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Alle Aufzeichnungen weg

Datenpanne: Schul-iPads von Koblenzer Abiturienten gelöscht

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96 Kommentare 96

Ein Daten-GAU lässt die angehenden Abiturienten an zwei Koblenzer Gymnasien verzweifeln. Ein von der Stadtverwaltung als „Fehler im städtischen Schulnetzwerk“ bezeichneter Fehler hat dazu geführt, dass 485 von insgesamt 7.500 der den Schülern zur Verfügung gestellten Geräten, die meisten davon wohl iPads, abgemeldet wurden. In der Folge seien die auf diesen Geräten genutzten Lern-Apps und damit alle verbundenen Daten gelöscht worden.

Für die Schüler bedeutet dies, dass sie sämtliche Unterrichtsnotizen und damit den größten Teil jener Materialien verloren haben, die sie zur Vorbereitung auf ihre für das kommende Jahr anstehenden Abitur-Prüfungen benötigen.

Unbenannt 2

Hilda-Gymnasium Koblenz (Bild: Stadt Koblenz)

„Schüler müssen selbst Backups machen“

Die Schule selbst hat offenbar keine Backups von den ins Schulnetz integrierten Geräten gemacht. Dies sei der Stadt Koblenz zufolge die Aufgabe der Schüler. Die städtischen Verantwortlichen bedauern die Schwierigkeiten und räumen damit verbunden ein, dass man inzwischen wisse, dass die Notwendigkeit dieser Datensicherungen nicht ausreichend kommuniziert worden sei. Der SWR berichtet ausführlich und und hat entsprechende Stellungnahmen erhalten.

Die Stadt Koblenz betont demnach auch, dass sich die Schülerinnen und Schüler beim Anlegen eigener Sicherungskopien an bestimmte Sicherheitsstandards halten und ihre Daten nicht in Clouds speichern dürften, deren Server außerhalb der EU betrieben werden. Vermutlich wäre es den Betroffenen in der aktuellen Situation allerdings völlig egal, wo und in welcher Form ihre Daten liegen, wenn sie überhaupt Zugriff darauf hätten.

„Tauschbörse“ für noch vorhandene Informationen

Aktuell tragen die Betroffenen dann wohl auch im Stil eines Community-Projekts all jene Daten zusammen, die sich noch irgendwo finden. Ein Teil der Abiturienten hatte wohl auch entgegen der eigentlichen Regeln private iPads und dergleichen in Verwendung, was zumindest einen Teil der Daten zurückbringen könnte.

09. Nov 2023 um 10:26 Uhr von Chris Fehler gefunden?


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  • Es wäre so deutsch die zu bestrafen die ihr eigenes iPad genutzt haben :D

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  • Kein backup, kein mitleid würde ich hier mal nicht schreien. Zumindestens den schülern nicht gegenüber. Das hätte von der schule aus gemacht worden sein.
    Als angestellter kümmer ich mich schließlich auch nicht um die backups der firma.

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    • Abgesehen davon: woher sollen die Schüler das Geld für das Backup-Medium nehmen?

      • Ich bin seit jahren dafür, dass die Mobilen Geräte mal TimeMachine Backups machen können. Einem Shüler bleibt ja fast nur das iCloud Backup, weil moderne Computer gar nicht genug Speicherplatz haben, um ein vollständiges Backup von mehr als einem Gerät vorzuhalten. Viele Computer bewegen sich mit ihrem Speicherplatz in der selben Größenordnung wie die Mobilgeräte. Das kann nicht funktionieren

      • Moderne Computer haben nicht genug Speicher ?? Von welchen Jahr reden wir bitte vielleicht von 1990 wo 40 mb noch viel waren. Mein Rechner hat insgesamt 10tb und noch mal ein nas mit 6tb. Also bitte

      • Ein Backup muss nicht nur für eine ungewollte Löschung vorhanden sein, sondern auch bei Verlust und Diebstahl oder Untergang, z.B. durch Brand. Da hilft eine lokale Sicherung auf dem Gerät nichts.

      • @Habe Kein: schon mal ein Laptop gekauft?

      • Selbst die bekommt man mit paar Tb an Speicher das reicht locker für ein paar iPads zum sicher.

      • Ja es gibt welche mit mehreren TB, dennoch haben die meisten nur 512gb oder gar noch weniger. Vorallem die einstiegsgeräte

    • Mein Sohn darf nicht sein eigenes iCloud-Profil nutzen und kann somit kein triviales Back-Up machen. Auch weitere Apps sind nicht möglich neben denen der Schule.
      Meines Erachtens sind die Vorgaben der Schulgeräte zu eng und sorgen nicht für eine explorative Digitalisierung.

      • cloud Speicher gibt’s doch zu jeder kostenlosen ICloud Adresse dazu, sollten 2 GB sein.

        Das Argument ist also auch schwach.

      • Du hast den Beitrag, auf den Du antwortest, definitiv nicht gelesen. Du bist ein Buchstabenverschwender.

    • Managed iPads dürfen oft nicht in die iCloud synced. Daher …

      • Ist vom Bundesland abhängig. In Baden-württemberg tatsächlich verboten. Wir zwingen unsere SuS nicht in die iCloud, nutzen aber Notability und haben ihnen dort gezeigt, wie man Datenschutzkonform Backups in unsere Nextcloud macht. (Und dort macht Papa Admin dann 1x täglich Backups ;) )

      • Das kann man einstellen, wenn man will

      • Nicht, wenn das in der Geräteverwaltung verhindert wird.

    • Ähm doch. Ich mache regelmäßig selbst Backups von meinem Firmen IPad… Und jetzt?

      • Dein Firmen-iPad muss nicht identisch konfiguriert dein wie Schul-iPads verschiedener Bundesländer. Und jetzt?

    • Ist aber immer die Frage was passiert wenn dein Fitmen Ioad wegen mangelndem Backup seine Daten verliert , kann dir das relativ egal sein .
      Aber wenn Schüler kurz vorm Abitur ihre persönlichen Daten und Erfahrungen aus den letzten Schuljahren verlieren ist das übel .
      Ich hatte schon 1984 in der Oberstufen IT-Arbeitsgemeinschaft meine Backups von Daten selber auf eignen externe Datenträger ( Floppys/Kassetenbänder) .gesuchert Unsere Lehrer waren teils überfordert.

      Hoffe die Schüler können ihre Daten evtl wieder herstellen . Weil kein Datenspeicher löscht lässt es zu das alle Daten 100% gelöscht sind .
      Hab damals auch immer meinen Sharp Pc-1403 pocket calculator ( Betriebssystem Basic) vor den Mathematik Klausuren gelöscht , konnte aber in Maschinensprache weiter die „gelöschten Datein“ verwenden .

      • Leider sind alle Aufzeichnungen zu 100% weg und das stellt das Abi in Frage. Ist den Verantwortlichen egal, gibt nur dumme Kommentare keinerlei Hilfen. Kurz vorm Abi dieses stümper hafte Update zu fahren ist eine unglaubliche Sauerei die ich zur Anzeige bringe

    • Die Grundhaltung der Schulen scheint bei uns zu sein:
      – Digitalisierung muss erst einmal bürokratisiert werden
      – Alles maximal sicher und überwachbar
      – Kids haben keine Freiheiten
      – Eltern sollen IPads zahlen / natürlich ist nur das neueste und teuerste Modell erlaubt

      • Selten so einen Quatsch gelesen, es waren Schulipads, viele Schulen haben sich diese angeschafft und werden in 5 Jahren nutzlos sein, weil Apple sie nicht mehr so Updated das sie nutzbar für den Schulbetrieb sind.

        Und heult jetzt nicht wieder rum, Apple unterstützt Updates doch so lange, ja – 7 Jahre für die neuesten Modelle ab Release Date, Schulipads sind meist nicht die aktuellsten.

      • @Tron woher hast du die Angabe das Apple 7 Jahre Updates liefert? Apple liefert nur 5 Jahre updates. Es gab mal ne Ausnahme für das 6S oder 7er iPhone. Das iPhoneX hat regulär nach 5 Jahren kein Major-Update mehr erhalten.
        Google wirbt aktuell mit 7 Jahren, jedoch nicht Apple

      • Kann ich so nicht bestätigen. Wir haben an einer Realschule sogar noch iPad Air Gen 1 WiFi mit 16 GB im Einsatz. Darauf wird nur die App Auswahl angeglichen da halt nicht so viel Platz aber sonst keine Probleme. Auch nicht mit dem MDM ( in unserem Fall Jamf School vormals Zuludesk)

  • Ist leider immer noch alles Neuland… von wem sollen die armen Kinder denn auch Medienkompetenzen lernen…

    • Naja, Abiturienten, die zumeist volljährig sind und wählen dürfen, könnten sich auch selbst fragen, ob es Backups ihrer so wichtigen Aufzeichnungen gibt. Die Hauptschuld am Desaster sehe ich aber doch auf der anderen Seite. Wundern tut mich der Zustand aber nicht im Geringsten.

    • ich war auf vielen Elternabenden und zumeist hat die Technik nicht geklappt und die meisten Lehrern/ innen standen da wie blöd.
      Wie so oft muss die Kompetenz mal wieder von den Eltern kommen.
      Wenn von hier nix kommt, haben die Kinder leider Pech gehabt.
      Unser Schulsystem ist noch auf aussortieren und nicht auf fördern ausgelegt.
      Dann muss man sich auch nicht wundern, dass Volljährige keinen Plan von Backups haben.

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    • @MadHead247
      Du weißt schon dass das nicht die Schule zu verantworten hat. Für dieses „Disaster“ ist die Stadt mit ihren möchtegern Fachkräften in der IT zuständig. Zuerst werden Backups erschwert, dann nicht vernünftig kommuniziert wie diese eingeschränkt erstellt werden können und dann ist man unfähig die Geräte zu administrieren weswegen es überhaupt erst so weit kam. Aber dann noch rausreden. Sind in meinen Augen Stümper die nicht zu ihren Fehlern stehen.

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  • Ahja, natürlich.

    Als Schule keine Backups von den eigenen Geräten für die Schüler bzw. deren Daten machen.
    Dann noch abstruse Datenschutz-Forderungen anstellen, wo solche Backups durch die Schüler hätten gespeichert werden dürfen (Und damit auch gegen entsprechendes Entgelt, versteht sich).

    Und nun die Schuld für den Datenverlust durch den eigenen Mist, den man gebaut haut, auch noch auf die Schüler abschieben.

    Ganz großes Kino.

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  • Wie macht man denn ein iPad Backup auf Servern innerhalb der EU? Das kann ja dann nur lokal auf eigenen PCs passieren. Ich hab vergessen wann ich das letzte mal ein lokales Backup gemacht habe.

    • Antworten moderated
    • Die Apple iCloud hat Serverstandorte in den USA, Asien und EU. Die EU-Server stehen in Dänemark. Die iCloud bietet aber keinerlei konkrete Auswahl oder gar Zusicherung an, dass die Daten von EU-Bürgern nur auf einem EU-Server gespeichert wird.

      • Für die Aufzeichnungen der Schüler ist der Datenschutz auch absolut relevant. Die dürfen auf keinen Fall in fremde Hände gelangen. ;D

      • Nicht das der Deutsche Aufsatz in die falschen Hände gelangt. Kaum auszudenken…;)

    • Und das sagt jemand der in die digitalen Welt geboren wurde und in ihr aufwächst! :-)
      Ja, es scheint daß der Umgang mit Informationen gar nicht so einfach ist!
      Insbesondere in der unglaublichen Fülle eben selbiger.
      Mich wundert allerdings ein wenig, daß die Generation iPhone/iPod angeblich nichts von BackUp gewusst haben will. Dabei sind es doch meist Kommentare von ihnen die verschmitzt die ältere Generation darauf aufmerksam machen wie wichtig ein regelmäßiges BackUp ist. ;-P
      Aber es kommt vermutlich auch auf die Informationen an die es zu sichern gilt!
      Hoffen wir mal, daß alle Beteiligten aus der Sache etwas lernen! Und wenn möglich ohne mit dem spitzen Finger auf einen vermeintlich Schuldigen zu zeigen.

      • Ich selbst, 22, muss mir eingestehen, dass ich zwar weis wie wichtig ein Backup ist, ich aber oft zu faul bin, ein Gerät „händig“ zu sichern. Wieso auch, es gäbe doch einfachere Wege.

        Deshalb finde ich es… bescheiden zu sagen, dass man die iCloud nicht einfach nutzen darf – Apple gibt da ein wunderbares Werkzeug an die Hand.

    • Jetzt mal Butter bei die Fische ihr Kommentierenden!
      Ein „lokales Backup“ setzt eine entsprechende Möglichkeit voraus! Dabei unterstelle ich mal, dass die meisten Schüler:innen zu Hause einen Windows-PC stehen haben. Die angestaubte Windows-Version von iTunes soll das dann machen? Bitte… Aber ich lerne gerne dazu ;)
      Im Ernst: Wenn ich gezwungen bin ein iPad zu nutzen (was sonst), erwarte ich, dass sich die Schule auch um die Backups kümmert!!!
      Das Ganze interessiert mich deshalb, weil die (private) Anschaffung an der Schule unserer Kinder ansteht. 4-fach (!) und nicht älter als Gen.10. Wenn wir die Pads privat anschaffen müssen, werden die selbstverständlich auch so abgesichert. Und, wie bereits kommentiert, kann man sich bei dem „iCloud-Standard-Backup“ nicht aussuchen wo der Server steht.
      Tipps und Hinweise sehr willkommen!

      Antworten moderated
    • 1. kein Backup, kein Mitleid.

      Abschweifend sei hier noch erwähnt:

      Was soll eigentlich immer Frage nach Servern in der EU, das ist Wurst, schnuppe, piepe egal – wo die stehen.

      Im Rahmen des Patriot Act der USA ist es der USA scheiss egal wo die Server stehen, die entsprechenden Firmen müssen die Daten weitergeben.

      Das einzige was ging Safe Harbour (2015 gekippt)
      Privacy shield ist gleich zerbröselt
      (2020)
      Und mit Privacy Framework sieht’s derzeit nicht besser aus.

    • Armes Deutschland. fehlt nur noch das Backup vom Faxgerät

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    • „…zu viel Kompetenz macht unsympathisch! die „Titanic“ wurde von Profis gebaut, die Arche Noah von einem Amateur und das Ergebnis kennt man. so muss man das sehen…“

      • Und die Arche Noah gab es auch wirklich? Ist der Erbauer der Weihnachtsmann?

      • Mit Leuten, die an den Weihnachtsmann glauben (wollen), über die Arche Noah zu sprechen, ist reine Zeitverschwendung.

      • Die Märchengeschichte der „Arche Noah“ und der Weihnachtsmann rangieren auf ungefähr dem selben Level. Aber was wollte uns Dave mitteilen? Dass ein niemals gebautes Schiff besser sei, als ein Schiff, welches aufgrund einer Strukturschwäche (möglicherweise durch tagelangen Brand im Kohlenbunker?) nach einer Kolission mit einem Eisberg gesunken ist? Interessanter Ansatz. Die Raketen der Apollo Missionen wurden auch von „Profis“ gebaut und es brauchte sehr viele Anläufe bis zum Erreichen des Missionsziel. Wenn wir uns zum Vergleich Bibi Blocksbergs, einer Amateuren im Bereich Raumfahrt, Zaubermondrakete anschauen. Das Ergebnis kennt man ja, muss man nur mal so sehen.

    • Mittlerweile ist der Spruch an die Situation angepasst wurden und zeigt sich mit etwas kleinerer Erwartungshaltung: einmal nicht mit idioten arbeiten ;)

  • Heute Abend bei uns Infoveranstaltung der Schule zum Thema IPads.
    Wenn schon Digitalisierung, dann auch das ganze mit Fachkräften und ausreichend Budget.
    Ich habe das Gefühl, dass jede Schule zu einer kleinen IT Bude geht, die möglichst viel abrechnen möchte, aber selbst nicht kompetent genug ist.

    • Nein, Schulen gehen in der Regel nicht selbst zu irgendwelchen IT-Firmen. Aufträge öffentlicher Stellen werden ausgeschrieben, je nach Größe auch EU-weit. Der Fisch stinkt wohl eher vom Kopf her.

      Antworten moderated
    • D-land und Fachkräfte …… 2 Welten treffen aufeinander. Und am liebsten die Verantwortung auf andere schieben.

      Antworten moderated
    • Weil es keine Kompetenz in den übergeordneten Ebenen gibt um die Schulen zu unterstützen.

    • Die Schulen gehen zu ihren Mathelehrer oder bestens zum IT Lehrer.
      Externe? Fachkräfte? wisst ihr was die kosten? und die wollen Dir am Ende nur noch was verkaufen!!
      . o O {z. B. einen eigenen kleinen Serverschrank}

      • In unserer Schule gab es einen Physik-Lehrer, der auch den Grundkurz Informatik gab. Informatik-Lehrer ist in vielen Bundesländern noch Fehlanzeige.

    • @SWERNER Das könnte man doch dann direkt mal als Anlass nehmen und als Elterteil seine fachkundiges Wissen der Schule anbieten.
      Da behördliche Mühlen bekanntermaßen sehr… sehr… sehr… langsam mahlen wäre damit der Schule und den Schülern, also den eigenen Kindern, geholfen!
      Und das eigene Kind zu regelmäßigen BackUps anzuhalten kann ja auch nicht zum Nachteil sein.

      • In Schulen wird nicht demokratisch abgestimmt oder basisdemokratisch über Entscheidungen mit Eltern diskutiert.
        Also keine Chance etwas zu bewegen.
        Wegen Unkenntnis hat man Angst besserwissende einzubinden

    • Das Problem ist an Schulen, dass die keine IT Fachkräfte bekommen, denn IT Fachkräfte bekommen in der freien Welt mehr als ein Schule bezahlen darf.

      • Eben. Ich habe einII. Staatsexamen für das Lehramt (Physik), habe aber nur in der freien Wirtschaft im IT-Bereich gearbeitet. Fort habe ich in einem großen Unternehmen den Bereich Systeme und Netze geleitet und 30.000 Mitarbeiter ab den u0-er Jahren in das „elektronische“ Büro gebracht. Zwischenzeitlich wollte ich als „Quereinsteiger“ noch mal in den Schuldienst wechseln, was aber dankend abgelehnt wurde. Heute bin ich froh darüber, aber wenn ich dann so etwas lese wie in diesem Artiekl, kommen mir dann doch die Tränen. Vor Lachen.

      • @masc
        Oh man, diese Unwissenheit.
        Schulen haben kein Budget für Personal (öffentliche). Die Lehrkräfte sind vom Land angestellt und die Hausmeister bei der Stadt. Die komplette Einrichtung, IT-Infrastruktur nebst Wartung und Endgeräte kommt von der IT der Stadt. Die Schule kann da 0,0 etwas dafür. Der Schuldige sind die möchtegern Fachkräfte der IT der Stadt.

  • Wenn mir jetzt hier jemand sagt, dass es keine Backups der Daten gibt, dann gehört der Verantwortliche für die IT entlassen.

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  • @ifun: Im letzten Absatz schreibt ihr von Studenten ;-) Davor müssten sie aber erstmal ihr Abi machen, was Dank der leeren iPads nun schwieriger werden dürfte.

    Andere Frage: Wo wird bei iCloud eigentlich gespeichert? Kann das überall sein oder hat man irgendwo die Möglichkeit, den Standort USA abzuwählen?

  • Wenn man keine Backups macht auch wenn sie nur lokal gespeichert werden ist man wohl selbst schuld wenn man Allgemeinte Hochschulreife machen will – man wurde ja drauf hingewiesen das kann man schon erwarten das man dies liest. Fehler passieren immer – Amateuren und Profis und es kann auch mal ein Gerät kaputt gehen oder abhanden kommen.

    Antworten moderated
    • Fernverwaltete Geräte sind auch ebenso zu speichern.
      Abgesehen davon: wo bleibt dann der Vorteil von staatlichen Geräten, die den Schülern zur Verfügung gestellt werden, damit diese keine eigenen Geräte anschaffen müssen? Die müssen sich dann eigene Geräte für die Datensicherung der staatlichen anschaffen? FAIL!

  • Die iPads sind doch sicherlich nicht mit einer privaten Apple ID angemeldet worden. Wenn es eine Apple ID der Schule oder Kommune ist: wie kann ich dann ein Update durchführen? Wenn es doch geschieht, ist es ja ein automatisches Update in die iCloud der hinterlegten Apple ID.

  • Sind die iPads denn für private Backups freigegeben. Beim iPad unserer Tochter wurde so ziemlich alles gesperrt.

  • Fragen über Fragen:

    Wie genau wurde die BU-Eigenverantwortung kommuniziert?

    Gab es dazu Anleitungen, wenn man schon die Cloud verbietet (und damit den einfachsten Weg)?

    Wenn BUs lokal am PC getätigt werden sollten, war sichergestellt, dass jeder Schüler Zugriff zu einem solchen PC hat?

    Warum ist es überhaupt Eigenverantwortung? Wurde eine alternative zentrale Instanz für BUs angeboten? Bspw. eine lokale Nextcloud-Instanz?

    Ich kenne natürlich die Antwort auf einige dieser Fragen…

  • Verstehe nicht, warum diese Daten nicht in irgendeine Cloud dürfen? Die Notizen meiner Schulzeit waren ohne jegliche persönlichen Daten. Der Datenschutz in D ist einfach nur völlig an der Realität vorbei und viel zu streng – gerade im Bereich Schule. Man verbietet eine Whatsappgruppe für die Klassengemeinschaft…

    • Du verwechselst die tatsächlichen Datenschutzanforderungen mit den Schutzbehauptungen und billigen Ausreden der IT-Zuständigen, die sich aus Ihrer Inkompetenz, Faulheit und Verantwortung winden wollen.
      Leider ein übliches Spiel.

    • So ganz teile ich die Meinung nicht. Wenn ich mein ganzes Schulleben Notizen mache inkl. persönlicher Meinungen in Aufgaben zum AFB III, dann „weiß“ die cloud so einiges: Wann war ich in der Schule? Wann habe ich gefehlt? Wann, zu welchem Thema habe ich wieviel geschrieben? Wo stehe ich politisch, wenn ich mir Fächer wie Politik, Religion, Geschichte,… anschaue? Das Beste wäre m.E., wenn unsere Schulen so gut wären, allen Schüler:innen das techn. KnowHow und die Finanzierung für eine eigene Cloud zuhause zur verfügung zu stellen … ich weiß! Aber man wird doch wohl noch träumen dürfen?

  • 1x im Monat sichere ich lokal und den Rest der Zeit in der Cloud. Achtung: bei der lokalen Sicherung auf dem Mac sollte man unbedingt ein Passwort vergeben, obwohl es auch ohne geht, sonst werden die ’sensiblen‘ Sachen lt. Apple nicht mitgesichert. Ich denke, dabei handelt es sich um gespeicherte Passwörter, Kontodaten etc.

  • Also scheidet ein simples iCloud Backup auf möglicherweise US Servern aus.
    Muss man das Backup dann regelmäßig lokal sichern und den Datenträger dann im Safe verwahren? :D

  • Lustig, dass hier alle auf die Schüler einschlagen. Der Fehler lag bei der IT, die einfach die iPads zurückgesetzt hat. Klar ist es gut, wenn man Backups hat, aber noch besser ist es, wenn man nur fähige Leute an größere Projekte heranlässt und nicht irgend welche Hobby Fummler.

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    • Je komplexer die technischen Erfordernisse desto weniger fähige Leute. Ich glaube tatsächlich dass wir in einer Technik leben die die meisten Überfordert (siehe Hackerangriffe). Soll heißen auf der Abwehrseite brauchst du genauso fähige Leute wie auf der anderen Seite. Die menschlichen Ressourcen, die sich mit sowas auskennen sind aber naturgemäß begrenzt. Und wenn ich mir die ganzen neuen People-chen auf dem Campus so anschaue habe ich nicht das Gefühl das hier fähige Leute nachwachsen.

      Antworten moderated
  • Da Backups in der Cloud nicht erlaubt sind, wurde die iCloud Nutzung durch ein Profil deaktiviert, so dass es gar nicht möglich war ein Backup zu erstellen oder aber man hat den entsprechend verwalteten Apps verboten Backups in der iCloud zu erstellen, dann geht es eben auch nicht.

    Apple gibt für Schüler an Lehreinrichtungen 200GB iCloud Speicher frei und sagt auch explizit in den AGB‘ für Apple School, dass die Server Standorte in der EU liegen.

    Es hätte etliche Möglichkeiten gegeben, die Daten doch zu sichern…

    Aber weil keiner am Ende haften will, haben die Schüler jetzt das Nachsehen und können gucken was sie machen.

    Wen bitte jucken Schüler Daten außerhalb der EU?! Das ist wie schon viele hier gesagt haben, einfach nur Deutsch und dumm

  • Bei dem Bericht fehlt aber auch noch des es den Schülern garnicht erlaubt war Backups zu machen weil Sie dann gegen den Datenschutz und das Copyright verstoßen würden. Und jetzt dürfen die Kids zusehen wie Sie das wieder richten können.

  • Ist bestimmt jemand in Jamf mit der Maus ausgerutscht und hat die versehentlich aus dem Poll genommen oder ähnliches

    Einklagen. Eine funktionierende Datensicherung gehört zum Lebenszyklus der gegebenen Geräte dazu, zumal weil man hier seitens der Behörde Vorschriften macht.

  • Die Schüler müssen selbst Backups machen – aber Cloud ist verboten!

    Typisch, ein Problem welches sich systemisch lösen ließe auf die einzelnen abwälzen und es ihnen dann aber möglichst umständlich machen.

  • Der Vorfall zeigt wieder einmal wie wenig Ahnung man in Deutschland von IT selbst bei dafür Verantwortlichen hat. Und die DSGVO dient dan als wohlfeile Ausrede – nicht zu fassen. Spiegelt aber nur das Verhalten und Unwissen der Gesamtbevölkerung wieder: wieviel Windows Benutzer machen ein Backup. Auch Apple Benutzer sind da kaum besser, obwohl hier Backup standardmäßig und einfach zu bedienen angeboten wird.

  • Bei uns können die Schüler kein iCloud-Backup erstellen; lediglich der Export von Dateien wie z.B. GoodNotes-Mitschriften in die Schulcloud wird empfohlen.
    Ich denke, da hat jemand im Jamf den „wipe device“ für die falsche statische Gruppe verwendet…

    Antworten moderated
  • Wir haben gerade das gleiche Problem mit Ivanti EPMM (ehemals MobileIron).
    Hier war ein Zertifikat nicht automatisch verlängert worden, was dann zur Folge hatte, das die Geräte aus der Verwaltung gelöscht wurden.

    Würde mich mal interessieren, ob es da ggf. der gleiche Hersteller war.

  • Der Lehrer und die Schüler haben sich an den Datenschutz zu halten, für die Durchsetzung ist die Schule bzw. der schulträger verantwortlich. Die organisatorischen Maßnahmen sind zu schulen und zu kontrollieren. Aber an Schulen gilt das glaube ich nicht. Die Lehrer speichern personenbezogene Daten auf privaten Endgeräten, wofür keine Freigabe erteilt wurde.

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  • Das Thema ist Datenrechtlich nicht wirklich einfach.
    Zu aller erst müssen die genutzten APS’s einen eigene Backup-Lösung haben. Wenn das nicht der Fall ist, können Backups nur über die iOS eigene Backuplösung gemacht werden, was Datenschutzrechtlich sicherlich nicht erlaubt ist, da personenbezogene Daten mehrere Schüler in ein Backup abgelegt werden würden.
    Haben die APP’s eine eigene Backup Lösung, können diese nur auf dem Gerät, was den Sinn eines Backups aushebelt, auf einen externen Medium, was Hardware voraussetzt, auf eine Netzwerklaufwerk, oder in einer Cloud gemacht werden. Das funktioniert meist aber auch nur, wenn eine APP dieses Cloud-Service auf dem Gerät installiert ist. Was aber auch nicht so einfach geht, weil diese App dann wieder mehrere Personen beinhalten würde. Was aus Datenschutz Gründen wieder schwierig ist.
    Oder aber in der Datei App ein Cloud Dienst verbunden ist.
    Also schon schwierig.
    Bleibt also eigentlich nur das externe Speichermedium, oder Netzwerklaufwerk. Hier müssen aber die Rahmenbedingungen geschaffen werden, damit der Schüler das nutzen kann. Wie z.B. Adapter-Leitungen usw., wenn er Speichermedien anschließen möchte, oder aber auch das personenbezogene Netzwerklaufwerk.
    So lange aber die verantwortlichen Behörden von diesem Thema keine Ahnung haben, oder den Rahmen zu eng stecken, bleibt das alles realitätsfremd.
    Es nun auf die Schüler zu schieben, zeigt einfach wie schwach die Behörden hier aufgestellt sind.

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  • Redet mit. Seid nett zueinander!

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