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Unregelmäßige Tage als Warnsignal

Apple-Studie: Krebsrisiko und Zyklusabweichungen

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17 Kommentare 17

Im Vorfeld des Internationalen Frauentags am 8. März berichtet Apple heute über erste signifikante Erkenntnisse einer Studie zur Menstruationsgesundheit, die der Konzern mit Forschenden in den Vereinigten Staaten realisiert hat.

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Durchgeführt unter mehr als 50.000 Teilnehmerinnen, die die Zyklus-Tracking-Funktionen von Apples Health-Applikation einsetzen, hat die Studie dabei Zusammenhänge zwischen aufgetretenen Zyklusabweichungen und einem erhöhten Gebärmutterkrebs-Risiko konkretisiert.

Wie Apple mitteilt, seien Forschende der Harvard T.H. Chan School of Public Health und dem National Institute of Environmental Health Sciences (NIEHS) zu dem Schluss gekommen, dass Zusammenhänge zwischen „anhaltend abnormalen Perioden“ und dem zunehmenden Risiko für Krebserkrankungen bestehen, die von den Studienmachern folgendermaßen zusammengefasst werden:

  • 12 Prozent der Teilnehmer:innen haben berichtet mit PCOS diagnostiziert worden zu sein. Teilnehmer:innen mit PCOS hatten ein mehr als viermal höheres Risiko für Endometriumhyperplasie (Vorstufe von Gebärmutterkrebs) und ein mehr als 2,5-mal höheres Risiko für Gebärmutterkrebs.
  • 5,7 Prozent der Teilnehmer:innen haben angegeben, dass ihre Zyklen nach ihrer ersten Periode fünf oder mehr Jahre gebraucht haben, um eine Regelmäßigkeit zu erreichen. Die Teilnehmer:innen dieser Gruppe hatten ein mehr als doppelt so hohes Risiko für Endometriumhyperplasie und ein mehr als 3,5-faches Risiko für Gebärmutterkrebs im Vergleich zu denjenigen, die angegeben haben, dass ihre Zyklen weniger als ein Jahr benötigt haben, um eine Regelmäßigkeit zu erreichen.

Unregelmäßige Tage als Warnsignal

Eine der Erkenntnisse der Studie, die nach weiteren Analysen der noch als vorläufig bewerteten Daten auch zu wissenschaftlichen Veröffentlichung in einschlägigen Fachmagazin führen dürfte: Wer über einen Zeitraum von mehreren Monaten mit Unregelmäßigkeiten bei seiner Menstruation zu tun hat, sollte auf jeden Fall ärztlichen Rat einholen und in den direkten Dialog mit Hausarzt oder Gynäkologie-Praxis treten.

Apple hat ein eigenes Team, das sich mit Erkenntnissen der Frauengesundheit auseinandersetzt. Zuletzt hatte dieses nach der Auswertung von über 125.000 Menstruationszyklen festgestellt, dass diese sich unmittelbar nach einer COVID-19-Impfung verlängern, dann aber wieder zum gewohnten Rhythmus zurückkehren.

Zudem hatte man festgestellt wie weit verbreitet Menstruationsbeschwerden wie Unterleibskrämpfe, Blähungen und Müdigkeit (treten bei 60% auf) Akne und Kopfschmerzen (bei > 50%) sowie Durchfall und Schlafstörungen (bei 37%) sind.

02. Mrz 2023 um 15:39 Uhr von Nicolas Fehler gefunden?


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    17 Kommentare bisher. Dieser Unterhaltung fehlt Deine Stimme.
  • Ist schon interessant was durch das „Körpertracking“ für einzelne dann mit der Sammlung der Daten plötzlich möglich ist. Versucht mal auf „normalem“ Weg 50.000 Studienteilnehmer zu bekommen. – Das meine ich ausschließlich positiv.

    Anmerkung zum Text, auch wenn es ein Zitat ist: Gendern ist an dieser Stelle falsch. Es gibt nur weibliche Teilnehmer, also heißt es immer Teilnehmerinnen (nicht Teilnehmer:innen).
    Oder es gibt eine Möglichkeit, die ich bisher nicht kannte. – Auch das meine ich konstruktiv und ohne irgendeinen wie auch immer gepolten Eifer dahinter.

    • Ja wirklich eindrucksvoll. 

      Zum Gendern: Exakt dieser Block ist ein Zitat und daher unverändert abgedruck. Die Apple-Meldung bietet hier auch den entsprechenden Kontext, richtet sich die Studie laut Apple doch an „alle Personen in den USA, die jemals menstruiert haben“. Von daher stimmt dann wieder alles.

      • „Die jemals menstruiert haben“ interessant ;)
        Danke für den Kommentar dazu.

      • Auch wenn’s die thailandbesucher hier verwundern mag: es geht auch in die andere Richtung, von Frau zum Mann :D

    • Schön, dass es dann doch noch konstruktive und sauber formulierte Kommentare gibt, die frei von „Gepolter“ und Satz-/Rechtschreibfehlern sind. Und auch das meine ich völlig frei von Ironie! Leider wird das immer weniger. Sowohl der vernünftige Ausdruck, als auch die korrekte Orthographie.

      • @DerGraf: 1+. Leider ist das hier sehr häufig (bzw. zu häufig) der Fall: niveaulose und auch verletzende Kommentare. Man kann natürlich anderer Meinung sein, aber deswegen die andere(n) Person(en) zu beleidigen oder negativ zu beurteilen geht gar nicht. Ich hätte nichts dagegen, wenn die Red da mehr durchgreifen würde und einfach solche Kommentare löscht.

      • Lieber den YouTube weg wo der channel owner herzen an guten Kommentaren geben kann, und jene dann oben kommen
        Dinge löschen sollte man nur bei illegalen Kommentaren (also illegal nach ifun TOS)

      • Ich pflichte dir insgesamt bei, aber frei von Fehlern ist der Kommentar nicht. ;)

  •  ut paucis dicam

    ich dachte der Menstruationskalender „wird nur auf dem eigenen Gerät gespeichert „? – Haben die Teilnehmerinnen der Weitergabe zugestimmt?

  • Teilnehmer:innen Apple hat das leider auch in seinen Betriebssystemen eingebaut.

    Korrekt müsste es trotzdem lauten:
    der Teilnehmer oder die Teilnehmer.
    es ist einfach die Mehrzahl. Egal welches Geschlecht. War immer so. Es ist halt ein Kult. Wenn man sonst keine Probleme hat.

  • Meine Freundin nutzt auch dieses Zyklus-Tracking und hat vor kurzem erst eine Warnung bekommen, dass Unregelmäßigkeiten erkannt wurden. Direkt mit PDF und allen relevanten Daten, die sie an ihre Ärztin weiterreichen soll.
    Eine allgemeine Seite und dann bisschen overkill, 27 weitere für jeden Monat einzeln.

  • Redet mit. Seid nett zueinander!

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