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Bundesnetzagentur: Glasfaser und Datenverbrauch wachsen weiter

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Die Bundesnetzagentur hat ihren Jahresbericht zur Entwicklung des Telekommunikationsmarktes für das Jahr 2025 veröffentlicht. Wie die Zahlen belegen, ist die Nachfrage nach schnellen Internetanschlüssen weiterhin hoch. Zudem war erneut ein starkes Wachstum beim Glasfaserausbau zu verzeichnen. Die klassische Telefonie ist dagegen weiter auf dem Rückmarsch.

Bei den stationären Internetanschlüssen hat sich der Trend zu höheren Bandbreiten im vergangenen Jahr fortgesetzt. Die Zahl der Anschlüsse mit weniger als 100 Mbit/s ist im Jahresverlauf von 17,1 auf 15,2 Millionen zurückgegangen. Gleichzeitig stieg die Zahl der schnelleren Anschlüsse auf 23,6 Millionen. Rund drei Millionen Anschlüsse haben dabei Geschwindigkeiten von mindestens 1 Gbit/s erreicht, das sind 500.000 Anschlüsse mehr als im Vorjahr.

Bna Jahresbericht 2025 Bandbreite Festnetz

Glasfaser gewinnt Marktanteile

Deutlich gewachsen ist auch die Zahl aktiver Glasfaseranschlüsse. Durch den Sprung von 5,3 auf 6,4 Millionen stieg der Anteil von Glasfaseranschlüssen an allen aktiven Breitbandanschlüssen von 13,7 auf 16,5 Prozent. Der DSL-Anteil ging im selben Zeitraum von 61,1 auf 58,5 Prozent zurück.

Insgesamt waren der Bundesnetzagentur zufolge Ende 2025 rund 10,4 Millionen Wohnungen und Gebäude mit Glasfaser erschlossen. Allerdings wurden nicht alle dieser Anschlüsse auch aktiv genutzt.

Klassische Telefonie auf dem Rückzug

Wenig verwunderlich verliert die klassische Telefonie immer mehr an Bedeutung. So ist das Gesprächsvolumen im vergangenen Jahr von 57 auf rund 47 Milliarden Minuten gesunken. Auch im Mobilfunk wurden mit 132 statt 148 Milliarden Minuten weniger Gespräche geführt als im Vorjahr.

Bna Jahresbericht 2025 Festnetz Telefon

Stattdessen hat die Nutzung von Messenger- und Videokonferenz-Diensten weiter zugelegt. Hier wurden 19,6 Milliarden abgehende Sprachtelefonie-Anrufe mit einem Gesprächsvolumen von 198 Milliarden Minuten gezählt. Im gleichen Zeitraum wurden zudem 9,5 Milliarden abgehende Videoanrufe geführt.

Noch deutlicher ist dieser Trend bei Textnachrichten erkennbar. Per SMS wurden im vergangenen Jahr nur noch 2,9 Milliarden Kurznachrichten verschickt. Ein Jahr zuvor waren es noch 5,2 Milliarden. Dagegen wurden 2025 insgesamt 913,5 Milliarden Sofortnachrichten per Messenger verschickt. Das entspricht durchschnittlich 384 Nachrichten pro Nutzer und Monat.

Datenverbrauch steigt im Festnetz und Mobilfunk

Der Jahresbericht dokumentiert zudem einen weiteren Anstieg des Datenverbrauchs. Über Festnetzanschlüsse wurden insgesamt rund 175 Milliarden Gigabyte übertragen. Pro Breitbandanschluss entsprach dies durchschnittlich 376 Gigabyte pro Monat und damit rund 54 Gigabyte mehr als im Vorjahr.

Auch die Mobilfunknutzung hat 2025 weiter zugenommen. Das durchschnittliche Datenvolumen pro aktiver SIM-Karte stieg auf 8,4 Gigabyte pro Monat. Insgesamt wurden über die deutschen Mobilfunknetze 10,9 Milliarden Gigabyte Daten übertragen.

05. Juni 2026 um 16:26 Uhr von Chris Fehler gefunden?


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  • Das Ganze wirkt schon etwas widersprüchlich: Technologische Fortschritte wie 5G und Glasfaser ermöglichen eine immer effizientere Datenübertragung. Statt den Ressourcenverbrauch zu senken, führt das aber häufig dazu, dass einfach noch mehr Daten genutzt werden.

    Natürlich bieten Streaming, Cloud-Dienste und digitale Anwendungen viele Vorteile. Dennoch könnte man erwarten, dass zumindest ein Teil der Menschen, die regelmäßig für mehr Klimaschutz werben, die gewonnenen Effizienzvorteile auch tatsächlich zur Verringerung ihres CO₂-Fußabdrucks nutzt – sowohl bei der Mobilität als auch im digitalen Konsum.

    • Das ist absolut richtig, das gleiche gilt für die Stromnutzung (KI usw.).

    • Vielen ist gar nicht bewusst was Daten für einen Fußabdruck hinterlassen. Streaming kann je nach Übertragung und Endgerät ca 175g co2 pro Stunde verursachen. Das ist natürlich immer noch besser als die Autofahrt ins Kino aber dadurch dass wir tendenziell immer mehr streamen gleicht sich das nach und nach wieder an …

    • Stefan B. aus H.

      Als Verbraucher hast Du fast keine Möglichkeit, den Einzelbedarf an Datenverkehr pro Anwendung vor dem Abruf festzustellen. Und selbst wenn dieser bekannt wäre, weiß man nicht automatisch, welche ökologischen Auswirkungen dieser Verbrauch hat. Dann wiederum gibt es aber Anwendungen, wie z. B. die Anzeige von Öffnungszeiten, die dazu führen, das unnötige Fahrten beispielsweise mit dem Auto, vermieden werden. Irgendwann wäre eine digitale Verbrauchersteuer die vielleicht einzige Konsumsteuer, wenn alle Einkäufe mit digitalen, persönlichen Endgeräten, erfasst werden. Dann könnte man auch direkt den individuellen ökologischen Fußabdruck jedes Menschen mit Steuern belegen. Das wäre dann schon eine ziemlich gerechte Sache. Was steuerlich geltend gemacht werden könnte, ist ja politisch, bzw. gesellschaftlich verhandelbar.

      • Bring unsere Politiker doch nicht auf solche Ideen… das wäre eine zusätzliche Steuereinnahme und nicht die gerechtere…

  • Dann wird es Zeit dass in den Gebieten, in denen Glasfaser verlegt ist, kurzfristig Kupfer abgeschaltet wird.
    Dadurch können die Glasfaser Unternehmen auch endlich wieder Geld einnehmen und den weiteren Ausbau zügig voran treiben.

    • Erst wenn die Glasfaser-Leitungen in den Gebieten freigegeben werden für alle Anbieter. Sonst könnte die Glasfaser-Anbieter die Preise ja endlos hoch treiben, wenn die Kunden keine Alternative mehr haben.

    • Man kann „Kupferkabel-Anschlüsse“ nicht einfach so abschalten, die Anschlüsse in die Haushalte müssen neu gemacht werden und glasfasertaugliche Router installiert werden….

      • @Daniel: Und wenn man dann noch bedenkt, welche Schwierigkeiten es derzeit gibt in der Chipproduktion u.a. wegen der weggebrochenen Heliumproduktionsmengen, dem wird schnell klar, dass das mit der Kupferabschaltung auf dem kurzen Weg wohl eher nix werden wird. Oder wie stellt man unter solchen Bedingungen viele Millionen von Geräten zu bezahlbaren Preisen her. Zumal das ja nicht nur ein Thema in DE ist. Das wird alles noch sehr spannend in den nächsten Jahren …

  • Woher stammen die Messenger-Daten? Kann man das aus den Datenströmen rauslesen – selbst bei end-to-end-encryption?

    • e2e-verschlüsselt sind nur die inhalte. Die Anzahl, wer mit wem wann wie oft schreibt bzw in Gruppen aktiv ist, sind unverschlüsselte META-Daten. und auf Basis dieser Daten ist so viel an Infos zu erhalten, dass die METAs dieser Welt auf die eigentlichen Inhalte verzichten und eine Verschlüsselung verschenkt haben…zu dem Preis, dass die saubere Daten erhalten, wer wer ist und wer mit wem kommuniziert.

  • Glasfaser Ausbau ist das eine, die Anschlüsse an die Privathaushalte das andere … Anschlusskosten sind hoch und bei Mehrfamilienhäusern schwierig …

  • Starkes Wachstum??? xD prozentual an der bereits vorhandenen Anschlusszahl mag das stimmen. Aber die war ja vorher schon traurig. Für ein Land wie Deutschland in einem Jahr nur plus 500.000 ist bodenlos! Wir haben ca. 41 Millionen Haushalte in Deutschland. Nicht jeder Haushalt wird Glasfaser bekommen, aber bei dem Tempo sind wir in 50-60 Jahren vielleicht bei etwas, was man „flächendeckend“ bezeichnen kann.

    • Ich kenne auch Menschen die wollen kein Glasfaser. Und viel sind eher im echten Leben unterwegs, statt im virtuellen. Betrifft ja auch klassisches Fernsehen

      • Bremst halt den Rest auch aus, Haben ist besser als brauchen. Wenn deswegen Straßenzüge wieder nicht ausgebaut werden sind wir halt wieder beim Flickenteppich wie jetzt. Ich hab seit 10 Jahren Glasfaser vor meiner Tür in der Straße liegen die sagen uns seit 2019 dieses Jahr werden die Haushalte angeschlossen … wird dann wieder verschoben weil nicht genug Interesse da ist und die wegen 3 Haushalten in ner Straße nicht anfangen

    • Also rechnerisch wären es 35 Jahre ausgehend von 500.000 wenn es immer so weiter gehen sollte – diese Zahl bezog sich aber lt Artikel nur auf Anschlüsse über 1gibt. Das heißt also nicht dass es nur 500.000 neue Glasfaser Anschlüsse gab.

  • Wären da nur nicht die Hausverwaltungen die aktiv den Ausbau von Glasfaser verhindern. Dann wären wir in diesem Land schon weiter.

  • Hmmh, 914 Milliarden Messenger-Nachrichten pro Jahr macht überschlagsmäßig bei 60 Millionen angenommen Smartphone-Nutzern in D gute 15.000 Nachrichten pro Jahr, 42 Nachrichten pro Tag im Durchschnitt pro Nase. Kommt mir doch ein bisschen viel vor, wenn ich mir die Altersverteilung der Bevölkerung so ansehe…

  • Ob das wirklich auch Fortschritt ist, wenn der Datenverbrauch hauptsächlich auf IPTV basiert? Da laufen Server mit Strom, die das alles verteilen müssen. Empfang über Satelliten ist meiner bescheidenen Meinung nach deutlich besser und es entlastet die Datennetze.

  • Den Abschaltwahn finde ich irgendwie süß im Zeitalter der Naturkatastrophen, 2g abschaltung,kupferdraht zum schrotthändler,
    LW,KW,UKW, MW weg damit, WorstCase kommt darin nicht vor, geil.

    • Ja das stimmt. Total kurzsichtig. Aber was kann schon schief gehen.

    • Glasfaser mit GPON braucht kein Strom, kann nicht absaufen oder durch Blitzeinschlag zerstört werden.
      Im Ahrtal ist die alte Technik abgesoffen – nun alles Glasfaser

      • Nach ca der 10. Jahrtausendflut seit 1340 ist im Ahrtal vor allem alles wieder an den gleichen Stellen wiederaufgebaut worden.
        Aber bei der nächsten Flut kann jetzt schneller um Hilfe gerufen werden, vorausgesetzt die Empfangsstellen sind ausreichend besetzt und die Entscheider schlafen gerade nicht oder sind im Urlaub.

    Redet mit. Seid nett zueinander!

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