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Rollout in der Slowakei und Kroatien

Immmr: Neuer Telekom-Messenger startet

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Nach Joyn und Message+ hat die Deutsche Telekom jetzt ihren dritten WhatsApp-Konkurrenten ins Rennen geschickt. Der bereits im Februar vorgestellte Kurznachrichten-Dienst Immmr startet in dieser Woche erstmals in der Slowakei und soll nach und nach in weiteren Märkten ausgerollt werden, in denen die Telekom aktiv ist.

Immr

Die Telekom bewirbt „Immmr“ als offenen Kommunikationsdienst für Sprache, Messaging und Videotelefonie der zur Authentifikation auf eine Mobilfunknummer setzt. Die Nummer ist dabei jedoch virtuell und nicht mehr an ein bestimmtes Gerät oder eine SIM-Karte gebunden.

Das Wirtschaftsmagazin Capital hat sich mit Claudia Nemat aus dem Telekom-Vorstand unterhalten:

Immmr ist ein globales Produkt, mit dem wir weltweit Telekom-Dienste anbieten können. […] Hinter Immmr steht ein Berliner Start-up mit 70 Mitarbeitern, das seit 2014 an der Technologie arbeitet. Es soll helfen, die Vorherrschaft der Amerikaner im Kommunikationsgeschäft zu knacken; des Messengers von Facebook etwa, von Whatsapp, Apples Facetime, Microsofts Skype. Diese Over-the-Top-Dienste (OTT) degradieren die alten Telefonkonzerne immer mehr zu einer Art Wasserwerk fürs Internet: zu Lieferanten margenschwacher Datenflüsse, die man jederzeit an- und abstellen kann.

Sollte der Rollout bei der Telekom-Tochter „Slovak Telekom“ von Erfolg gekrönt sein, will die Telekom den Dienst in einem zweiten Schritt in Kroatien anbieten. Wann Deutschland folgen soll ist derzeit noch unklar.

Immmr 700

Um sich bei „Immmr“ zu registrieren, müssen sich interessierte Nutzer lediglich mit ihrer eigenen Mobilfunknummer anmelden und sollen anschließend von den folgenden Vorteilen profitieren:

  • Netzwerkübergreifendes Telefonieren mit der eigenen Mobilfunknummer auf jedem Endgerät: Alle Telefonate, Nachrichten und die persönlichen Kontakte sind per Browser oder App verfügbar, auch wenn es sich nicht um das eigene Gerät handelt.
  • Die eigene Telefonnummer als persönlichen, sicheren Web-Link nutzen und mit allen Freunden kostenfrei kommunizieren, unabhängig davon, ob sie auch Immmr-Nutzer sind oder nicht.
  • Super günstige Telefontarife zu Rufnummern weltweit. Von Immmr-zu-Immmr sind alle Telefonate selbstverständlich kostenfrei.
  • Neue Rufnummern aus vielen Ländern hinzufügen – ohne extra SIM-Karte.
  • Alles in einer App: Sprache, Messaging, Videotelefonie, Gruppen-Kommunikation und vieles mehr.
  • In bestimmten Ländern werden für Telekom Kunden Angebote entwickelt, bei denen Immmr in ausgewählten Mobilfunktarifen integriert sein wird.
Donnerstag, 20. Okt 2016, 10:05 Uhr — Nicolas
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  • Nachdem andere Messenger ja schon so erfolgreich gegen WhatsApp sind hat sich die Telekom Gedacht „na alle guten Dinge sind 3 – jetzt klappts bestimmt“

    LOL

  • Dass die das immer noch probieren…allein der Name.

    • Allein die Gelder die dafür verbrannt werden…. sollen sie mal lieber die Tarife günstiger anbieten… da komm ich aus dem Kopfschütteln nicht mehr raus…

      • Ach, besser als das die ganzen mit dem Messenger beschäftigten Mitarbeiter schon jetzt auf der Straße sitzen… ich frage mich auch warum so etwas immer praktiziert wird… die Personen die so etwas entscheiden werden wohl nicht nach Erfolg bezahlt :D

  • Wer kommt eigentlich immer auf die Idee, Apps so zu benennen, dass keiner weiß wie er sie aussprechen muss.

  • Die geben echt nicht auf …
    PS. Es soll ja auch nicht amerikanische Messenger geben, wie zum Beispiel Threema. Hab ich gehört …

  • Und das aaaaaaalles umsonst????
    Wow!!!!

  • Bei allem Draufhauen: ich würde mir wünschen, daß auch mal ein asozialer Dienst aus Europa einen weltweiten Erfolg verbuchen könnte…. Aber das scheint eine romantische Vorstellung zu sein

    • Das hat doch nichts mit Europa zu tun.

      Das hat etwas damit zu tun, dass sich weltweit bisher am meisten die SMS, WhatsApp, iMessage und evtl. noch einige größere (!!) Alternativen wie Telegram etabliert haben.

      Im Amerika nutzt fast jeder SMS und iMessage (wegen der hohen Verbreitung von iPhones). Manche noch WhatsApp.

      In Europa ist es quasi andersrum – viele nutzen WhatsApp und Alternativen (Threema, Telegram), vielleicht auch noch iMessage und ein kleiner Teil nutzt SMS.

      Warum sollten jetzt alle ihre etablierten Messenger im Bekanntenkreis (egal, ob WhatsApp, Threema, Telegram, iMessage oder SMS (ja, ich weiß, dass SMS kein Messenger ist)) aufgeben, um „Immmr“ o.ä. zu nutzen?

      Das hat wirklich nichts mit Europa zu tun.

      • Das hat mich damals auch so irritiert, dass in den Staaten wirklich wenige WhatsApp nutzen, nichtmal im Alter zwischen 18-26

  • Erinnert mich an Menderes. Der gibt auch nicht auf.

  • „In bestimmten Ländern werden für Telekom Kunden Angebote entwickelt, bei denen Immmr in ausgewählten Mobilfunktarifen integriert sein wird.“

    Heißt, es ist nicht „immmr“ umsonst ;-)

    • Moment Mal, die wollen auch noch Geld für eine Totgeburt?

      Wenn damit gemeint ist, dass der Traffic nicht mit ins Datenvolumen berechnet wird, dann wäre das ja okay. Wobei das afaik gegen die Netzneutralität verstößt, oder?

      Aber wenn man jetzt auch noch monatlich oder einmalig für einen Messenger bezahlen soll, bei dem man nicht weiß, ob er sich durchsetzen wird, dann weiß ich auch nicht weiter…

      Klingt m.M.n. nicht attraktiv. Versteht mich nicht falsch, ich gebe gerne Geld für gute Apps aus. Mir ist Datenschutz in gewisser Weise auch etwas Wert. Aber keiner weiß zum jetzigen Zeitpunkt, ob und wie sich „Immmr“ durchsetzen wird.

      Die Prognosen siehen ja düster aus.

  • Und dann ganz mutig in der Slowakei testen

  • Immmer hin alles kostenlos, ein kleiner Schrift für die Menschheit ein großes für die Telekom.

  • Warum es jetzt schon eine Totgeburt ist:
    – nur ein Land zum Start (ein weltweiter Start mit entsprechenden Server-Ressourcen, damit es zu keiner Überlastung kommt würde eher zum Erfolg führen)
    – einer von gefühlten 100 WhatsApp-„Konkurrenten“
    – ich habe es mir nicht angeschaut, aber wahrscheinlich ein anderes Konzept als WhatsApp o.ä.
    -> Umgewöhnung – Otto Normalverbraucher denkt „Da ist ja keiner außer 2-3 Kontakte und das sieht komplett anders aus als WhatsApp, will ich nicht!“
    – keine Nachfrage… fast alle nutzen WhatsApp, der Rest Threema, Telegram usw. (zumindest in DE)

  • Ich könnte sogar mein Vater von Telegram überzeugen, und der setzt es nun in seiner Firma ein weil man das wirklich auf jedem Gerät nutzen kann auch auf windows und Mac und das besser als WhatsApp und auf einem Account kann man richtig viele Geräte machen. Ich will auch WhatsApp weniger nutzen und eher iMessage und telegram. Die sind einfach besser umgesetzt.

  • Und Ende-zu-Ende verschlüsselt ist es auch nicht! Oder?

  • „Netzwerkübergreifendes Telefonieren mit der eigenen Mobilfunknummer“ … hört sich gut an. Dann kann ich mir die monatlichen Kosten für ’ne Multi-SIM für mein „Festival-Handy“ sparen. Is‘ doch geil

  • ich bin vielleicht schon zu alt, aber ich kennen niemanden, der auch nur einen dieser Dienste nutzt…

  • Als Aktionär würde ich ihnen die Hölle heiss machen, Geld verbrennen in Reinkultur!
    Maxis (siehe.o.) hat es schon treffend ausgedrückt!

  • Könnt ihr mal das Wort Totgeburt weg lassen… Das ist ja schrecklich hier…

  • Vielleicht ist das eine Messaging-App, die mein Kollege, der bei der Telekom arbeitet, endlich auf seinem Dienst-Handy installieren darf.

  • Womit wollen die dann Geld verdienen? Die teuren Entwicklungskosten müssen ja rein geholt werden oder ist das wieder ein Top Vorstands Projekt wo Geld keine Rolle spielt und man etwas super modernes präsentieren möchte?

    In München entwickelt auch gerade jemand einen Messenger für Android & iOS mit vielen Entwicklern. Ich verstehe diese Businesspläne dahinter nicht.

  • Sollte der Messenger auch wieder einen vom Uswr wählbaren Nick erfordern, flogt er sofort vom Handy. Kann es nicht leiden von Superhirn oder Modebewusst angeschrieben zu werden. Die Menschen sind einfach zu dumm um in das Feld lediglich ihren Vornamen zu notieren. Der Signal Messenger arbeitet auch ohne Nick!

    • Leider ist bei Signal die Sprachqualität total unterirdisch. Sonst Würdenträger den nämlich nutzen. Schön auf das wesentliche reduziert. Ach ne, da war noch das mit den Gruppen das dort jeder Admin ist und man die nicht stummschalten kann. Die können halt nur Sicherheit die Jungs, weiter als nen Steinwurf denken die Trottel nicht. :)

  • Messenger entwickeln – das jährliche Projekt der Studenten bei der Telekom…

  • Seit 2014 arbeiten die dran ? lol

  • Die Telekom und Co. sind doch selbst schuld, dass andere das Feld übernommen haben. Wer für 160 Zeichen absolute Wucherpreise verlangt und das auch noch durchzieht während schon Alternativen am Markt entstehen hat es nicht anders verdient als zum „Wasserwerk“ degradiert zu werden.

    Hätte die Telekom Whatsapp erfunden müsste man vermutlich für eine Whatsapp von Deutschland nach Österreich 20 cent bezahlen, und das auch noch wenn der Empfänger ebenfalls bei der Telekom ist, sonst gehts überhaupt nicht.

  • Telekom und Co. haben Milliarden an den Staat bezahlt um Netze zu betreiben. Den Eigentümern müssen sie Gewinne erwirtschaften. In Europa sollten wir zusammenstehen um den US Firmen nicht die Kommunikationsdaten zu geben, die wir in Europa produzieren. Aus den Daten produziert whatsapp die Gewinne mit denen der Service Verbessert wird,…alles über die Datennetze in Europa.
    Ich befürchte, immmr wird desshalb nicht angenommen, weil Telekom dahinter steht und was auch immer Telefonika und Vodafone machen scheitert mit dem gleichen Argument ,… Aber damit wandern die Arbeitsplätze und Gewinne in die USA

  • um mit einem neuen Messenger WIRKLICH in den Markt drängen zu können, bräuchte es etwas wirklich neues, was so noch niemand auf’m Schirm hat, oder einen anderen echten Anreiz um umsatteln zu wollen …
    bspw. einen kleinen Bonus je Nachricht, mit dem man bis zu nem gewissen gedeckelten Betrag seine Telekomrechnung minimieren kann … irgendwie „sowas“ um überhaupt mal Nutzerinteressen zu schaffen

    alles andere wird ein Rohrkrepierer … leider

  • Ich Stimme dem Gedanken vom Schachspieler zu, es muss etwas wirklich Neues gefunden werden. Das Wir die Telekommunikations Daten wieder in Europa haben ist etwas bedingt Neues, reicht aber nicht ( siehe oben). Würde es aber bessere Datenübertragungspreise für die Nutzung von immmr geben, dann würde das nur den Marktpreis absenken, … Ich würde billiger Whatsapp nutzen, eine Verknüpfung von immmr App und Daten Flat ist bestimmt rechtlich nicht OK

  • Die sollen einfach durchziehen was in den Verträen steht und Messeging technisch unterbinden. Nicht jeder Kunde wird sich VPNs einrichten. Damit hat man dann einen großen Teil der Kunden weg von WhatsApp bekommen. Nun die Preise der Tarife um 10 € erhöhen damit man die Leute finanziert die WhatsApp dann dennoch irgendwie nutzen. Natürlich müssen es alle Anbieter so machen. Sprechen sich ja sonst auch immer ab. Verstehe nicht warum die nicht die Eier haben. Das gibt einem Shitstorm und nach 3 Wochen ist es vergessen. Sowas sitzt man aus! Sich von Kunden die Richtlinien diktieren lassen – Echt peinlich Vodafone, o2 und Telekom! Denkt mal an die deutsche Wirtschaft und sehr zu! Oder sollen wir hier alle Veit arbeitslos sein?

  • Die probieren es halt immmr wieder, wollen und wollen aber nicht lernen.

  • Eigentlich finde ich es ja gar nicht schlecht, dass die T. versucht einen neuen Messenger zu etablieren. Aber wenn der nur von T. Kunden genutzt werden kann, wird das wohl nichts. Oder hab ich was übersehen?

  • Schon Joyn war ein Reinfall und dürfte ein deutliches Verlustgeschäft gewesen sein. Jetzt versuchen sie es nochmal. Wahrscheinlich wieder eine Projektleiche.

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