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Dokumenten-App DOO: Macher werfen das Handtuch

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24 Kommentare 24

So schnell kann es gehen. Die Dokumenten-Verwaltung DOO haben wir erst Anfang September vor und der Kombination aus iPhone, iPad und Mac-App damals durchaus gute Noten ausgestellt – jetzt knipsen die Verantwortlichen das Licht aus.

In einer E-Mail-Notiz an die Bestandskunden teilt das DOO-Team zur Stunde mit, dass das komplette DOO-Angebot am 17. März 2014 eingestellt wird.

DOO

Wir haben dieses Unternehmen vor zweieinhalb Jahren gegründet, um die Art und Weise zu verändern, wie wir Dokumente organisieren und mit ihnen arbeiten. Aber nachdem wir für alle relevanten Plattformen (Android, iPhone, iPad, OSX, Windows Desktop & Modern UI) unsere Apps veröffentlicht, die Kernfunktionalitäten bereitgestellt sowie Performance und Stabilität kontinuierlich verbessert haben, scheint es, dass wir einfach nicht die Bedürfnisse einer ausreichend großen Nutzergruppe ansprechen. […] wir arbeiten bereits an neuen Produkten basierend auf dem, was wir gelernt haben… wir halten euch auf dem Laufenden!

Wenn am 17. März um 16 Uhr die DOO Server heruntergefahren werden, wollen die DOO-Macher alle Nutzerdaten vollständig und unwiderruflich löschen. Eine Export-Anleitung findet ihr hier.

Die DOO Apps für OS X und Windows können weiter lokal genutzt werden. Jedoch werden die Apps für Android und iOS nicht mehr funktionieren.

Schade, aber symptomatisch für eine Zeit, in denen sich die allermeisten Geschäftsmodelle auf eine substanzloses „wir wachsen erst mal kostenlos und überlegen dann, wie wir uns monetarisieren“ reduzieren lassen. Wir drücken den Machern die Daumen für das nächste Projekt. Dann gerne auch gleich von Anfang an kostenpflichtig.

Freitag, 14. Feb 2014, 17:52 Uhr — Nicolas
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  • Viele hoffen sicher auch auf eine Millionenübernahme

    • Bei so einer Hoffnung hält man aber eher durch und versucht die Nutzerzahlen weiter wachsen zu lassen. Hier wurde ja recht früh die Reißleine gezogen.

  • Ich glaube eines der größten Probleme war das nötige Umdenken im Datenverhalten der Nutzer. Doo Setze auf einen großen Datenpool der über Tags und eine sehr gute Suche zum Ziel führte. Die Nutzer sind aber seit ewigen Jahren an eine Ordnerstucktur gewöhnt, auch wenn uns Apple ja auch seit einiger Zeit umerziehen will. Mit einer Vernünftigen Ordnerstucktur bleibt man aber unabhängig von zahlreichen Dienstleistern und Services.

    Ich fand die Idee von doo super und hab es auch ausgiebig getestet… Leider war es für den wirklichen Echtzeitbetrieb noch nicht so ausgereift in der Anfangzeit. Jetzt wo Apps für alle Plattformen zur Verfügung stehen hätte man einfach noch etwas mehr Zeit gebraucht denke ich. Das es jetzt so schnell zu Ende geht ist schade.
    Und auch wenn jetzt alle schreien werden es liegt an den „NSA“-Datenskandal… das glaube ich nicht… die Cloud wir die Zukuft sein… egal ob über Dienstleister oder einem Lokalen Storage mit guten Apps wie von synology.

    • Sicherlich wird die Cloud die Zukunft sein. Allerdings war es bei mir nicht der NSA Skandal, der mich wachgerüttelt hat, sondern die Einbrüche in die Server diverser anderer Anbieter. Bei Apple und Google werden meine Daten warscheinlich vor Angriffen sicher sein, wie steht’s aber um die einbruchsicherheit gegenüber Hackern bei einem kleinem deutschem Startup? Doo ist ein Dienst, dem Zugriff auf nahezu alles auf dem Rechner gewährt wird, was gleichbedeutend mit dem ganzen digitalen Leben ist. Bei Doo fehlte mir die Transparenz, was lokal und was auf deren Servern liegt.

  • So ein Scheiß. Das finde ich sehr schade. Einerseits weil ich schon lange damit arbeite. Andererseits weil och mir sehr viel von der Weiterentwicklung versprochen habe. Die Email hab ich noch nicht. Mal sehen ob da noch mehr Infos drinne stehen.

    Kennt wer nen Vernünftigen Ersatz? Dokumentenverwaltung mit so nen Schnick schnack wie Tagging von Firmen, Kunden, Dokumentanart, OCR etc? Am besten aber kein muss auch Online aber dann bitte Rechtssicher.

    • Da ich auch so einen Service der gut funktioniert gerne stetig einsetzen würde, find eich das auch Schade… es gibt ja zahlreiche andere Anbieter wie z.B. doctape… aber hier sind die Systeme auch noch nicht ausgereift und die Kämpfen mit den gleichen Problemen.

    • Evernote … Mindestens so rechssicher wie doo …

      • Ich denke das sind Amerikanische Server. Daher werden bestimmt die Deutschen Gesetze der Revisionsicherheit nicht eingehalten was eine Rechtsgültigkeit Voraussetzt.

    • Ich habe jetzt schon ein dutzend Dokumentenarchive getestet und jedes hat andere Funktionen und sie sind nicht wirklich vergleichbar. Jedes hat seine eigenen Vorzüge.

      Doo war am schönsten und hatte das geniale Auto-Taggen. Damit hatten sie einen echten Mehrwert geboten.

      Du kannst Doo natürlich weiter verwenden. Nur die mobilen Apps funktionieren nicht mehr. Anstatt dem Sync kannst du die Dokumente in einen anderen online Speicher verschieben und unterwegs z.B. mit Readdles Documents lesen. Da hast du es auch in der eigenen Hand, was du verschlüsselst.

  • So ein Mist. Jetzt steig ich in der Firma nächsten Monat von win XP auf win 7 um und die schalten die Server ab. Echt Schade.

  • Wundert mich nicht.
    Da hats an allen Ecken und Enden gehakt. Unglückliche OS Auswahl. Keine Unterstützung von lokalen Netzlaifwerken – Da hats an ganz wesentlichen Dingen gefehlt. Schade.

  • Jürgen Schulze

    Es ist immer schade, wenn ein gutes Produkt (NICHT eine Geschäftsmodell) eingestellt werden muss. Jedoch ist die Schlussfolgerung des Autors fundamental falsch.
    Symptomatisch ist es, dass Menschen nicht mehr für die Leistung anderer Menschen zahlen wollen und daher „Geschäftsmodelle“ die Monetarisierung übernehmen müssen. Wer immer alles umsonst haben will, sollte sich nicht wundern, wenn es plötzlich weg ist oder sich das „umsonst“ als ziemlich teuer (im Hinblick auf Qualität, Datenschutz etc) erweist.
    Willkommen in der „1,59-ist-Abzocke“-Welt derjenigen, die nicht verstehen, dass hinter guter Software immer auch qualifizierte Menschen stehen, die, wie der Nutzer auch, von lustigen Bewertungen nicht satt werden.
    Na dann esst mal weiter Pferdefleisch-Lasagne. Man bekommt immer maximal den Gegenwert dafür, was man bezahlt. Quid pro quo.

  • Wer will auch seine Dateien in die Cloud packen? Wir sind heute zu amagno umgezogen. Für Privat zu teuer, aber für uns als Firma super. Leider ist das Webinterface noch etwas Banane, das meinte läuft nur im Windows Client.

  • Erwarte eigentlich, dass das Tagging auch in iOS auftauchen wird.
    Dann wäre das „normale“ Finder Tagging mit,Unterstützung von Tagger und Hazel bei der Ablage ne nette Sache. Das Suchen von Dokumenten anschließend via Leap oder Punakea… Für mich recht es.

  • Da hab ich mich noch im Sommer als Leiter für die QS beworben. War so enttäuscht, dass die mich nicht haben wollten. Hätten die mich mal engagiert, dann hätte ich die Software mal auf den richtigen Weg gebracht… so kann ich nur froh sein, dass ich ne deutlich besseren Job bekomme hab :D

  • Hat jemand Erfahrungen mit fileee oder anderen Alternativen. Habe doo intensiv genutzt. Bei fileee ist bei mir die App kaum zu gebrauchen, da die Volltextsuche nicht funktioniert.

  • Wirklich sehr schade! Habe doo produktiv genutzt.

    Als Alternativen gibt es Fileee, Doctape, docwallet oder iDocument.
    Jedoch bieten alle nicht den selben Funktionsumfang, so dass jeder für sich selbst das Beste raussuchen muss.
    :-/

  • Das ist doch scheiße, finde doo echt genial und habe damit mein papierloses Büro umgesetzt

  • Da Doo kein Windows 7 unterstützt hatte, konnte ich nie Dokumente einstellen und bin dann zu fileee gegangen. Super Sache und super Support, vermisse da nichts.

  • Kein Produkt das am Markt vorbei wäre, sonder einfach fehlendes Marketing.
    Lese wirklich jeden Tag regelmässig engadet,diigital, giga und sonst noch was und habe DOO es erst heute und hier eindeckt. Surprise! Wie kann so was untergehen??
    Fehlendes Marketing, Too much Tech , not enough business connected
    -digitalreader-

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