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Abgefahren mit der Vision Pro

Apple Vision Pro wird zur Sim-Racing-Brille

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Die Apple Vision Pro bekommt Zuwachs für eine kleine, aber sehr leidenschaftliche Zielgruppe. Mit iRacing Connect ist jetzt eine App verfügbar, die Apples Mixed-Reality-Headset mit der bekannten Rennsimulation iRacing verbindet. Die Anwendung war bereits im März angekündigt worden und steht nun im App Store bereit.

IRacing Screenshot

Wie die Entwickler anmerken, läuft iRacing nicht einfach als eigenständiges Vision-Pro-Spiel. Die eigentliche Simulation wird weiterhin auf einem PC berechnet. Die Vision Pro dient als hochauflösendes Display für das Cockpit und wird über die neue Connect-App eingebunden.

iRacing nutzt dafür foveated Streaming. Dabei wird der Bereich, auf den der Nutzer gerade blickt, besonders scharf dargestellt, während Randbereiche weniger aufwendig berechnet werden. Die Technik basiert auf der Blickerfassung der Vision Pro und soll helfen, anspruchsvolle PC-VR-Inhalte mit hoher Bildqualität drahtlos auf das Headset zu bringen.

Virtuelles Cockpit trifft echtes Lenkrad

Der eigentliche Reiz liegt in der Vermischung von echter Hardware und virtuellem Cockpit. iRacing beschreibt, dass das physische Lenkrad im Racing-Rig mit dem Lenkrad im Spiel abgeglichen wird. Nutzer sollen ihre echten Hände am Lenkrad sehen und trotzdem im digitalen Rennwagen sitzen.

Das ist gerade für Sim-Racer interessant, weil klassische VR-Brillen zwar ein starkes Raumgefühl bieten, die reale Umgebung aber vollständig ausblenden. Bei der Vision Pro bleibt der Bezug zum eigenen Rig erhalten. Pedale, Lenkrad und Handpositionen verschwinden nicht komplett hinter der virtuellen Darstellung.

Kein günstiger Einstieg ins Sim-Racing

Die neue App richtet sich an Enthusiasten. Neben einer Apple Vision Pro wird ein iRacing-Setup mit PC benötigt. Laut den Entwicklern setzt die technische Integration auf Nvidias CloudXR-Technik, die Berechnung und Grafikdarstellung auf einem PC mit RTX-Grafikkarte übernimmt und die Bilder per WLAN an die Vision Pro überträgt.

Damit ist iRacing Connect weniger ein Massenargument für Apples Headset als ein spannender Spezialfall. Für Nutzer, die bereits ein hochwertiges Racing-Rig besitzen, könnte die Vision Pro aber eine interessante Alternative zu klassischen VR-Headsets werden. Voraussetzung ist visionOS 26.4 oder neuer.

Vision Pro sucht weiter nach starken Nischen

Für Apple ist die Unterstützung trotzdem wichtig. Die Vision Pro braucht Anwendungen, die mehr bieten als große virtuelle Bildschirme und 3D-Filme. Sim-Racing ist dafür grundsätzlich gut geeignet: Sitzposition, feste Hardware und hoher Anspruch an Immersion passen besser zur Vision Pro als andere bewegungsintensive Spiele.

Ob iRacing Connect die Vision Pro für Sim-Racer tatsächlich attraktiv macht, hängt nun von Latenz, Stabilität und Bildqualität im Alltag ab. Auf dem Papier ist die Idee aber genau die Art von Spezialanwendung, die Apples Headset dringend gebrauchen kann.

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iRacing Connect
iRacing Connect
Entwickler: iRacing co Motorsport Simulati
Preis: Kostenlos
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13. Mai 2026 um 19:57 Uhr von Ben Fehler gefunden?


    25 Kommentare bisher. Dieser Unterhaltung fehlt Deine Stimme.
  • Die Kombination wäre sicher auch für EuroTruckSimulator interessant!

  • Sofern jemand in den Genuss gekommen ist, das auszuprobieren, gern mal ein kleines Feedback bzgl. Bildqualität und Latenz geben.

    Hab schon Steam VR via ALVR getestet und mit ein bisschen Feintuning läuft das recht vernünftig – könnte bzgl. der Latenz aber besser sein.

    Für solche Fälle wäre eine kabelgebundene Verbindung natürlich optimal aber das wollte Apple ja nun nicht – auch mein einziger Kritikpunkt an dem Teil.

    Da auch mal die Frage in die Runde: weiß jemand ob das mit dem „Dev Strap“ möglich wäre ? Also mittels dem Band eine kabelgebundene Verbindung zu z.B. SteamVR herstellen ? Um ja mir ist bewusst, dass das Band grundsätzlich nur für Entwickler bestimmt ist.

    • Mit beiden DevStraps, also Gen.1 und Gen.2, kannst du ein USB-C auf Ethernet Adapter anschließen und dein WiFi ausschalten. Niedriger bekommst du die Latenz nicht.

      Ich habe es mir persönlich zur Aufgabe gemacht das Teil unter die Leute zu bringen. Es gibt zwar schon genug Optionen, um eins zu beziehen, häufig aber nur stark überteuert. Ich habe Scalper schon immer gehasst, sei es bei Tickets, bei der PS5, GPUs, RAM, egal! Ich reiche die immer eins zu eins durch. Einzig der versicherte Versand kommt dazu. Hab die Teilchen schon quer durch Europa verschickt. Am meisten an Länder, in denen weder die Vision Pro noch Zubehör verfügbar sind. Unfassbar geile Leute :) neugierige, Zocker, Entwickler, Künstler, ja sogar Ärzte, die für ihre Anwendungsfälle wie Operationen oder Diagnosen auf Niedriglatenz-Input von diversen Quellen angewiesen sind.

      Derartige Interaktionen geben mir für einen kleinen Moment wieder das Vertrauen und den Glauben an die Menschheit zurück.
      Mit den meisten bin ich über ‚Spatial FaceTime‘ weiterhin in Kontakt geblieben. Zugegeben sporadisch aber doch regelmäßig. Total spannend zu erleben, was denen jetzt wieder mit der Technik eingefallen ist.

    • Drahtlos Verbindungen sollten – wenn gut umgesetzt – kein Hindernis sein. Auf der Meta Quest läuft es mit Virtual Desktop wirklich perfekt! Man muss nur eine direkte LAN Verbindung vom PC zum Router haben und im selben Raum wie der Router sein. Einige besorgen sich dafür auch einen dedizierten Router, nur für diesen Zweck. Steam Link und Air Link (Meta Lösung) laufen auch sehr gut.

  • Könnte ein PC-Enthusiast freundlicherweise mal eine minimale (i.e. preisgünstige) und eine (in Bezug auf Preis und Leistung) optimale PC-Konfiguration, ausschliesslich für diese Anwendung, empfehlen?
    Besaß in meinem Leben noch nie einen PC (nach Commodore C128 kamen nur noch Macs…).

  • Keine Ahnung, was die AVP so kann, aber mit der Meta Quest 3 bekomme ich selbst mit RTX 5090 und gutem Netzwerk kein wirklich zufriedenstellendes Erlebnis in meinem SimRig hin. Funktioniert zwar, aber nur mit Kompromissen. Entweder höhere Latenz, was bei VR denkbar ungünstig ist, oder ein eher matschiges Bild durch starke Kompression. Kann mir schwer vorstellen, dass das auf der Apple-Brille plötzlich deutlich besser läuft. Am Ende spielen da vermutlich ähnliche Codecs und Streaming-Limits eine Rolle. Bei Wireless PCVR bin ich raus.

  • Das könnte ich mir auch super bei meinem Angelsimulator vorstellen

  • Wenn der Preis stimmen würde … aber wird ja eh eigestellt das Ding so wie ich gelesen habe.

  • Ok schon ein wenig skurril, dass man die Apple Vision Pro damit sinnvoller in einer Windows Umgebung nutzen kann, als am Mac selbst. Mir war gar nicht klar, dass das überhaupt funktioniert ich dachte immer die Apple Brille liesse sich nur im Apple Kosmos nutzen.

    • Ja, manchmal lohnt es, sich über den Tellerrand hinaus zu schauen. Aber wieso soll das sinnvoller sein, als sie mit einem Mac zu benutzen? Du kannst die Apple Vision Pro mit deinem Mac benutzen und das funktioniert sehr gut. Ich spiele zwar nur Factorio Space Age damit aber das läuft ziemlich gut und vor allem mit sehr niedriger Latenz

  • Der einzige Grund, warum ich meine PSVR2 nicht als Fehlkauf einschätze, sind die regelmäßgen Rennen, die ich mir damit und mit einem ordentlichen Lenkrad und Sitz in GT7 gebe. Komplett anderes Level, aber vorsicht: Danach machts am TV einfach keinen Spaß mehr. Insofern kann ich jeden Vision Pro Eigentümer nur animieren, das hier mal zu probieren.

    • Hab es mit der Sony PSVR2 3x mit GT7 versucht. 3x nach 2-3 Minuten kotzübel und mehrere Stunden Erholzeit. Bin sonst in VR nicht so empfindlich. Scheue aber die Ausgabe für einen PC. Vision Pro mit Developer-Strip und Sim-Racing Rigg wäre vorhanden.

      • Ich hatte mit GT7 gar keine Probleme. Schade für dich, aber da ist jeder etwas anders veranlagt.

  • Die PSVR2 führt bei mir immer wieder zu Motion-Sickness. Ist dies bei der AVP besser bzw. weniger ausgeprägt? Hat jemand damit Erfahrung?

  • Redet mit. Seid nett zueinander!

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