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OLED, 60 Hz und iPhone Duo

iPad mini: Apple erklärt OLED ohne ProMotion und Acoustic Display

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Das neue iPad mini mit OLED-Display gehört zu Apples interessantesten Produktneuheiten der Woche. Allerdings hat der mindestens 749 Euro teure Neuzugang eine Besonderheit: Trotz moderner Bildschirmtechnik verzichtet Apple weiterhin auf ProMotion und beschränkt die Bildwiederholrate auf 60 Hz. In zwei Interviews hat David Pakula, Apples Vice President of Hardware Engineering, nun erklärt, welche Überlegungen hinter den Entscheidungen stecken.

Ipad Mini Speaker

OLED soll fehlende 120 Hz teilweise ausgleichen

Im Gespräch mit YouTuber Christopher Lawley betont Pakula, dass die Bildqualität nicht allein von der Bildwiederholrate abhänge. OLED-Pixel reagierten mehr als zehnmal schneller als die Bildpunkte des bisherigen LCD-Panels. Dadurch reduzierten sich Bewegungsunschärfen deutlich.

Zusammen mit dem höheren Kontrast, kräftigeren Farben und der gesteigerten Helligkeit soll das neue Display einen erheblichen Qualitätssprung bieten. Ganz ersetzen kann die kürzere Reaktionszeit eine höhere Bildwiederholrate allerdings nicht. Gerade beim Scrollen und bei schnellen Animationen bleibt der Unterschied zwischen 60 und 120 Hz sichtbar.

Das 8,5 Zoll große Super Retina XDR Display erreicht bis zu 1.200 Nits Spitzenhelligkeit. Optional bietet Apple eine Variante mit Nanotexturglas an, die störende Reflexionen reduzieren soll.

Ipad Mini Oled Display

Der Bildschirm wird zum Lautsprecher

Noch ungewöhnlicher ist das neue Acoustic Display. Laut Pakula entdeckten die Entwickler, dass die Bauform des Bildschirms Schwingungen in einem für Menschen hörbaren Frequenzbereich ermöglicht. Speziell entwickelte Treiber versetzen das Display deshalb in Schwingung und erzeugen darüber mittlere und tiefe Töne.

Für hohe Frequenzen reicht dieses Verfahren nicht aus. Hier setzt Apple weiterhin auf kleine Hochtöner, die an beiden Enden des Tablets sitzen. Deren Schall gelangt durch versteckte Öffnungen zwischen Glas und Aluminiumgehäuse nach außen.

Die Konstruktion benötigt weniger klassische Lautsprecheröffnungen und trägt damit auch zur neuen IP67-Zertifizierung bei. Erstmals ist ein iPad somit gegen Staub und zeitweiliges Untertauchen geschützt.

iPad mini bleibt trotz iPhone Duo eigenständig

In einem zweiten Interview mit Katarina Mogus ging Pakula auf die Position des iPad mini neben dem faltbaren iPhone Duo ein. Beide Geräte bieten vergleichsweise große Bildschirme in einem kompakten Format.

Apple sieht dennoch genügend Unterschiede. Pakula verweist insbesondere auf die umfangreichen Multitasking-Möglichkeiten von iPadOS 27, die Unterstützung des Apple Pencil Pro und das große Angebot speziell für das iPad entwickelter Anwendungen.

Ob die Verbesserungen den gestiegenen Einstiegspreis rechtfertigen, können Interessenten ab dem 6. November selbst beurteilen. Dann kommt das neue iPad mini in den Handel.

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30. Okt. 2026 um 15:39 Uhr von Ben Fehler gefunden?


    26 Kommentare bisher. Dieser Unterhaltung fehlt Deine Stimme.
  • Ich kann mir vorstellen (und hoffe drauf), dass sich das Duo im Zu,Unit zu einer echten Alternative zum IPad Mini entwickelt. Mal sehen, was das nächste Jahr so bringt.

    • Es gibt keine echte Alternative zu einem zweiten Gerät. Ich will es nicht missen, wenn ich mit dem iPad was schaue, nebenbei mit dem iPhone noch Dinge machen zu können

  • Klingt irgendwie nach einer Ausrede, dass OLED keine 120 Hz benötigt… Schade, hab so lang auf ein neues iPad mini gewartet. Es tut noch was es soll, aber hier und da merkt man den langsamen Prozessor und der Akku macht schnell schwach.

  • Bullshit, sorry. 60 Hz sind 60 Hz, da können die sich noch so versuchen rauszureden. Wenn es dann in 2-5 Jahren mit 120 Hz kommt wird aber garantiert wieder als das Ding schlecht hin beworben. Habe praktisch alle Produkte von Apple, aber man muss Mist nicht schön reden.

  • Wieviel mehr Cent kostet bitte der Sprung von 60Hz auf 120Hz in der Produktion?
    Das sollte wirklich Standard sein für Apple Produkte (heutzutage).
    Die Erklärungsversuche dazu sind auch Banane. Dann lieber nichts sagen.

  • Marc-Oliver Schmidt

    Es gehen Gerüchte um, dass das iPad Mini theoretisch 120hz schaffen würde und künstlich beschränkt wurde. Samsung produziert wohl gar keine OLED mehr mit 60hz.

    Die 60hz sind eine Marketingentscheidung von Apple. in 2-3 Jahren werden die 120hz gefeiert ;o)

  • Wer 2026 ein Gerät mit 60hz kauft ist selber schuld. Einfach nicht kaufen, wenn die Dinger in den Regalen bleiben findet Apple ganz schnell eine Lösung für das angebliche Problem.

  • Und was ist jetzt der Grund warum es nur 60HZ sind ?

    • Profitgier, die selbst extremster Offensichtlichkeit von vielen nicht gesehen werden will.

      • Zu viele Fanboys die sich Sachen gut reden.

        Ich habe kein Problem damit, wenn jemand sagt er kann nicht mehr warten oder hat keine Lust mehr zu warten.

        Aber wozu dieses schön reden und Apple verteidigen? :D

  • 120Hz hin oder her, die Preise für ein iPad Mini find ich schon extrem.

    • Gegenüber dem Vorgänger Modell haben sie sich im Vergleich nur marginal geändert. Für Apple Verhältnisse sogar geringer als man bei den Speicherpreisen erwarten würde.

  • Da hat er zumindest nicht unrecht. 60 Hz auf meinem iPhone 16 sehen tatsächlich besser aus als 60 Hz auf meinem alten iPad mini.

  • Ist wohl eher dem Prozessor als dem Display geschuldet, das das Mini kein 120hz liefert – zu rechenintensiv für den A20 bei dieser Auflösung – und Apple wollte dem iPad keinen M Prozessor spendieren

  • Gernhardt Reinholzen

    Schade dass man die Leute so „verapplet“.
    Bildwiederholraten wirken sich auf zwei Arten aus: Einmal wenn man mit den Augen ein bewegtes Objekt auf dem Display verfolgt und einmal wenn man z.B. die Bildmitte fokussiert und Bewegungen periphär wahrnimmt.

    Verfolgt man bewegte Objekte direkt mit dem Auge, dominiert der Unschärfeeffekt, je niedriger die Bildwiederholrate ist. Das nennt man persistance Blur, da z.B. bei 60 Hz jedes Bild 16,6 ms lang zu sehen ist. Je länger das Bild sichtbar ist (also quasi je länger das Auge mit einem stehenden Bild belichtet wird), desto mehr Unschärfe entsteht im Auge bei bewegten Objekten. Das Problem ist, dass OLED zwar die Schaltzeiten der Pixel stark verbessert, die OLED Pixel schalten praktisch verzögerungsfrei und erzeugen von sich aus keinerlei schlieren oder unschärfe, trotzdem bleibt der Großteil der typischen 60 Hz Unschärfe bestehen, da der Großteil der Unschärfe eben diesem persistance blur geschuldet ist der durch die relativ lange Anzeigezeit der Einzelbilder im Auge entsteht.

    Die andere Art von Problem dominiert, wenn man Objekte nicht direkt verfolgt, sondern bewegte Inhalte periphär wahrnimmt. Hier entsteht dann eine Art Stroboskopeffekt oder auch einfach nur ruckeln. Objekte springen quasi über das Display. Je geringer die Bildwiederholrate, und je höher die Geschwindigkeit ist, mit der sich objekte bewegen, desto weiter springt ein objekt zwischen zwei Bildern, was man als störendes ruckeln warhnimmt. Langsame Pixelschaltzeiten z.B. mit LCD können diesen effekt sogar ein klein wenig abmildern. Das heißt das Ruckeln ist auf OLED sogar etwas ausgeprägter als auf LCD. Der Stroboskopeffekt geringer Bildraten kommt deutlicher zur Geltung, was natürlich schlecht ist.

    Subjektiv wird man beide Effekte vermischt oder mal mehr mal weniger stark wahrnehmen. Das hängt stark davon ab, auf was man empfindlicher reagiert oder wie man das Display betrachtet (eher mittig oder aktive Verfolgung von Objekten mit dem Auge) Tatsächlich lassen sich aber auch beide Effekte ganz klar messen und in Zahlen nachvollziehen. Blurbusters bzw. die testufo seite hat dazu auch zahlreiche Tests online, die man selbst im Browser ausführen kann.

    Lange Rede, kurzer Sinn. OLED ist im Vergleich zu LCDs bei gleicher Bildwiederholrate vielleicht subjektiv ~10-20% schärfer in Bewegung, da die Pixel viel schneller reagieren. Trotzdem bleibt die Anzeige SEHR viel unschärfer als 120 Hz, da der persistance blur den Großteil der Unschärfe erzeugt – nicht die Pixelschaltzeiten. Im Gegenzug wird durch die schnellen Schaltzeiten der Ruckeleffekt um das gleiche Maß verstärkt, da die langsamen Schaltzeiten von LCD das ein wenig abmildern können.

    60 Hz bleiben also 60 Hz, egal ob OLED oder LCD, es nimmt sich nicht viel. 120 Hz halte ich auf einem Tablet für das Minimum, da sich mit steigender Bildschirmdiagonale im Verhältnis zum Augenabstand die negativen Effekte verstärken. Auf einem kleinen Smartphone Display oder einer Smartwatch sind 60 Hz weniger störend, weil die Bewegungen auf dem Display einen viel kleineren Bereich des Sichtfeldes einnehmen und dadurch optisch eine zeitlich höhere Auflösung entsteht, auf einem Tablet hingegen ist der Unterschied zwischen 60 und 120 Hz aber bereits sehr sehr groß und deutlich bemerkbar, Sehr viel deutlicher als auf jedem Smartphone.

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