 10 TB erweitern.
Für Familien mit geringem Speicherbedarf dürfte sich wenig ändern. Wer OneDrive dagegen intensiv für Fotos, Videos oder Backups nutzt, sollte vor der nächsten Verlängerung die gemeinsame Speichernutzung prüfen. Schließlich ist ein um zwei Drittel kleineres Kontingent trotz flexiblerer Aufteilung kaum als Verbesserung zu verkaufen.



Ich kann nachvollziehen, dass das Angebot eingeschränkt wird, um eine Erhöhung der Speicherpreise zu vermeiden.
Ich werde mein Microsoft 365 Abonnement nicht verlängern. Insbesondere der Cloud-Speicher war bisher ein sehr attraktives Merkmal. Da ich jedoch mit SoftMaker Office aus Nürnberg sehr zufrieden bin, werde ich das Cloud-Abonnement auslaufen lassen und mich nach Alternativen orientieren.
Hä? Natürlich ist das eine Erhöhung der Speicherpreise! Vermieden wird da gar nichts …
6kg Birnen die bisher zum Preis X verkauft wurden, kosten jetzt trotzdem 3x so viel, wenn du für den gleichen Betrag X nur noch 2kg bekommst …
Im Konsumgüterbereich würde man das Vorgehen von Microsoft wohl als Shrinkflation bezeichnen. Der Preis der Schokolade bleibt unverändert, aber in der Packung sind jetzt nur noch 75g statt 100g
Ich nutze privat keine Microsoft-Produkte. OpenOffice und später LibreOffice (als das raus kam). Als Cloud-Speicher hab ich 2 TB iCloud Speicher im Abo. Mir würde theoretisch ein 1 TB ausreichen, allerdings gibt es das von Apple nicht. Die Gap schient mir zudem zu groß zu sein zwischen 200 GB und 2 TB.
Dokumente und meine gesamte Foto-Sammlung digitaler Bilder liegt in verschlüsselten Cryptomator Containern.
Aber DEINEN Speicher als Bestandskunde hat M$ doch bereits gekauft. Warum soll sich für DICH was ändern?
Für Neukunden auch schon schade, aber würde ich einsehen.
Gemeinsamen Speicher finde ich aber grundsätzlich logischer / einen Schritt in die richtige Richtung. Bei uns ist es auch so, dass ich als Hauptnutzer über 1 TB verbrauche und die anderen Familienmitglieder weniger als 1 TB.
Der bereits vorhandene Speicher muss aber ggfs. mal (für jetzt und in absehbarer Zukunft viel mehr Geld) ausgetauscht werden, braucht Energie, die auch in den USA nicht von den Bäumen fällt und könnte womöglich gewinnbringender für KI-Services umgewidmet werden.
Ich denke Alternativen prüfen macht Sinn…
So wird das Ganze unattraktiv. Zeit sich von Excel zu verabschieden. März 2028 wird nicht mehr verlängert.
Was sollten wir langfristig und rückblickend aus digitalen Angeboten eigentlich mittlerweile gelernt haben?
Erst wird mit Dupmingpreis, großem Funktionsumfang usw. geködert, bis eine gewisse Marktdurchdringung erreicht ist oder andere Zwänge zur Einschränkung der Angebote führen. Din dieser Phase setzt aber beim Konsumenten derart eine Gewohnheit ein, die sich in ein „ich brauch das unbedingt“ verfestigt, wodurch die Enttäuschung bei Wegfall von vorher zugesicherten Eigenschaften natürlich nachvollziehbar ist. Ergo, gar nicht erst ködern lassen – und diese all in one Angebote Office + Cloudspeicher und dies und das und bla und blubb erzeugen natürlich in ihrem Zusammenspiel durchaus einen ziemlichen Hebel der Druck erzeugt.
Ich prognostiziere schon jetzt… das war nicht die letzte Restriktion. und wenns nicht restriktiver wird, dann in jedem Falle trotzdem teurer – und das zyklisch…
….und nur darum geht es! Gewinnmaximierung.
„Als Ausweg bleiben das Löschen beziehungsweise Auslagern von Daten oder der kostenpflichtige Zukauf von Speicher. Insgesamt lässt sich das Kontingent auf bis zu 10 TB erweitern“
Ich habe vor einem Jahr meinen NAS von Ugreen gekauft und nutze solche Dienste nicht mehr im Abo.
Opencloud als Dateispeicher, Paperless NGX als digitale Dokumentenverwaltung, immich für Fotos und Videos, Homeassistant für SmartHome, pi hole gegen Werbung, Vaultwarden als Passwort Manager, LibreOffice für die paar Dokumente, die ich erstelle. Sehr glücklich darüber, alles auf dem eigenen Server zu haben. Bisher hatte ich Nextcloud, aber bin dabei auf Opencloud umzuziehen.
Damit fällt mein Hauptargument für O365 weg – Schade dann muss ich mich um Alternativen kümmern
Das finde ich schon recht viel Reduzierung, insbesondere für Familien. Selbst sind wir nicht betroffen, da wir zu zweit sind und bislang auch nur je 1TB hatten, wobei ich da nur in Anführungszeichen setze. Klar hätte ich mit einem zweiten MS-Account das noch ausbauen können. Da ich aber eigentlich kein Excel, bzw. Word mehr benötige, bzw. den Bedarf daran durch kostenfreie Varianten abdecken kann, werde ich mich mal nach Alternativen umsehen, oder auch schauen, was OneDrive alleine kostet. Als mögliche Alternative habe ich pCloud entdeckt; die kommen aus Europa und haben auch Lifetime-Angebote im Programm.
Geil. Gut, dass mein Abo zu gestern abgelaufen ist und die Preise abschreckend genug sind, dass ich da nicht mehr verlängern möchte. 90 € im Jahr für Family ist absurd. Dann zu pendants wie Only Office o.ä.
Ich glaube auch für mich wird es Zeit sich von MS 365 zu verabschieden. Nutze OneDrive ohnehin kaum, habe keine Makros o.ä., in Excel und meine Word-Dokumente sind auch normale Dokumente halt.
Leider ist Pages keine wirkliche Alternative zu Word und Numbers als Ersatz für Excel habe ich in schlechter Erinnerung.
Was könnt ihr für Alternativen empfehlen, natürlich für den Mac?
Micro..wer? Zum Glück habe ich als IT Dienstleister nichts mit denen zu tun.
Bestätigt nur meinen Eindruck, dass M$ den Endkunden gar nicht mehr im Blick haben möchte. Die haben in den vergangenen Jahren im Business-Segment so viel richtig gemacht, dass sie das Consumer-Geschäft einfach nicht mehr für relevant erachten. AI, Azure, M365 for Business, Firmeninfrastruktur. Da wird das Geld verdient.
Privat vermisse ich den ganzen Kram aber auch einfach gar nicht mehr…..für Office (Word, Excel) gibts mehr als genug ausreichende Alternativen für die privaten Anforderungen und mit der Speicherreduzierung fällt der letzte USP…..wer kann einen soliden und günstigen Cloud-Dienst für Backups empfehlen?