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Ehemaliger Produktdesigner hat geklagt

Beats muss $25 Millionen Lizenzgebühren nachzahlen

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Die Beats-Gründer Dr. Dre und Jimmy Iovine haben bei der Übernahme ihrer Kopfhörer durch Apple kräftig kassiert. Insgesamt hat sich Apple das neue Pferd im Stall rund drei Milliarden Dollar kosten lassen. Mindestens 25 Millionen davon fließen nun wohl an Steven Lamar, der für das ursprüngliche Design der Kopfhörer mitverantwortlich zeichnet.

Die Popularität der Beats-Kopfhörer gründet seit jeher zu großen Teilen auf deren Aussehen. Lamar zeichnet gemeinsam mit dem Industriedesigner Robert Brunner für das ursprüngliche Design der Over-Ear-Kopfhörer von Beats verantwortlich, darauf basieren die Modellreihen Studio 2 und Studio 3.

Wie das Musikmagazin Billboard berichtet hat ein Gericht in Los Angeles nun in der Angelegenheit entschieden. Lamar erhält zwar nicht die von ihm geforderten Lizenzgebühren in Höhe von 100 Millionen Dollar, zu den ihm zugesprochenen 25 Millionen Dollar werden sich allerdings noch über geraume Zeit hinweg weitere Anteile aus dem Verkauf der noch angebotenen Studio-3-Modelle gesellen.

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Iovine und Dre, der mit bürgerlichem Namen Andre Young heißt, hielten dagegen, dass sich der ursprüngliche Vertrag mit Lamar auf das Design eines einzelnen Kopfhörermodells bezog. Lamar bekam allerdings dahingehend Recht, dass damit die Basis für mehrere Folgemodelle geschaffen wurde, die auf sein Design aufbauen.

Nicht die erste Klage gegen Beats

Der aktuelle Fall ist nicht der einzige Rechtsstreit im Zusammenhang mit der Beats-Übernahme durch Apple. Der ursprüngliche Beats-Kooperationspartner Monster hatte im vergangenen Jahr allerdings weniger Erfolg, als er seinerseits noch von der bereits vor der Apple-Übernahme in die Brüche gegangenen Beziehung zu Iovine und Dre profitieren wollte. Diese hätten Monster bei der Trennung mit Blick auf ihre zukünftigen Geschäftspläne getäuscht. Ein Gericht verwarf allerdings den geforderten Schadensersatz.

Monster-Geschäftsführer Noel Lee zeigt sich beim Blick zurück auf die Geschäftsbeziehung mit Dre und Iovine verbittert. Seinen Erzählungen zufolge kamen die beiden Beats-Gründer ursprünglich mit dem Anliegen zu ihm, Lautsprecher zu produzieren. Dies hätte er ihnen mit der Argumentation „Kopfhörer sind die neuen Lautsprecher“ allerdings ausgeredet. Im Jahr 2008 erschien in Kooperation mit Monster dann der erste Kopfhörer aus der Produktreihe „Beats by Dr. Dre“.

Donnerstag, 28. Jun 2018, 7:36 Uhr — Chris
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  • Montgomery Scott

    Das alles ändert trotzdem nichts daran das diese Modeprodukte, die sich als Kopfhörer tarnen, nach wie vor mehr die Funktion eines Diamantcolliers ausfüllen als die von Kopfhörern und dabei vermutlich auch noch schlechter klingen.

    Wenn man Beats Sound haben möchte kann man die nächstbesten Ohrwärmer für 20€ vom Grabbeltisch nehmen, am MP3-Player den EQ auf Bass-Aufdrehen stellen und fertig.

    • Sorry, aber Deine „Verteidigung“ klingt irgendwie danach, als seid „Ihr“ Beats-Nutzer eine einsame, unterdrückte Gruppe, die alleine gegen das Missverständnis der Welt ankämpft, diese komischen Kopfhörer seien überteuerte Designstücke ohne besonderen Klangvorteil.
      Im ernst, warum werden die Dinger gekauft? Wegen des Klanges oder wegen des Marketing?

    • Trage ein paar auf Arbeit, mit den Dr.Dre Krüppeln haben die nicht mehr viel gemeinsam… Am die bose Zuhause kommen sie nicht herraus aber sie klingen dennoch sehr gut. Vieleicht sollte deine „Erfahrung“ mal aktualisiert werden… Und ja, die Dr.dre Dinger sind mir viel zu basslastig gewesen…

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