ifun.de — Apple News seit 2001. 46 245 Artikel

Druckt auf Holz, Glas und Metall

Kreativität fast ohne Grenzen: Anker startet UV-Drucker mit 3D-Funktion

Artikel auf Mastodon teilen.
27 Kommentare 27

Der Mac war schon immer ein Werkzeug für Kreative. Mit dem eufyMake E1 lässt sich die Gestaltung nun ein Stück weiterdenken: weg vom Bildschirm, hin zu Holz, Glas, Metall oder Leder. Anker bringt dafür ab sofort einen UV-Drucker in den Handel, der farbige Motive direkt auf Objekte drucken und zusätzlich mit 3D-Strukturen versehen kann.

Spannend ist das Gerät auch für Nutzer, die ihre Technik stärker individualisieren wollen. Bedrucken lassen sich beispielsweise Smartphone-Hüllen, Tablets, Laptop-Deckel oder Accessoires, sofern Material, Größe und Oberfläche zum Druckverfahren passen. Aus einem digitalen Motiv wird so eine direkt aufgebrachte Gestaltung, die nicht nur auf Papier oder Folie beschränkt bleibt.

EufyMake E1 UV Printer Bild 1

Sticker, Bilder,Tassen – Der EufyMake E1 druckt alles.

Der Hersteller bezeichnet den eufyMake E1 als weltweit ersten Personal-UV-Drucker mit 3D-Textur-Funktion. Gemeint ist damit, dass der Drucker nicht nur flache Motive ausgibt, sondern auch Reliefstrukturen erzeugen kann. Laut eufyMake sind Erhebungen von bis zu fünf Millimetern möglich. So sollen sich etwa Leder-Optiken, Pinselstriche oder geprägte Schriften nachbilden lassen.

Wir probieren den eufyMake E1 bereits aus

Gedruckt wird mit UV-Tinte direkt auf unterschiedliche Materialien. eufyMake nennt unter anderem Holz, Metall, Glas, Leder, Acryl und Keramik. Insgesamt sollen mehr als 300 Materialien unterstützt werden. Die maximale Auflösung liegt bei 1.440 DPI, die Druckfläche bewegt sich mit 330 × 420 Millimetern ungefähr im A3-Bereich.

Interessant ist der E1 vor allem deshalb, weil Anker hier eine Technik in ein vergleichsweise kompaktes Gerät überführt, die bislang eher aus dem professionellen Umfeld bekannt war. Neben klassischem Flachdruck unterstützt der Drucker auch Zusatzmodule. Ein Rotationsmodul erlaubt den Druck auf zylindrische Objekte wie Flaschen oder Becher. Über ein UV-DTF-Modul lassen sich sogar eigene Sticker herstellen.

EufyMake E1 UV Printer Bild 2

Sogar Skateboards lassen sich damit bedrucken.

Bei der Ausrichtung helfen eine integrierte Kamera und ein Dual-Laser-System. Die zugehörige Software steht für macOS, Windows, iOS und Android bereit und bietet unzählige Vorlagen sowie KI-gestützte Werkzeuge für die Gestaltung. Ein automatisches Reinigungssystem soll zudem verhindern, dass die Druckköpfe bei unregelmäßiger Nutzung verstopfen.

Wir haben den eufyMake E1 bereits hier und probieren den Drucker derzeit aus. Erste Eindrücke zur Einrichtung, Bedienung und Druckqualität werden wir in Kürze nachliefern.

Zum Verkaufsstart ist der eufyMake E1 bis zum 31. Mai 2026 ab 2.299 Euro erhältlich. Danach soll das Basic Bundle 2.499 Euro kosten, das Deluxe Bundle liegt regulär bei 3.299 Euro. Ab dem 20. Mai will eufyMake außerdem ein optionales Tinten-Abonnement anbieten.

06. Mai 2026 um 14:09 Uhr von Ben Fehler gefunden?


    27 Kommentare bisher. Dieser Unterhaltung fehlt Deine Stimme.
  • Mal eine ehrlich gemeinte Frage: Wer benötigt sowas und wo kommt es zum Einsatz.

    Ich frage, da ich auch ganz gerne mit solchen kreativen Dingen experimentiere, aber wenn ich mir oft Preise von 3d Druckern, Plottern oder eben auch diesem Spaß angucke, frage ich mich doch, wer ist die Zielgruppe?!

    Für den professionellen Einsatz zu klein, für den privaten viel zu teuer. Und wenn ich nur ab und an mal brauche, ist es doch viel einfacher und günstiger das als Service einzukaufen.

    Also wie oben geschrieben, wer nutzt das (außer ifun) aus journalistischem Interesse natürlich ;-)

    • 3D Drucker sind weit verbreitet für den Prototypenbau in allen möglichen Branchen. Da die Druckqualität sich die letzten Jahre immer mehr verbessert hat, werden auch viele Teile für kleine Serien gedruckt.

    • Der Held der Steine benötigt das, er beschwert sich immer über Lego das da Sticker bei sind , so kann er die Teile bedrucken

    • Ich nutze ihn ausschließlich Privat und für diverse versionsarbeiten. Während der Kickstarter Kampagne war er ne ganze Ecke günstiger zu haben. Ist schon ein echt cooles Teil. Ich mache damit immer mehr. Mittlerweile mehrfach die Woche im Einsatz.

    • Ich habe mal mit 3D-Druckern Teile für kommerzielle Flugzeuge in Serienfertigung gedruckt.

      • …das erklärt warum auf meinem letzten Flug das Servierwagenrad von der Saftschubse abgefallen ist…

    • Und keiner der Kommentare geht wirklich inhaltlich auf die Frage vom OP ein. Ich frage mich das nämlich auch.

    • „Gebraucht“ hätte ich einen 3D Drucker mal für ein Ersatzteil von einem Barbie-Haus. So ging es eben nach planned obsolescence in den Müll. Sonst könnte ich mir als Einsatzgebiet das Drucker kleiner Mitbringsel als Geschenk oder einer Tablett-Halterung denken. Als Nerd finde ich sowas cool, aber eine Rechtfertigung zum Kauf aus Familienbudget habe ich noch keine gefunden. Also her mit den Ideen.

      • Weder in dem Artikel, noch in der Frage des TE geht es um „klassische“ 3D-Drucker. Vielmehr ist die Rede von einem sehr begrenzt 3D-fähigen UV-Drucker, der lt. Artikel für 2D-Drucke auf bis zu 300 verschiedenen Materialien sowie Texturen und erhabene Strukturen bis zu einer Höhe von 5mm konzipiert ist.

  • Klar – und der, von dem Du das als Service einkaufst … der hat den Drucker

    • Jep, das ist mir schon klar, dass bei Anbietern solche Geräte rumstehen.
      Aber ne Hebebühne steht ja auch in der Werkstatt, deswegen werden es die wenigsten zu Hause haben. Hier wird ja aber als Zielgruppe explizit eine private bzw. eher kleinere Gruppe beworben. Da muss ich aber viele Geburtagskaffeetassen bedrucken, damit ich 3300€ wieder rauskriege

      • Du kannst von A nach B auf verschiedene Arten kommen!
        Manch einer läuft, andere brauchen unbedingt einen Bugatti.
        Menschen haben die unterschiedlichsten Hobbys und Budgets.
        Es wird schon einen Markt dafür geben…

  • Vorbei sind offenbar die Zeiten, in denen man mit Lötkolben Nase, Zehen usw. von Tieren in Tierform gesägte Bretter brennen musste… das kann man ab sofort drucken… auch die traditionellen ovalen Holzschilder mit lustigen Sprüchen, wie sie oft in Gartenlauben, gerne auch auf m Plumpsklo, zu finden sind, kommen wohl wieder :-)

  • Glaube nicht, dass du als Kleingewerbetreibender damit lange Spaß haben wirst!
    Im gedruckten steht wahrscheinlich, dass die Drucker für so eine Menge nicht ausgelegt sind. (wie bei den meisten Kaffeevollautomaten auch)

    • Sorry, da liegst du komplett daneben. Ich habe mir vor vier Jahren einen 3-D Drucker angeschafft (den ich mittlerweile durch einen Bambulab ersetzt habe) und habe angefangen kleine Dinge auf eBay zu verkaufen. Den 3-D Drucker hatte sich in zwei Monaten amortisiert. Ich habe einfach weiter gemacht, mich bei Etsy angemeldet und mittlerweile hab ich mir davon meine Suzuki GSX-R finanziert.
      Quasi „nebenbei“.

  • Kulturell gesehen ist es bei uns einfach nicht so angesagt wie in manchen anderen Ländern. Die machen da Untersetzer und Pseudostickereien (Batches) für Basecaps und für Jacken und, wie schon oben erwähnt, diese ovalen Schildchen für Muttis und Vatis Küche (home is where my heart is ) und Souveniers für die 250 Jahr, Feier der USA (was gibt es da jetzt noch zu feiern?) Und für den Baseballverein und die Andenken an die Schulabschlussfeier der Tochter.
    Das alles ist bei uns ein sehr kleiner Markt und dort ziemlich groß.

  • vegetativedystonie

    Ich bedrucke damit Brettspielkomponenten, Tassen, Geschenkverpackungen, 3D gedrucktes Schulungsmaterial usw. für mich privat und fürs Kleingewerbe. In Verbindung mit einem 3D Drucker eine super Kombination.

  • Der Drucker scheint schon extrem gute Ergebnisse zu erzielen. Ich habe mir sämtliche Videos arüber angeschaut. Was man aber unbedingt beachten muss : Die Kosten der Farbe/Verbrauchsmaterialien sind extrem hoch. Das sollte man sich gut durchrechnen.

  • Mein Bruder hat sich den Drucker gekauft, ist ganz nett und die Ausdrucke sind super, der Preis ist jedoch lächerlich, mehr wie 500 Euro dürfte der nicht kosten, zudem ist die Tinte völlig überteuert, haben letztens ein kleines Schild bedruckt und mussten etwas dicker in weiß vordrucken, die Tinte hat mal eben 15 Euro ausgemacht, für Kleinigkeiten ok, aber für größere Sachen oder wenn man in 3D drucken will ist die Tinte einfach zu teuer!

    PS. Anker hat den Drucker ohne Risiko auf einer Plattform angeboten die für junge Firmen ohne großes Kapital gedacht ist, und nicht für Milliarden schwere Konzerne die nen Verlust von ner Millionen nicht einmal annähernd merken!

    • Ich hatte, als er vor einem Jahr vorgestellt wurde, mit diesen Drucker ernsthaft geliebäugelt. Einsatzgebiet wäre taktile Ausdrucke für die Mitglieder unseres Blinden Vereins gewesen. Allerdings habe ich mir mal dann die Erfolgsgeschichte der 3-D Drucker der gleichen Firma inklusive der Möglichkeit für mehrfarbige Ausdrucke angesehen. Die Einheit für mehrfarbige Ausdrucke wurden nie hergestellt. Die beiden 3-D Drucker von der Firma sind mittlerweile Geschichte und für mehr als 100 € gebraucht bei Kleinanzeigen zu bekommen. Daher bin ich davon abgekommen. Was nützt so ein Drucker, wenn man nach drei Jahren keine Tinte mehr bekommt. Das kann sich unser Blindenverein dann doch nicht leisten.

    • Naja, lächerlich würde ich nicht sagen. Schau mal was vergleichbare UV-Drucker kosten. Da ist dieser hier schon echt ein „Schnäppchen“.
      Ich nutze ihn inzwischen echt sehr gerne. Ich drucke allerdings auch nichts erhaben bzw. nur sehr wenig. 15€ für ein kleine Schild kann ich mir aber nicht vorstellen. Ich bin eigentlich eher immer positiv überrascht wie wenig Tine bei den Drucken verwendet wird. Die farbigen Tinten bekommt man ja schwer leer.

    Redet mit. Seid nett zueinander!

    Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

    ifun.de ist das dienstälteste europäische Onlineportal rund um Apples Lifestyle-Produkte.
    Wir informieren täglich über Aktuelles und Interessantes aus der Welt rund um iPad, iPod, Mac und sonstige Dinge, die uns gefallen.
    Insgesamt haben wir 46245 Artikel in den vergangenen 8966 Tagen veröffentlicht. Und es werden täglich mehr.
    ifun.de — Love it or leave it   ·   Copyright © 2026 aketo GmbH   ·   Impressum   ·      ·   Datenschutz   ·   Safari-Push aketo GmbH Powered by SysEleven