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Apple gibt sein verlustfreies Audioformat Apple Lossless (ALAC) als OpenSource-Projekt frei

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Apple hat vor einigen Tagen auf der Webseite Mac OS Forge angekündigt, den verlustfreien Audio-Codec Apple Lossless (ALAC) in ein OpenSource-Projekt zu wandeln. Das 2004 vorgestellte Audioformat kann Musikdateien auf gut 60 bis 40 Prozent ihrer Größe komprimieren, ohne dass dabei Verluste entstehen. Weiterhin lassen sich die Dateien sehr schnell decodieren, was Apple Lossless ideal für Musikspielgeräte wie den iPod macht.

The Apple Lossless Audio Codec (ALAC) is a lossless audio codec developed by Apple and deployed on all of it’s platforms and devices for some years now. Apple is making the Apple Lossless Audio Codec (ALAC) available as an open source project.

ALAC steht nun in direkter Konkurrenz zu dem Codec FLAC (free lossless audio codec), der zwar bereits seit 2001 als OpenSource Projekt existiert und bei vielen Informatik-Geeks sehr beliebt ist, sich jedoch dennoch nur mäßiger Verbreitung erfreuen kann. Die Verbreitung von ALAC ist jedoch bereits jetzt größer, da es seit Anbeginn von iTunes, den iPods und weiterer Mac Software wie Logic unterstützt wird, weshalb Musik-Puristen und Musiker bereits jetzt dieses Format bevorzugen.

The Apple Lossless Audio Codec (ALAC) is an audio codec developed by Apple and supported on iPhone, iPad, most iPods, Mac and iTunes. ALAC is a data compression method which reduces the size of audio files with no loss of information. A decoded ALAC stream is bit-for-bit identical to the original uncompressed audio file.

Durch die Öffnung des Formats unter der Apache-Lizenz können nun auch andere Hersteller davon Nutzen machen und ihre Software und Hardware um eine Unterstützung von ALAC erweitern. Für alle die ihre Musiksammlung bereits in dem verlustfreiem Format komprimiert oder es zukünftig vor haben, ist dies also eine durchaus sehr positive Entwicklung.

Montag, 31. Okt 2011, 14:08 Uhr — Damien
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  • Und was bedeutet das nun? Ich versteh das nicht. Hat das was mit mp3 zu tun?

    • MP3 ist ein Audioformat, dass zwar eine bessere Kompression bietet, allerdings stark verlustbehaftet ist.
      ALAC bietet eine schlechtere Kompression, die Audiodateien bleiben also relativ groß, dafür entstehen bei der Kompression keinerlei Verluste beim Klang.
      Auch wenn ein 320kbit/s AAC File mit variabler Bitrate (VBR) eigentlich nicht mehr von dem unkomprimierten Original akkustisch zu unterscheiden ist, gibt es Puristen, die selbst noch diese Verluste stören. („Purist“ soll hier nicht als Beleidigung missverstanden werden. Außerdem ist es durchaus legitim auf ein verlustfreies Format zu bestehen. Ich persönlich störe mich immer noch an den 16Bit einer Audio-CD, da es bereits in den 90zigern Standard war Musik in mindestens 24Bit aufzunehmen und zu mastern.)

      • Mit einer entsprechenden Musikanlage, beispielsweise hochwertigen Monitorboxen etc. wäre wohl der Unterschied hörbar. Aber der Otto-Normal Nutzer wird eine so hochwertige Audioanlage in der Regel nie haben.
        Zumindest meinte das ein Freund, der selber viel mit Audioequipment arbeitet und abmischt.

      • Ja, bei einer HiFi-Anlage kann man es sowieso vergessen, da dieses selbst den Klang verfälscht. Für einen wirklichen Vergleich muss ein Studiosystem her, z.B. von Genelec. Aber wer nutzt sowas schon im Wohnzimmer^^

      • Sorry aber die Aussage mit der HiFi Anlage „könnte man es vergessen“ ist totaler Quatsch. Selbst bei einer mittelmäßigen Anlage kann man im direkten Vergleich den Unterschied zwischen mp3 und einer CD hören. Gerade wenn man mal am EQ spielt wird man schnell merken wie „vermatscht“ eine mp3 klingen kann.

        Sollte man mal ausprobieren und dabei auch mit verschiedenen Kompressionen der mp3 spielen. Vielen wären danach garantiert bereit wieder Geld für CDs zu bezahlen…

      • Wir hatten gerade über den klanglichen Unterschied eines 320kbit/s AAC mit variabler Bitrate zu ALAC geredet.

      • Stimmt. MP3 ist als Audiocodec zumindest in meinen Augen überholt.

        Ich habe an meinem Rechner das Teufel Concept C100 und ich höre in den meisten Fällen den Unterschied zwischen den alten MP3s und den iTunes AAC Dateien.

        Wobei mir letztens 320 kbit/s MP3s untergekommen sind, die einen extrem schlechten Klang hatten…quasi so, als wäre mit den MP3s mal eine Musik CD gebrannt worden, von welcher erneut MP3s gerippt wurden.

        Im Großen und ganzen finde ich es aber echt toll, wie gut von den AACs die Qualität ist. Für mich mehr als ausreichend.

        Wer aber wirklich Purist ist, der kauft sich nur Schallplatten, da die Audiospuren sogar bei CDs in den Randbereichen beschnitten wurden. Irgendwo habe ich noch eine Schallplatte von Nightwish, der Unterschied zur CD Version ist deutlich hörbar.

    • Mit MP3 hat das nicht wirklich etwas zu tun.
      ALAC ist ein Format das dem FLAC Format ziemlich ähnlich ist, diese Formate erlauben es, wie schon im Text beschrieben, Verlustfrei Musik zu speichern.
      MP3 ist ein Komprimiertes Format, also ist die Qualität nicht so hoch wie im Tonstudio o.ä.
      Früher wurde ALAC nur von Apple verwendet aber da es jetzt für alle (OpenSource) freigegeben ist wird eventuell populärer werden ;)

  • Falsch: „sich jedoch dennoch nur mäßiger Verbreitung erfreuen kann“
    Richtig: „sich jedoch dennoch nur mäßiger Verbreitung bei Nutzern von iOS-Geräten erfreuen kann“

    • Falsch. Das FLAC-Format erfreut sich nicht besonders großer Beliebtheit und wurde schon vor Jahren von ALAC überholt. An sich ist FLAC den meisten Nutzer von PCs/Macs unbekannt, da sie MP3 und WMA gewohnt sind. Wer allerdings iTunes nutzt und dort schon mal eine CD importiert hat, hat schon mal von ALAC(Apple Lossless) gelesen ;)

      • Schönen Dank für das Bestätigen meiner Aussage :-D

      • Kannst du diese Aussage irgendwie mit Fakten untermauern?

        Nach meinem Kenntnisstand ist FLAC das beliebteste Archiv-Format im Hifi-Sektor, alle mir bekannten Hifi-Musikserver (Hifidelio, Olive, MacIntosh usw. – siehe http://flac.sourceforge.net/li.....nks.html) unterstützen FLAC, dagegen kenne ich nicht einen einzigen, der ALAC unterstützt – „überholen“ sieht für mich anders aus.

      • ALAC unterstützt z.B mein AutoRadio.
        Der genauso iPod wie Iphone Unterstützt duch usb &co.

    • FLAC erfreut sich auch bei anderen Nutzern nur einer sehr geringen Beliebtheit. Es gibt zwar einige Programme die FLAC unterstützen, jedoch so gut wie keine Abspielgeräte. Das könnte sich natürlich mit Android ICS ändern.
      FLAC ist in der Gemeinschaft verbissener OpenSource-Verfechter hoch angesehen, ansonsten wird es allerdings nicht häufiger genutzt als ALAC.

  • Bedeutet praktisch vor allem, dass sich hochqualitative Musik stärker verbreiten wird, besonders im illegalen Sektor. Für das MP3 Format könnte das auch das Aus bedeuten, da es bei steigender DSL-Geschwindigkeit keinen Unterschied macht, ob nun 100 oder 350MB geladen werden, wenn dabei ein hörbarer Qualitätsunterschied festzustellen ist.

  • könnten nun dritthersteller dieses audioformat nutzen um z.b „mp3-player“ itunes-musik kompatibel zu machen? bekanntlich funktioniert über itunes geladene musik nur auf apple geräten, oder?

    • Apple verwendet seit Jahren für die Musik im iTunes-Store kein DRM mehr. In iTunes gekaufte Musik kann man auf jedem Abspielgerät, dass AAC kennt, abspielen. Für andere Abspielgeräte muss man die Musik erst in ein anderes Format wandeln (das kann man sogar direkt mit iTunes machen).
      Einige Leute digitalisieren ihre CD-Sammlung mit Apples Lossless, wenn andere Hersteller nun auch Geräte mit ALAC produzieren kann man sich ein erneutes konvertieren sparen.

  • Sebastian Mares

    FLAC wird von viel mehr Playern unterstützt als ALAC, sowohl software- als auch hardwaremäßig. Das Format ist außerdem offen, keine Ahnung wie es um ALAC steht (dank FLAC und WavPack hat mich das nie interessiert). „Normale“ iPod und iPhone nutzer verwenden m. M. n. sowieso kein Lossless, sodass Aussagen zur Verbreitung anhand der verkauften iPods / iPhones mit Vorsicht zu genießen sind.

    Und was MP3, AAC oder gar Audio CDs betrifft, ich glaube in einem Blindtest erkennt keiner von euch den Unterschied zwischen den Formaten. ;) Besonders lustig finde ich die Aussage, dass 16 Bit nicht ausreichend seien, wenn heutzutage Dank Loudness Race vermutlich auch 10 Bit genug sind. :D Außer im Klassikbereich gibt es wohl kaum Musikstücke, die mehr als 90 dB Dynamikumfang haben.

    • Wenn Du schreibst :
      „keine Ahnung wie es um ALAC steht“
      Dann lies doch die Meldung nochmal… Darum gehts doch Grade, das Apple ALAC zum Opensourceproject mach…

      • Sebastian Mares

        Encoder und Decoder wurden Open Source und unter einer Apache Lizenz gestellt. Ob das Format selbst z.B. patentierte Technologien nutzt weiß ich nicht und das habe ich gemeint. Für MP3 oder AAC gibt es auch quelloffene Decoder und Encoder, trotzdem muss man als Entwickler für die Formate selbst Geld bezahlen. ;)

  • Ich bezeichne mich als einen sehr audiophilen Musikhöhrer mit einer entsprechenden Ausrüstung. Für mich kam zur Archivierung nur FLAC in Frage, da dieses von mehr Systemen unterstütz wird und ich werde auch dabei bleiben. Es gibt auch noch die große Welt außerhalb der Apple-Jünger. Noch ein Wort zur Qualität. Gerade bei tiefen Frequenzen kann eine Kompremierung ins Format mp3 einen die Haare zu Berge stehen lassen. Schöne Bassläufe sind da nur ein Brei, was gerade im Jazz ja häufiger zu hören ist. Der Schritt von Apple ist richtig, aber zu einer breiten Akzeptanz außerhalb Mac und so ist noch ein Weg zu gehen. Eingefleischte FLAC Benutzer werden wohl kaum wechseln und im audiophilen Bereich ist jede Art von Kompremierung eh ein Frevel. ;-)

  • Hallo zusammen,

    für mich stellt sich eine andere, mehr praktische Frage.
    Weiß jemand, wie und mit welcher Qualität Musikstücke auf iPods/iPhones gespeichert und wiedergegeben werden?
    Und wie (gut) werden mp3s und Apple Lossless Dateien von iTunes beim Synchronisieren mit dem iPhone in dieses Format umgewandelt?

    Hintergrund meiner Frage:
    Zur Zeit speichere ich meine CDs noch als mp3, 320er variable Bitrate. Das Häkchen, um tiefe Bassfrequenzen beim Komprimieren auszufiltern, deaktiviere ich immer.
    Kurz und gut: Bisher habe ich dieses Format verwendet, nicht weil es das beste ist, sondern weil es plattformübergreifend funktioniert.

    Wenn nun Apples Lossless-Format OpenSource wird, kann ich diese Entscheidung überdenken. Ich möchte allerdings weiterhin Standard-Produkte (iTunes und iPhone) verwenden.

    Danke für sachliche Rückmeldungen!

    • Steht bereits oben im Text.

      „da es seit Anbeginn von iTunes, den iPods und weiterer Mac Software wie Logic unterstützt wird“

      Der Punkt „iPod“ beinhaltet auch den „iPod“ im iPhone und iPad. Alle iPods die seit 2004 eingeführt wurden können Apple Lossless (ALAC) nativ wiedergeben. Und zwar ohne das da beim Transfer auf das Gerät irgendwas komprimiert wird.
      Und statt CDs in 320kbit/s MP3 (VBR) zu wandeln, würde ich doch zumindest 320kbit/s AAC (VBR) empfehlen.
      Jemand der primär Apple-Produkte nutzt und genügend Festplattenspeicher sein eigen nennt sollte ruhig ALAC nehmen.

      PS: Die meisten Fragen beantworten sich von selbst, wenn man Texte genauer ließt ;o)

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