Apples Ex-Designer mit neuen Aufgaben
Ferrari Luce: Interieur und Bedienkonzept aus der Feder von Jony Ive
Der langjährige Apple-Designer Jony Ive war maßgeblich an der Gestaltung des Ferrari Luce. Ives Handschrift findet sich im Innenraum des ersten vollelektrischen Fahrzeugs des italienischen Premium-Herstellers. Der Fachjournalist Jordon Golson hatte die Möglichkeit, einen Blick auf Ives neuestes Werk zu werfen und sich mit dem maßgeblich an der Entwicklung des iPhone und moderner Macs beteiligten Designer darüber zu unterhalten.
Neben Ive war auch der ebenfalls zuvor bei Apple tätige Marc Newson am Erscheinungsbild des neuen Ferrari beteiligt. Nach Angaben der beiden Designer sei das Interieur darauf ausgelegt, wichtige Funktionen möglichst ohne Blick auf Displays bedienen zu können.
Rückkehr zu physischen Bedienelementen
Der Ansatz ist schon deshalb bemerkenswert, weil in den vergangenen Jahren immer mehr Hersteller versucht haben, klassische Bedienelemente durch Touch-Funktionen zu ersetzen. In der Praxis haben sich jedoch weiterhin Steuermöglichkeiten bewährt, mit deren Hilfe sich wichtige Funktionen weitgehend ohne Blick auf Displays bedienen lassen.
Das Konzept sieht für zentrale Fahrzeugfunktionen, darunter Klimasteuerung, Sitzheizung oder Fahrmodi, mechanische Schalter und Drehregler vor, während die Anzeigeinstrumente digitale Bildschirme nutzten. Diese Kombination solle es Fahrern ermöglichen, Einstellungen schneller und mit geringerer Ablenkung vorzunehmen.
Viel Aluminium und Glas
Der Innenraum des neuen Ferrari besteht überwiegend aus Aluminium- und Glasoberflächen, ergänzt durch Leder an Kontaktflächen wie Sitzen oder Lenkrad. Auch der Fahrzeugschlüssel ist in das Bedienkonzept eingebunden: Er nutzt ein E-Ink-Display, das im Ruhezustand keinen Strom verbrauchen soll, und wird im Fahrzeug in eine spezielle Halterung eingesetzt, über die das System aktiviert werden kann.
Ferrari stellt den neuen Luce stufenweise vor. Nach der Vorstellung der technischen Plattform und des Antriebssystems liegt der Fokus jetzt auf dem Interieur und der Benutzeroberfläche. Die äußere Gestaltung hält der Hersteller noch unter Verschluss.

Ein E-rrari.. Da würde sich Enzo Ferrari im Grabe umdrehen.
Leider ja. Aber wer schon 10 Verbrenner hat, gönnt sich auch mal ein E-Auto (Ferrari-Kunde).
Lässt sich schwer beurteilen.
Der hätte eher Probleme damit, dass amerikanische Designer hier am Werk waren.
Ive is Brite, Newson Australier.
Ferrari war pragmatisch, was neue Technik angeht. Das, was schnell war, wurde gebaut. Er würde sich eher bei Fortschrittsverweigerern im Grab umdrehen, die um ihre eigene Borniertheit zu rechtfertigen, auch noch große Namen wie Enzo Ferrari Technikfeindlichkeit unterstellen.
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Ist einfach eine weitere Option im Portfolio. Ich bin Porsche Taycan Fahrer, auch E-Autos können sexy sein.
Nur was stinkt, ist gut?
Wach mal auf und komm im 21. Jahrhundert an. 20. Jahrhundert ist vorbei.
Sogenannter „Fortschritt“, nur um auf Teufel komm raus Veränderungen herbeizuführen? Diese batteriebetriebenen Toaster auf Rädern mögen ja für Euch Akku-Fans sexy sein, sie wecken mit ihrem Staubsaugersound jedoch null Emotionen, sind kühle und uncharmante, leistungsmäßig jedoch durchaus ebenbürtige, Fortbewegungsroboter. Wenn man erst Lautsprecher in Autos einbauen muss, damit etwas vom Fahrgefühl rüberkommt, dann ist das genauso falsch wie „Hamburger“ aus Erbsenprotein mit kilometerlanger Liste an Additiven odef „veganes Schnitzel“.
Emotionen? Also ich möchte von A nach B kommen.
Immer die gleichen Diskussionen. Wobei ich nicht weiß, was mehr nervt. Die eine Gruppe, die sich jeglichen anderen Technologien verwehrt, hauptsache es röhrt und selbst da sind 100PS Benziner recht, oder die andere Gruppe, die Elektroautos behimmeln und gottgleich stellen.
Wann warst du zuletzt in einem Restaurant, in dem vegane Fleischersatzprodukte die einzige Option waren? Und wann zuletzt in einem, in dem es nur Fleisch gab? Wann standest du zuletzt mit deinem Verbrenner an einer Tankstelle, an der es keine Zapfsäulen gab? Und wann zuletzt an einer, an der es keine Steckdosen gab?
Was ich damit sagen möchte: Egal, wie es sich anfühlt; dein Lebensstil kämpft nicht ums Überleben. Die veganen Ökos haben dich nicht verdrängt, haben dir nichts verboten. Du bist nicht benachteiligt.
@boehser enkel:
Von A nach B ohne Emotionen mit Ferrari???
Püäö, leider versuchen die veganen Ökos, wie du sie nennst, mir Ihre Meinung, als auch Ihre Lebensphilosophie aufzuzwingen!
Mit den Lautsprechern wegen schlechtem Sound meinst Du sicher die Diesel, die mit Speakern in Innenraum etc. einen auf laut machen? ;-)
also, bei mir wecken verbrenner überhaupt keine Emotionen, wenn ich in so einem rütteln, stinkenden lauten Gefährt unterwegs bin, dass nicht vom Fleck kommt. Aber mir geht richtig einer ab, wenn ich in einem Elektroauto unterwegs bin weil das liegt richtig geil auf der Straße und beschleunigt echt mega. sorry versteh echt nicht was an verbrennen sexy ist. Klar super spannend technologisch wie man das schafft, dass so viele bewegliche Teilchen zusammen funktionieren. Genauso gerne schaue ich mir Dampflokomotiven an finde ich auch super faszinierend. Aber dann fahr ich doch lieber ICE und das immer auf diese Schiene zu schieben dass man ideologisch bei Elektroautos wär ist totaler Quatsch ist einfach technisch der geilere Scheiß. Ideologisch ist es an veralteten Technologien festzuhalten.
Unverständlich. Für mich war der Verbrenner nur eine Übergangstechnologie, die sich leider über 180 Jahre gehalten hat. Im Grunde sollte sich jeder Autoenthusiast dankbar dafür sein, dass sich endlich eine effiziente Technologie durchgesetzt hat, die nur Vorteile bringt.
Die einzige Übergangstechnologie, die ich kenne, ist die der Elekto-Autos!
E-rrari humanum est : )
… aber mit den Knöpfen/Schaltern richtig gedacht
Immer was Neues , sonst schläft man ein. Neue Erfahrung gibt , neue Inspiration.
Neue Aufgabe, neue Inspiration. Das ist die Zukunft.
Nicht immer!
Dem fällt auch Nix neues mehr ein. Der Schlüssel sieht aus wie ein geschrumpftes klobiges iPhone. Sogar die Unterbrechungen in den Kanten sind vorhanden …
Der Schlüssel ist für mich auch der einzige Kritikpunkt. Ein Kritikpunkt den ich bei allen aktuellen Autoschlüsseln machen muss – klobig und unschön. Gut, in Zeiten von CarKey kein großes Thema mehr, aber trotzdem nicht zeitgemäß.
„Rückkehr zu physischen Bedienelementen“ … ein Traum…
sehr interessant, ich bin höchst gespannt darauf, ob Ferrari die Transition hinbekommt oder irgendwann die Produktion einstellen muss.
Hab ich nie verstanden, wichtige Funktionen in einem Menü zu verstecken…. parallel aber die Freisprecheinrichtung verpflichtend machen, dass man nicht abgelenkt wird und parallel ein Pad Bedienpanel einbauen, wo ich immer suchen muss? Hä?
Deswegen gibt’s ja die Sprachsteuerung. Ein Auto ist nu kein Atomkraftwerk. Normalerweise braucht das Ding nicht einen einzigen Knopf. Ive ist halt Industrie Designer. Für ihn sind physische Bedienelemente wie Farben für einen Maler.
@Mail: wenn auf physische Schalter verzichtet wird und -wie Du richtig erwähnst – die Sprachsteuerung alles richten muss, dann sollte verpflichtend sein, dass diese auch funktioniert.
Stell Dir vor, Du fährst in einen verräucherten Tunnel und bekommst die Umluftfunktion nicht gestartet. Da kannst Du mit dem Auto diskutieren, bis Du aus dem Tunnel rauskommst.
Alles schon erlebt – an dieser Stelle: Danke an VW für einen Hustenanfall und völlig neue Schimpfwörter.
Bei der Rückkehr zu physischen Elementen habe sie sich wohl von VW inspirieren lassen.
https://de.motor1.com/news/763794/volkswagen-schwoert-tasten-knöpfe-rueckkehr/
Also Doppelbelegung von physischen Knöpfen, am besten noch in Kombination mit anderen Schalterstellungen. Hilfe… Klar, es kann nicht zich Knöpfe wie früher in den Benzinschleudern geben, aber Doppelbelegungen können doch nicht die Lösung sein. Zumindest muss es dann idiotensicher sein.
@ifun-Team: Wisst ihr eigentlich dass der Button „auf YouTube ansehen“ in euer iOS App nicht funktioniert? Echt frustrierend
+ 1 … aber du kannst zumindest das Video in der App starten.
Gott, sieht das scheiße aus. Fällt dem Johnny nix Besseres ein, als das iPhone in verschiedenen Seitenverhältnissen ins Auto zu schrauben?
@Hans, ich glaube, Du hast das Video nicht gesehen, oder das alles nicht verstanden.
Ganz zu Beginn: Man kann das iphone nicht ins Auto transferieren; im Auto gibt es andere Problemstellungen, andere Aufgaben.
Also schau Dir das Video nochmal an, bitte.
Ich finde das sieht im Video richtig gut aus!
Als das Community-Auto Sion entwickelt wurde hat sich die Community eindeutig für physische Knöpfe und gegen „alles im Screen“ ausgesprochen.
Im Video wird der Punkt auch super herausgearbeitet: was ist der Kern des Produkts. Worum geht es bei einem Auto?
Das man wieder Knöpfe und Schalter verbaut statt dem Touch-Mist, dafür braucht man einen Jony Ive ??? Das hätte ich billiger machen können :)
Naja, was man so im Video sieht ist die Kombination von mechanischen Knöpfen und elektronischen Anzeigen wirklich gut und sinnvoll umgesetzt. So gesehen sollten VW & Co. vielleicht Jony Ive auch mal buchen…
diese liebe für jedes detail und diese positive besessenheit, sich mit nicht weniger als perfektion bedienung. anmutung und qualität zufrieden zu geben, ist toll zu sehen. muss man sich als hersteller leisten wollen, zeigt aber auch was möglich ist.
wie der journalist im video richtig subsummiert hat: kein produkt für den massenmarkt, aber wenn die erdachten bedienkonzepte ihren weg (massentauglich) in andere fahrzeuge finden, profitieren am ende ganz viele davon.
das iphone was ive und jobs (+team) erschaffen haben, hat den smartphonemarkt seiner zeit revolutioniert und so vielem den weg bereitet. ich bin gespannt, ob das bei künftigen autobedienkonzepten auch so sein wird.
Danke, hast 100% recht!
Schade das die meisten hier sich nicht auf den Kern des Artikels einlassen können.
Es geht um die Gestaltung/Optik des Innenraumes. Keine Ahnung wie oft ich diese Videos schon geteilt habe in meiner Auto Community, aber ich finde die Gestaltung grandios! Und es passt zu Ferrari, ich komme aus der Porsche Welt (u.a. Taycan), diese ist nun mal VAG geprägt und eine Verpflichtung von Jony wäre nur für Porsche nicht machbar gewesen. Man kann Ferrari dazu nur gratulieren. Nicht nur die Handschrift von Jony ist erkennbar, sondern eben auch die liebe zum Detail gepaart mit Funktionalität.
Hier sieht man auch gut, er hat sich weiterentwickelt und hat die Reduktion in diesem Fall eher zurückgefahren.
Heute Abend werde ich mal wieder bei einer Tasse Kaffee im Buch „Apple Design“ blättern. Für mich ist und bleibt Jony DER „Industriedesigner“ überhaupt ! Als ehemaliger Apple Mitarbeiter kann ich sagen, sein Weggang war unter Kollegen schlimmer als der Verlust von Steve.