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Komplett neue Display-Engine

Apple stellt neuen M4-Chip vor: Energiehunger halbiert

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67 Kommentare 67

Im Rahmen der gestrigen iPad-Vorstellung hat Apple nicht nur zwei neue iPad Air und zwei neue iPad Pro präsentiert, sondern auch den Apple M4 debütieren lassen. Ein neuer Chip, der bald auch in den MacBooks des Unternehmens zum Einsatz kommen wird.

Apple M4 Prozessor

Energiehunger halbiert

Der wichtigste Satz zu Apples erster Auskopplung aus der neuen M4 Prozessor-Familie besteht aus nur 15 Wörtern und liest sich wie folgt: „Der M4 kann mit nur der Hälfte der Energie dieselbe Leistung bringen wie der M2.“

Zwar dürfte dies nicht unbedingt mit einer Verdopplung der Akkulaufzeit gleichzusetzen sein, dennoch ist es beeindruckend, welche Fortschritte Apple hier innerhalb von nur zwei Jahren verzeichnen kann. Zur Erinnerung: der Apple M2 wurde erst im Juni 2022 vorgestellt.

Der M4 enthält zudem eine neue Display-Engine, die zur Unterstützung des Ultra Retina XDR Displays im iPad Pro beiträgt. Die neue CPU des M4 verfügt über bis zu zehn Kerne, während die Grafikarchitektur auf einer 10-Core GPU basiert. Erstmalig bietet der M4 auf dem iPad Features wie hardwarebeschleunigtes Raytracing und Mesh-Shading am, was für realistischere Grafiken bei anspruchsvollen Anwendungen sorgen soll.

Zu den wesentlichen Eigenschaften des neuen M4-Chips zählen die folgenden Leistungsdaten:

  • CPU: 10 Kerne, davon bis zu vier Performance-Kerne und sechs Effizienz-Kerne.
  • GPU: 10-Core GPU basiert auf den Fortschritten der M3-Chipfamilie.
  • Display-Engine: Unterstützt das Ultra Retina XDR Display für verbesserte Farbgenauigkeit und Helligkeit.
  • Neural Engine: Kann bis zu 38 Billionen Rechenoperationen pro Sekunde ausführen, was das iPad Pro besonders leistungsfähig für KI-Anwendungen machen soll.
  • Media Engine: Unterstützt gängige Videocodecs (H.264, HEVC und ProRes) und bietet erstmals Hardwarebeschleunigung für den AV1-Codec.
  • Energieeffizienz: Liefert die gleiche Leistung wie der M2-Chip – bei halbem Energieverbrauch.

Apple M4 Features

08. Mai 2024 um 07:26 Uhr von Nicolas Fehler gefunden?


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  • wobei das auch etwas augenwischerei ist .. einige 10 Core usw sind erst ab der 1TB Version verfügbar:

    Modelle mit 256 GB oder 512 GB Speicherplatz:
    9‑Core CPU mit 3 Performance-Kernen und 6 Effizienz-Kernen
    10‑Core GPU
    Hardware beschleunigtes Raytracing
    16‑Core Neural Engine
    120 GB/s Speicherbandbreite
    8 GB RAM

    Modelle mit 1 TB oder 2 TB Speicherplatz:
    10‑Core CPU mit 4 Performance-Kernen und 6 Effizienz-Kernen
    10‑Core GPU
    Hardware beschleunigtes Raytracing
    16‑Core Neural Engine
    120 GB/s Speicherbandbreite
    16 GB RAM

    • Keine „Augenwischerei“. Es geht in dem Artikel um den M4-Prozessor (mit „bis zu“ -Angaben) und nicht um die spezielle Ausstattung einzelner iPad-Modelle.

      Antworten moderated
      • Ach, „bis zu“ kennen die Deutschen noch von der Telekom.

      • Was denkst du wieviele Menschen die Specs beim Bestellen auf der Apple Seite genau lesen? Die meisten denken doch mega.. 10 cores usw .. bestellen und bemerken dann ggf erst durch Zufall das sie ja doch nur 9 cores haben.

        habe gerade mal auf der Apple Seite und in der Ipad App auf Bestellen geklickt (Standardmodell mit 256 GB) und man bekommt nirgends angezeigt wieviele Cores usw man tatsächlich hat.

      • Ab so wenig preis mit bis zu so viel Leistung, wow, lol

      • Den meisten Menschen ist es shitegal, wieviele Kerne da drin sind…

      • Genau…lieber ohne Kerne, wie bei Weintrauben!

  • Ordentliche Leistung, wenn sich das in der Praxis erst zeigen muss. Interessanter wäre allerdings der Vergleich zum M3, da man da die gleiche 3nm Basis hätte.

  • Das ist der Part jeder Keynote der mich einfach nur noch langweilt. Fast noch langweiliger wie bei jeder Keynote die absurde Display-Bezeichnung erklärt wird. „Ultra Retina XDR“, ich meine, ja wir kennen Retina, und wir kennen auch XDR. Apple: Hm, wie kann man das noch ins ad absurdum steigern??? Oh wait: „Ultra“! Da hat jeder Praktikant bessere Ideen. Nächstes Jahr kommt dann „Hyper“, safe!

  • John Applespeed

    Und der M2 brauchte schon kaum Energie.
    Gerüchten zufolge wird Apple jetzt beim M4 MacBook gar kein Kabel mehr mitliefern, weil man einfach keines mehr braucht.

    • Macht nichts. WLAN 7 ist quasi nicht verbreitet. Die paar Router auf dem Markt rechtfertigen das nicht. Laut Gerüchteküche war das auch lange klar. Erstes Gerät mit WLAN 7 wird das iPhone 16 sein. Bis AVM das in jeder Fritze hat, dauert das auch noch ein paar Jahre. Hat alles Zeit.

      • Warum sollte das komplette Line-up von AVM der Maßstab sein – Leute die auf dem Spec Sheet des M4 bewusst nach Wi-Fi 7 suchen, die wissen auch, dass sie heuer nur die FRITZ!Box 6670 Cable mit Wi-Fi 7 bekommen oder im Sommer mit der FRITZ!Box 5690 Pro einsteigen können. Ist aber ohnehin der falsche Maßstab. Relevanter ist, was die Konkurrenz mitbringt – der Snapdragon 8 Gen 3 (Ende 2023) bringt Wi-Fi 7 mit. iPads/Macs sind ja kein kurzlebiges Wegwerfprodukt mit durchschnittlich einem Jahr Nutzungsdauer.

      • Mein letztes iPad Pro habe ich 2018 gekauft. Ich möchte auch das jetzige iPad Pro mindestens fünf Jahre nutzen und würde mir daher schon wünschen, dass vorhandene, innovative Technologien verwendet werden, die vielleicht erst in 2-3 Jahren „Mainstream“ sind.

      • Meins ist noch ein 2nd Gen Pro und ich bin immer wieder am überlegen, ob ich es wirklich austauschen sollte.
        Eigentlich tut es noch wunderbar da der Hauptzweck sowieso nur Videoschauen ist.
        Aber die eine oder andere App verlangt halt jetzt schon nach einem M-Serie Prozessor. Da wäre es schon was Feines.

      • Ja aber so hätte man dann schon ein kompatibles Gerät wenn man sich in ein paar Jahren den entsprechenden Router zulegt. Und AVM ist wohl kaum der Maßstab aller Dinge.

        Außerdem kann man Wifi auch mit Geräten untereinander nutzen, Hotspot oder Airdrop etc. wenn da beide Geräte Wifi 7 können dann könnte das ein Vorteil sein, auch ganz ohne entsprechenden Router.

      • Ich muss Jan da schon zustimmen. Apple wird es sicher erst in 2 Jahren in immer mehr Geräte bringen. Nächstes Jahr kommt eh kein iPad. Und AVM ist in DE sehr wohl der Maßstab aller Dinge, was die Router angeht. Kann man gut finden oder nicht aber dass es so ist, sieht man, sucht man nach WLANs. So Alltagsfremd könnt ihr alle nicht sein. Gerade Apple lässt sich bei neuen WLAN-Standards immer laaange Zeit. Man darf nicht vergessen, dass sowohl AVM als auch Apple Produkte für Privatanwender verkauft (auch wenn mal wo Pro drauf steht).Fand dieses Detail im Event gestern auch sehr gut gesetzt, dass das iPad Pro nicht nur für Pros sondern für jeden gedacht ist. Herrlich! WLAN 6 ist aktuell der Standard und immer mehr kommt 6E zum Einsatz. WLAN 7 ist aktuell quasi nur bei den Technikern in Einsatz. In 5 Jahren schaut das schon wieder anders aus aber da wird man sicher bereits langsam in die Planung zum nächsten iPad-Kauf kommen.

    • Bringt in der Realität sowieso genau Nix. Kürzere Reichweite und wlan 6 ist schon schneller als es einem die Internetleitung bringt

      • Wieso sollte die Reichweite so viel kürzer sein? An den Frequenzen ändert sich doch nicht großartig etwas. Abgesehen davon kann Wifi auch sehr praktisch auf kurze Strecken sein. Die Internetleitung ist auch irrelevant, wenn ich Dateien zwischen verschiedenen Geräten im lokalen Netzwerk verschiebe. Mal ganz davon abgesehen, dass selbst in DE so langsam Glasfaser kommt und 1Gbit/s WAN jetzt auch keine große Seltenheit mehr ist.

  • Abwarten was die Praxis zeigt. Dass er halbe Energie für M2 Leistung benötigt kann ich glauben. Ob das aber nur ein rechnerisches Beispiel ist oder der Chip das auch tut? Ansonsten kann es auch sein, dass er mehr Energie benötigt weil er eben schneller ist und mehr tut als der M2 … nur eben nicht so viel mehr wie es die Leistung vermuten lassen würde.

    Also mal schauen, ob der in der Praxis bei normaler Nutzung weniger oder mehr verbraucht

  • Hab ich jetzt nen Denkfehler? Wenn der M4 bei voller Leistung Beispielsweise 10 Watt braucht und bei halber Leistung (die dann der Performence des M2 entspricht) 5 Watt braucht, dann ist er doch im Alltagsgebrauch auch nicht sparsamer als ein M2.

    Antworten moderated
    • Nein, er braucht für die selbe Leistung, die ein M2 bietet nur halb so viel. Sprich dort wo der M2 10W braucht um die gewünschte Leistung zu erzielen, braucht der M4 nun nur noch 5W um die selbe Leistung zu bringen.

    • Doch, weil der M2 ja bei voller Leistung die 10W genommen hätte. Entweder rechnet der M4 gleich lange wie der M2 aber für nur 5 anstelle 10W, oder er rechnet mit 10W aber dann (vereinfacht gesagt) schneller, also kürzer. Was dann wieder spart.

  • Nach zwei Jahren die halbe Energie – ist das nicht exakt Moore’s Law und damit völlig normal?

  • Gernhardt Reinholzen

    Na ja, die eigentliche Ehre gebührt ASML und TSMC die den 3nm Prozess überhaupt erst möglich machen. Und Apple, die bereit sind, dafür als erste sehr viel Geld auf den Tisch zu legen (was natürlich die Kundschaft auch gerne bezahlt)
    Will nur sagen, dass Apple hier auch nur mit Wasser kocht und der „Fortschritt“ vor der Konkurrenz eben teuer erkauft ist. Ohne die Forschung und Entwicklung bei ASML und TSMC gäbe es diese Effizienzsteigerungen alle paar Jahre jedenfalls nicht.

    • Würde ich nur zur Hälfte mitgehen,
      Apple entwickelt schon ihren eigenen Chip. Also auch die Energie Effizienz, Chip Design, die generelle Struktur. Aber du hast recht die „Plattform“ die sie sich einkaufen.

      • Gernhardt Reinholzen

        Klar, ist ja auch richtig, Apple entwicklelt das Chipdesign, was ja auch maßgeblich für einen Chip ist. Aber ich wollte nur sagen, dass diese Effizienzsteigerung von der man hier spricht nicht übers Chipdesign möglich ist, sondern nahezu vollständig durch den Fertigungsprozess erzielt wird.

        Dass Apple der Konkurrenz voraus ist liegt zum wahrscheinlich geringsten Teil an deren Chipdesign. Der Effizienzvorsprung kommt im allgemeinen bei Apple zum einen über das modernste Fertigungsverfahren, was eben anfangs sehr teuer ist und es kommt über die Chipfläche. Apple spendiert den Chips meistens mehr Chipfläche, was natürlich der Kostentreiber schlechthin ist. Mehr Chipfläche = mehr Recheneinheiten = mehr Performance. Der Vorteil dabei ist, dass Apple den Chip im Gegenzug niedriger takten kann und ihn so extrem energieeffizient bekommt.

        Kosteneffizienter wäre es weniger Chipfläche zu nutzen und dafür höhere Taktraten zu nutzen, aber das würde der Energieeffizienz schaden (mehr Abwärme, mehr Stromverbrauch) Über die Chipfläche zu gehen ist Energieefizienter aber Kostenineffizient.

        Apple gönnt sich hier eben auf zwei Ebenen einen Luxus den sich die Konkurrenz in der Sparte nicht leisten kann oder will (Fertigungsverfahren + Chipfläche) . Letztendlich macht aber genau das den vergleichsweise großen Vorsprung von Apple aus (und die Preise die man dafür zahlen soll – knapp 2K für den M4 im Vollausbau)

        Apple bietet den Kunden halt wirklich die Spitze des möglichen und lässt sich das auch vergolden.

    • Zeiss gebührt die Ehre, da sie die Hardware erzeugen, mit denen TSMC & Co in 3nm fertigen können.

      • Zeiss macht nur die Linsen. Der Rest kommt von ASML in den Niederlanden, die die Maschinen drum herum bauen.

      • Naja, es ist wohl das Zusammenspiel aller beteiligten Partner, die am Ende das beeindruckende Ergebnis liefern. Von Zulieferern wie Zeiss für die Linsen, ASML für generell die Entwicklung und Bau der Belichtungstechnik, TSMC für die Ingenieursleistung bei der Ausführung der Belichtung und irgendwo auch Apple fürs Chipdesign. Dürfen sich ausnahmsweise mal alle zusammen und gegenseitig auf die Schultern klopfen. (Dass es nicht genügt einfach nur eine EUV-Litho Belichtungsanlage von ASML zu kaufen und dann automatisch die „besten“/effizientesten Chips auf dem Markt auf den Wafern herauspurzeln, hat Intel ja bereits bewiesen.)

  • Fassen wir zusammen: Der Akku ist beim Elfer pro größer geworden. Der Chip braucht weniger Energie, und auch das OLED Display ist sparsamer geworden. Ergebnis: Laufzeit leicht geblieben. Hä?

  • Oh Leute,
    echt…? wenn Apple euch als Berater hätte gäbe noch Rechner im Format eines Kleiderschranks mit der Rechenleistung eines Taschenrechners aus den 70ern.

    Antworten moderated
  • Es wird Zeit, dass man CPUs und GPUs nicht mehr nur nach brachialer Leistung vergleicht (dann gewinnt jeder LKW vor einem PKW) sondern nach Rechenoperationen pro Wh zum Vergleich. Wenn ich manche Geräte so sehe die mit 10facher Leistung daher kommen aber die Leistunsgaufnahme einer Cray-3 haben, dann ist das nicht vergleichbar und mich wundert es nicht, dass Smartphones Akkus in der Größe einer Powerbank mit sich herumschleppen müssen um eine vernünftige Laufzeit zu bekommen.

    „Ja mein alter Pontiac Firebird hatte 170PS und 30 Liter/10km … aber dafür hatte er einen 120 Liter Tank“ :-)

    Wenn jemand den Stromverbrauch halbiert und die Leistung beibehält, dann ist das schon eine ordentliche Leistung.

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