Paketmanager legt deutlich zu
Homebrew 7: Mehr Sicherheit, schneller und mit Mac-App
Mit Homebrew 7.0 steht eine neue Hauptversion des Paketmanagers für macOS und Linux bereit. Das Update beschleunigt Installationen und Aktualisierungen, erweitert die Sicherheitsmechanismen und bringt erstmals eine native Mac-App mit. Gleichzeitig zieht das Projekt bei älteren Systemen die Grenzen enger. macOS Catalina und frühere Versionen werden nicht mehr unterstützt, Intel-Macs rutschen in die niedrigste Unterstützungsklasse.
Homebrew ist ein Paketmanager für den Mac. Statt Programme und Kommandozeilen-Werkzeuge einzeln auf verschiedenen Webseiten zu suchen, herunterzuladen und zu installieren, lassen sie sich damit über wenige Terminal-Befehle zentral verwalten. Auch Aktualisierungen und das Entfernen installierter Software übernimmt Homebrew auf Wunsch.
Homebrew verzahnt Downloads, Vorbereitung und Installation künftig stärker miteinander. Mehrere Arbeitsschritte können parallel laufen, auch bei größeren Brewfiles. Wiederverwendete API-Daten sollen Folgebefehle beschleunigen, Cache-Scans wurden reduziert und Homebrew startet weniger zusätzliche Prozesse. Damit setzt das Projekt die bereits mit Homebrew 5 begonnenen Optimierungen fort.
Sandbox schützt stärker vor Paketen
Ein größerer Teil der Änderungen betrifft die Sicherheit. Homebrew führt eine eigene Datenbank für Sicherheitshinweise und integrierte Prüfungen auf bekannte Schwachstellen ein. Zugleich wird die Installation stärker abgeschottet. Paketprozesse dürfen standardmäßig nicht mehr auf das persönliche Benutzerverzeichnis zugreifen. Bei bereits umgestellten Formeln werden Abhängigkeiten zunächst mit Netzwerkzugriff geladen, während die anschließende Installation ohne Netzwerk und mit schreibgeschützten Caches erfolgt.
Die Entwickler weisen allerdings ausdrücklich darauf hin, dass die Sandbox keine unbekannte Software vertrauenswürdig macht. Anwendungen laufen weiterhin mit den Rechten des Nutzers, klassische PKG-Installer können zudem außerhalb dieser Schutzumgebung arbeiten und Administratorrechte verlangen.
Praktische Ergänzungen gibt es auch bei den Befehlen. „brew install –dry-run“ zeigt vorab, welche Formeln und Casks installiert würden. „brew doctor –json“ liefert strukturierte Diagnosedaten und „brew upgrade“ kann inkompatible Casks überspringen, während passende Anwendungen weiterhin aktualisiert werden.
Intel-Macs verlieren den regulären Support
Für Mac-Nutzer markiert Version 7 zugleich den nächsten Schritt beim Abschied von Intel. Wie bereits im vergangenen Jahr angekündigt, werden Intel-Macs nun als Tier 3 geführt. Vorhandene vorkompilierte Pakete bleiben bestehen, neue sogenannte Bottles werden jedoch nicht mehr regulär bereitgestellt. Homebrew soll auf Intel noch bis September 2027 laufen. Danach empfiehlt das Projekt den Wechsel auf Macs mit Apple-Prozessoren oder alternativ auf MacPorts.
Der neue PKG-Installer von Homebrew setzt Apple Silicon und mindestens macOS Sequoia voraus.

