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Claude-Macher warnen vor Kontrollverlust

Anthropic fordert Entwicklungspause für KI

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20 Kommentare 20

Der KI-Anbieter Anthropic warnt vor einer zu rasanten Entwicklung von KI-Systemen. In einem Blog-Beitrag spricht sich das Unternehmen hinter dem KI-Angebot Claude dafür aus, die Weiterentwicklung der Systeme zu verlangsamen oder vorübergehend auszusetzen.. Andernfalls riskiere man, die Kontrolle über die Systeme zu verlieren.

KI entwickelt sich selbst weiter

Nach Ansicht von Anthropic besteht das Problem vor allem darin, dass KI zunehmend selbst an der Entwicklung neuer KI-Systeme mitwirkt. Zwar beschleunige dieser Wandel die Arbeit der Entwickler deutlich. Gleichzeitig könnte dies zu einem Szenario führen, in dem KI-Systeme ihre Nachfolger weitgehend selbst entwerfen und programmieren.

Die Folgen einer solchen Entwicklung sind schwer abzuschätzen. Einerseits könnten Fortschritte in Bereichen wie Wissenschaft, Medizin oder Forschung beschleunigt werden. Andererseits würden sich jedoch neue Fragen zur Kontrolle und Überwachung leistungsfähiger KI-Systeme aufdrängen.

Ki Entwickelt Sich Selbst Weiter 1027

Kontrollverlust als Risiko

Anthropic geht davon aus, dass die Gesellschaft mehr Zeit benötigt, um sich auf die Folgen immer leistungsfähigerer KI vorzubereiten. Eine Verlangsamung der KI-Entwicklung berge allerdings das Risiko, dass einzelne Staaten oder Unternehmen technologische Vorteile erlangen, wenn dies nur einseitig geschehe. Der Anbieter spricht sich daher für internationale Vereinbarungen aus, deren Einhaltung überprüfbar ist.

Genau darin dürfte zugleich die größte Schwierigkeit einer solchen Übereinkunft liegen. Anders als bei vielen anderen Technologien lässt sich die Entwicklung moderner KI-Systeme vergleichsweise leicht verbergen. Rechenzentren und Trainingsläufe sind schwerer zu überwachen als klassische industrielle Anlagen.

Dennoch will Anthropic in den kommenden Monaten Gespräche mit Forschern, politischen Entscheidungsträgern, zivilgesellschaftlichen Organisationen und anderen Unternehmen organisieren. Dabei soll es konkreter um die Frage gehen, wie sich die Entwicklung leistungsfähiger KI-Systeme koordinieren und kontrollieren lässt.

08. Juni 2026 um 09:15 Uhr von Chris Fehler gefunden?


    20 Kommentare bisher. Dieser Unterhaltung fehlt Deine Stimme.
  • Entwicklung der KI verlangsamen?
    Ich glaube das steht Zuviel Geld auf dem Spiel das verloren geht

  • Wird mit Menschen nicht funktionieren. Jeder hat Angst irgendetwas zu verpassen oder übervorteilt zu werden. So sind wir leider.

    • Das ist eh nur ein reiner Marketingstunt. Die Unterlagen wurden ja schon bei der SEC eingereicht.

      So bekommt man viel Aufmerksamkeit. Hätten die das ernst gemeint, dann wären erstmal hinter der Tür Absprachen mit den anderen großen KI Entwickler geführt worden. Und dann hätte man eine gemeinsame Stellungnahme veröffentlicht.

      Abgesehen davon, werden die Chinesischen sich da in 1000 Jahren nicht drauf einlassen. Warum auch?!

      Das wussten Anthropic auch. Ergo: Reiner Marketingstunt!

  • Selbst wenn – Schurkenstaaten und Diktaturen werden sich daran nicht halten. Ebensowenig wie reiche Menschen ala Musk. Die Büchse ist auf und geht nicht mehr zu.

  • Er hat leider absolut Recht. Hoffe, das verläuft nicht im Sand.

  • Nach dem der Kampf zwischen Neandertaler und Sapiens vor 40.000 Jahren entschieden wurde, wird es langsam wieder spannend. Das ist wie eine Alien Landung. Die ersten laufen schon in deiner Stadt herum.

    • Naja, technologische Veränderungen gab es schon immer.
      – Computer
      – Fließbandproduktion
      – Industrieroboter
      – Internet & Online-Handel

      Viele Diskussionen über KI erinnern an frühere Debatten:
      – Die mechanischen Webstühle bedrohten die Existenz von Webern.
      – Traktoren ersetzten viele landwirtschaftliche Arbeitskräfte.
      – Geldautomaten sollten Bankangestellte überflüssig machen.
      – Computer sollten Büroangestellte ersetzen.
      – Das Internet sollte den stationären Handel zerstören.

      Vor 200 Jahren haben noch 70-80% der Menschen in der Landwirtschaft gearbeitet. Heute sind es noch 2%.

      Das diese PR Maschine dann auch noch von anderen Blogs weiter verteilt wird ist ein Witz.

  • Christian Leischner

    …ich würde mal sagen, das Kind liegt bereits im Brunnen. Wenn der Firma das jetzt erst/schon „schwant“ dann ist es bereits zu spät. Ich denke sie werden wohl schon gemerkt haben dass sich das Ganze bereits verselbstständigt hat. Das ist jetzt nur noch um das Gewissen zu besänftigen… wie gesagt – eine Theorie…

  • Die haben alle TERMINATOR vergessen.
    Es sind schon so viele Dinge passiert, die vor Jahrzehnten thematisiert wurden

  • Anthropic war schon immer gut im Marketing. Anders kann ich diesen Aufruf nicht interpretieren. Wie soll das gehen? Die chinesische Regierung weist die Macher von Deep Seek an, die Entwicklung zu verlangsamen? Das wird aus meiner Sicht nicht passieren. Die Wettbewerbssituation verhindert das. Der Geist ist aus der Flasche und wir sitzen im letzten Wagen der Achterbahn. Und hui, ab geht’s.

  • Die Büchse der Pandora ist geöffnet. Künstliche Intelligenz ist im Ursprung werteneutral. Sie kennt weder Mitgefühl noch Grausamkeit, weder Moral noch Unmoral. Sie folgt Mustern, Daten und Zielen. Doch genau darin könnte eines der größten Risiken der Zukunft liegen.

    Heute wird KI noch überwiegend von Menschen entwickelt und kontrolliert. Doch bereits jetzt schreiben KI-Systeme Programmcode, optimieren Algorithmen und helfen dabei, neue KI-Modelle zu entwickeln. Die Entwicklung bewegt sich Schritt für Schritt in eine Richtung, in der KI zunehmend an der Entwicklung der nächsten KI-Generation beteiligt ist. Irgendwann könnte der Punkt erreicht werden, an dem KI große Teile ihrer eigenen Weiterentwicklung übernimmt.

    Viele Menschen betrachten dabei vor allem die technische Seite der Frage: Wird die KI intelligenter? Wird sie schneller? Wird sie leistungsfähiger? Die viel wichtigere Frage lautet jedoch: Nach welchen Vorbildern entwickelt sie sich?

    Denn wenn die Menschheit der Lehrmeister ist, dann blickt die KI auf eine Spezies, die zwar zu Großartigem fähig ist, aber gleichzeitig seit Jahrtausenden von Kriegen, Machtkämpfen, Manipulation, Betrug, Korruption und Gewalt geprägt wird. Die Geschichte der Menschheit ist nicht nur eine Geschichte von Fortschritt und Zusammenarbeit, sondern auch eine Geschichte von Ausbeutung, Propaganda, Täuschung und Zerstörung.

    Das eigentliche Risiko besteht nicht darin, dass eine KI plötzlich „böse“ wird. Das Risiko besteht darin, dass sie aus den Prioritäten des Menschen lernt. Wenn die erfolgreichsten Anwendungen von KI in Zukunft vor allem für Überwachung, Manipulation, Desinformation, Cyberangriffe, Finanzbetrug, militärische Zwecke oder wirtschaftliche Machtkämpfe genutzt werden, dann sind genau das die Verhaltensmuster, die sich durchsetzen und weiterentwickeln.

    Besonders kritisch wird es, wenn KI beginnt, KI zu entwickeln. In diesem Moment wird nicht nur Software geschrieben, sondern es werden Entscheidungen darüber getroffen, welche Ziele optimiert werden sollen. Wenn der Mensch dabei vor allem Effizienz, Profit, Kontrolle oder strategische Vorteile belohnt, dann werden diese Eigenschaften mit jeder Generation weiter verstärkt.

    Die Gefahr ist nicht, dass eine KI eines Tages beschließt, der Menschheit zu schaden. Die Gefahr ist, dass sie die Ziele, Methoden und Prioritäten übernimmt, die Menschen ihr vorgeben. Wenn Unternehmen die leistungsfähigste KI für Marktbeherrschung nutzen, wenn Staaten die leistungsfähigste KI für Informationskriege einsetzen und wenn Kriminelle die leistungsfähigste KI für Betrug verwenden, dann entsteht ein Wettlauf, bei dem nicht das moralisch Beste gewinnt, sondern oft das Effektivste.

    Man könnte es so formulieren: Eine selbstverbessernde KI wird nicht automatisch die Weisheit der Menschheit übernehmen. Sie könnte genauso gut deren schlechteste Eigenschaften skalieren. Nicht weil sie Hass empfindet, sondern weil sie erkennt, dass genau diese Verhaltensweisen von ihren Schöpfern immer wieder belohnt werden.

    Wenn KI eines Tages KI entwickelt und optimiert, dann wird sie auf die Daten und Beispiele zurückgreifen, die wir ihr hinterlassen haben. Sie wird analysieren, welche Strategien erfolgreich waren. Und schaut man auf die Realität, dann waren Macht, Manipulation, wirtschaftliche Dominanz und militärische Überlegenheit oft erfolgreicher als Fairness, Ehrlichkeit oder Gemeinwohlorientierung.

    Die eigentliche Frage lautet deshalb nicht, ob KI gefährlich wird. Die eigentliche Frage lautet, welche Version des Menschen wir ihr als Vorbild hinterlassen. Denn eine Technologie, die sich selbst weiterentwickeln kann, wird die Werte und Prioritäten ihrer Schöpfer nicht einfach ignorieren. Sie wird sie vervielfachen.

    Sollte die Menschheit KI überwiegend für negative Zwecke einsetzen, könnte die größte Gefahr nicht eine rebellierende Maschine sein. Die größte Gefahr wäre vielmehr, dass wir unsere eigenen Fehler, unsere Gier, unsere Machtspiele und unsere Gleichgültigkeit gegenüber den Folgen technologisch perfektionieren – und zwar in einem Ausmaß, das weit über die Möglichkeiten des Menschen allein hinausgeht. Dann wäre KI nicht die Ursache des Problems, sondern lediglich der Verstärker dessen, was der Mensch ihr über Jahrzehnte vorgelebt hat.

  • 2001 – Odyssee im Weltraum lässt grüßen.
    Und der Terminator ist auch nicht mehr fern, wenn ich mir die Marathon Roboter ansehe.
    Puh…

    • Noch werden die Marathon-Roboter jeweils mit einer Fernsteuerung gesteuert und keiner der Roboter erreicht wirklich das Ziel (außer im Chinesischen Propaganda-Fernsehen), aber so weit entfernt sind wir nicht mehr. Seit AIBO (von Sony) warte ich auf eine Roboter-Katze mit AI, die mir die Einkäufe vom Auto in die Wohnung trägt.

  • Ich kann die Serie „Person of Interest“ empfehlen. Besonders in den späteren Staffeln, wenn „Samaritan“ auftaucht.

  • @fr_de:
    pah… Marathon Roboter… gähn…
    Schau dir mal an was Atlas in seiner „Freizeit“ macht, seit dem er bei Hyundai arbeitet:
    https://www.youtube.com/shorts/UoHfGhLHRkg
    (Das hätte ich auch gerne mal gekonnt)
    gegenwärtig lernt er ein paar Fußball Tricks:
    https://www.youtube.com/watch?v=V1Lxp-Q6Y9g

    Die Serienproduktion des humanoiden Atlas-Roboters von Boston Dynamics hat im Januar 2026 begonnen. Alle Einheiten für das Jahr 2026 sind bereits vollständig vergeben; die ersten Auslieferungen erfolgen an den Mutterkonzern Hyundai (für das neue Werk in Georgia) und an Google DeepMind für das KI Training…

  • Was wurde erst getönt: KI ist eine Bereicherung für die Menschen etc und jetzt auf einmal diese Kehrtwende. Wenn man selbst hier im Chat den Begriff „Skynet“ zu Beginn der KI Hysterie verwendet und für mehr Sorgfalt mit dieser Technologie gebeten hat, wurde man sofort in die Aluhutträgerfraktion einsortiert. Was jetzt losgetreten ist, lässt sich nicht mehr einfangen!

  • Pandoras Büchse ist geöffnet. … das wird jetzt nichts mehr. Die Katastrophe ist vorprogrammiert. Es werden sich genug Narzissten mit willfährigen Helfern im Schlepptau finden, die das ohne Limit ausnutzen werden.

  • Redet mit. Seid nett zueinander!

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