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iPad-App „MyGeo“: Masterarbeit, Mitmach-Projekt und die Antwort auf die Frage ob sich das iPad für das Lernen im Unterricht eignet

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Mit „AnyConvert“ und „Webdesign101“ bereits recht erfolgreich im Mac App Store vertreten, hat sich der Entwickler und Musiker Yves Tscherry im Rahmen seiner Masterarbeit an der Pädagogischen Hochschule Bern nun auch Apples Tablet zugewandt und eine kostenlose iPad-Applikation zur Unterstützung des Geografie-Unterrichts von Schülerinnen und Schülern in der ersten Sekundarstufe erstellt.

Mit der 500MB großen Anwendung „MyGeo“ (AppStore-Link) will Tscherry auszuloten, „ob durch den Einsatz von Tablets und geeigneten Apps für die Schülerinnen und Schüler ein Mehrwert entsteht und ob der Lernerfolg erhöht werden kann“.

Mitte Februar soll die Anwendung, die inzwischen auch all jene Nutzer laden können, die nicht am Pilotprogramm teilnehmen, an einer Klasse in schweizer Münchenbuchsee eingesetzt und der so evozierte Lernerfolgt qualitativ ausgewertet werden. Bis Ende April wird Tscherry die entsprechende Dokumentation des Projekt-Versuchs öffentlich zur Verfügung stellen.

Tscherry hat ifun.de den für die Erstellung der MyGeo-App verantwortlichen Impuls geschildert und beschreibt seine Hoffnungen in das anspruchsvolle Projekt:

Es gibt inzwischen viele Schulen, welche Klassen mit iPads ausrüsten. An vielen Schulen gibt es auch Klassensätze, welche von Lehrpersonen ausgeliehen und verwendet werden können. Doch seien wir ehrlich, mehr als „ein bisschen surfen“ liegt dann doch nicht drin; es gibt schlicht weg zu wenige oder gar keine Apps welche sich als Ergänzung oder Ersatz zu einem schweizerischen oder deutschen Lehrmittel eignen würden. Zum anderen sind Apps, die sich in diesem Bereich ansiedeln, dann schlussendlich aus meiner Sicht masslos überteuert (vgl. Amerikanische Lehrmittelverläge oder Appolino aus der Schweiz).

Zwar bietet Apple mit iBooks Author einen ersten Ansatz, um etwa als Lehrperson im Schulumfeld content aufzubereiten. iBooks Author ist ein guter Ansatz. Jedoch:

Um aus einem potentiellen digitalen Lehrmittel ein Höchstmass an Nutzen ziehen zu können, ist ausgiebige Interaktivität zwischen Schülerin/Schüler und dem Gerät unabdingbar; vor allem dadurch sind sie mit dem Lernstoff und den Inhalten „verbunden“, Text alleine reicht da nicht. Flashcards, Glossar und Co in iBooks sind nette Ergänzungen, bieten jedoch nur einen methodischen – keinen didaktischen – Mehrwert. Die Möglichkeiten, einem eBook in iBooks interaktive Elemente hinzuzufügen sind (per User-Interface) recht eingeschränkt Zwar bietet sich die Möglichkeit, mit Hilfe von Cocoa iBooks zu erstellen, der Aufwand und das benötigte Know-How sind dann jedoch so gross, dass eine native App wieder lukrativer wird.

Wir drücken die Daumen und halten euch über den Projektfortschritt auf dem Laufenden.

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01. Feb 2013 um 14:56 Uhr von Nicolas Fehler gefunden?


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