Alternative zu Microsoft und Google
Euro-Office: Neue Office-Plattform aus Europa startet am 9. Juni
Euro-Office versteht sich als europäische Alternative zu den Office-Lösungen von Microsoft und Google. Die Cloud-Lösung soll ab dem 9. Juni verfügbar sein. Die Software wird von mehreren europäischen Unternehmen und Organisationen entwickelt und unterstützt, darunter IONOS, Nextcloud, OpenXchange, XWiki und Tuta.
Das neue Office-Paket wird mit besonderem Fokus auf den Einsatz im geschäftlichen Umfeld entwickelt. Ziel ist es laut den Beteiligten, europäischen Unternehmen, Behörden und anderen Organisationen eine unabhängigere Lösung für digitale Büroarbeit anzubieten. Die Software ist quelloffen und soll weltweit kostenlos verfügbar sein.
Integration in bestehende Plattformen
Die erste stabile Version von Euro-Office soll dann auch direkt in bestehende Angebote der beteiligten Unternehmen integriert werden. Geplant ist unter anderem die Einbindung in Dateiverwaltungen, Wiki-Systeme und Projektmanagement-Plattformen. So will Nextcloud die Bürosoftware in einer aktuellen Version seines Workspace-Pakets bereitstellen. Nutzer von IONOS Managed Nextcloud sollen Euro-Office nach dem Start ebenfalls direkt installieren können. Integrationen bei weiteren Anbietern sollen in den kommenden Monaten folgen.
Laut Angaben der Entwickler standen zunächst vor allem die Stabilität und Sicherheitsfunktionen der Software im Fokus. Zudem sei die Zusammenarbeit mit bestehenden Plattformen für die erste offizielle Version optimiert worden. Funktionen für Desktop- und Mobilanwendungen sollen erst in späteren Entwicklungsstufen stärker ausgebaut werden.
Fokus auf Sicherheit und offene Standards
Auch eine umfassende Unterstützung von offenen Dateiformaten steht weit oben auf der Liste der Entwickler, um den Austausch von Dokumenten zwischen unterschiedlichen Anwendungen zu erleichtern. Dazu zählt insbesondere der ODF-Standard, der bereits von verschiedenen Open-Source-Officepaketen unterstützt wird.
Im Hintergrund des Ganzen schwelt weiterhin der Vorwurf, Euro-Office habe einen Verstoß gegen die Lizenzbedingungen von OnlyOffice begangen. Die Entwickler von OnlyOffice haben ihre Vorwürfe hier formuliert. Seitens Euro-Office wird dies allerdings zurückgewiesen.


So lange da kein Access Datenbanklösung und VBA drin ist. Können wir das nicht gebrauchen.
Ich vermute mal, dass es Access bald nicht mehr geben wird. Vor Jahren wurden schon die Pivot-Funktionen eliminiert und jetzt könnte ich mir vorstellen, möchte Microsoft, dass PowerApps und PowerBI genutzt wird
Absolut. Access wird seit 2019 nicht mehr weiterentwickelt, das wird auf kurz oder lang sicherlich abgekündigt.
Wer benutzt denn sowas noch? Behörden?
Ich bin Controller und Access ist wirklich ein Urzeitmonster was wirklich keiner mehr braucht.
Self Hosted über Docker Container möglich? Das wäre ja echt genial
Das wäre echt super, wenn dies möglich wäre!
Ich würde auch gerne das Syystem bei mir daheim in Intranet hosten.
Ja.
Worin besteht der Unterschied zu Nextcloud?
? Nextcloud ist Nextcloud und hat verschiedene Office Lösungen als Zusatz verfügbar. OnlyOffice etc. EuroOffice wird dann wohl ein weiteres Office Paket sein, welches in Nextcloud genutzt werden kann
Hab es noch nicht gesichtet, kann es also nicht bewerten aber am Ende ist es ein Spin-off existierender Lösungen und damit kompatibel zu nextcloud und co.
Nein, es ist ein Ersatz für Only Office und wird ganz sicher mit NC funktionieren. Die entwickeln das ja mit.
Wer einmal ein VBA Makro über eine zentrale Excel-Datei aufgebaut hat, wird den Umstieg auf andere Office-Anbieter sicher skeptisch sehen .
Aber grundsätzlich finde ich gut, dass es sowas gibt.
Wer seine Infrastruktur jetzt noch auf zentralen Excel Dateien mit VBA Makros aufgebaut hat, muss glaube ich demnächst sowieso umsteigen :D
+1
Wir sind in Deutschland jedes Mittelständische Unternehmen funktioniert nur mit ner ultra Komplexen Excel die irgendwer vor 20 Jahren gebaut hat und seit 10 Jahren nichtmehr im Unternehmen arbeitet und mit Kaugummi und Zuversicht noch am Leben erhalten wird. Ich wünschte das währe n Witz aber was ich in meinen 15 Jahren in der IT in der Hinsicht schon in zig Unternehmen gesehen habe…
Hauptsache der mittelständische Chef kann sich einen neuen Porsche, eine Rolex und eine Yacht leiten…Inventionen in IT des 3. Jahrtausends nach Christi Geburt sind da nicht nötig. Ich kenne da auch so einen, der glaubt an den Weltuntergang ohne Excel, weil seine Zukunft die Vergangenheit ist. Sich Excel Künstler leisten, die bei jedem Monatsabschluss Höhlenmalerei betreiben müssen aber
über Bürokratie und hohe Kosten klagen. So ist er, der deutsche Mittelstand
@Karl Napp: Das heißt also , kennst du einen Mittelständler kennst du alle!? Du solltest mal deinen Horizont erweitern!
Ich habe in einem IT-Systemhaus für KMU sowie in einigen KMU gearbeitet und kann bestätigen, dass viel unnötig über Exceltabellen läuft.
Oider…VBA und Excel…man muss ja nicht immer gleich mit der Zeit gehen (klug ist es dennoch), aber wer sich heute noch auf Excel Makros stützt…autsch. Ja, I know, man kennt es, es usw. Anpassung ist unbequem etc. etc. Aber das greift alles viel zu kurz. Der shit skaliert nicht. Dann ist es Microsoft (also defekt per Definition – pun intended) und wartbar ist es auch nicht. Es gibt noch 100 Gründe, den Krempel nicht zu nutzen. Aber hey – Go on and pay me for migration. Ist zwar pfui- Arbeit aber gibt in der Beratung gutes Schmerzensgeld dafür :-)
Was habt ihr alle gegen Excel? Tableau und PowerBI nett aber schnelles Reporting geht darüber.VBA hat Sinn, aber eher als automatische Verarbeitung, z.B. Versand.
Wird Proton die auch unterstützen?
Wenn Du mal hier selbst schaust:
https://github.com/Euro-Office
Bevor wieder nur die negativen Kommentare überwiegen: Ich sag nur, gut das sowas kommt. Es wird ja weiterentwicklet, aber ein Anfang ist gemacht. Wir brauchen mehr so Lösungen, um uns von den Amis weiter abzunabeln.
Ja, prinzipiell richtig ….
Nicht nur prinzipiell richtig, sondern absolut richtig m.M.n.
Endlich macht sich die EU unabhängig von diesem Datenklau und überhaupt, dass alles, aber auch alles nach Übersee geschickt wird und zurück. Ich denke (vielleicht technisch naiv), dass das sogar in der Performance spürbar sein könnte., wenngleich nur marginal. Aber das tollste daran ist das, das USA und UK weniger EU Bürger ausspionieren können!!
Auch wenn es in der EU gehostet wird kann es sein, dass es über die ganze Welt gerouted wird.
Ich hoffe halt noch, dass Euro Office als Self Hosted verfügbar sein wird. Sonst weißt du ja wieder nicht wo die Daten hinfliegen
Wenn es richtig verschlüsselt ist, wäre das doch egal, oder?
MichaW: Ich sehe bis jetzt keinen negativen Kommentar. Im Ansatz war es eigentlich nur einer – dein Kommentar mit der Annahme „Bevor wieder nur die negativen Kommentare überwiegen:“
Wir lernen nie aus.
Ich habe auch mit einem Shitstorm gerechnet … aber sehr gut, dass es so viele positive (aber auch kritische) Kommentare gibt!
Ja, definitiv ein guter Schritt in die richtige Richtung – aber nur ein Schritt, da müssen weitere folgen.
Einer der besseren Tech-News die Tage!
Gefällt mir, obgleich ich Microsoft365 nutze und schätze, aber wenn das genauso funktioniert, warum nicht.
Ich nutze seit Jahren Nextcloud mit Only Office bzw. Collabora und finde es viel besser als MS 365. Nur für manche Sachen nutze ich lokal noch Excel. Wobei die Dateien dann trotzdem über die Nextcloud synchronisiert.
Äh kurzer Hinweis.
Onlyoffice hat Verbindungen zu Russland. Da bin ich raus.
Nutze Softmaker aus Deutschland und gut.
Es geht in dem Artikel um Euro Office…
Ja, aber die Basis ist leider Open Office
Aus dem Grund gibt es ja jetzt diesen Fork namens Euro Office ohne Verbindung nach Russland.
Ansonsten ist als Onlineanwendung auch Collabora zu empfehlen oder Libre Office für lokale Nutzung.
Sehr gut! Mehr von solchen Projekten.
Endlich erwacht Europa aus dem Schlaf.
+1
Finde ich toll. Allerding hab ich als Controller folgenden Workaround: Pflege von Kennzahlen und Planungen in Diamant online über den Umweg eines Exceltools mit extra Exceltabellen, welche sich immer in LibreOffice zerschießen und für den Import in Diamant online ist dann wieder zwingend Excel nötig. Die großen Player werden den Teufel tun, die Zusammenarbeit mit MS zu beenden um dann mit wem? in der EU über Integration zu sprechen?
Was spricht gegen LibreOffice, wenn man sich schon unabhängig machen will?