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Funktionen zielen auf Mobilnutzung

„Bildschirmzeit“ unter macOS Catalina weitgehend nutzlos

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Mit der unter macOS Catalina auch auf dem Mac verfügbaren Funktion „Bildschirmzeit“ verspricht Apple Anwendern „einen Einblick in die Art und Weise, wie sie ihre Zeit in Apps und auf Websites verbringen“. Unterm Strich erweist sich die Funktion jedoch als größtenteils nutzlos. Bei Apple hat sich offenbar niemand Gedanken darüber gemacht, dass am Computer gänzlich anders gearbeitet wird als mit einem Smartphone oder Tablet.

Kirk McElhearn hat sich in einem ausführlichen Blog-Eintrag mit der Bildschirmzeit-Umsetzung für den Mac auseinandergesetzt. Es überrascht, wie wenig Mühe sich Apple bei der Portierung der Funktion von iOS auf den Mac gegeben hat.

Bei der Anpassung von Bildschirmzeit an den Mac wurde schlichtweg ignoriert, dass ein Computer grundlegend anders arbeitet als ein iPhone und infolgedessen auch gänzlich anders verwendet wird. Während es unter iOS für eine aussagekräftige Statistik genügt, lediglich die Zeiten zu erfassen, in denen eine App geöffnet ist, liefert diese Methodik auf dem Mac völlig unbrauchbare Ergebnisse.

Bildschirmzeit Mac

Ich hatte Bildschirmzeit von Beginn an deaktiviert, daher die magere Statistik

Bildschirmzeit listet unter macOS Catalina alle geöffneten Apps mit vollen Laufzeiten, also auch solche, die lediglich irgendwo im Hintergrund auf ihre Verwendung lauern. Dementsprechend tauchen selbst der Finder oder auch die im Hintergrund geöffneten Systemeinstellungen als über einen langen Zeitraum hinweg genutzte Anwendungen in den Statistiken auf.

Bildschirmzeit zeichnet zudem auch auf dem Mac sogenannte „Aktivierungen“ auf. Hierbei handelt es sich um die in ihrem Ursprung sinnvolle Funktion, die Zahl der Entsperrungen von iOS-Geräten zu erfassen – also wie oft man z.B. sein iPhone am Tag in die Hand nimmt. Auf dem Mac wird hier erfasst, wie oft der Rechner aus dem Ruhezustand geholt oder neu gestartet wird.

Dazu kommt, dass sich Bildschirmzeit auf dem Mac im Gesamten als relativ unzuverlässig erweist. Bei einem Testlauf wurden auch hier nicht alle benutzten Apps und „Aktivierungen“ in der Statistik erfasst. Letztendlich bietet die Funktion in ihrem aktuellen Zustand lediglich einen Mehrwert für Eltern, die das Nutzungsverhalten ihrer Kinder grob überblicken oder mithilfe von Funktionen wie „Auszeit“ oder „App-Limits“ beschränken wollen. Hier lassen sich Ruhephasen festlegen und die erlaubte Nutzungszeit für Anwendungen beschränken.

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22. Okt 2019 um 16:41 Uhr von Chris Fehler gefunden?


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