Autonom durch die Stadt
Kommen die Robotaxis bald auch nach Deutschland?
Robotaxis könnten auch in Deutschland näher rücken. Waymo, die auf autonomes Fahren spezialisierte Schwesterfirma von Google, hat offenbar eine deutsche Tochtergesellschaft gegründet. Die Waymo Germany GmbH ist in München eingetragen und nennt als Geschäftszweck unter anderem Fahrdienstleistungen mit autonomen Fahrzeugen.
Das bedeutet allerdings nicht, dass schon bald fahrerlose Taxis durch München, Berlin oder Hamburg rollen. Eine solche Firmengründung ist zunächst ein vorbereitender Schritt. Waymo kann darüber Personal einstellen, Partnerschaften schließen und später Genehmigungen beantragen. Einen offiziellen Starttermin für Deutschland gibt es daher nicht.
Waymo betreibt in den USA bereits Robotaxis. Nutzer bestellen dort per App ein Fahrzeug, steigen ein und werden ohne menschlichen Fahrer zum Ziel gebracht. Das Auto erkennt Verkehr, Ampeln, Fußgänger, Radfahrer und andere Fahrzeuge mit Kameras, Radar, Lidar-Sensoren und viel Software. Gefahren wird aber nur in genau festgelegten Gebieten, die vorher umfangreich kartiert und getestet wurden.
Warum Deutschland kompliziert ist
Ein Start in Deutschland wäre deutlich aufwendiger als nur ein paar Autos zu importieren. Die Fahrzeuge müssten hiesige Verkehrsregeln, Schilder, Baustellen, enge Straßen und das Verhalten anderer Verkehrsteilnehmer zuverlässig verstehen. Außerdem braucht Waymo Genehmigungen der zuständigen Behörden und muss nachweisen, dass die Technik sicher genug arbeitet.
Genau deshalb ist die neue Gesellschaft spannend, aber noch kein Beweis für einen schnellen Marktstart. Wahrscheinlicher wäre zunächst eine Testphase oder eine Kooperation mit einem bestehenden Mobilitätsanbieter. Auch einzelne Städte oder Flughäfen könnten für erste begrenzte Einsatzgebiete infrage kommen.
Robotaxi per App
Für Nutzer würde sich ein Waymo-Dienst ähnlich wie Uber oder Free Now anfühlen: App öffnen, Ziel eingeben, Fahrzeug bestellen. Der Unterschied ist, dass vorne niemand sitzt. Die gesamte Fahrt übernimmt das Auto selbst. Für viele wäre das gewöhnungsbedürftig, könnte langfristig aber Taxis, Shuttle-Dienste und den öffentlichen Nahverkehr ergänzen.

Find die Robotaxis grundsätzlich okay, aber wieso die teuerer als normale Taxis sind, ist auch nicht einleuchtend. Ich würde jedenfalls nicht mehr für eine fahrerlose Fahrt ausgeben
Genau. Man spart sich Personalkosten, sorgt für mehr arbeitslose Fahrer, aber zahlen soll der Kunde trotzdem mehr… Für den Betreiber ist das natürlich ein großer Gewinn, aber warum soll ich mich als Kunde darauf einlassen?
Nur der Beginn ist teuer, denn Technologie kostet Geld und der Invest in Alles-drum-rum ist nicht zu unterschätzen. Sobald das aber etabliert ist und skaliert steht es außer Frage dass es günstiger wird. Bis genug Menschen abhängig davon sind und das melken mit Werbung und Preiserhöhung beginnt (Source: alle Amazon Geschäftsberichte seit 1998)
Sehe die eher auf dedizierten Strecken als „letze Meile“. Etwa um Dörfer an S-Bahn anzubinden.
Auf lange Sicht killt die KI dadurch wieder einen Berufszweig
Ein Berufszweig, der eh langsam ausstirbt. Problematisch dürfte es eher für Gelegeitsjobber werden, wie Studenten, sofern die überhaupt noch einen Führerschein haben.
Die Menschen könnte man ja anders einsetzen wie es andere Länder bereits vormachen.
Beispielsweise autonomer Zug und Personal ist IM Abteil und hilft beim Einsteigen + sorgt für Ordnung.
Das sorgt dann wiederum für sichereren ÖPNV und trägt zur Verkehrswende bei.
Mit Blick auf NL was Tesla da mit sFSD macht ist das technisch schon weit fortgeschritten. In DE und anderen Märkten mit alten Autoriesen wird das aber noch mit allen Mitteln verhindert.
Sobald das zu 100% funktioniert (also auch bei allen Baustellen, Schnee, Hagel, etc.) wird das mein Nachtzug für Dienstfahrten. Spart eine Übernachtung und Reisezeit. Abends um 23 Uhr einsteigen (schlafen legen) und bei entspannter Fahrgeschwindigkeit (max. 80km/h) bin ich morgens um 6 oder 7 Uhr am Zielort. Idealerweise hat man dann eine Mitgliedschaft bei einer deutschlandweiten Fitnesskette um zu trainieren und zu duschen – und fertig ist die neue Art zu reisen. Wichtig ist für diese Fahrweise eine möglichst sanfte Fahrweise – hecktische Bremsmanöver müssen möglichst vermieden werden. Und das schlafen muss erlaubt sein (Änderung von Gesetzen nötig)
Es gibt in keinem Land/Rwgion die von Dir beschriebenen Langstrecke als buchbare Fahrten. Die Kosten für die Rücküberführung der Fahrzeug ist ja heute auch schon ein Thema. Besonders wenn der Betreiber/Mietwagenfirma in der Zielstadt keinen Standort hat.
Auch wenn das alles „Zukunftsmusik“ ist: In den Waymo Robotaxis sitzt der Passagier sowieso nicht hinterm Lenkrad.
Und bei Fahrten im innerörtlichen Verkehr und auf Landstraßen sind häufige Geschwindigkeitswechsel vollkommen normal und nicht verhinderbar. (Fahrten auf der Autobahn schließt du mit den „maximal 80km/h“ ja bereits aus, wobei auch das befahren viele Landstraßen damit wegfällt. Ein zu langsames Fahren ohne triftigen Grund stellt nicht grundlos einen Verstoß gegen StVO §3 dar.)
Wie sieht das versicherungsrechtlich aus?
So wie ich unsere Versicherungswirtschaft kenne, werden die Versicherungsprämien astronomisch sein, was die erhöhten Kosten erklären würde.
Das Konzept ist v.a. fürs Land interessant, wo der ÖPNV ein Graus ist. Dann könnte auch dort die mobile Wende gelingen.
Für mich sind mehrere Punkte entscheidend:
1. Sicherheit !
2. Der Preis
3. Verfügbarkeit
Wenn alles passt, wäre es einen Versuch wert.
Es gibt schon Robotaxis in Deutschland.
In Darmstadt bis hoch nach Langen gibt es ein Testgebiet. Aktuell sind sechs NIO ES8 mit Level 4 unterwegs. Betrieben von Kira Autonom.
Aus meiner Sicht wird das mal die (ferne) Zukunft.
Man braucht kein eigenes Fahrzeug und damit auch kein Parkplatz mehr.
Wenn ich irgendwohin will, rufe ich einfach so ein Fahrzeug und anschließend fährt es wieder zu irgendeinem anderen Einsatz oder wo auch immer hin.
Auch wenn diese Entwicklung nicht aufzuhalten sein wird, werden viele Kräfte doch dafür sorgen, dass sich das noch lange hinziehen wird.
Da ist schon mal der Widerstand unserer schwerfälligen Behörden. Was es da noch alles an Vorschriften auszudenken, zu genehmigen und abzustempeln geben wird.
Und dann die Autoindustrie. Wenn – in ferner Zukunft – nur noch autonome Fahrzeuge unterwegs sind und nicht mehr jeder selbst ein Auto braucht, werden ja nicht mehr so viele Fahrzeuge gebraucht. Was jetzt so ständig am Straßenrand rumsteht, würde ja selbstständig unterwegs sein und Fahraufträge erfüllen. Ich glaube nicht, dass das unsere Autohersteller so einfach hinnehmen.
In 20 Jahren vielleicht
In China gibt es das schon seit Jahren. Hat bei mir super funktioniert.
Denke von allen Ländern der EU wird es un Deutschland am spätesten eingeführt, denke 2035 sind wir dann langsam auch so seit, meine ich tatsächlich ernsthaft so.
In Hamburg sind die fahrerlosen Moia (Taxi like) schon in der Erprobung auf der Straße unterwegs. Noch sitzt jemand auf dem Fahrersitz, muss aber für gewöhnlich nicht mehr eingreifen. In der Hafencity wird ein fahrerloser Bus in einem kleinen Gebiet getestet. Also alles keine Zukunftsmusik sondern kurz vor Regelbetrieb.
Das wird so schnell nicht kommen, man sieht es ja an Tesla. Das KBA wird es so lange hinauszögern, bis die deutsche Automobilindustrie etwas adäquates auf dem Markt bringen. Man versucht die deutsche Industrie, sei es auch noch so unsinnig, zu schützen. Lobbyarbeit ist das Thema. Der Mensch, bzw. was den Bürger interessiert, zählt überhaupt nicht.
Wenn ich an meine letzten Taxifahrten denke begrüße ich das. So kann die Fahrt dadurch nur sicherer werden.