Umbau unter John Ternus
Apple holt weiteren Meta-Manager in seine Rechtsabteilung
Mit Scott Tucker hat Apple offenbar einen weiteren ehemaligen Meta-Manager in seinen Führungsstab geholt. Tucker hatte zuvor mehrere Jahre eine leitende Position in der Rechtsabteilung von Meta inne und soll sich künftig weltweit um die Patent- und sonstigen Rechtsstreitigkeiten des Mac- und iPhone-Herstellers kümmern.
Tucker ist bereits die zweite ehemalige Meta-Führungskraft, die in der Rechtsabteilung von Apple ein neues Zuhause findet. Damit arbeitet er auch wieder mit Jennifer Newstead zusammen, die seit März Apples Rechtsabteilung leitet. Zuvor war Newstead sechs Jahre lang als oberste Justiziarin von Meta tätig.
Tuckers Profil auf LinkedIn ist noch nicht aktualisiert
Wie das Magazin Bloomberg berichtet, hat Apple für Tucker eigens die Position eines Vice President of Global Litigation and Financial Services geschaffen. In dieser Funktion soll er sowohl die weltweiten Patent- und Wirtschaftsrechtsstreitigkeiten als auch rechtliche Angelegenheiten rund um Apples Finanzdienstleistungen verantworten.
Apple steht juristisch unter Druck
Die Umstrukturierung erfolgt offenbar vor dem Hintergrund zahlreicher aktuell laufender Gerichtsverfahren, die Apple betreffen. Dazu zählen insbesondere die kartellrechtlichen Auseinandersetzungen in den USA und der seit Jahren andauernde Streit mit Epic Games um die Regeln und Gebühren des App Store. Darüber hinaus sieht sich Apple derzeit mit verschiedenen Verfahren im Zusammenhang mit Datenschutzfragen und Verzögerungen bei angekündigten Siri-Funktionen konfrontiert.
Besonders schwer dürften für Apple die finanziellen Folgen der Rechtsstreitigkeiten um den App Store wiegen. Das Unternehmen wurde bereits zu Änderungen an seinem Provisionsmodell gezwungen, die sich längerfristig auf die Einnahmen aus dem Dienstleistungsgeschäft auswirken dürften.
Laut Bloomberg sind die jüngsten Personalentscheidungen Teil eines umfassenderen Umbaus der Apple-Führung unter dem neuen Konzernchef John Ternus.

Das scheint wohl mehr als nötig zu sein. Jeder exzellente und damit auch teure Mitarbeiter, den man sich von außen holt, ist sein Geld mehr als wert. Da können deutsche Unternehmen noch einiges lernen.