Jetzt auch über Amazon erhältlich
Aqara Multisensor P100 erkennt Bewegung, Neigung und Vibrationen
Vor einem Monat hat Aqara den Multifunktionssensor P100 vorgestellt, das Gerät jedoch zunächst nur über den eigenen Onlineshop verkauft. Für bessere Verfügbarkeit und schnellere Lieferzeiten wird das Gerät in Deutschland jetzt auch über Amazon angeboten. Zudem kann man hier Versandkosten sparen, denn bei Aqara selbst werden im Rahmen einer Bestellung satte 10 Euro zusätzlich fällig.
Sensor erkennt Bewegung und Neigung
Der P100 unterscheidet sich deutlich von klassischen Tür-/Fenstersensoren. Der Sensor arbeitet nicht mit einem klassischen Magnetkontakt, sondern erkennt die Änderung seines Positionswinkels sowie allgemein Bewegungen, Stürze und Vibrationen.
Winkeländerung bedeutet, dass beispielsweise ein Fenster gekippt oder eine Tür aufgeschwenkt wird. Die zusätzlichen Funktionen lassen sich für verschiedene Automatisierungen und Warnmeldungen nutzen. Wir denken an einen Hinweis, sobald der Briefträger da war und sich der Briefkasten bewegt hat. Aqara nennt Diebstahlsschutz oder die Überwachung von Schubladen als mögliche Einsatzbereiche. Zusätzlich kann der Sensor auf dreifaches Antippen reagieren, um Automationen auszulösen. Die Empfindlichkeit ist dabei einstellbar.
Volle Funktionen nur mit Aqara-Hub
Allerdings ist zu beachten, dass der volle Funktionsumfang, insbesondere die Funktionen zur Objektüberwachung, nur innerhalb von Aqara-Ökosystemen zur Verfügung steht. Wird der Sensor per Thread in Smarthome-Systeme wie Apple Home eingebunden, beschränken sich die Funktionen im Wesentlichen auf die eines gewöhnlichen Tür-/Fenster-Sensors. Der Objektüberwachungsmodus setzt die Anbindung über ZigBee und einen kompatiblen Aqara-Hub voraus.
Die Stromversorgung des Aqara P100 erfolgt über eine Knopfzelle vom Typ CR2450, die von der Unterseite her gewechselt werden kann. Der Sensor selbst wird mittels zweier kleiner Klebestreifen an Objekten befestigt. Im Lieferumfang sind zwei Ersatzkleber enthalten, die man spätestens beim ersten Batteriewechsel benötigt. Dieser dürfte bei normaler Verwendung jedoch längere Zeit auf sich warten lassen. Aqara macht keine Angaben, vergleichbare Geräte arbeiten jedoch locker mehrere Monate oder gar ein Jahr mit einer Batterie.



Hat den jemand unter HA über Zigbee ans laufen gebracht?
Ich habe den Sensor für mehrere Einsatzzwecke getestet und zurückgeschicht, da er meine Erwartungen nicht erfüllt hat:
– als Garagentorsensor (über den Drehwinkel) ist er ungeeignet, da er das geschlossene Tor als geöffnet angezeigt hat.
– als Vibrationssensor ist er ungeeignet, da er auch auf höchster Empfindlichkeitsstufe viel zu unempfindlich ist.
Ich empfehle auch, den Sensor auf keinen Fall im Aqara-Shop zu bestellen, da diese hohe Hürden an den Widerruf knüpfen und (im Gegensatz zu z.B. Amazon) die Versandkosten nicht erstatten und auch kein Retourenetikett zur Verfügung stellen.
Danke für das Teilen deiner Erfahrungen. Wie ist die Implementierung in Apple Home? Ohne Aqara Konto und Cloud Zwang.
Danke für den Typ
„Der Objektüberwachungsmodus setzt die Anbindung über ZigBee und einen kompatiblen Aqara-Hub voraus“
Ich gehe eher davon aus, daß das auch mit einem herstellerunabhängigen ZigBee Hub (deCONZ, ZigBee2MQTT, ZHA) funktionieren dürfte.
Im Gegensatz zu anderen Aqara-Sensoren (Temperatur, Vibration, Fenster) ist die Batteriewechsel-Strategie hier ja mal völlig dämlich.
Was ist das Gegenteil von dämlich? Herrlich?
Wie gendert man das?
Das Teil macht einen guten Eindruck, wenn man nur die Überschrift und die ersten Absätze liest. Am Ende kamen dann die Gründe, die dagegen sprechen:
1) Aqara Hub wird benötigt
2) Bei Batteriewechsel muss Verklebung gelöst und erneuert werden
Denken die Produktentwickler nicht mal nach, was die so verzapfen? Fast jeder Anbieter von smarten Home-Geräten setzt auf eigene Hubs. Bei mir sind u.a. schon die Hubs von Tado, Meross und Ikea an der Fritzbox und mehr Ports stehen für den Anschluss weiterer Hubs nicht zur Verfügung (sofern ich nicht noch zusätzlich einen Switch verbaue).
Ohne Hub-Zwang hätte ich mich ja zu einem Spontankauf vom Sensor entschlossen, um zu testen, wie ich den für eine „Fenster-Auf-Erkennung“ und andere Zwecke einsetzten kann. Aber mit Hub: Nein.
Es wird sicher bald was Sinnvolles von Ikea oder Meross kommen.
Die Verwendung eines Batteriedeckels unter der Verklebung ist m.E. nicht durchdacht: Warum soll ich nicht den kompletten Deckel verkleben und am Fenster belassen, während ich die Batterie wechsele? So muss ich die Klebestreifen durchschneiden und die Klebereste vom Fenster abgnibbeln, wenn ich die Batterie wechsele. Da hätte man doch eine bessere Befestigung ersinnen können. Warum ist der Sensor nicht mittels USB aufladbar? Dann könnte das Laden am Montageort mit einer Powerbank erfolgen oder vom verklebten Deckel getrennt am USB-C-Kabel. Dann hätte auch ohne den Materialbedarf für eine wechselbare Batterie ein größerer Akku im Sensor Platz gefunden.