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Engpass bei Komponenten

Erfolg des MacBook Neo wird zur Herausforderung für Apple

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Angesichts der hervorragenden Verkaufszahlen des MacBook Neo müssten bei Apple eigentlich die Korken knallen. Die hohe Nachfrage stellt das Unternehmen offenbar jedoch vor Probleme. Apple muss wohl entscheiden, ob die Produktion des günstigen Notebooks ausgeweitet werden soll oder ob man es bei der ursprünglich geplanten Stückzahl belässt. Laut dem Technikjournalisten Tim Culpan können beide Optionen wirtschaftliche Nachteile mit sich bringen. Culpan sitzt in Taiwan und hat gute Kontakte zu den dort ansässigen Zulieferern für Apple und zu weiteren Großkonzernen.

Grundsätzlich basiert das MacBook Neo auf dem von Apple eigentlich für das iPhone 16 Pro entwickelten Prozessor A18 Pro. Für das Notebook wurden dem Vernehmen nach Chips verwendet, die aus der ersten Produktionsphase übrig geblieben sind oder kleinere technische Einschränkungen aufweisen, sogenannte „binned chips“. Diese aussortierten Prozessoren sind für ein Einstiegsgerät weiterhin geeignet, wären aber ansonsten möglicherweise nicht mehr verwendet worden.

Macbook Neo Lifestyle

Hohe Nachfrage bringt Apple in Zugzwang

Doch genau dieser Ansatz könnte nun zum Problem für Apple werden. Die Vorräte dieser Prozessoren sind begrenzt und können die unerwartet große Nachfrage nach dem MacBook Neo wohl nicht abdecken. Apple hat dem Bericht zufolge zunächst mit einer Gesamtproduktion von rund fünf bis sechs Millionen Geräten gerechnet und es sei offen, ob darüber hinaus weitere Einheiten gefertigt werden.

Für eine Ausweitung der Produktion müssten neue Prozessoren bei Auftragsfertigern wie dem taiwanischen Hersteller TSMC bestellt werden. Deren Fertigungskapazitäten seien jedoch stark ausgelastet. Zusätzliche Bestellungen könnten daher höhere Kosten verursachen.

Auch andere Komponenten teurer

Auch andere Bauteile dürften teurer werden. Dazu gehörten neben Aluminium für das Gehäuse vor allem Speicherkomponenten, ein Bereich, in dem in den vergangenen Monaten deutliche Preissteigerungen zu beobachten waren.

Doch selbst, wenn zusätzliche Bestellungen die Produktionskosten erhöhen, ist kaum vorstellbar, dass Apple die Preisgestaltung des MacBook Neo grundsätzlich ändern wird. Das Gerät soll nicht zuletzt als Einstieg in das Apple-Ökosystem dienen und mehr Nutzer an das eigene Betriebssystem und die zugehörigen Dienste binden.

08. Apr. 2026 um 15:25 Uhr von Chris Fehler gefunden?


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  • Das zeigt einmal mehr, das viele Menschen Apple kaufen wollen, es aber wegen der hohen Preise nicht tun.
    Nun gibt es ein passendes Gerät und Apple kann nicht liefern. Die Rechnung sollte aber aufgehen, bald kaufen diese Kunden dann weitere Produkte

    • Vor allem stellt es die Konkurrenz vor Herausforderungen:
      Das neue MacBook Neo und ein iPhone 17e zum Strassenpreis sind gar nicht so übel.

      Ich will nicht wissen wie viele
      nach ihrem MacBook Neo vielleicht zum iPhone wechseln.

      Oder aufgrund ihres iPhones ein Neo kaufen.

  • „Probleme“, die deutsche Unternehmen auch gern hätten.

    Ich denke Apple hat mit seinen Großbestellungen genug Macht und ist finanziell so aufgestellt, dass sie die Macs ohne Ende produzieren. Das werden sie durchgerechnet haben. Die Marge wird das sogar beim Neo hergeben.

  • Warum sollte der Erfolg eines Produktes für ein Unternehmen negativ sein? Macht irgendwie keinen Sinn. Als ob Apple bei der Planung und den Finanzen von einem Misserfolg ausging.

  • dass muss man sich erst mal auf der Zunge zergehen lassen: „Diese aussortierten Prozessoren sind für ein Einstiegsgerät weiterhin geeignet, wären aber ansonsten möglicherweise nicht mehr verwendet worden.“ – noch mal: die haben Prozessoren die sie nicht benötigen – weil zu schlecht (Punkt) – nächster Absatz: „Apple hat dem Bericht zufolge zunächst mit einer Gesamtproduktion von rund fünf bis sechs Millionen Geräten gerechnet “ also sitzt da jemand auf „fünf bis sech Millionen (!) Prozessoren und hat eine Idee… : Lasst uns ein Notebook daraus bauen – Pi Pa Po…. und jetzt sind die halt mal ausverkauft…. Ok…. WTF…. fünf bis sech Millionen von irgendwas Ausschuss und dann doch verkauft. Ich würde sagen Brilliant – ab zum nächsten Tagespunkt… unglaublich

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