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Bild und Welt: Springer startet Zeitungsabo auf dem iPhone [Update]

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Der Springer-Verlag startet heute ein neues Abo-Modell fürs iPhone. Zu Einführungspreisen sind separate Apps für die Zeitungen Welt (1,59 Euro) und Bild (0,79 Euro) erhältlich, nach 30 Tagen fallen dann monatliche Gebühren in Höhe 2,99/1,59 Euro ohne bzw. 4,99/3,99 Euro mit PDF der jeweiligen Printausgabe an.

Laut Springer-Vorstand Mathias Döpfner sind „Kontakte zu zahlenden Kunden aus Vermarktungssicht auf Dauer wertvoller als Kontakte zu Kunden von Gratis-Angeboten“, der Verlag hat kürzlich bereits angekündigt, den kostenfreien Zugang auf die eigenen Angebote gezielt von einzelnen Mobilgeräten – zu Beginn nur vom iPhone aus – zu sperren.
Ein zweischneidiges Schwert. Sicherlich ist nachvollziehbar, dass sich Onlineangebote auf irgend eine Weise finanzieren müssen, der Springersche Mauerbau ist unserer Meinung nach allerdings der falsche, zudem ein dem Grundgedanken des Internets widersprechende Ansatz – hier gibt es genügend Optionen in der Mitte. Beispiele wären werbefinanzierte Angebote, die als Premiumoption werbefrei und mit zusätlichen Inhalten gekauft werden können oder etwa ein kostenloses App mit den Inhalten der Webseite und der Option auf den Zukauf der Printausgabe.

Aus diesen Gedanken heraus raten wir vom Kauf der Springer-Applikationen ab und empfehlen den Einsatz und die Unterstützung kostenfreier Angebote. Als Beispiele seien hier dradio, das Handelsblatt oder einfach ein ganz persönlich konfigurierter Twitter-Feed genannt.

UPDATE Nach dem Telefonat mit einem Pressesprecher er Axel Springer AG können wir euch zwei wichtige Zusatzinfos liefern:

1. Springer will die angekündigten iPhone-Sperren nicht einführen, als Grund hierfür wurden interne Diskussionen nach den aufgekommenen Protesten genannt.
2. Die Springer-Apps werden ohne Zuzahlung nach 30 Tagen funktionsunfähig. Nach Ablauf der Einführungsphase muss man über In-App-Kauf ein Abonnement abschließen, um das Programm weiter zu nutzen. Diese Tatsache wird unserer Meinung nach beim Kauf völlig unzulänglich dokumentiert.

Mittwoch, 09. Dez 2009, 8:51 Uhr — Nicolas
12 Kommentare bisher. Dieser Unterhaltung fehlt Deine Stimme.
Rede mit!
  • Habe mir die Welt-Kompakt mal installiert – und finde das PDF lesen auf dem IPhone nicht sonderlich geglückt. Ich denke, das wäre eher was fürs (vielleicht) kommende „iTablet“ mit einem größeren Bildschirm. Dann allerdings wäre ich auch bereit, den monatlichen Obulus auszugeben.

  • Der Springer-Verlag verliert völlig die Bodenhaftung.

    Es ist nicht nur der beschriebene, willkürliche Ausschluß spezieller(!) mobiler Endgeräte, auch in den Diskussionsbereichen einzelner Artikel werden Leserkommentare nach Gutdünken gelöscht. Dabei geht es regelmäßig nicht um anstößige oder widerrechtliche Dinge, sondern schlicht um Meinungen, die der Redaktionsdoktrin zuwiderlaufen. Widerspricht gar das Gros der Kommentatoren dem Artikeltenor, so wird der Kommentarbereich kurzerhand gesperrt – „wegen Verstößen gegen die Netikette“.

    Die legitime freiheitlich-demokratische Reaktion auf Zensur und Willkür lautet Boykott.

  • Sicherlich ist es nicht nachvollziehbar, dass einzelne Geräte vom freien Angebot ausgesperrt werden (sollen), jedoch kann man den Schritt der Verlage hin zu kostenpflichtigen Inhalten auch nachvollziehen, da sie durch das Internet auch deutliche Auflagenrückgänge haben.

    Interessant finde ich jedoch, dass die Zielgruppe der Bild iPhone Benutzer sein sollen…

  • Ihr meintet bestimmt, daß man als iPhone-Besitzer vom Springer-Verlag monatlich 2,99/1,59 Euro ohne bzw. 4,99/3,99 Euro mit PDF aufs Konto überwiesen bekommt, wenn man sich diese Apps installiert. Alles andere würde keinen Sinn ergeben.

  • Warum die Aufregung?
    Ich glaube nicht, dass iPhone Besitzer ernsthaft Springer Publikationen lesen, so what..

  • Tja, so pauschal kann man wohl nicht betrachten. Bild-Leser gehen durch alle Schichten. Gut Early-Adopters werden wohl kaum die Bild lesen, aber wer weiß vlt. ja die Welt. Und wenn ein Teil des AS-Konzerns anfängt folgt der Rest sobald erste Erfolge vorliegen. Ich befürchte, dass die App und das Konzept durchaus funktionieren könnte. Für mich persönlich macht es keinen Sinn. Ich lesen lieber online.

  • Laut Springer-Vorstand Mathias Döpfner sind „Kontakte zu zahlenden Kunden aus Vermarktungssicht auf Dauer wertvoller als Kontakte zu Kunden von Gratis-Angeboten“, der Verlag hat kürzlich bereits angekündigt, den kostenfreien Zugang auf die eigenen Angebote gezielt von einzelnen Mobilgeräten – zu Beginn nur vom iPhone aus – zu sperren.

    Lesen, darüber nachdenken und dann weiß man: Diese Apps -nein danke!

  • Na ja, beide Apps sind in den Charts unter „Meistgekauft“ ganz weit vorne. Anscheinend geht die Rechnung wohl auf…

  • „Die Springer-Apps werden ohne Zuzahlung nach 30 Tagen funktionsunfähig“

    Da würde ich jetzt an eurer Stelle mal Apple anrufen. DAS – glaube ich – führt zum Rausschmiss aus dem AppStore.

  • „Bild-Leser gehen durch alle Schichten“ – wie gut das ich in meiner „Schicht“ keinen einzigen Bildleser persönlich kenne. PS.: „Bildleser“, nicht „Bild-Leser“, danke.

    Aber eine ganz andere Frage: Wieso verschwendet das iFun-Team so viel Zeit mit diesem Bildthema? Gibt es gerade nichts anderes interessantes über das berichtet werden könnte?

  • Kleine Selbstkorrektur: Da die „Bild“ in diesem Falle ein Eigenname ist, ist das „Bild-Leser“ in Ordnung, sorry.

  • Redet mit. Seid nett zueinander!

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