ifun.de — Apple News seit 2001. 29 159 Artikel

Alles vorprogrammiert…

Lesetipp: Wie ist es um die Intelligenz digitaler Assistenten bestellt?

17 Kommentare 17

Wenn ihr euch für Sprachassistenten begeistern könnt, interessiert, oder beides zugleich, dann schenkt doch diesem Artikel der New York Times ein paar Minuten Zeit. Die Autoren neben Siri, Alexa und den Google Assistant unter die Lupe – weniger jedoch, um über den aktuellen Funktionsumfang der konkurrierenden Assistenten zu urteilen, sondern vielmehr um die Probleme zu verdeutlichen, mit denen sich die Entwickler der zugrundeliegenden Technologien herumschlagen müssen.

Amazon Echo Modelle

Anhand von Audiobeispielen zeigt der Artikel sehr schön auf, wo derzeit die Grenzen für den Einsatz der Assistenten liegen und erklärt zudem, warum dies so ist. Schnell schimpft man nämlich über die „Dummheit“ von Siri & Co., im Hintergrund müssen allerdings aufwändigste und mehrschichtige Berechnungen erfolgen. Bereits um die simple Frage nach der Uhrzeit zu beantworte, verrichten mehrere Systeme aufeinander aufbauend ihre Arbeit. Zunächst muss eine Spracherkennung erfolgen und das Erfasste in Text wandeln. Daraufhin versucht ein weiteres System die Bedeutung dieser Worte – insbesondere in Kombination zueinander – zu erfassen. Schließlich muss deine Antwort berechnet und als Text ausgegeben werden. Eine weitere Recheneinheit ist dann damit beschäftigt, das Ganze in Sprachausgabe zu wandeln.

Mit diesem Prozess im Hinterkopf zeigt man sich Fehlern der digitalen Assistenten gegenüber künftig vielleicht ein wenig nachsichtiger. Und wenn ihr Siri & Co. mal so richtig übel mitspielen wollt, dann versucht es mit der schwierigsten Frage, die man einem Gegenüber stellen kann, das nicht selbst denkt, sondern nur auf Basis von Programmierung antwortet: „Sag mir etwas, das du nicht weißt“.

Danke Clemens

Montag, 20. Aug 2018, 20:10 Uhr — Chris
17 Kommentare bisher. Dieser Unterhaltung fehlt Deine Stimme.
Rede mit!
  • Siri ist sich nicht sicher ob sie mich richtig verstanden hat

  • Ja und nein – natürlich sind solche Systeme komplex und anspruchsvoll.

    Aber die Versuche – mit eher durchwachsenem Erfolg – natürliches Sprachverständnis abzubilden, sind auch schon alt.

    Und gerade diese Unternehmen haben unter dem oft (mis-) gebrauchten Begriff AI grossspurig erklärt, sie hätten das Problem gelöst und Alexa und Siri würden nun unseren Alltag revolutionieren.

    Deshalb hält sich mein Mitleid in Grenzen.

    Andererseits zeigt gerade der Alltag mit diesen Systemen, dass ja schon massive Fortschritte gemacht wurden. Nutzt man Englisch als Eingabesprache – und ein ordentliches Mikrofon – erhält man doch erstaunlich oft passende Antworten.

    Oft sind die Schwierigkeiten von Siri & Co. dann doch miesen Headsets in die Schuhe zu schieben, direkt am iPhone klappt des dann meist besser.

    • ja, und die verschiedenen ebenen gibt’s doch auch bei anderen ein-/ausgabearten. wieviele logische layer müssen durchlaufen werden, auf dem monitor eine einfache checkbox in pixeln angezeigt, angeklickt und in das entsprechende kommando rückübersetzt werden kann?

  • > …gegenüber künftig vielleicht
    > ein wenig nachsichtiger.
    Nö.

    Wer ständig damit prahlt wie toll man doch ist.. hält sich mein Mitgefühl in Grenzen.

  • Was die Nachsicht anbelangt: In Anbetracht der Tatsache, dass das die gleichen Firmen sind, die uns erzählen über fortschrittliche Technologien der künstlichen Intelligenz zu verfügen und damit alles mögliche und unmögliche steuern wollen, hält sich meine Nachsicht in Grenzen. Wenn ich mir die technischen Entwicklungen der letzten Jahre so anschaue, dann scheint die Hauptaufgabe der Assistenten momentan eher zu sein, ihre Nutzer zu überwachen und digital analysieren zu können, die Weiterentwicklung der KI dahinter scheint nicht das Primärziel zu sein, das ist nur Mittel zum Zweck – oder wo sind die Kongenialen Verbesserungen von z.B. Siri in den letzten Jahren – die Überwachung ist aber schrittweise ausgebaut worden – auch bei Apple. Was uns zeigt: das Primärziel ist nicht das, was propagiert wird. Die TechFirmen wollen unsere Daten – darum gehts. Wissen bedeutet Macht, Einfluss und Gewinn. Das andere ist bestenfalls Kollateralnutzen für die Leute, meist aber auch das nicht.

    • „Redet mit. Seid nett zueinander!“ … wie soll man in Anbetracht eines solch dämlichen Kommentars nett bleiben? Kann ich nicht, daher lasse ich es ganz…

      • Was ist daran dämlich und wo war Mike nicht nett?
        Das ist offensichtlich seine Meinung, die viele andere mit ihm teilen und das nicht ohne Grund (auch objektiv gesehen).
        Darf man hier seine Meinung nicht kundtun? Meiner Ansicht nach ist das doch der Sinn und Zweck der Kommentarfunktion.

  • In dem Bereich kommt es deshalb auch zu so extremen Fortschritten. Apple war Jahre voraus und ist jetzt weit von der Spitzenposition entfernt.
    Die Spracherkennung ist ja bei Apple mindestens genau so gut, wie bei Amazon. Aber die Intelligenz dahinter lässt dann nach.

    • Das zeigen ja auch die Tests im Artikel.
      Ich musste schon beider Einkaufsliste schmunzeln, denn genau diese Dinge sind mir bis ich auf Alexa und Android umgestiegen bin auch immer passiert.

  • Bei Siri, Alexa und Co. von Intelligenz zu sprechen ist als würde man bei einer Spieluhr von musikalischen Talent reden.

    • Der erste sinnvolle Kommentar hierzu! Danke.

      Eine Ansammlung von Sprachdaten (Google sammelt schon seit Jahrzehnten!!) und Algorithmen bedeutet noch lange nicht, dass etwas selbständig „denkt“. Die Art von SF-Intelligenz werden wir wahrscheinlich auch gar nicht mehr erleben?!

  • So, wo sind nun die ganzen Alu-Hut Träger? Die, die ständig Angst haben, dass sie abgehört werden? Selbst wenn, mit dem Stand der aktuellen Technik kann Google & co eh nichts damit anfangen oder glaubt ihr da sitzt ein Mensch davor und analysiert jede Aufnahme von euch? Bei Millionen von Menschen? Jeden Tag? Never ever.

    • echt dumm, dass die nix damit anfangen können, da hats google ja voll verkackt ;-) mal ehrlich: es wird gesprochener text in analysierbaren klartext gewandelt. die angst vor „aufnahmen“ ist also absolut irrelavant, denn text machinell auszuwerten ist ein kinderspiel… eine geregelte nutzung der daten darf also schon hinterfragt werden, warum man immer irgendwelche aluhüte dabei zu sehen scheint, keine ahnung

  • Och, digitale Assistenten (Siri & Co.) sind hochintelligent, senden sie doch gewisse Userdaten an die jeweiligen Autoren (Apple, Google, etc.).

    Da ich jedoch intelligenter bin, sperre ich sie bedingungslos auf all meinen Geräten.

  • Redet mit. Seid nett zueinander!

    Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

    ifun.de ist das dienstälteste europäische Onlineportal rund um Apples Lifestyle-Produkte.
    Wir informieren täglich über Aktuelles und Interessantes aus der Welt rund um iPad, iPod, Mac und sonstige Dinge, die uns gefallen.
    Insgesamt haben wir 29159 Artikel in den vergangenen 6941 Tagen veröffentlicht. Und es werden täglich mehr.
    ifun.de — Love it or leave it   ·   Copyright © 2020 aketo GmbH   ·   Impressum   ·   Cookie Einstellungen   ·   Datenschutz   ·   Safari-Push aketo GmbH Powered by SysEleven