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2,5 statt 7 Prozent

App Store: Apple reduziert Verkaufsprovisionen

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Wie Apple heute in einer E-Mail an seine Marketing-Partner bekannt gab, wird Cupertino die Verkaufsprovision für iOS- und macOS-Anwendungen zum 1. Mai drastisch zurückschrauben und von derzeit 7 Prozent auf 2,5 Prozent reduzieren.

Raten

Die neuen Verkaufsprovisionen sollen weltweit ausgerollt werden, betreffen allerdings ausschließlich Anwendungen und In-App-Käufe. Songs, Filme, Bücher und Fernsehsendungen sollen auch weiterhin mit 7 Prozent vergütet werden.

Gegen App Store-ähnliche Angebote

Warum Apple die Verkaufsprovisionen reduziert ist aktuell unklar, der Schritt dürfte jedoch für eine merkbare Zunahme der Umsätze im Service-Segment Cupertinos sorgen. Bislang zahlte Apple seinen Partnern 7 Prozent vom Kaufpreis einer Applikation, wenn diese über einen Link des Partners erworben wurde. Beim Kauf einer 1 Euro-App, landeten so 70 Cent beim Entwickler, 23 Cent bei Apple und 7 Cent beim Marketing-Partner – zukünftig wird Apple diesen Anteil auf 2,5 reduzieren.

Ein möglicher Grund ist Apples ablehnende Haltung gegenüber sogenannten Empfehlungs-Apps und Webseiten, die ihren Anwendern App Store-ähnliche Kataloge anbieten.

Bereits im Jahr 2013 entfernte Cupertino hier mehrere Angebote wie AppGratis, AppShopper und Co. mit Verweis auf die Entwickler-Richtlinien des App Stores. Hier heißt es in Punk(t) 3.2.2:

Unacceptable – Creating an interface for displaying third party apps, extensions, or plug-ins similar to the App Store or as a general-interest collection.

Die Reduktion der Verkaufsprovision dürfte den Anbietern entsprechender Kataloge jedenfalls nicht als Anreiz dienen ihre Beschäftigungsfelder auszubauen.

Montag, 24. Apr 2017, 19:01 Uhr — Nicolas
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  • Naja, schwieriges Thema.
    Für euch sicherlich ein kleiner finanzieller Einschnitt, aber Apps wie AppShopper/AppZapp waren auch nervig und haben vollkommen ohne Moderation jegliche Preissenkung von den schlechtesten Apps beworben.

    Ich nutze allerdings AppZapp trotzdem noch, quasi als Wunschliste mit Benachrichtigungen über Preissenkungen (ab speziellen Preisen).

  • Apple reduziert auch ihre eigene Provision auf die Hälfte bei Wiederholungs-in-app-Käufen wie Zeitungen…

  • Fehlen ifun bzw. dem iphone-ticker damit auch Einnahmen? Sprich verdient ihr mit den Empfehlungen auch Geld?

    • Natürlich!
      Auch sämtliche Amazon-Links hier sind Affiliate-Links, da wird an jedem generierten Kauf mitverdient.

      • Und wo ist da das Problem?

      • @Roc: Solange man darauf hinweist, kein Problem – denn es handelt sich dabei um Werbung.
        Stichwort Kennzeichnungspflicht von kommerzieller Kommunikation nach § 6 Abs. 1 Nr. 1 des Telemediengesetzes. Demnach muss Werbung klar als solche erkennbar sein!

    • Höchstwahrscheinlich ja – allerdings verfolgen wir auf ifun.de von jeher einen anderen Ansatz als viele andere Seiten: Wir schreiben keine Artikel um Affiliate-Links zu platzieren – sondern setzen automatisiert auf entsprechende Verweise, wenn wir ohnehin auf Angebote im App Store verlinken. Inhaltlich trifft uns die Veränderung also glücklicherweise nicht.

  • Das mit der merkbaren Steigerung der Service Umsätze finde ich spannend. Immerhin ist davon auszugehen, dass diverse Partner ihre Tätigkeiten einstellen – dadurch duerfte der Traffic sinken und damit auch eventuell die Unsätze. Ob das passiert? Mal sehen. wie gesagt: spannend!

  • Da werden euch wohl auch einige Einnahmen durch die geringeren Provisionen entgehen, wenn die von euch beworbenen Apps gekauft werden.

  • Das nennt man im normalen BWL-Jargon „Kostenoptimierung“.

    Apple schraubt seine Preise nach oben und senkt gleichzeitig die Ausgaben (an dritte). So bleibt unterm Strich mehr für den Konzern über und die Aktionäre sind zufrieden…

    …war doch abzusehen, leider.

  • Ein Grund, warum ich niemals über Drittverlinkung eine App herunterlade odee sonstige Käufe tätige! Daher macht dieses Portal durch mich auch keine Verluste, dafür ertrage ich aber die Werbung… Bin ja nicht so!

  • tja – diese Preispolitik wird das Abo-Modell für Entwickler interessanter machen…..

    • Warum? An den App Provisionen ändert sich doch nichts. Sehr wohl aber an den Provisionen für InApp Käufe, somit werden doch auch Abo-Modelle die darauf abzielen eher unattraktiv.

  • Apple sägt mal wieder am eigenen Ast auf dem sie sitzen. 7 Cent um eine App zu bewerben sind schon ein Witz. Apple sollte froh sein, dass es Seiten wie AppShopper gibt die reichweitenstarke Werbung machen, denn dort habe ich schon bevor ich ein iPhone gekauft hatte viele kostenlos angebotene Premium-Apps gesammelt. Ohne AppShopper hätte ich mich vielleicht für Android entschieden.

  • Beim Lesen der Überschrift dachte ich kurz, dass Apple seinen Anteil von den Einnahmen (also die 30% die den Entwicklern abgebucht werden) reduzieren würden. Da die Entwickler ihre Apps mit die größte Einnahmequelle von Apple sind, und man diese dafür nicht besonders gut behandelt, wäre das ja mal ein netter Zug gewesen. Da Apple ein wirtschaftlich arbeitendes Unternehmen ist, hätte mich so ein netter Zug gewundert.

    Dass man die Provision für App-Vermittlung kürzt und so App-Store-Konkurrenz vermeiden will, ist wieder typisch Apple. Statt endlich mal das eigentlichen Problem anzugehen und den App Store besser zu machen, zahlt man einfach den Mitbewerbern nichts mehr. Man könnte ja auch einfach den eigenen Store konkurrenzlos gut machen. Das scheint aber nicht mehr in Apples Möglichkeiten zu liegen.

  • wusste gar nicht, dass die überhaupt was zahlen … apple ist halt doch nicht so hart, wie sie immer tun.

  • …und natürlich wieder einmal eine ganz tolle Sache für die Nutzer und auf gar keinen Fall reine Profitgier von Apple. Neeeee, nee nee.

  • Apple macht sich Tag für Tag mit neuen Entscheidungen und den immer günstigere werdenden Hardware mehr Freunde.
    Könnte Wetten das Jubiläum iPhone geht bei 1200,-€ los für 64GB

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