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Wohl als Reaktion auf "FOSTA"

Google Drive: XXX-Inhalte verschwinden von Nutzer-Konten

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Googles Online-Dateiablage, das sogenannte Google Drive, das seinen Nutzern 15GB kostenlosen Speicher zur Verfügung stellt und diesen bei einer monatlichen Zahlung von 1,99 Euro auf 100 GB aufstockt, „verliert“ zur Zeit die Daten seiner Anwender.

Google Drive

Dies berichtet das Online-Magazin Vice und verweist auf eine Reihe von Interviews, die im Laufe der vergangenen Tage mit mehreren Sexarbeiter aufgenommen wurde. Diese, häufig Stripperinnen die auf Portalen wie Chaturbate aktiv sind und Anbieterinnen selbst produzierte Porno-Videos, treten fast alle mit ähnlichen Erfahrungsberichten an.

Vorhandene Video-Inhalte, Clips auf die Zuschauer gegen Zahlung eines Einmalbetragen Zugriff erhielten, sind in den vergangenen Tagen aus der privaten Google Drive-Konten verschwunden.

Die Videos werden in den Datei-Übersichten zwar noch namentlich erwähnt, beim Versuch diese zu öffnen, zu laden oder zu versenden blendet Google nun jedoch lediglich eine Warnmeldung ein: „Whoops! There was a problem playing this video.“

Zwar führt Google Drive in seinen AGB schon seit geraumer Zeit an, dass die Dateiablage nicht für „Erwachsenen-Inhalte“ genutzt werden soll, scheint aber erst in den vergangenen Wochen damit angefangen zu haben, entsprechende Videos auch aktiv aus die Online verwalteten Nutzer-Konten zu entfernen.

So heißt es in den AGB:

Veröffentlichen Sie keine sexuell eindeutigen oder pornografischen Bilder oder Videos. Sie dürfen über Erwachsenenthemen schreiben, solange Sie keine sexuell eindeutigen Bilder oder Videos sowie andere Materialien hinzufügen, die rechtswidrige oder unangemessene sexuelle Handlungen mit Kindern oder Tieren fördern oder darstellen. Wir gestatten außerdem keine Inhalte, die auf kommerzielle Pornografiewebsites hinweisen.

Erlaubt sind naturalistische und dokumentarische Darstellungen von Nacktheit (zum Beispiel ein Bild eines Säuglings an der Brust seiner Mutter) sowie Darstellungen von Nacktheit, die eindeutig pädagogischen, wissenschaftlichen oder künstlerischen Zwecken dienen.

Die betroffenen Anwender vermuten eine Reaktion des Suchmaschinen-Anbieters auf die Gesetzesinitiative „FOSTA“. Mit Hilfe des sogenannten „Fight Online Sex Trafficking Act“ implementierte das amerikanische Repräsentantenhaus Ende Februar eine Initiative, die den Menschenhandel und das Bewerben von damit verbundenen sexuellen Dienstleistungen im Internet erschweren soll.

Bürgerrechts-Organisationen hatten die Gesetzesinitiative bereits im Vorfeld als „massiv problematisch“ bezeichnet und dem Gesetzestext unterstellt, die freie Rede im Internet drastisch einzuschränken.

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26. Mrz 2018 um 08:14 Uhr von Nicolas Fehler gefunden?


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