Von Decathlon und In&motion
Neue Zielgruppen: Airbag-Westen für Fahrrad und E-Scooter
Airbag-Systeme galten lange als Spezialausrüstung für Motorradfahrer und Reitsport-Begeisterte. Der französische Hersteller In&motion richtet seinen Fokus nun stärker auf den städtischen Alltag. In Zusammenarbeit mit dem Sportartikel-Anbieter Decathlon sind neue Produkte entstanden, die sich an Radfahrer und sogar E-Scooter-Fahrer richten.
Ergebnis der Kooperation ist die elektronische BTWIN Airbag Weste, die ohne externe Sensoren oder Kabel auskommt. Stattdessen erkennt ein integriertes System typische Sturzbewegungen und löst den Airbag innerhalb von Millisekunden aus.
Geschützt werden zentrale Körperbereiche wie Rücken, Brust, Bauch und Nacken. Das Produkt ist so ausgelegt, dass es sowohl unter als auch über einer Jacke getragen werden kann und durch atmungsaktive Materialien im Alltag komfortabel bleibt.
Besonderheit der neuen Modelle ist die doppelte Zertifizierung für Reitsport und urbane Mobilität. Damit sollen sie sowohl bei klassischen Freizeitaktivitäten als auch im Stadtverkehr eingesetzt werden können.
Für die unterschiedlichen Einsatzbereiche hat In&motion eigene Erkennungsmodi entwickelt, die Bewegungsmuster von Fahrradfahrern und E-Scooter-Nutzern berücksichtigen. Diese unterscheiden sich deutlich von den Abläufen bei Motorradfahrten.
Beim Preismodell bleibt In&motion auch im Alltagsbereich seinem bekannten Ansatz treu. Die eigentliche Weste wird separat erworben und kostet im Fall der neuen Decathlon-Variante 299 Euro. Hinzu kommt das elektronische In&motion-Modul, das entweder einmalig für rund 400 Euro gekauft oder über ein Abonnement genutzt werden kann. Dieses schlägt aktuell mit 120 Euro pro Jahr zu Buche und beinhaltet neben Software-Aktualisierungen auch eine fortlaufende Garantie.
Motorsport bleibt Testumgebung für die Technik
Auch wenn der Fokus zunehmend auf Alltagsanwendungen liegt, spielt der Motorsport weiterhin eine wichtige Rolle. Dort werden die Systeme unter realen Bedingungen getestet und weiterentwickelt. Erkenntnisse aus diesen Einsätzen fließen in die Software ein, die Stürze automatisch erkennen soll.
Airbag-Westen sind in mehreren Rennserien inzwischen verpflichtend. Laut Hersteller setzt ein Großteil der Fahrer in internationalen und nationalen Wettbewerben auf entsprechende Systeme.
Auf ifun.de haben wir entsprechende Lösungen nicht nur ausführlich vorgestellt und auch selbst im Einsatz, sondern zuletzt auch die runderneuerte In&motion-Applikation in Version 4.0 berücksichtigt.



Optisch ein Graus. Für mich persönlich ist das nichts, aber ich bin zumindest stets bemüht, vorsichtig zu fahren und auf zu passen
Immer mit der Dummheit anderer rechnen
Gute Einstellung, hoffentlich passen die Anderen, wenn Sie Dich sehen auch extra gut auf Dich auf.
(Ironie aus)
Denn meine Erfahrung als Rettungssanitäter ist leider eine andere, im Hinblick auf 2Räder gegen 4 Räder.
Und da ist jeder Schutz zusätzlich bestimmt nicht ganz verkehrt, selbst im Hinblick auf die Optik.
Denn optisch sieht ein Rolli weniger toll aus, als gesunde Beine.
Meiner Meinung nach geht Sicherheit vor Optik, man macht ja keine Modenschau auf dem Rad. Vorsichtig fahren und aufpassen ist sehr gut, aber in den meisten Fällen sind es ja die anderen Verkehrsteilnehmer die nicht aufpassen.
German Angst
In Italien habe ich des öfteren Frauen mit kurzem Kleid und Pumps, sowie Männer im Businessanzug auf ihren Vespas durch den Großstadtdschungel heizen sehen.
Wer hat mehr Lebensfreude?
Das ist hier die Frage, wenn ein anderer auch zu viel Lebensfreude hat und mit dem Auto zB auslebt.
Was ich in Italien auch schon öfters erleben durfte.
Aber das schlimme ist das solche Sprüche und Denkweisen leider nicht aussterben und am Stammtisch gefeiert werden.
Dertu: der hat mehr Lebensfreude, der unbeschadet überlebt.
Und zum Thema Italien: ich hab auch schon in Italien oft genug Vespa-Fahrer verletzt auf der Straße liegen gesehen. Funfact: auch in Italien geschehen Unfälle
Geeignete Schutzkleidung ist (über)lebenswichtig und hat was mit Hirn zu tun und nicht mit Angst.
Wenn Lebensfreude am Rumrasen ohne Schutzkleidung gemessen wird, dann wünsche ich viel Spaß. Aber verlange nicht, dass sich irgendjemand in Gefahr bringt, um Dir im Falle eines Falles zu helfen.
Oskar, da würde ich widersprechen. Die italienische Lebensfreude ist wohl nicht mit der deutschen zu vergleichen.
Natürlich ist körperlich gesund besser als verletzt. Aber immer nur mit dem Schlimmsten zu rechnen, sich vor Angst kaum oder nur extrem abgesichert auf die Straße trauen, oder beim Fahrradfahren bei großer Wärme oder Hitze eingepackt in einer Sicherheitsweste, das finde ich persönlich schon bedenklich.
Allerdings möchte ich hier niemanden bekehren. Wer sich so geschützt besser fühlt und damit klarkommt, soll das eben so machen.
…leider kann man sich nicht immer auf die anderen Verkehrsteilnehmer verlassen!
Leider sind zu 90% die Radfahrer schuld, weil sie keine Verkehrsregeln beachten und die umsonst gebauten Radwege nicht nutzen!
Glaube keiner Statistik, die von einem Klabusterhirn gefälscht wurde… ;-)
Mach ich als Rad und Autofahrer andere Erfahrungen.
@klabusterhirn: Daten schlagen Bauchgefühl: „Bei Unfällen mit Fußgängerinnen und Fußgängern wurde der Person auf dem Fahrrad häufiger (57,0 %) die Hauptschuld angelastet. Kollisionen mit Krafträdern wurden in der Hälfte (50,2 %) der Fälle von den Radfahrerinnen und -fahrern verschuldet. Waren Autofahrerinnen oder -fahrer beteiligt, trugen die Radfahrenden nur in 24,7 % der Fälle die Hauptschuld.“ Quelle: https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2025/04/PD25_N020_461.html
Nein.
Einfach nein.
Das stimmt so nicht.
Zum eigentlichen Thema:
Ich trage nicht mal einen Helm und sehe es nicht ein, mich in Watte packen zu müssen, um Rad zu fahren.
Sonst könnte ich gleich in ein Auto setzen.
Und ja, ich fahre sehr umsichtig und denke für alle mit, weil mir Leib und Leben, auch für meine Lieben wichtig sind.
Und ja, auch mein Kleiner muss einen Helm tragen.
So lange, bis er so gut fährt und alt genug ist, selber zu entscheiden.
Leider hast du nur Klabuster im Hirn, denn deine Statistik ist völliger Kokolores
Eventuell schützen solche Artikel auch, wenn ein anderer Verkehrsteilnehmer sich nicht bemüht vorsichtig zu fahren, aufzupassen und Dich auf die Hörner nimmt.
Prinzipiell eine gute Idee. Ein wesentlicher Nachteil solcher Westen ist jedoch der entstehende Wärmestau, der sich unter dem Material bildet und den Tragekomfort deutlich beeinträchtigen kann.
Meine Airbag-Weste fürs Motorradfahren ist bei Temperaturen bis etwa 25 C noch akzeptabel. Steigen die Temperaturen darüber, wird es jedoch schnell unangenehm warm bis hin zu deutlich überhitztem Tragegefühl.
Je nach Material, Belüftungssystem und Passform kann sich dieser Effekt zusätzlich verstärken, insbesondere bei längeren Fahrten oder geringer Luftzirkulation.
Also für einen Bio Mountainbiker nicht nutzbar!?
Warum gibt es so etwas nicht auch für Fußgänger? Ich hab solche Angst, dass ich mal über nen Kieselstein stolpere und mich schwer verletze! Außerdem suche ich noch einen zertifizierten Fußgängerhelm und Knieschoner. Die Protektoren für Inliner gehen nicht, die sind für nen anderen Geschwindigkeitsbereich geprüft.
In dem kleinen Video oben tragt doch auch Fußgänger die Weste. Problem ist nur, dass die auch auslöst ohne Sturz.
Sonderbar, dass Du das heute schreibst. Ich habe grade mehrere Stunden darüber nachgedacht, wie groß die Gefahr ist beim Duschen auszurutschen und sich das Genick zu brechen. Gibt es da wohl geeignete Schutzsysteme? Oder fällt das unter das allgemeine Lebensrisiko?
Denk an die Bananenschale……
Man kann auch aus dem Bett fallen. Also ist dies eine 24/365 Weste
Misst, gleich falle ich wieder :D
Einfach nicht mehr aus dem Haus gehen und man hat einen Teil der Gefahren gebannt.
Hoffentlich hält dann die Decke… ;-)))
Passieren die meisten Unfälle nicht im Haushalt…?
Und Internet abschalten!
Ich frage mich, ob die Weste fürs Trail- und/oder Downhill Mountainbiking geeignet wäre
Und am Ende der Sicherheitsevolution steht dann – das Auto!
Kannst die Weste auch im Auto anziehen, steht dem Ganzen nichts im Wege.
Off topic:
Am besten wir verbieten motorisierten Individualverkehr, denn dieser ist dir Ursache aller Übel.
Oder wir denken uns Konzepte aus, bei denen die verschiedensten Verkehrsteilnehmer parallel existieren können. Z.b. räumlich getrennte Fahr- & Fußwege, regelmäßige Schulungen für ALLE zu den gesetzlichen Vorschriften, Reduzierung der Geschwindigkeit auf Nebenstraßen etc..
Ich bin selber Fußgänger, Fahrrad-, Motorrad- & Autofahrer in Berlin und es sollten sich ALLE erstmal an die eigene Nase fassen wenn es um Sicherheit im
Straßenverkehr geht. Danach kommt dann der Staat, der die Vorschriften kontrollieren sollte, was jedoch in keinster Weise Erfolg. Also weiterhin Wild West im öffentlichen Raum.
Ich verwende seit Jahren zum Reiten ein Modell der Firma Hitair. Da ist der Hals-und Lendenwirbelbereich deutlich besser geschützt und die Ersatzpatronen sind auch günstiger. https://hit-air.de/shop/
Die Dinger bringen auch wenig wenn man mit Kopfhörern und Noise cancelling unterwegs ist und dabei nicht links und rechts schaut.
Für e-scooter Fahrer völlig sinnlos, weil Gesichtsverletzungen dort die häufigsten Verletzungen sind. Da nutzt so eine Opa Weste gar nichts.
Ich hatte letztes Jahr einen Unfall mit dem Scooter. Schlüsselbein und 6 Rippen gebrochen, Platzwunde an Kopf. Hab keine Erinnerung an den Unfall direkt, ich weiß nicht, wie es passiert ist.
Da wäre so eine Weste natürlich hilfreich gewesen. Ist aber ein relativ teures Vergnügen. Mit 64 Jahren sollte man sich vielleicht auch nicht mehr auf diese Dinger stellen. Der Scooter wurde deswegen auch verkauft.
Jetzt fahre ich nur noch E-Bike und zwar mit Helm. toitoitoi…
Mit einem Fahrrad wirst du besser wahrgenommen. Zudem herrscht bei Autofahrern völlige Unsicherheit über die Regeln für e-Scooter. Was aber auch daran liegt, dass sich die meisten e-Dcooter Fahrer prinzipiell nicht an irgendwelche Regeln halten. Das machen Radfahrer häufig auch nicht aber zumindest respektieren mehr Radfahrer Verkehrsregeln als e-scooter Fahrer. Ich bin auch durch mit e-Scooter fahren, ist mir einfach zu gefährlich.
Mich würde interessieren auf welche Märkte das abzielt? Wahrscheinlich auf Länder mit schlechter Radinfrastruktutur wie in Dtl. In Dänemark (Kopenhagen) und den Niederlanden (Amsterdam) tragen die wenigsten nen Helm. Stürze entstehen ja in der Regel nur im Zusammenhang mit der Priorisierung des MIV und der daraus resultierenden schlechten Infrastruktur für andere Verkehrsteilnehmer*innen.
Stürze entstehen auf vielfältige Art und schwerste Verletzungen sind primär am Kopfbereich, wir haben Untersuchungen darüber gemacht. Eine Hauptursache sind falsche Fahrmanöver und Einschätzung der Situation. Gerade e-scooter Fahrer haben ein hohes Risiko, einerseits aufgrund des Fahrverhaltens der Geräte in Extremsituationen, durch nicht angepasstes Verhalten unabhängig von anderen Verkehrsteilnehmern, Ablenkungen und Überschätzung. Eigenverschulden ist in hohem Maß gegeben. Solche Airbags lindern zumindest die Schwere des Unfalls.