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Abschied von Intel

Apple soll von 2020 an eigene Prozessoren im Mac verbauen

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Apple plant angeblich, seine Rechner von 2020 an mit eigenen Prozessoren auszustatten. Das Wirtschaftsmagazin Bloomberg nennt diesen Zeitplan unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Quellen.

Gerüchte dahingehend, dass Apple nachdem bereits iOS-Gräte mit eigenen Prozessoren ausgestattet werden, diese künftig auch in seinen Desktop-Rechnern verwenden will, machen schon geraume Zeit die Runde. Somit kommt die Nachricht an sich kaum überraschend, der interessante Punkt ist die laut Bloomberg durchaus zeitnahe Planung.

Apple A10 Prozessor

Apple besitzt für seine in iPhone und iPad verbauten Prozessoren keine eigenen Fertigungsstätten, sondern zeichnet lediglich für die Konzeption verantwortlichen und lässt diese vom taiwanischen Auftragshersteller TSMC produzieren. Ähnlich dürfte es auch mit Apple-eignen Mac-Prozessoren laufen.

Den Erwartungen zufolge sollen diese dann ebenfalls auf der einst für Mobilgeräte geschaffenen ARM-Plattform basieren. Bislang galten ARM-Prozessoren noch als nicht leistungsfähig genug für diesen Zweck, ein Wandel diesbezüglich hat sich allerdings abgezeichnet.

Apple könnte durch den Einsatz eigener Prozessoren im Mac nicht nur Lizenzkosten sparen, sondern vor allem auch wesentlich konkreter planen. Das Unternehmen hätte umfassend Kontrolle darüber, wann ein neuer Prozessor bereit steht und müsste nicht wie bisher oft darauf warten, dass Intel die nächste Generation lieferfertig hat.

Im Mac werden seit 2006 Intel-Prozessoren verbaut. Zuvor hat das Unternehmen Chips aus der Fertigung von IBM und davor Motorola verbaut. Die aktuellen Gerüchte quittierte die Intel-Aktie mit einem heftigen Knick nach unten, das Unternehmen ist weltweit führend im Bereich der Fertigung von Desktop-Prozessoren, ein Wechsel Apples auf eigene Technologien dürfte sich allerdings in den Auftragsbüchern von Intel deutlich niederschlagen.

Apples Projekt Marzipan

Die Spekulationen um einen Wechsel zu Apple-Prozessoren auf dem Mac sind auch mit Blick auf die Gerüchte um Apples Projekt „Marzipan“ interessant. Langfristiges Ziel scheint hier eine weitgehende Zusammenführung der Plattformen Mac und iOS und damit verbunden die Möglichkeit für Entwickler, plattformübergreifende Universal-Apps anzubieten.

Dienstag, 03. Apr 2018, 7:29 Uhr — Chris
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  • Das kann ich mir für ein MacBook vorstellen, aber ein iMac Pro dürfte erheblich mehr Leistung besitzen als jeder ARM.

    • Im Supercomputer Cray stecken auch ARM Chips, also kann ich mir das gut vorstellen. Das Power Budget ist ja viel höher als in einem iPhone/iPad. Dann kann der Prozessor auch deutlich höher getaktet werden.

    • aber ein iMac Pro hat auch heute schon viel geringere Stückzahlen. Da werden die Rabatte für die Prozessoren eh nicht so riesig ausfallen. Und wenn man sich mal anschaut, wie hoch die Software bei iOS aus die Hardware optimiert ist, dann ist da bestimmt deutlich mehr Leistung aus solchen Desktop-Systemen zu holen, als wir uns das ausmalen können.

    • Leistung lässt sich über verschiedene Wege erreichen. Wenn die Software entsprechend ausgelegt ist, kann ich mir schon vorstellen das eine große Anzahl von ARM-Kernen ausreicht. Sagen wir mal zB 64 CPUs aus dem aktuellen iPad Pro.
      Dann noch eine starke Grafikkarte sodass diese auch noch Aufgaben übernehmen kann (zB via CUDA)…
      Meine GTX 1070 ist bei Videokonvertierungen zB deutlich schneller als mein i7 (4 Cores + HT).

  • Super Rückschritt ins Jahr 2000… und das alles nur um die Hackintosh Kultur abzutöten. Apple ist dem Untergang geweiht. Als wenn irgendwer es wollen würde das iOS und OS X näher zusammen rücken. Lächerlich!

    • Ich würde sagen das beflügelt die Hackintosh Kultur, da ARM Prozessoren viel billiger sind als x86 Prozessoren.

    • na, mal wieder einmal geht apple unter…

      mittlerweile dürfte apple deutlich öfter wieder auferstanden sein als du :-D

    • Prima wenn du so denkst. Dann sehen wir dich hier ja nicht mehr. Mach’s gut!

    • Ich sehe deinen Post als lächerlich. Ich fand die Macs mit alten Prozessoren besser als die Intels. Und ich glaube auch, dass es für Performance besser ist, wenn der Prozessor aus dem Hause  kommt.

      Die intels laufen auch gut, aber das Gefühl bei den alten war immer einen tacken souveräner.

      ios und osx angleichen , warum nicht? solange osx nicht weniger Möglichkeiten bietet!

  • Mag dein, dass ein ARM für den PRO nicht ausreicht, aber die Anzahl der verkauften PROs dürfte da nicht groß eine Rolle spielen. Die werden ja nicht jedes Jahr aktualisiert von daher wäre der Intel-Zyklus nicht relevant.

    Und der Hackintosh wird beerdigt…

    • Meint ihr Hackintosh ist so ein großes Problem für Apple?

    • Das hat m.E. wenig Auswirkung auf die Hackintosh-Szene. Warum? Bis 2019 werden noch Macs auf Intel-Basis veröffentlicht. Noch heute werden Macs bis mind. 2011, oft sogar älter mit neuen Betriebssystemen versorgt. Das heißt realistisch – vor 2028 wird man die Intel-Systeme nicht aussperren können. Im Gegenzug: bereits heute lässt sich macOS hervorragend als VM installieren. Und die Virtualisierung von ARM-Prozessoren ist ebenfalls bereits heute möglich.

    • Den Hacki könnte Apple schon heute erledigen wenn sie den wollten. Hier geht es darum Abhängigkeiten zu verringern.

  • Die App Unterstützung für ARM Prozessoren dürfte vor der Leistung das viel größere Problem sein. Bei der Entwicklung für x86 lässt sich bei speziellen Operatoren der Code nicht so eben anpassen.

  • Ich kann es mir garnicht vorstellen , ich habe angefangen mit Mac weil ich auch Windows nutzen kann . Und wenn es später immer noch Möglich ist dann ist es mir egal . Aber sonst …. muss ich dann 2 Rechner haben . Das wäre Blöde …. ich brauche beruflich auch Windows .

    • Auch Microsoft arbeitet daran Windows auf ARM lauffähig zu machen, um genauer zu sein gibt es bereits Versionen von Windows 10 die auf ARM-Systemen laufen.
      Es spricht also nichts dagegen, dass es BootCamp auch auf ARM-Macs geben könnte.

      http://winfuture.de/news,10093.....3.html

      • Um noch viel genauer zu sein, lief Windows RT auf dem ersten Surface bereits auf einer arm Architektur und war ein Flop. Der einfache Grund: X86-Emulationen sind einfach schwer zu emulieren und das ist nunmal das, womit viele arbeiten. Am Mac ist es ja inzwischen genauso. Hier wird Apple aber die Entwickler frühzeitig zum Umprogrammieren zwingen, auch wenn das mal wieder alte Zöpfe abschneidet und nicht jedem gefallen wird.

  • Die große Frage ist, wird diese Apple CPU X86 kompatibel sein? Wenn nein, werden sich viele von Apple verabschieden (müssen), weil sie darauf angewiesen sind.

    • Wer ist denn auf x86 angewiesen? Es müsste natürlich eine Technik geben die es, ähnlich wie Rosetta zum Wechsel zu Intel, ermöglicht Anwendungen auf beiden Architekturen zu betreiben.
      Bootcamp stellt auch kein Problem dar, wenn man sieht, dass acuh bei Microsoft an einer Windows-Version für ARM gearbeitet wird.

  • Halte die Idee auch für ein für zu kurzfristig gedacht. Lieber dann eine besondere Entwicklungskooperation mit Intel. Mit dem Umstieg auf die Intel Prozessoren gab es für Mac mehr Software und zeitgleiche Updates.
    Alles samt eigtnlich eine bescheuerte Idee.

  • Grundsätzlich finde ich das gut. Das wird die Plattformen näher zusammen rücken. Der Plan von Apple das iOS Apps auch auf dem Mac laufen sollen kommt dem wohl sehr entgegen. Apple kann dadurch die Hardware noch besser anpassen. Warum Apple überhaupt auf Intel gewechselt ist frage ich mich. Apple hatte früher auch eigene CPUs in den Macs.

  • Keine eigenen, sondern Motorola (68xxx) und IBM (PowerPC)

  • Da wird sich Adobe freuen wenn sie ihren Photoshop- Code auf ARM umbauen sollen.
    Und Software wie InDesign oder Acrobat ist schon heute echt lahm und nicht in der Lage sinnvoll mehrere Prozessorkerne zu nutzen.

  • sandman666.de.vu

    Sorry, wir haben VMs mit Linux am Start. Theoretisch.. ginge das, siehe Raspberry, aber ich will als BE bzw FE Dev doch nicht anfangen meine Rezepte unter Vagrant selbst zu basteln und ich nehme an, dass die Devops kein Bock haben werden eine ARM-Version bereitzustellen. Vllt. geht das ja auch alles ganz einfach… man wird sehen.

  • Na wenn x86 wegfällt, werde ich das auch tun.

    Ich brauche beruflich diverse Software die auch züglig laufen sollte.
    Ich denke so wird es vielen gehen….

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