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iCloud-Musikmediathek: Der Unterschied zwischen Apple Music und iTunes Match

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Die Einführung der iCloud-Musikmediathek gemeinsam mit Apple Music hat für viel Verwirrung gesorgt. Die Neuerung spielt mit Apple Music zusammen, gleichzeitig bietet Apple aber auch noch die Online-Musikablage iTunes Match als kostenpflichtige Option an. Wir haben hier noch einmal die wichtigsten Unterschiede bei den Online-Musikangeboten von Apple zusammengefasst.

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iCloud-Musikmediathek

Die iCloud-Musikmediathek dürft ihr als gemeinsames Dach betrachten. Hier finden sich Musikdateien aus verschiedenen Quellen versammelt: Zunächst die „iTunes in the Cloud“-Kopien der von euch bei Apple gekauften Songs. Dann Musikdateien, die ihr im Rahmen eines iTunes-Match-Abos abgeglichen oder hochgeladen habt, ebenso Titel, die ihr über Apple Music abgeglichen oder hochgeladen habt und zudem Songs, die ihr aus Apple Music heraus für die Offline-Wiedergabe gespeichert bzw. zu „Meine Musik“ hinzugefügt habt.

Kompliziert wird das Ganze, weil sich die Titel abhängig davon, wie sie in die iCloud-Musikmediathek gelangt sind, anders verhalten. Die über iTunes gekauften Titel beispielsweise stehen euch auf immer und ewig zur Verfügung. Ihr habt die Dateien bezahlt und könnt sie ohne Kopierschutz im Rahmen von Apples „iTunes in the Cloud“-Angebot auch erneut herunterladen.

iTunes Match bedeutet Freiheit

Das gleiche gilt für alle weiteren Songs, sofern ihr das zum Jahrespreis von 25 Euro erhältliche iTunes-Match-Abo laufen habt. Alle Dateien die in diesem Rahmen abgeglichen und von Apple bereitgestellt oder von euch auf Apples Server geladen wurden, stehen euch ohne Kopierschutz zum erneuten Download zur Verfügung. Der Verzicht auf Kopierschutz gibt euch auch die Möglichkeit, diese Titel auf alle euch zur Verfügung stehende Geräte zu laden und dort ohne zeitliche Begrenzung abzuspielen.

So lange ihr eure Musiksammlung also vor Ablauf des iTunes-Match-Abos herunterladet und lokal speichert, stehen euch alle Songs auch hinterher noch ohne jede Einschränkung zur Verfügung. Apple dazu:

So stellen wir Ihnen die Titel, die auch in unserem Katalog enthalten sind, sofort auf allen Ihren Geräten zur Verfügung. Wenn Sie diese für die Offline-Verwendung auf Ihren Geräten speichern, können Sie sie dort auf unbestimmte Zeit nutzen. Wenn iTunes Match diese Titel zu Ihrer iCloud-Musikmediathek hinzufügt, werden die Originalmusikdateien in iTunes für Mac oder PC bzw. auf Ihren iOS-Geräten dadurch nicht verändert. Diese Titel können Sie dank DRM-freiem AAC-Format mit 256 kBit/s von jedem Ihrer Computer oder Geräte aus in hochwertiger Audioqualität genießen. Wenn Sie sie für die Offline-Verwendung speichern, können Sie sie auch nach Ablauf Ihres iTunes Match-Abonnements weiterhin abspielen.

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Apple Music bedeutet Kopierschutz

Anders bei Apple Music. Wenn ihr hier Songs für die Offline-Wiedergabe lokal speichert, sind diese mit einem Kopierschutz versehen. Ihr könnt die Titel also nur auf dem Gerät wiedergeben, mit dem sie heruntergeladen wurden und auch nur so lange ihr über ein aktives Apple-Music-Abo verfügt. Diese Einschränkung betrifft auch Songs, die ihr bei anderen Anbietern gekauft oder selbst gerippt habt, und die im Rahmen des Abgleichs der Musikbibliothek automatisch in der iCloud-Musikmediathek bereit gestellt wurden.

Kurz und knapp: Ein Backup eurer Musiksammlung ist ohnehin wichtig, wenn ihr mit Apple Music arbeitet ist dieser allerdings unverzichtbar. Nach Kündigung des Abos wird es in der Regel erforderlich sein, eure alte Musiksammlung komplett wiederherzustellen.

Das Beste aus zwei Welten

Ein Sonderfall ist die gleichzeitige Nutzung von iTunes Match und Apple Music. Apple weist ausdrücklich darauf hin, dass die parallele Nutzung möglich ist und auch ihre Vorteile hat. In diesem Fall zieht nämlich der Kopierschutz von Apple Music den Kürzeren und ihr behaltet eure eigenen Songs dauerhaft als DRM-freie Version.

Ganz schön kompliziert, was? Und die Tatsache, dass Apple Music sich gefühlt immer noch im Beta-Stadium befindet macht das Ganze nicht besser. Am Besten macht ihr es wohl wie wir: Vor der Aktivierung von Apple Music haben wir unsere eigene Musiksammlung doppelt gesichert und weggepackt. Das Risiko, die sorgsam gepflegte iTunes-Bibliothek zu verlieren, ist uns einfach zu groß.

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22. Dez 2015 um 16:52 Uhr von Chris Fehler gefunden?


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