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Signal stellt bloß

Facebook: Personalisierte Werbung. Aber so, dass es niemand sieht.

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Die Köpfe hinter der Non-Profit-Organisation Signal, die vor allem als Anbieter des gleichnamigen Open-Source-Messengers bekannt sind, haben das soziale Netzwerk Facebook mit einem schlichten Werbe-Experiment vorgeführt.

Um darauf aufmerksam zu machen, in welchem Umfang individuelle Interessen und Persönlichkeitsmerkmale von Facebook zur Ausspielung von Werbebannern genutzt werden, haben die Signal-Macher spezielle Anzeigen aufgesetzt, die eben jene Merkmale ganz eindeutig herausarbeiten.

Signal Werbeanzeige

Hier Deutsch übersetzt: So sahen die Signal-Anzeigen aus

Sichtbar zu machen, was sonst verborgen bleibt

Die Motivation: Sichtbar zu machen, was bei Facebook fast ausschließlich im Verborgenen geschieht. So verkauft das soziale Netzwerk tagtäglich Millionen bis auf letzte Detail feingetunter Werbeplätze, mit denen sich ausgewählte Alters- und Berufsgruppen, Nutzer mit bestimmten Interessen, Eigenschaften und sozialen Verhältnissen ansprechen lassen. Die Facebook-Nutzer bekommen von der exakten Abstimmung der Anzeigen jedoch nichts mit und scrollen lediglich an scheinbar zufälligen Banner-Anzeigen vorbei.

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Unterschiedlichste Varianten waren vorbereitet

Zurück zum Experiment. Um die Granularität der Werbe-Werkzeuge Facebooks sichtbar zu machen hat das Signal-Team mehrere Anzeigen erstellt, die eben jene Merkmale und Eigenschaften herausarbeiten und dem Endverbraucher dann wie einen Spiegel vor das Gesicht halten.

Das Ergebnis: Facebook hat die Buchung der Anzeigen abgelehnt. Endanwender sollen offenbar nicht mitbekommen, wie genau Facebook diese kategorisiert. Darüber hinaus hat Facebook auch den Account der Signal-Macher im hauseigenen Werbenetzwerk deaktiviert und unterstreicht mit der Aktion: Mit personalisierter Werbung lässt sich gutes Geld verdienen, allerdings nur so lange wie das Targeting nicht in den Vordergrund tritt. Nutzer sollen im besten Fall nicht daran denken, wie viel Daten Facebook bereits besitzt.

06. Mai 2021 um 11:10 Uhr von Nicolas Fehler gefunden?


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