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Effektiv 88 Cent pro Monat

Ab Juni Schrott: devolo nimmt dLAN Live Cams vom Netz

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49 Kommentare 49

Die Produkt-Abkündigung des Netzwerk-Ausrüsters devolo erreicht betroffene Kunden per E-Mail: Zum 1. Juni 2022, so das Anschreiben, will das 2002 gegründete Unternehmen mit Sitz in Aachen seinen dLAN Live Cam-Service einstellen. Man sehe sich „aus technischen Gründen leider dazu gezwungen“.

Dlan Live Cam

Sobald die Server des dLAN Live Cam-Service vom Netz genommen wurden, haben Besitzer der erstmals 2012 vorgestellten Geräte keinen Zugriff mehr auf ihre dLAN Live Cams.

devolo „bedauert“ eigene Entscheidung

Man könnte dies auch etwas konkreter formulieren. devolo wir in rund zwei Monaten zahlreiche Überwachungskameras über Nacht in Elektroschrott verwandeln. Im Info-Anschreiben an die betroffenen Bestandskunden verliert develo dazu nur einen Satz: „Diesen Schritt bedauern wir und hoffen, dass Sie viel Freude an Ihrer dLAN Live Cam in den vergangenen Jahren hatten.“

Der in 19 Ländern vertretene Weltmarktführer im Bereich Powerline hatte die erste Powerline-Kamera mit iOS-Anwendung im Herbst 2012 vorgestellt. Die dLAN LiveCam wurde als Lösung zur Heimüberwachung am Markt platziert und brachte es auf eine für damalige Verhältnisse noch akzeptable Auflösung von 640 x 480 Bildpunkten und eine Bildwiederholrate von bis zu 20 Bildern pro Sekunde.

Das Bildsignal wurde von der Kamera direkt über ein vorhandenes Powerline-Netz geschickt. Die iOS-Anwendung gestattete den Zugriff auf den laufenden Stream aus der Ferne.

Effektiv 88 Cent pro Monat

Die devolo dLAN LiveCam erreichte den Handel nur kurze Zeit später im November 2012 und wurde sowohl einzeln für 99,90 Euro als auch im Bundle mit einem zusätzlichem dLAN-Adapter für 129,90 Euro angeboten. Wer ganz zu Anfang zugegriffen hat, hat es also immerhin auf eine Laufzeit von rund 113 Monaten gebracht und damit effektiv 88 Cent für die monatliche Nutzung bezahlt.

Mit Dank an Martin!

24. Mrz 2022 um 13:02 Uhr von Nicolas Fehler gefunden?


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  • Vielleicht haben sie ja das Admin-Passwort für den Server verloren.

  • mal sehen, ob Verbraucherschützer das auch als alternativlos beurteilen. da werden sich jetzt einige Juristen surf die AGB wühlen

  • Wieso besteht da überhaupt ein Server Zwang? Warum können diese Kameras nicht Lokal im eigenen Netz betrieben werden? Da gibt es doch einige lokaler LAN Überwachungskameras. Einen Server Zwang finde ich ich wenig sinnvoll.

    • Ist bei jeder Heimautomatisierung finde ich Cloudlösungen ein unding. Wenn der Anbieter stirbt, sterben die Geräte großteils mit. Eigener Server zu Hause, Möglichkeit auch den Zugang ins Netz zu sperren/eigene Gefahr zu öffnen fehlt leider oft völlig. Gibt sehr wenige Hersteller und Konsumenten die soweit denken.

  • Deswegen würde ich nie auf Kameras mit Cloudzwang zurückgreifen. Wobei dieser Zwang/diese Cloud absolut überflüssig ist

    • Ich fasse es noch etwas weiter: keine Produkte, die die Cloud-Nutzung vorschreiben. Diese Kameras sind ja nur ein Beispiel. Smarte Waagen ein anderes. Stellt der Hersteller den Dienst ein, wie wir hier sehr schön sehen, ist das Produkt Schrott. Aus kommerziellen wie Umweltgründen für mich nicht akzeptabel.

  • Ich würde mir niemals Geräte mit Cloud/Server/Abo Zwang vom Hersteller kaufen. Abzocke hoch 10. Und was daraus werden kann, sieht man ja.

  • Wer cloud Geräte kauft ist halt nicht ganz dicht… Hoffentlich tut es diesen Leuten weh und sie lernen dazu. Zumal man Hersteller die solche „schrott Hardware“ anbieten das Handwerk gelegt! Es wird über Netzteile diskutiert und hier zaubert man ganze Geräte zum schrott…. Klasse Leistung…. Ach nervt mich soetwas! Sorry für diesen Ton aber das ist doch unter aller sau!

  • Der Grund für den Cloud-Server war doch lediglich die Rechtfertigung für monatliche Zahlungen statt Einmalkauf der Hardware.
    So maximiert man halt seinen Gewinn wenn jetzt alle nochmal neue Hardware kaufen müssen um dann erneut Cloud-Gebühren zahlen zu müssen. Erinnert stark an viele Apps, die aufs Abomodell wechseln und die gekaufte Apps durch ein Update funktionslos wird ohne Zwangsabogebühren zu zahlen um die bezahlten Funktionen wieder zu erlangen. Nur bei Apps wird immer behauptet, das die Entwickler ja irgend wovon leben müssen und damit die Zwangsenteignung/Verschrottung digitaler Güter gerechtfertigt wird. Geht es wie hier um Hardware die zu Schrott wird ist es auf einmal nicht mehr ok…

  • Ich finde das einfach jenseits. Das ist genau das was mit diesen Aboprodukten passiert… Aufpassen, wenn man so Sachen kauft… Ich finde es extrem frech, ein hardware Produkt zu verkaufen und dieses mittels Software ungültig zu machen. Das ist wie wenn man etwas verkauft und wieder zurückholt. Geht einfach gar nicht.

    • Was wollt den ihr hier jetzt alle mit Abo?
      Die Devolo Kameras liefen OHNE Abo, nur Einmalkauf.
      Lest doch mal bitte die Meldungen KOMPLETT bevor ihr postet!
      Nach 13 Jahren kann man sowas schon auch mal einstellen.

      • Korrektur: 10 Jahre.

      • Nicht jeder hat die Kameras gleich zu beginn gekauft. Es ist für mich daher die Frage wann die letzte Kamera verkauft wurde.
        Trotzdem ist es nun Elektroschrott, ausser sie stellen eine andere Firmware zur Verfügung durch die man die Kamera ohne dlan Server betreiben kann

      • Ich habe meine am 10. Mai 2022 über Amazon gekauft. Glück im Unglück: dank deren großzügiger Rückgaberegelung bekomme ich wenigstens mein Geld zurück. Wobei es schon eine Unverschämtheit ist, die Geräte noch zu einem Zeitpunkt zu verkaufen, zu dem sie längst abgekündigt sind. Meine Meinung zu diesem Thema brauche ich wohl nicht weiter auszuführen… Devolo-Produkte kommen mir jedenfalls nicht ins Haus.

  • Vielleicht sind das auch nur die Vorboten, dass Devolo entweder das Insolvenzverfahren nicht überstehen wird oder sich zwangsweise verschlanken muss. Und dazu gehört dann bspw. die Abschaltung teurer Server.

  • Das gute ifun-Team hätte aber eventuell noch einmal darauf Hinweisen sollen, dass devolo gerade gegen die Insolvenz ankämpft (vor ein paar Tagen selber verkündet). Möglicherweise müssen sie eben Sparten abstoßen, welche nicht wirtschaftlich sind, um die Produktpalette zu straffen.

  • Immer wird über Nachhaltigkeit gesprochen. Fest verbaute Akkus sind immer das Paradebeispiel für schlechte Nachhaltigkeit.
    Und dann werden über Nacht Server abgeschaltet und Millionen funktionierende Elektronikgeräte werden von jetzt auf gleich zu Elektroschrott. Das interessiert dann niemanden. Und der Hersteller kehr das dann Achselzuckend unter den Teppich. Tut uns leid, geht nicht anders.
    Man müßte verpflichtend ein letztes Update zur Verfügung stellen, welches die Geräte auch ohne Cloud Zwang nutzbar macht. Und wenn es nur um Basis-Funktionen geht. Z. B. lokaler Zugriff im Netz per Webbrowser. Dann geht das halt nicht mehr über die App aber man hat wenigstens noch eine Kamera, die man nutzen kann.

  • Ich denke, die Empörung über diese Entscheidung ist wesentlich grösser als die Anzahl von noch in Betrieb befindlichen Kameras mit dieser uralt-Technik.
    Devolo befindet sich aktuell in Insolvenz, die Abschaltung ist vermutlich nicht mutwillig, sondern der Tatsache geschuldet, dass möglicherweise kein Geld vorhanden ist für den Serverbetrieb.
    Völlig daneben ist jedoch die Kommunikation von Devolo. Der Satz, man hoffe die Kunden hätten in der Vergangenheit viel Freude an dem Produkt gehabt ,klingt – möglicherweise unbeabsichtigt – zynisch. Es hätte besser gepasst, die Hintergründe ehrlich zu erklären anstatt der Ausrede mit „technischen“ Gründen.

    • Würde bedeuten, man sollte nur Cloud-basierte Dienste von Big-Playern anschaffen, weil dort die Wahrscheinlichkeit hoch ist, daß es nicht eingestellt wird wegen Insolvenz o. Ä. Außerdem würde man damit kleinere generell ausschließen.
      Wieder mein Gedanke, es müßte eine Verpflichtung geben, vor dem „Aus“ eine Entkoppelung von der Cloud per Firmware-Update.
      Und es ist egal, wie alt ein Produkt ist. So lange es verwendet wird und funktioniert, muß es Sicherheitsupdates geben. Da nützt es nichts, wenn Router oder ähnliche Geräte eine „Livetime“ vom Hersteller von 3 oder 4 Jahren bekommen, aber in der freien Wildbahn dann 10 Jahre verwendet werden. D. h. es gibt nach 3 oder 4 Jahren keinerlei Sicherheitsupdates mehr. Und davon auszugehen, daß ein Produkt dann plötzlich sicher ist, ist falsch. Sicherheitslücken müßten so lange gestopft werden, wie es Geräte in Verwendung gibt.
      Oder werden alte Autos auch verschrottet, weil sie evtl. keine Sicherheitsgurte oder Airbags haben? Oder gar Euro 6 nicht erfüllen?

  • Deswegen kaufe ich keinerlei Produkte die auf einer Herstellercloud angewiesen sind.

  • Das haben wir schon bei Sonos, TomTom,Navigon und der Telekom gesehen das denen nicht passiert Man kann natürlich Privat gegen die Vorgehen

  • Ich will nicht falsch verstanden werden und kein Öl ins Feuer gießen.
    Aber.
    Einerseits an einer 10 Jahre alten Kamera festhalten wollen und (selbstverständlich) Ressourcenverschwendung anmahnen. 
    Aber andererseits jedes Jahr ein neues Handy oder aller 3 Jahre ein neues Auto kaufen/leasen/finanzieren.

  • Eigentlich gehört ein Warnschild auf solche Geräte: „Achtung! Cloud-Zwang!“

  • Verpflichtung für eine lokale Version bei einer Abschaltung würde super sein. Oder gleich beim Kauf auf diesen Cloud Müll verzichten. Bei mir kommt hauptsächlich nur noch Cloud freie Lösungen zum Einsatz. Speziell im SmartHome Sektor läuft bei mir alles Lokal.

  • Was regt Ihr Euch alle so über Cloud-Produkte und u.a. fest verbaute Akkus auf? Aber ein iPhone habt Ihr schon, oder? OK, das könnte man womöglich rein theoretisch auch ohne jegliche Apple-Dienste betreiben, macht aber wenig Sinn. Und der Akku kann auch nicht einfach vom Anwender getauscht werden.

    • Nein, auch ein iPhone kann man nicht ohne Apple-Dienste oder deren Server betreiben. Das fängt schon bei der ersten Aktivierung an: völlig offline ist das unmöglich. Da regt sich komischerweise aber auch niemand auf!

  • Und wieder ein System, bei dem der Server abgeschaltet wird. Ich sagte beim letzten Mal ja schon: Nie kommt mir so ein Schrott in´s Haus !

  • Und wieder ein Cloud-Produkt gestorben, während diesseits der Zeitachse jeden Tag fleißig weiter Cloud-Produkte gekauft werden. Alle Palms der Welt reichen für das Face nicht aus.

  • Ich kenn die Kamera nicht. Könnte mir vorstellen, dass man über RTSP streamen könnte. Und mit ein bisschen basteln bekommt man dann das Video bestimmt auch von unterwegs zu sehen (über eigenen Server etc.)

    Kann aber auch verstehen, dass es ärgerlich ist, wenn der gekaufte „comfort“ durch Appsteuerung verloren geht.

  • Wenn erstmal alle Chinesen (tado …..)die Server stilllegen

  • Was ist denn eine gute Alternative ohne Cloud-Zwang im Bereich der Heimüberwachung? Gibt es Tipps aus der (funktionierenden) Praxis für Nicht-Spezialisten? Besten Dank im Voraus!

  • Warum nicht Den Ganzen Elektro Müll Hinschicken ????

    AD : devolo AG
    Charlottenburger Allee 67
    52068 Aachen
    Germany

  • Thomas Mausgrau

    Also, der 1 Juni ist nun vorbei und meine Kameras laufen immer noch. Gibt es noch andere Nutzer, bei denen das auch so ist?
    Für den Fall, daß sie es vergessen haben, möchte ich Devolo natürlich nicht daran erinnern.
    Ich fand die Teile in den letzten 10 Jahren jedenfalls erfreulich zuverlässig. Habe sie eigentlich nur im Urlaub benutzt um zu sehen, ob zu Hause alles i.O. ist.
    Aber dafür haben sie zuverlässig gearbeitet und das war mir wichtiger als eine hohe Auflösung.

  • heute am 11.06. laufen meine Cams immer noch!
    Scheint wohl doch am 01.06. nicht abgeschaltet zu sein.
    Gruss Stephan

    • arthur raczynski

      Ja bei mir sind die Cams auch noch online obwohl ich nicht in DE wohne.
      Vielleicht wollen Sie uns als Zukunftskunden nicht vergraulen. Ich hoffe, dass die Cams noch in JUly/AUgust Urlubszeit online bleiben, Falls jemenad was neuees hat lass bitte wissen.

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