Verlängerte Nutzbarkeit zentraler Dienste
Für iMessage und FaceTime: Apple aktualisiert ältere macOS-Versionen
Apple hat für mehrere ältere Mac-Betriebssysteme außerplanmäßige Updates veröffentlicht, obwohl der reguläre Sicherheits-Support für diese Versionen bereits ausgelaufen ist. Betroffen sind macOS 10.15 Catalina sowie macOS 11 Big Sur.
Die Aktualisierungen tragen die Bezeichnungen Security Update 2026-001 Catalina und macOS Big Sur 11.7.11 und verfolgen einen klar umrissenen Zweck.
Verlängerte Nutzbarkeit zentraler Dienste
Mit den Updates verlängert Apple die Gültigkeit bestimmter Systemzertifikate, die für grundlegende Onlinefunktionen erforderlich sind. Dazu zählen unter anderem iMessage, FaceTime sowie die Geräteaktivierung. Ohne gültige Zertifikate könnten diese Dienste ab Anfang 2027 nicht mehr genutzt werden.
Technisch handelt es sich dabei nicht um klassische Sicherheitsupdates. Es werden keine bekannten Schwachstellen behoben und auch keine neuen Schutzmechanismen ergänzt. Die Systeme bleiben damit weiterhin auf dem Stand, den sie zum Zeitpunkt des offiziellen Support-Endes erreicht hatten. Die Updates greifen ausschließlich in die Zertifikatsverwaltung ein, die für die Kommunikation mit Apples Servern notwendig ist.
- macOS 11 Big Sur: macOS Big Sur 11.7.11
- macOS 10.15 Catalina: Security Update 2026-001 Catalina
Relevanz für Nutzer älterer Intel-Macs
Apple hatte den regulären Sicherheits-Support für macOS 10.15 Catalina bereits im Sommer 2022 eingestellt. macOS 11 Big Sur folgte im November 2023. Seitdem wurden für diese Versionen keine regulären Sicherheitskorrekturen mehr veröffentlicht. Umso ungewöhnlicher ist die aktuelle Maßnahme, die wir jedoch schon vom iPhone kennen. Bereits Anfang des Jahres hatte Apple bei älteren iPhones die Laufzeit vergleichbarer Zertifikate verlängert, um zentrale Dienste weiter nutzbar zu halten und musste hier aktuell auch noch mal nachbessern:
- Altgeräte-Updates: iOS 16 und watchOS beheben Installationsprobleme
Für Anwender, die weiterhin Intel-basierte Macs einsetzen, die keine neueren macOS-Versionen mehr unterstützen, ist das Update dennoch relevant. Ohne Installation könnten bestimmte Apple-Dienste in absehbarer Zeit ihren Betrieb einstellen, auch wenn das System ansonsten stabil läuft.


Gerne mehr davon!!
Diese allgegenwärtige funktionale Obsoleszenz sollte verboten werden.
+ 1
Opencore installieren. Funktioniert auch auf nativen Macs, somit kann man auch ein aktuelles macOS installieren.
Funktioniert nur solange auf Silicon-Macs, solange macOS Intel-Prozessoren unterstützt. Also maximal bis macOS 26.
Ja, aber nicht mehr lang. Mit dem nächsten macOS Version gibt es ja keine Intel Unterstützung also funktioniert auch das dann nicht mehr, dass man neuere Systeme installieren kann
So sehr ich OpenCore liebe und nutze: Das bringt bei ungültigen Zertifikaten leider gar nichts.
MacOS 26 könnte man dann also auf diese Weise noch einige Zeit nutzten incl. Updates für OS 26, oder ?
„Ohne gültige Zertifikate könnten diese Dienste ab Anfang 2027 nicht mehr genutzt werden. Durch die nun bereitgestellten Aktualisierungen bleiben sie nach aktuellem Stand mindestens bis Januar 2027 funktionsfähig.“
Ist da eine Jahreszahl falsch? „Anfang 2027“ ist das gleiche wie „Januar 2027“.
Ja da ist was falsch…
Hatte ich beim lesen auch gedacht ;-) Wäre ein bisschen kurz der Zeitraum :-D
*L
???
„Ohne gültige Zertifikate könnten diese Dienste ab Anfang 2027 nicht mehr genutzt werden. Durch die nun bereitgestellten Aktualisierungen bleiben sie nach aktuellem Stand mindestens bis Januar 2027 funktionsfähig“
wird es damit um 1 Monat verlängert? Weil ab Anfang 2027 nicht mehr nutzen und bis Januar 2027 kommt doch ungefähr aufs gleiche.