ifun.de — Apple News seit 2001. 46 010 Artikel

Datenleck und verbotenes Tracking

Facebook-Nutzer können Geld von Meta fordern

Artikel auf Mastodon teilen.
12 Kommentare 12

Vor dem Hanseatischen Oberlandesgericht in Hamburg hat die Verhandlung einer Sammelklage des Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) gegen Meta begonnen. Hintergrund ist ein Datenleck bei Facebook aus dem Jahr 2021, durch das persönliche Informationen von Millionen Nutzern öffentlich zugänglich wurden. Die Klage soll es Betroffenen erleichtern, mögliche Entschädigungsansprüche geltend zu machen.

Facebook Meta

Der Prozess hätte ursprünglich bereits im Oktober beginnen sollen, wurde aufgrund von Zweifeln des Gerichts an seiner Zuständigkeit jedoch verschoben. Das Gericht hat nun auch auf die Möglichkeit eines Vergleichs hingewiesen. Sollte keine Einigung zustande kommen, könne der Europäische Gerichtshof eingeschaltet werden.

Schadenersatz von bis zu 600 Euro möglich

Nach Angaben der Verbraucherzentrale könne es in dem Verfahren um Schadenersatz von bis zu 600 Euro pro Person gehen. Informationen zur Teilnahme und zu den Voraussetzungen haben die Verbraucherschützer hier zusammengestellt.

Das zugrunde liegende Datenleck wurde im Jahr 2021 bekannt. Dabei wurden unter anderem Namen, Telefonnummern sowie teilweise weitere persönliche Angaben öffentlich. Nach einem Urteil des Bundesgerichtshofs kann bereits der Verlust der Kontrolle über persönliche Daten einen Anspruch auf Schadenersatz begründen. Diese Einschätzung bildet eine wichtige Grundlage für das aktuelle Verfahren.

50 Euro für Tracking-Klage

In einer anderen Sache verspricht der Dienstleister Privacy ReClaim Facebook-Nutzern, die ihren Anspruch auf Schadenersatz gegen die Meta-Ableger Facebook und Instagram abtreten, eine sofortige Auszahlung von 50 Euro.

Pirvacy Re Claim

Hier geht es darum, dass das Surfverhalten von Nutzern der beiden Dienste auf nach europäischem Recht nicht zugelassene Weise getrackt wurde. Die Betroffenen hätten prinzipiell auch die Möglichkeit, eine Einzelklage anzustreben, was im Erfolgsfall auch zu einem Anspruch auf Schadensersatz in vierstelliger Höhe führen könnte. Allerdings wird dies nur mit vorhandener Rechtsschutzversicherung empfohlen.

Die 50-Euro-Aktion wird unter anderem von der auf Internetrechtsprechung spezialisierten Kanzlei WBS empfohlen. Ganz so einfach, wie das Ganze hier klingt, ist es allerdings nicht. Das dabei nötige Scrollen durch die persönliche Facebook-Timeline kann abhängig vom Nutzungsverhalten über die vergangenen Jahre hinweg durchaus 30 Minuten und mehr in Anspruch nehmen. Zudem muss man dabei zum Teil nur schwer auffindbare Privatsphäre-Einstellungen überprüfen. So werden aus den von WBS angegebenen fünf bis zehn Minuten locker eine Stunde und mehr.

31. März 2026 um 18:20 Uhr von Chris Fehler gefunden?


    12 Kommentare bisher. Dieser Unterhaltung fehlt Deine Stimme.
    • Ich auch und dank Rechtsschutz is da noch ein bisschen mehr drin .

    • Ich ebenso. Für alle, die es nicht wissen:

      Der Verbraucherschutzverein (österreichische NGO) erhebt zusammen mit der Verbraucherkanzlei Baumeister & Kollegen und dem Prozessfinanzierer Padronos Verbandsklage beim Hanseatischen Oberlandesgericht. Für den Verbraucher entstehen mit der Anmeldung keine Kosten. Im Erfolgsfall werden 9,5% der Schadensersatzsumme einbehalten.

      Aufgrund anderer schon rechtskräftiger Verfahren wird von bis zu 5.000€ (Volljährige) oder bis zu 10.000€ (Minderjährige) Schadensersatz pro Nutzer ausgegangen. Finde die Abtretung der Ansprüche für 50€ deswegen hier auch ein bisschen frech.

      Man könnte sich der Verbandsklage auch anschließen, indem man beim Bundesamt für Justiz online das Formular ausfüllt. Oder man beauftragt eben oben genannte Kanzlei.

      https://www.meta-klage.de/

  • 50
    Euro eingereicht heute und bewilligt bekommen. Geld geht aufs Konto. War in 10 Minuten erledigt

  • flauschibärchen
  • Schwach nur auserwählte Nutzer. Und die andern können ihr Daten weiterhin frei weitergeben !!!!!!!!!!! Was soll der M…..

  • Wer sich freiwillig beim Meta Konzern einbucht, legt eh kein Wert auf Privatsphäre.
    Und jetzt noch Geld dafür bekommen… genau mein Humor

  • Redet mit. Seid nett zueinander!

    Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

    ifun.de ist das dienstälteste europäische Onlineportal rund um Apples Lifestyle-Produkte.
    Wir informieren täglich über Aktuelles und Interessantes aus der Welt rund um iPad, iPod, Mac und sonstige Dinge, die uns gefallen.
    Insgesamt haben wir 46010 Artikel in den vergangenen 8925 Tagen veröffentlicht. Und es werden täglich mehr.
    ifun.de — Love it or leave it   ·   Copyright © 2026 aketo GmbH   ·   Impressum   ·      ·   Datenschutz   ·   Safari-Push aketo GmbH Powered by SysEleven