Ein Budget-Anbieter mit Anspruch auf Dauerbetrieb
Fiido: App, Ersatzteile und Watch als Argumente gegen teure E-Bikes
Wer hier regelmäßig mitliest, weiß, dass wir günstigen E-Bikes grundsätzlich offen gegenüberstehen. Gerade in Städten wie Berlin wirkt es wenig überzeugend, mehrere tausend Euro in ein E-Bike zu investieren, das im Zweifel sehr schnell wieder verschwindet.
Fiido hatten wir als Budget-Anbieter bislang noch nicht auf dem Radar
So attraktiv Design, Markenname und urbanes Versprechen vieler hochpreisiger Modelle auch sein mögen, das Risiko, mit (s)einer Neuanschaffung an der Spree letztlich nur zweimal um den Block zu fahren, ist verdammt hoch.
Entsprechend interessant sind Anbieter, die komplette E-Bikes mit Akku und alltagstauglicher Ausstattung für Preise im unteren vierstelligen Eurobereich anbieten. In der Praxis zeigen Tests immer wieder, dass sich diese Räder funktional durchaus mit deutlich teureren Modellen vergleichen lassen.
Breites Portfolio: Vom klassischen Cityrad über Gravelbikes bis hin zu Longtail-Modellen
Gleichzeitig gibt es einen Kritikpunkt, der bei günstigen E-Bikes regelmäßig auftaucht und teilweise auch berechtigt ist. Bei einigen Anbietern bleibt unklar, wie es um Ersatzteile, Service und langfristige Verfügbarkeit steht. Oft entsteht der Eindruck, dass eine begrenzte Anzahl an Import-Containern in Europa verkauft wird und der Hersteller danach kaum noch präsent ist.
Selbst bei überschaubaren Anschaffungskosten sorgt diese Unsicherheit für ein ungutes Gefühl, insbesondere wenn spezielle Bauteile benötigt werden oder Reparaturen anstehen.
Ersatzteilversorgung und digitales Ökosystem
Vor diesem Hintergrund hat sich Fiido unsere Aufmerksamkeit gesichert. Der Anbieter ist uns erst kürzlich aufgefallen, hebt sich aber im Budget-Segment sichtbar ab. Fiido verkauft nicht nur vergleichsweise günstige E-Bikes, sondern tritt mit einem deutlich breiter angelegten Gesamtangebot auf. Bereits vor dem Kauf lässt sich einsehen, welche Ersatzteile für die jeweiligen Modelle verfügbar sind und was diese kosten. Viele Komponenten sind für den Selbsteinbau vorgesehen, was zusätzliche Flexibilität schafft.
Die Ersatzteil-Situation ist schon vor dem Kauf im Bild
Hinzu kommt ein digitales Ökosystem, das die Fahrräder begleitet. Eine iPhone-App kommuniziert mit den Rädern, zeigt Fahrdaten wie Geschwindigkeit an, liefert Serviceinformationen und kann auch als elektronische Sperre genutzt werden.
Ergänzend bietet Fiido eine eigene Smartwatch an, über die sich die Fahrräder entsperren lassen und die neben Gesundheitsdaten auch Fahrinformationen anzeigt. Für Nutzer ohne Apple Watch ergibt sich so ein geschlossenes System, das eng mit dem Fahrrad verzahnt ist.
Fiido bietet eine eigene Smartwatch mit Rad-Konnektivität
Fiido T2 E-Lastenrad
Das Portfolio reicht vom klassischen Cityrad über Gravelbikes bis hin zu Longtail-Modellen. Letztere machen bereits auf dem Datenblatt eine stimmige Figur. Das Longtail-Bike T2 liegt preislich bei 1.499 Euro (der aktuell laufende Coupon-Code „VDAY100“ zieht von vielen Bikes zusätzlich 100 Euro ab).
Zum Vergleich: Ähnliche Modelle beginnen selbst abseits des Fachhandels, etwa bei Decathlon, erst nördlich von 2.000 Euro. Für den Multitinker von Riese & Müller müssen in der Basisausstattung (!) sogar 5.499 Euro hingelegt werden.
Gerade für den Stadtalltag ist dieser Unterschied relevant, wenn man das Risiko von Diebstahl und die begrenzte Bereitschaft von Versicherungen, auch nach dem dritten Verlust erneut einzuspringen, im Hinterkopf hat.
Die Fiido-App ist in Teilen bereits deutsch lokalisiert
Das Fiido T2 E-Lastenrad lässt sich unter anderem mit einer Kinderrückbank ausstatten und bietet Platz für Gepäck oder Transporttaschen am Heck. Breite Reifen und große Akkus, die auch separat erhältlich sind, gehören ebenfalls zur Ausstattung. Wir haben das T2 geordert und sind dabei, uns das auf den ersten Blick solide wirkende Gesamtpaket genauer anzusehen.
Sobald wir das Longtail-Modell ausführlicher bewegen und prüfen konnten, melden wir uns in den kommenden Wochen erneut und bewerten, ob Fiido tatsächlich die typischen Schwächen vieler Budget-E-Bikes adressiert oder ob es beim guten Ersteindruck bleibt.




Schon traurig das man sich nichts schönes mehr anschaffen kann, aus Angst das es morgen wieder weg ist …
Im Jahr 2024 wurden in Deutschland laut Polizeilicher Kriminalstatistik (PKS) rund 245.900 Fahrräder gestohlen
Soviel zur Panik….
Im Jahr 2024 wurden in Deutschland laut Polizeilicher Kriminalstatistik (PKS) rund 245.900 Fahrräder gestohlen, was einem Rückgang von etwa 4 % gegenüber dem Vorjahr entspricht.
Deutschland. Und Berlin? xD
Ein Bike von Fiido hab ich seit knapp ein Jahr täglich im Einsatz
Pro Tag fahre ich knapp 10km und es funktioniert tadellos.
App Updates kommen in und wieder muss man aber nicht nutzen.
Festverbauter Akku und kann man bei Bedarf auch für mehr Reichweite erweitern, ist etwas tricky bestimmt die Montage sollte aber für geübte kein Problem sein.
Asphalt hin ich auch schon damit geknutscht war aber eigenverschulden -> bike funzt weiterhin
Kundensupport bemüht und lösungsorientiert, hatte ein defekte Rücklicht und die schickten mir kostenlos ein weiteres zu
Verstehe diesen ganzen wartungskram von dem gewissen Firmen nicht wo man fast alles 200km da Antanzen darf und zum Teils völlig überlasteten bike Shops deswegen.
Die angegebene Reichweite kann man aber nicht vertrauen.
Komme mit meinem ca 45km hin bis zum aufladen.
Deswegen wird demnächst nachgerüstet in Sachen Akku für mehr Reichweite
Hab vielen Dank für die Wortmeldung. Welches fährst du, wenn man fragen darf?
Es ist das Fiido C21
Frage mich, warum man mit solchen Rädern nicht zum TÜV muss, keine Steuern zahlt und kein Nummernschild braucht! Das Nummerschild wäre alleine schon deshalb sehr sinnvoll, um Fehlverhalten anzeigen zu können, oder bei roten Ampeln den Verkehrsteilnehmer zu blitzen!
Was stimmt mit dir nicht!?
Was meinst du?
Ist nicht Kennzeichenpflichtig, da es Max. 25km/h erreicht werden kann
Ab 30km/h gehts los
Naja, über das sinnvoll kann man sich streiten
Firma kannte ich auch nicht, aber die sehen ja wirklich ganz gut aus. Wo finde ich das kleine Klapprad auf der Seite nicht?
Ich habe ein Fiideo M1 Pro 500W mit robusten Mountainbike-Reifen vor 10 Jahren aus China für 999€ gekauft. Obwohl es 50 km/h fährt, war es mir damals nicht bewusst, dass nur 25 km/h erlaubt sind. Das Gerät ist immer noch in einwandfreiem Zustand und der erste Akku funktioniert immer noch wie am ersten Tag. Ersatzteile wie Bremscheiben konnte ich problemlos über ihren Online-Shop aus China bestellen. Der einzige Nachteil ist, dass kein deutscher Fahrradhändler bereit war, diese Teile auszutauschen, da ich das Fahrrad nicht bei ihnen gekauft habe und sie keine Reparaturleistungen für Marken anbieten, die sie nicht vertreiben. Letztendlich musste ich die Reparaturen selbst durchführen. China-Räder haben also den Nachteil, dass kein deutscher Händler sie anfassen will.
Aber fiideo kann ich sonst wirklich empfehlen, Preis Leistung sind echt top.
Dieser Text zum Thema „eBike“ liest sich so reflektiert, wie man das hier von den meisten anderen Produktvorstellungen gewohnt ist. Erfreulich.