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Neuester Prozessor nicht auch der schnellste

Apple M2: Erster Benchmark-Vergleich mit dem Vorgänger

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41 Kommentare 41

Im Laufe der nächsten Woche werden wir die ersten von Apple unabhängigen Informationen zur tatsächlichen Leistung der M2-Prozessoren erhalten. Apple will das neue MacBook Pro mit M2-Prozessor ja vom 24. Juni an ausliefern und bereits an den Tagen zuvor werden wie gewohnt die ersten von Apple ausgewählten Tester ihren Maulkorb abnehmen dürfen. Einen frühen Ausblick auf hier zu erwartende Einstufung geben uns vorab verfügbare, allerdings noch inoffizielle Benchmark-Ergebnisse.

Diesen Werten zufolge bringt es der Apple M2-Prozessor im Single-Core-Betrieb auf eine Leistungssteigerung von knapp 12 Prozent gegenüber dem Vorgänger M1 und bei Multi-Core-Anwendungen auf ein Plus von knapp 20 Prozent. Diese Ergebnisse liegen im Rahmen der Erwartungen und markieren durchaus einen stattlichen Sprung im Vergleich zum Vorgänger, mit Apples größeren Varianten des M1-Prozessors kann es der M2 in der Solo-Ausführung allerdings nicht aufnehmen.

Apple M2 Kerne

Der neueste Apple-Prozessor ist nicht auch der schnellste

Die amerikanische Macworld geht detaillierter auf die auch hier schon thematisierte, ungewöhnliche Tatsache ein, dass der neueste Prozessor nicht gleichzeitig der schnellste ist. Der M2 lässt zwar seinen direkten Vorgänger M1 im Regen stehen, muss gegenüber dessen Variante M1 Pro, M1 Max und M1 Ultra allerdings zurückstecken.

Apple M1 Prozessor Serie

Hintergrund ist hier die Tatsache, dass bei diesen großen Varianten eine deutlich höhere Anzahl an vor allem Leistungskernen für einen entsprechenden Vorsprung sorgen. Wir erinnern uns: Die acht Prozessorkerne des Apple M2 Chip setzen sich aus jeweils vier Leistungs- und Effizienzkernen zusammen. Der M1 Pro kann dagegen mit doppelt so viel Leistungs- und dazu zwei Effizienzkernen auffahren und legt somit bei der Verteilung seiner insgesamt bis zu zehn Prozessorkerne einen deutlichen Fokus auf die Maximierung der Leistung. Der M1 Max erweitert diesen Vorsprung zusätzlich durch seine mit doppelter Leistung ausgelegte Grafikeinheit und Speicherbandbreite.

Als Apples aktuelles Flaggschiff toppt der mit dem Mac Studio verfügbare M1 Ultra all diese Werte nochmal deutlich. Hier reden wir von insgesamt 20 Prozessorkernen, wovon 16 und damit viermal so viel wie beim Apple M2 für die Leistungsverbesserung zuständig sind, begleitet von einer Grafikeinheit mit 48 Kernen und 800 GB/s Speicher­bandbreite.

Unterm Strich heißt das: Wer die Apple-Prozessoren lediglich in der Standardversion benutzt, macht mit dem neuen M2 einen nennenswerten Sprung nach oben. Wenn es allerdings um maximale Leistung geht, haben die großen Varianten des M1 weiterhin die Nase vorn.

16. Jun 2022 um 12:16 Uhr von Chris Fehler gefunden?


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  • Und im Herbst werden dann sicher die großen M2 Prozessoren vorgestellt. Ist ja immer so. Stillstand ist Rückschritt

  • Hahaha. Intel brauch für den gleichen Sprung zich Jahre.

  • Michelangelo und Huhn Hubert

    Ist halt die kleinste Variante des neuen Chips. Die großen CPUs folgen sicher auch noch als M2 Version und die sind dann sicherlich auch schneller als ihre M1 Vorgänger.

  • Der M5 Ultra wird dann mit der Arbeit fertig sein, bevor man angefangen hat. ;-)

    Scherz beiseite. Schon spannend, was da möglicherweise alles noch kommt.

  • Also ich finde den Sprung jetzt nicht sooo dramatisch, dass sich ein Wechsel vom M1 lohnen würde (zumindest in meinem Fall). Kommt natürlich auf die Anwendungen an, klar.

    • Auf keinen Fall. Vor 2 Monanten den 14 Zoller mit M1 Pro geholt und bereue den Kauf überhaupt nicht. Ja M2 alles cool, aber das „upgrade“ ist marginal und für meine Bedarfe nicht spürbar.

    • Warum sollte auch jemand nach einem Jahr sein Notebook wechseln? Ich kaufe die für mindestens 4 Jahre und solange wird es der M1 auch machen. Aber wenn ich jetzt aktuell einen neuen kaufen wollte, weil mein altes Notebook 4-5 Jahre alt ist, dann wäre es auf jeden Fall der M2.

  • 10-20% Leistungsgewinn ist nicht spürbar im Home Office Betrieb

  • Also ist der M2 eigentlich nur ein M1 OC? Liest sich zumindest so…

    • Nein. Ist schon ein neuer Prozessor mit weiteren Elementen bzw Merkmalen, die der 1er nicht hat

      • Mag sein, der leistungszuwachs kommt aber allein durch die höhere taktrate, klar wird der angepasst damit diese auch verlässlich läuft. Aber an sich ist das wohl auch mit dem M1 möglich. Also nix bewegendes.

  • Wird doch das M1 Air bei mir. Für meine Anwendungen ist selbst der zu schnell und die Preisdifferenz zum M2 Air ist einfach zu groß.

    • Habe auch das auf Air M1 mit 512gb bei Amazon Warehouse für 1100€ gekauft. War unbenutzt, lediglich die Verpackung offen.
      Mache selber bilderbearbeitung und Cad damit und bislang komme ich nicht ansatzweise an eine Leistungsgrenze

  • Was ich hier vermisse dass kaum jemand das Video gesehen hat, die Kommentare deuten darauf hin. Es ist nämlich anders als man denkt, dass real world Scenario da ist die Performance plötzlich bei 40 % mehr….. einfach auch mal das Video schauen… benchmark nur 10 bis 20 % aber Ausführung der Arbeiten dort ist er bis zu 40 % schneller und das ist schon wirklich krass, also hat Apple sogar untertrieben bei der Vorstellung.

  • Chicken Charlie

    Für normale Tätigkeiten ist der M1 mehr als genug. Wer dagegen Videoschnitt und Bildbearbeitung damit macht, dem wird das ein willkommenes Upgrade sein, sollte nicht schon ein MBP 14″ oder 15″ dafür genutzt werden. Mein Vater nutzt das MacBook Pro 13″ mit M1 und für ihn wird das die nächsten 5 Jahre noch reichen. Allgemein kann man endlich in der Verwandtschaft einfach pauschal das alte MacBook Air empfehlen und deckt damit 95% ab.

  • Dafür das 2 Jahre Entwicklung zwischen den Chips liegen ist der Leistungszuwachs eher mau finde ich und lässt sich ja einfach durch den höheren Takt erklären. Leistung / Watt ist natürlich immer noch überragend aber doch erstaunlich wenig Evolution. Das die Multithreaded Performance insgesamt so zugelegt hat lässt natürlich für die anstehenden Ultra Varianten aufhorchen.

  • Ich liebäugele ja wirklich mit dem m2 Air als Firmengeraet… aber ich muss per usb C Dock 2 Monitore ansteuern können. Geht das mit dem m2 ?

    • Von Haus aus nicht, es wird nur ein externer Monitor unterstützt.
      Aber es gibt eine Softwarelösung dafür, fällt mir nur grad der Name nicht ein…

      • Meinst du Displaylink?
        Funktioniert bei mir mit MBA M1 einwandfrei mit 34″ und 27″ Monitor und ein einem geeigneten Portreplikator mit passender Stromversorgung

  • Ich finde diese hohen Benchmarks merkwürdig denn weder bei Spielen noch bei der Bitcoin Berechnung sind die M… Chips brauchbar. Eventuell kommt in Zukunft so etwas wie ein VW Skandal heraus.

  • Ich würde immer noch den M1 Mac Mini kaufen…ist eine Rakete und hat ein unschlagbares Preis-Leistungs-Verhältnis. Das muss ich als ehemaliger Windows-Nutzer leider zugeben.

    Für Umsteiger von Windows und für die, die Windows und Mac parallel nutzen, kann ich folgendes Video sehr empfehlen.
    https://www.youtube.com/watch?v=Ad5kgL8o8Jg

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