ifun.de — Apple News seit 2001. 38 326 Artikel

Drei CEOs in einer Woche

ChatGPT-Drama beendet: Sam Altman kehrt als CEO zurück

Artikel auf Mastodon teilen.
39 Kommentare 39

Seit Ende letzter Woche stand der KI-Konzern OpenAI, der seit dem durchschlagenden Erfolg des Chatbots ChatGPT als Überflieger der Branche gilt, im Mittelpunkt eines öffentlich ausgetragenen Streites um die Unternehmensführung.
Sam Altmann

Wieder zurück: OpenAI-CEO Sam Altman

Der Aufsichtsrat, der sich im eher ungewöhnlichen OpenAI-Konstrukt nicht um die Profitmaximierung des Unternehmens, sondern vor allem um den verantwortungsvollen Umgang und die behutsame Entwicklung von KI-Modellen zu kümmern hatte, entzog dem OpenAI-CEO Sam Altman das Vertrauen und setzte diesen ohne Vorwarnung kurzerhand vor die Tür.

Kündigung mit Kettenreaktion

Die Gründe hinter der Entscheidung wurden bis zuletzt nicht offen kommuniziert, in einem dünnen Statement machte der Vorstand lediglich darauf aufmerksam, dass Altman in seiner Kommunikation „nicht durchgängig offen“ gewesen sei.

Eine folgenträchtige Entscheidung, die eine wahre Kettenreaktion auslöste: Altmans Kündigung veranlasste weitere wichtige OpenAI-Mitarbeiter dazu, ihren Rückzug vom Unternehmen anzukündigen. Microsoft, der wichtigste Geldgeber der ChatGPT-Macher, schaltete sich ein und bot nicht nur Altman eine neue Position an, sondern auch allen anderen OpenAI-Mitarbeitern, die dem Unternehmen den Rücken kehren würden. Die Belegschaft selbst stellte daraufhin ein geschlossenes Ultimatum an den Aufsichtsrat und forderte nicht nur dessen Rücktritt, sondern auch die Wiedereinstellung Altmans.

Drei CEOs in einer Woche

Währenddessen machte der OpenAI-Aufsichtsrat Mira Murati zum Übergangs-CEO, nur um die Akademikerin nach zwei Tagen durch den Twitch-Gründer Emmett Shear zu ersetzen.

Shear konnte seinerseits dann dabei zuschauen, wie OpenAIs Chef-Forscher Ilya Sutskever, der maßgeblich an der Entscheidung beteiligt gewesen sein soll, OpenAI-CEO Sam Altman das Vertrauen zu entziehen, plötzlich die Seiten wechselte, sich bei Altman für sein Verhalten entschuldigte und sich gleichzeitig für die Rückkehr des CEOs stark machte.

Diese ist nun besiegelt. Wie OpenAI vor wenigen Minuten auf der Kurznachrichten-Plattform X (vormals Twitter) bekannt gegeben hat, wird Sam Altman als CEO zurückkehren und von einem neuen Aufsichtsrat begleitet werden.

22. Nov 2023 um 07:59 Uhr von Nicolas Fehler gefunden?


    Zum Absenden des Formulars muss Google reCAPTCHA geladen werden.
    Google reCAPTCHA Datenschutzerklärung

    Google reCAPTCHA laden

    39 Kommentare bisher. Dieser Unterhaltung fehlt Deine Stimme.
  • Absolutes Chaos in dem Laden, „Drama Drama Drama Baby“ ;-)

  • Klar. Und morgen meldet Apple das sie ihn an Bord holen, übermorgen Amazon und dann Google….

    Antworten moderated
  • Nun ja – das nächste Mal entscheidet dann gleich die KI wer zu gehen hat. Düstere Aussichten …

  • Was ein Durcheinander. Da kann man sich richtig vorstellen, wie es bei denen intern abgeht. Verrückt.

    Antworten moderated
    • VorDemBildschirm

      Naja Hand aufs Herz. Läuft genauso auch bei vielen großen Firmen ab. Nur haben die eine Presseabteilung, dass sowas nicht extern ausgetragen wird bzw. Publik wird.

      Antworten moderated
  • Und sicher hat er dadurch auch ein ordentliches Gehaltsplus und freut sich.

  • Dadurch dürfte OpenAi ordentlich an Wert eingebüßt haben. Bravo

  • Wird sich gut Altmann monitär gelohnt haben. Wenn ich er wäre würd ich mich Tod lachen

  • Schade das der Laden nicht den Bach runter gegangen ist… wer braucht diesen Mist ? Leute, ich sag es immer wieder : KI ist gefährlich ! Und NEIN, ich habe keine Aluhut auf !

  • anscheinend sind nicht nur user von der geschwindigkeit der KI entwicklung überfordert, sondern die entwicklungsorganisation selber hat auch ein problem mit zu hohem tempo. manchmal hilft es, die luft kurz anzuhalten und vorher nachzudenken und die konsequenzen durchzudenken.

  • Vielleicht hat man ja aus dem Apple Drama mit Steve Jobs seinerzeit doch etwas gelernt!

  • Totaler Kindergarten. Das ist doch keine professionelle Geschäftsführung.

  • Das tolle daran ist aber mal wieder das Beispiel, dass die kleinen Leute auch was bewirken können, wenn man zusammen hält. Und dann kann man auch die wenigen Leute die ganz oben sitzen und die komplette Macht konzentrieren zum kündigen zu bewegen. Die Masse hat die wahre a Macht und nicht die paar Würste on Top, was man den Menschen immer weiss machen will;)

  • Redet mit. Seid nett zueinander!

    Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

    ifun.de ist das dienstälteste europäische Onlineportal rund um Apples Lifestyle-Produkte.
    Wir informieren täglich über Aktuelles und Interessantes aus der Welt rund um iPad, iPod, Mac und sonstige Dinge, die uns gefallen.
    Insgesamt haben wir 38326 Artikel in den vergangenen 8271 Tagen veröffentlicht. Und es werden täglich mehr.
    ifun.de — Love it or leave it   ·   Copyright © 2024 aketo GmbH   ·   Impressum   ·   Cookie Einstellungen   ·   Datenschutz   ·   Safari-Push aketo GmbH Powered by SysEleven