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Apple setzt auf teure Komponenten

Apple Vision Pro: Fast die Hälfte des Preises sind Materialkosten

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Die Apple Vision Pro wird in den USA zu Preisen ab 3.499 Dollar angeboten. Knapp die Hälfte davon sind Materialkosten – dies behaupten zumindest die Marktforscher des US-Unternehmens Omdia.

Einem Bericht von CNBC zufolge wird hier die Summe von 1.542 Dollar genannt. Diese Ziffer beinhaltet selbstredend keinerlei Forschungs- und Entwicklungskosten für die Apple-Brille, aber auch Werbeaktionen und selbst die Verpackung sind hier ausgenommen und müssen zusätzlich gerechnet werden. Vermutlich hat aber auch niemand erwartet, dass sich Apple bei der ersten Generation der Vision Pro extreme Gewinnmargen gönnt.

Ein Display für jedes Auge

Weiter ins Detail gehend, beziffert der Bericht die in der Brille verbauten 1,25 Zoll großen Displays von Sony als teuerste Komponenten. Und dann benötigt Apple auch noch zwei dieser pro Stück mit einem Preis von 228 Dollar angegebenen Komponenten, ein Bildschirm für jedes Auge.

Apple Vision Pro Displays

Der hohe Preis für diese Komponenten ist für die Käufer der Brille ein saurer Apfel. Andererseits stellt sich Apple damit qualitativ deutlich höher als der Rest der in diesem Produktbereich sonst angebotenen Geräte. Die extreme Pixeldichte sorgt trotz des geringen Abstands der Mini-Bildschirme zum Auge für ein homogenes visuelles Erlebnis. Wir reden hier von 3.386 Pixeln pro Inch, dagegen wirken die 460 Pixel pro Inch beim Bildschirm des iPhone 15 beinahe ärmlich.

Notebook-Prozessor an Bord

Als kostenintensiv zeigen sich darüber hinaus auch die in der Vision Pro verbauten Prozessoren. Apple bestückt die Brille mit dem beispielsweise auch aus dem MacBook Air bekannten M2-Prozessor und zusätzlich dem neuen R1-Prozessor, der speziell für die Verarbeitung der Video- und Sensordaten der Kamera konzipiert wurde.

Apple Vision Pro Prozessoren

Es steht außer Frage, dass Apple bei der Vision Pro die technischen Möglichkeiten in diesem Segment bestmöglich ausreizt. Allerdings muss der auch der Endkunde mit den daraus resultierenden Kosten klarkommen. Bislang finden hier die deutlich günstiger angebotenen Kompromissprodukte anderer Hersteller deutlich mehr Zulauf.

27. Feb 2024 um 11:45 Uhr von Chris Fehler gefunden?


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  • Ich finde den Preis immer noch viel zu heftig, auch wenn es eine wirklich beeindruckende Hardware ist. In Deutschland wird locker die 4000€ gesprengt. Apple muss irgendwann etwas für die normal sterblichen bauen. Ich sehe diese Brille eher als Entwicklerbrille, als DefKit. Derzeit ist es auch wohl eher ein Heimkino für Singles. Anscheinend fehlt es wirklich an guter Software. Mal schauen wo sich die Brille hin entwickelt. Es braucht wohl mindestens noch 1-2 Generationen.

    Antworten moderated
  • Die Produktkategorie lässt mich absolut kalt. Wenn die hier für 1.999 verkauft wird, bei mir besteht absolut kein Interesse an den Brillen.

    Mir ist klar das die Firmen das gerne anders sehen.

    • Du glaubst also, dass „die Firmen“ interessiert, wie HansiSchwansi das sieht?

      • Nein natürlich nicht! Es war darauf bezogen das sie diese Produktkategorie als heißen Scheiß sehen. Die ganzen Medien die das als das nächste große Ding hinstellen. Wie ich schon mal schrieb: das ganze erinnert mich an den 3D Drucker Hype.

        Diese Brillen werden Nische bleiben auch wenn einige es nicht wahrhaben wollen.

      • Sehe ich auch so. Dann wiederum denk ich an die Tage, als ich stolz mein iPhone 3G präsentierte und viele mir sagten sie brauchen ein Handy eh nur für zum telefonieren und SMS schreiben.

      • Wie, Du hast keinen 3D Drucker?

      • Lächerlich, das glaube ich ihm nicht.

  • Ich hoffe einfach mal, das die Vision Pro die Konkurrenz dazu antreibt ähnlich gut aufgelöste Displays zu verbauen. Die Quest Pro 2 muss ja eigentlich mit identischer Auflösung kommen.

  • 3386 dpi ist schon eine Ansage! Würde gern wissen, wie es genau zu diesem Wert kam …

    • Was für’n Listenpreis? Das ist der extrapolierte Abnahmepreis, den Apple voraussichtlich zahlen muss. Ne offizielle Preisliste für Erstausrüster gibt’s für die Panel nicht. Du glaubst jawohl nicht, dass Sony bereits die Kapazitäten hätte die Panel auf Halde zu produzieren und dem breiten Markt anzubieten. Als x-beliebiger OEM bekommst du die Dinger zurzeit schlichtweg nicht.

  • Ein Bildschirm für jedes Auge – amazing… ;)

    Meine HP Reverb G2 braucht da nur eins, nein… warte… auch zwei!
    Aber ich kann mir 5 dafür leisten *g*
    Ok, Äpfel und Sauce vergleichen geht nicht.

  • Hat ja auch eine viel geringere Auflage wie z.B. ein iPhone oder ein Mac.

    Sollte das Teil einmal die Verkaufszahlen wie andere Apple Produkte haben, wird sich das Verhältnis ändern.

    Für mich persönlich besteht im Moment kein Grund dieses Teil zu kaufen, mit den Möglichkeiten die es zur Zeit bietet.

    Könnte aber sein das sich dies in ein paar Jahren ändert und jeder z.B. mit so einen Teil seine Büro Aufgabe erledigt.

    Schaut bestimmt geil aus, wenn jeder in einen Großraumbüro mit so einer Taucherbrille sitzt ;-)

    Obwohl die Callcenter Mitarbeiter haben sich ja auch an die Headsets gewöhnt :-)

  • Hey, ich gehöre auch zu denen, die sehr viel Potential in der Apple Vision Pro sehen. Spiele und reine VR reizen mich gar nicht. Aber die Option, dass mein jeweiliger Aufenthaltsort zukünftig mein Desktop (mit x perfekt platzierten Fenstern) sein kann, und ein ungestörtes Arbeiten mit vertraulichen Infos ermöglicht, ist mir schon heute das Geld wert… einfach, weil es mir das Leben extrem erleichtern wird.
    Zusätzlich noch die Entertainment-Feature und die perfekte Hands-Free-Unterstützung im DIY-Bereich … bin wirklich hyped!

    Wird es den Mac ersetzen? Bestimmt nicht … Muss es aber auch nicht. Es reicht, wenn es für bestimmte Szenarien einen echten Mehrwert bietet… hierfür sind jedoch die momentan so teure Hardware-Komponenten erforderlich,

  • Redet mit. Seid nett zueinander!

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