ifun.de — Apple News seit 2001. 29 361 Artikel

Technik-Rückblick der New York Times

„Die Idee hinter dem iPad“: Phil Schiller plaudert aus dem Nähkästchen

30 Kommentare 30

Unter dem Titel „The Decade Tech Lost It’s Way“ blickt die New York Times auf die vergangenen zehn Jahre zurück. Auch Apples am 27. Januar 2010 vorgestelltes iPad findet in diesem Zusammenhang Erwähnung. Apples Marketing-Chef Phil Schiller lässt im Interview mit der Zeitung die Entwicklung des Tablets Revue passieren.

Die ersten Pläne in dieser Richtung wurden Schiller zufolge bereits nach der Rückkehr von Steve Jobs zu Apple im Jahr 1997 geschmiedet. Damals wurde die Frage gestellt, wie sich ein Computer oder vergleichbares Gerät entwickeln ließe, das für weniger als 500 Dollar zu haben ist. Steve Jobs habe als Marschrichtung vorgegeben, dass man das Gerät um diesen Preis zu erzielen radikal reduzieren müsse. Auch die Tastatur wurde als überflüssig erachtet, mit der Konsequenz, dass man dann in der Lage sein müsse, auf dem Bildschirm zu schreiben.

So habe Apple schon früh mit der Entwicklung des iPad als Gerät mit einem Multitouch-Bildschirm begonnen, habe diese ersten Erfahrungen dann aber erstmal in die Entwicklung des iPhone gesteckt. Durch den großen Erfolg des iPod sei man bei Apple zu der Überzeugung gekommen, dass ein Mobiltelefon mit integriertem Musik-Player der nächste konsequente Schritt sei und man der Konkurrenz zuvorkommen müsse.

Als das iPhone dann in der zweiten Generation auf den Markt kam, haben man auch die Entwicklung des iPad wieder aufgenommen. Mit der mittlerweile durch das iPhone gewonnenen Erfahrung sei es dann mehr als einfach gewesen, hier ein konkretes Produkt zu entwickeln.

Preisraten: Mossberg tippt auf 999 statt 499 Dollar

Die New York Times ergänzt Phil Schillers Aussagen um eine nette Anekdote des ehemaligen Steve-Jobs-Vertrauten und Journalisten Walt Mossberg. Steve Jobs habe ihm das iPad bei einem privaten Treffen vor dessen Ankündigung gezeigt. Mossberg war seinen Worten zufolge mächtig beeindruckt und schätzte den Verkaufspreis des Geräts nachdem Jobs in dazu aufgefordert hatte mit 999 Dollar. Tatsächlich war das erste iPad dann ab 499 Dollar erhältlich.

Der Rückblick der New York Times lässt noch eine Reihe weiterer, mit Blick auf das letzte Jahrzehnt relevanter Personen Personen zu Wort kommen, neben Mark Zuckerberg und Edward Snowden ist beispielsweise auch Googles Rückzug aus China Anfang 2010 Thema.

Mittwoch, 18. Dez 2019, 11:28 Uhr — Chris
30 Kommentare bisher. Dieser Unterhaltung fehlt Deine Stimme.
Rede mit!
  • Auch nach fast 10 Jahren ist das iPad noch immer das einzig wirklich relevante Tablet. Glückwunsch Apple!

    • Und wenn sie das OS weiter öffnen/die momentan angestrebte Richtung weiter gehen wird das auch erstmal so bleiben. Teuer ist ja heutzutage nicht nur das iPad

      • Naja das Pro ist teuer.
        Das normale iPad finde ich gibt es für einen moderaten Preis!

      • @ BrokenStill: Meiner Meinung nach sind eher die Apps der Entwickler das Problem. Viele wichtige Funktionen der Desktop-Versionen gibt es oftmals nicht. Deshalb ist ein iPad im Moment noch kein vollwertiger Ersatz.

        Was auch verständlich ist, da man erstmal heraus finden muss, wie die Apps genutzt werden um ein gutes UI zu entwickeln.

        Ansonsten fehlen noch so Kleinigkeiten wie vollwertiger Maus-Support. (Momentan ist es ja eher eine Bedienungshilfe. Die Richtung ist aber schon mal gut.

  • Das dürfte das letzte Mal gewesen sein, dass jemand den mutmaßlichen Preis eines Apple Geräts höher geschätzt hat, als er am Ende tatsächlich war…

  • Leider wird dabei immer wieder das Siemens SimPad vergessen. Das war einige Jahre vor dem iPad auf dem Markt und hatte einge interessante Features die das iPad bis heute leider nicht hat wie z. B. die mögliche Nutzung externer Speichermedien.
    Ich hatte viel Spass damit.

    besten Gruß, Jan

  • Quatsch die ersten iPads gab es in „2001 Space Odyssee“

    By the way ;-) und zwar in der iPad Pro Größe.

  • Eigentlich zählt doch der Apple Newton zu den Vorläufern.

  • Finde es total interessant wieviele Jahre im Voraus solche Sachen geplant werden

  • Wenn ich mich in meinem persönlich Umfeld umsehe, dann ist die Zeit des iPads vorbei. Ich nutze meines noch, aber bei Freunden, Bekannten und in der Firma verstaubt das Teil irgendwo in einer Ecke. Ich denke, die immer größer werdenden Smartphones haben das iPad immer unattraktiver gemacht.

    • Eher verschwinden Notebooks als Tablets.

      • Wir hatten zuerst in der Firma iPads, die lösten in vielen Fällen Notebooks ab. Weil „cool“.
        Dann hieß es, es kann zu wenig, es sei nur ein nettes Spielzeug.
        Dann wurde auf Surface gesetzt, da war aber die Hardware schwach bzw. das Teil unzuverlässig (Akkus blähen sich auf, Reparaturen unmöglich)
        Und nun steigt man wieder auf klassische Notebooks um. Mehr Power, bessere Software und reparaturfreundlich.

    • Charles Rusko Harper

      Kann ich so absolut nicht bestätigen. Das mag aber bei deinem Bekanntenkreis so zu sein, aber geh mal an eine Uni oder so langsam auch an Gymnasien, da hat mittlerweile gefühlt jeder eines. Besonders das „Einsteiger-iPad“ macht das möglich.

    • Kann ich so nicht bestätigen. Im ICE sehe ich ständig iPads in aktiver Benutzung. Meine Freundin hat eins, ich habe eins…und sobald die nächsten vorgestellt werden gibt es auch wieder ein neues. Wir bauen gerade…auch diesbezüglich findet fast alles am iPad statt.

  • Lange Zeit war das iPad für mich ein Testobjekt im Apple Store. Irgendwann dann mit einen Mini angefangen und heute ist es mein Arbeitsgerät in der Firma. Das MacBook Pro gegen ein iPad 12,9 mit Pencil und Tastatur getauscht. Wenn dieses Gerät auf Reisen auch richtig aufträgt, kein Vergleich mit dem MacBook Pro 15! Ich möchte auch kein MacOS drauf haben, iPadOS wird in Zukunft bestimmt noch besser. Speichermedien werden auch erkannt, alles gut…

  • Das iPad ist noch heute das Apple-Produkt, das am meisten Steve Jobs in sich trägt. Intuitiv bedienbar und gleichzeitig voller ungeahnter Möglichkeiten. Ich hatte lange gedacht, ich brauche keines. In diesem Monat hab ich mir noch zusätzlich ein iPad mini angeschafft. Seitdem hält mein iPhone-Akku bis zu drei Tage am Stück mangels Nutzung :-)

  • Ich sehe da irgendwie keinen Unterschied vom iPad 2019 für ca. 300 zu meinem iPad Pro von 2016 für ca. 1000€. Warum habe ich das dann gekauft? Kann mir das jemand erklären?

  • Ich liebe meinen IPad Pro 11 (2018)

  • Redet mit. Seid nett zueinander!

    Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

    ifun.de ist das dienstälteste europäische Onlineportal rund um Apples Lifestyle-Produkte.
    Wir informieren täglich über Aktuelles und Interessantes aus der Welt rund um iPad, iPod, Mac und sonstige Dinge, die uns gefallen.
    Insgesamt haben wir 29361 Artikel in den vergangenen 6971 Tagen veröffentlicht. Und es werden täglich mehr.
    ifun.de — Love it or leave it   ·   Copyright © 2020 aketo GmbH   ·   Impressum   ·   Cookie Einstellungen   ·   Datenschutz   ·   Safari-Push aketo GmbH Powered by SysEleven