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Präsentation als einfache Jukebox-Software

20 Jahre iTunes: Grundstein für ein „neues Apple“

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20 Jahre iTunes! Am 9. Januar 2001 wurde iTunes von Apple als „weltweit beste und am einfachsten zu bedienende Jukebox-Software“ vorgestellt. Zu diesem Zeitpunkt war noch kein iPod, geschweige denn das iPhone in Sicht. Doch mit der Einführung von iTunes legte der der damalige Apple-Chef Steve Jobs einen der wichtigsten Grundsteine für den heutigen Erfolg des Unternehmens.

Itunes Versio 1 Info Bildschirm

Apple hat iTunes keinesfalls selbst erfunden. Das damals vorgestellte iTunes 1 war lediglich eine überarbeitete Version des ein Jahr zuvor von Apple gekauften MP3-Players SoundJam MP. Wikipedia hält dazu eine nette Anekdote bereit. Apple war Anfang 2000 auf der Suche nach einem MP3-Player und ganz und gar nicht auf SoundJam MP fixiert. Das bis heute mit Anwendungen wie Transmit im Mac-Bereich aktive Entwicklerstudio Panic hatte mit Audion eine ebenbürtige Alternative auf dem Markt, an der Apple ebenfalls Interesse zeigte. Die Audion-Entwickler zogen zu diesem Zeitpunkt allerdings Gespräche mit AOL vor, sodass Apple recht zügig mit den SoundJam-Entwicklern Casady & Greene ins Geschäft kam.

Itunes Version 1 Design

iTunes wurde zunächst ausschließlich für den Mac veröffentlicht. Apple bewarb die Software als einfache Möglichkeit, eine eigene Musiksammlung auf dem Mac anzulegen und zu verwalten. Im Gegensatz zum Original SoundJam MP war iTunes auch in der Lage, Songs von CD im MP3-Format zu importieren sowie umgekehrt auch eigene Wiedergabelisten auf CD zu brennen.

„Apple hat das getan, was Apple am besten kann – komplexe Anwendungen einfach zu machen und sie dabei noch leistungsfähiger zu gestalten. iTunes ist jeder anderen Jukebox-Anwendung meilenweit voraus, und wir hoffen, dass seine dramatisch einfachere Benutzeroberfläche noch mehr Menschen mit der digitalen Musikrevolution verbindet.“
-Steve Jobs bei der Vorstellung von iTunes

Mangels eigener portabler Musikabspielgeräte erwähnte Apple bei der iTunes-Ankündigung noch namentlich die MP3-Player von Rio und Creative Labs als beliebte Geräte zur Musikwiedergabe. In der Werbung für iTunes wurde besonders hervorgehoben, wie einfach sich Musik per Plug-and-Play und ohne zusätzliche Software oder Treiberinstallationen von iTunes aus auf diese Geräte übertragen lässt. Der erste iPod sollte erst zehn Monate später im Oktober 2001 vorgestellt werden.

Neben den MP3- und CD-Funktionen war iTunes auch bereit zur Wiedergabe von Internetradio und hatte mehrere Hundert Stationen direkt integriert.

Eine Besonderheit bei der Musikwiedergabe mit den ersten iTunes-Versionen war die Möglichkeit, bildschirmfüllende und durch die Musik gesteuerte Visualisierungen einzublenden, die auch als Bildschirmschoner Verwendung fanden.

Heute ist iTunes nur noch für Windows und ältere Mac-Betriebssysteme erhältlich. Mit der Veröffentlichung von macOS Catalina hat Apple 2019 iTunes durch die Mac-Anwendungen „Musik“, „Podcasts“ und „Bücher“ ersetzt. Die seit 2003 erhältliche iTunes-Version für Windows wird weiterhin auch für aktuelle Windows-Systeme angeboten.

Samstag, 09. Jan 2021, 17:19 Uhr — Chris

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  • Die Visualisierungen hatte Apple aber auch nicht erfunden. Der MP3-Pionier WinAmp konnte das schon Jahre vorher…

  • Auch unter Catalina lässt sich iTunes installieren. Sogar wahlweise mit App-Verwaltung.

    • Was hätte ein iPod genutzt ohne einen Store ?

      Das wäre wie ein Flughafen ohne Straßenanbindung!

      Steve Jobs hat erst die Infrastruktur geschaffen um den bereits in der Entwicklung befindlichen iPod nach dessen Einführung auch entsprechend vermarkten zu können.

    • iTunes unter catalina mit App Verwaltung? Das ist ja ne gute Infos. Werde ich gleich mal weiter recherchieren. Hab davon bisher noch nichts gehört..

  • Ach ja iTunes. Eines meiner Lieblingsprogramme damals unter Snow Leopard als ich mit Mac gestartet bin.
    Wie viele Stunden in damals in die Organisation der „perfekten“ Mediathek gesteckt hatte. Das waren Zeiten…

    • ja, und jetzt, mehrere macs und OSX updates später ist bei mir alles wild durcheinander gewürfelt. teilweise fehlen ganze cds, von denen ich mir sicher bin, dass ich sie gerippt habe. jetzt darf ich wieder in den kartons suchen…

    • was wäre denn heute das pendant zum damaligen itunes? welche app zum verwalten und abspielen von musik ist denn übersichtlich und kann viel?

      • Ich hatte eine Zeit lang das j.River Media Center, ich weis nicht wie das Programm heute aussieht.

      • Auf dem Mac weiß ich es nicht, aber für Windows kann ich MusicBee empfehlen. Sehr umfangreich, individuell anpassbar und bedeutend performanter als das alte iTunes.

    • Isso. Ich hatte damals auch eine perfekte Library mit allen Covern.

  • „Mit der Veröffentlichung von macOS Catalina hat Apple 2019 iTunes durch die Mac-Anwendungen „Musik“, „Podcasts“ und „Bücher“ ersetzt.“

    Die TV-App nicht zu vergessen. Dort sind Filme und Serien hingewandert.

  • Von einfach kann heute keine Rede mehr sein. Zu aufgeblasen. Benutze es gar nicht mehr. Da liebe ich meinen alten ipod Classic

  • Ich habe damals iTunes auf Windows kennengelernt und hatte von der Firma Apple keine Ahnung. Im Freundeskreis galt iTunes nur als beste App um CDs zu importieren und eigene CDs zu erstellen. Man konnte Qualität der Kopien bestimmen und umfänglich die Tags bearbeiten. Ich selbst habe eher nur mp3/aac gehört, keine CDs. Auch mir war iTunes daher sehr wichtig um meine Musik auf einen Player zu bringen. Und nein, ich hatte noch kein Internet wie man es Heute kennt. Ich hatte überhaupt keine Anbindung. Glaub iTunes lag mal einer Zeitschrift bei, ansonsten hat man eben die Installationsdatei von einem Freund bekommen. Später dann mit Internet, konnte ich auch den Songs mit iTunes die richtigen Cover zuordnen. Die Zeiten sind vorbei.

    iTunes auf MacOS habe ich nie erlebt, aber ich verstehe nicht was besser sein soll an dem was jetzt ist. Auf iOS sind die Apps und Shops ja noch ganz OK, aber auf Mac? So nutze ich den Mac eben nie für Musik, Filme oder sonstiges Entertainment.

  • iTunes hat es vorgemacht, wie eine Musiksammlung verwaltet und Synchronisiert wird.
    Microsoft hatte dann mit dem Zune-Player ein vergleichbare App am Start.
    Viele sind leider mit dem Prinzip der Datenverwaltung mit ihrem Ordnerdenken nicht zurecht gekommen. Zune-Player ist wegen diesem Umstand leider wieder untergegangen.

  • Hat noch jemand das Problem, dass iTunes seit einiger Zeit auf Windows immer wieder von selbst von „lokalem Backup“ zu „iCloud Backup“ springt?

    • ich meine das passiert, wenn man im iPhone ein regelmässiges iCloud Backup eingestellt hat. Ein lokales Backup über iTunes am PC / Mac sollte über den Button genau dort der heisst „Backup jetzt erstellen“ oder so Ähnlich jederzeit auf Wunsch möglich sein. Zumindest ich handhabe es bei mir so…

      • Danke für Deine Antwort. Seltsam, im Phone ist iCloud-Backup komplett aus, hatte ich eigentlich auch nie an. Das nervt total, weil ich das lokale Backup so immer manuell starten muss.

      • iPhone und kein iCloud Backup? Das ist so gesehen schon grob fahrlässig. Etwas besseres ins einfacheres gibt es ja wohl nicht. Neues iPhone, ID Eingeben und schon ist das neue iPhone wieder das alte.
        Da verstehe ich manch einen absolut nicht?

      • Backup sind von Apple einsehbar und daher win Sicherheitsrisiko..

        Aber ich persönlich nutze es auch

      • Hast du im iPhone iTunes wlan sync eingestellt?

      • Neben der Einsehbarkeit für Apple bietet das iCloud Backup auch nicht alle Daten. Da es nicht vollständig verschlüsselt ist werden zum Beispiel keine Passwörter gesichert, auch Health Daten werden so nicht gesichert und stehen somit auf dem neuen iPhone nicht zur Verfügung. In iTunes vorhandene Apps, die nicht mehr im Store erhältlich sind werden über das iCloud Backup nicht wieder eingespielt und auch vorher installierte Profile werden nicht mit gesichert (z.B. Unitymedia WifiSpot oder TestFlight Profile gingen verloren)

      • Quatsch….klar werden PW und Health Daten gesichert….weiß nicht ob es hierzu irgendwelche markanten Einstellungen gibt, aber ich kann über 3 iPhones und Jahre zurück meine Healthdaten einsehen, und das mit Backups aus der Cloud.

        Ich weiß das es früher mal ein Thema war (vor mindestens 3-4 Jahren…)

      • Kleine Differenzen gibt es schon zwischen lokal und iCloud Backup.
        Z.B. VPNs gehen verloren. Darum habe ich für meine über 20 VPN von meinen Kunden Verbindungen (remote Desktop) mit Configurator Profil erstellt. Sonst ist es bei Gerätewechsel eine unendliche Geschichte

      • @fuchsioo: wo kann ich WLAN-Sync im iPhone einstellen? Lt Apple-Anleitung geht das nur im iTunes.

      • Das ist schon lange nicht mehr so. Selbst wenn man kein Backup einspielt und sich nur mit seiner Apple ID anmeldet sind die Health-Daten und die Passwörter wieder da.

  • Au wei itunes. Unausgereift bis zum letzten Tag. Frickel Software. Nie benutzt.

  • Viel zu groß und umfänglich das Programm. Bis die was schlankes rausbringen wie die Spotify App für Windows muss ich wohl auch bei Spotify bleiben.

  • Hey Leute, eine kleine Frage an die Experten: im Aufmacher Bild sind ja verschiedene Icons von iTunes
    Daher meine Frage, welches Bild gehört zu welcher Version beziehungsweise welchem Jahr? Meine erste iTunes Version war die CD mit der blauen Note. Daher die Abschluss Frage, seit wann nutze ich iTunes?

    Liebe Grüße

    • Nun, es gibt zwei Icons mit einer blauen Note. Die dunkelblaue Note gab es ab Version 2 (die es ab Ende 2001 gab). Die spätere hellblaue Note repräsentiert Version 7–9, also einen Zeitraum von Ende 2006 bis Mitte 2010. ;)

  • Es wurde von Version zu Version fetter und aufgeblähter, mit Dingen die in dieser App nichts zu suchen hatten/haben. Die letzte Version ist zwar in dieser Beziehung wieder besser geworden. Aber intuitiv ist anders. Wer hier nicht die letzten 20 Jahre die Entwicklungen begleitet hat, ist als Einsteiger hoffnungslos überfordert. Gerade bei iTunes Frage ich mich, ob Steve das so auch mitgetragen hätte. Scheinbar arbeiten die Entwickler bei Apple selbst nicht mit der App. Anders kann ich mir das nicht mehr erklären.
    Für mich der wichtigste Meilenstein, dass Apple iTunes auch für Windows angeboten hat. Ohne diese Öffnung wäre man nicht zu dem geworden was sie jetzt sind. Erst als Nutzer ihren iPod unter Windows abgleichen konnten, startete man richtig durch und die Verkaufszahlen gingen durch die Decke. Der Rest ist Geschichte.

  • Ich nutze mittlerweile auch unter Windows nur noch die Apple Music Website. In Chrome (und auch in anderen Browsern) kann man die sich ja auch als Web App mit eigenem Fenster und Icon auf dem Desktop und in der Taskleiste hinterlegen. Funktioniert deutlich besser als iTunes.

  • Winamp hat wenigstens noch den Hintern des Lamas gepeitscht!

  • Nutze iTunes ausschließlich für die lokalen Backups meiner iOS Geräte und um ggf. mal Klingeltöne aufzuspielen.
    iTunes meine Musiksammlung „beizubringen“, habe ich nach zig Anläufen aufgegeben: jede Änderung (Neuzugang, Umbenennung, etc) hatte immer eine umfangreiche obligatorische Synchronisation zur Folge. Und obwohl sauber mit MP3TAG gepflegt, hat iTunes es bis heute nicht hinbekommen, die Cover aus seinem Cache sauber zuzuordnen. Ständig hatten meine Alben/Songs andere Cover, als die getagten.
    Und lbnl: iTunes ist ein rein tagbasiertes Musikverwaltungsprogramm! Und das ist trotz sauberer Tag-Pflege bei > 50.000 Tracks einfach zu unübersichtlich!
    So habe ich mein ABC-Register als Ordnerstruktur, knapp 300 Playlisten und alles wird lokal mit Winamp (PC) oder Ilna (Mac) abgespielt. Remote nutze ich DS-Audio für die Synology.
    Keine Sync-Probleme, keine Bevormundung, keine Miete… läuft :)

  • Hach… die guten alten Zeiten…. SoundJam und dann das erste iTunes – klein, schnell, übersichtlich und einfach zu bedienen. Genauso wie die Systeme vor OS X. Heute ist Music/iTunes ein träges, fettes, unübersichtliches Monster – immer noch, auch unter BigSur.

  • Mit iTunes ist es halt wie mit der gesamten Software-Entwicklung von Apple. Alles wird immer aufgeblasener, undurchsichtiger, überfrachtet mit total unnützen Funktionen und Features. „Intuitiv“ ist auch bei Apple schon lange nichts mehr. iTunes ist wirklich ein super Beispiel wie man es auf keine Fälle machen sollte… jede Version wurde verschlimmbessert, „Music“ ist immer noch totaler Murks nur unter einem anderen Namen.

  • Viel schlimmer als das „neue“ Musik finde ich das Bücher-Programm, in dem man seine Hörbücher nicht mehr verwalten, sondern nur noch konsumieren kann. Es ist eigentlich komplett nutzlos!

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