Angetestet: iTunes Match – Musikgenuss auf Wolke 7

Featured 87 Kommentare

Deine komplette Musiksammlung, immer und überall verfügbar (Internetzugang vorausgesetzt). Der in den USA gestartete Dienst iTunes Match verspricht genau das. Die Besonderheit: Im Gegensatz zur Konkurrenz wie beispielsweise Google Music trumpft Apple mit seinem riesigen Musikkatalog auf. Songs, die der iTunes Store bereits kennt, müssen nicht erst zeitaufwendig in die Cloud geladen werden. Stattdessen tauscht der Benutzer sozusagen die eigene Version gegen jene von Apple, kodiert in feinstem AAC mit einer Bitrate von 256 kbps. In den meisten Fällen dürfte das ein guter Deal sein, zumal viele MP3-Sammlungen, die über die Jahre aus den unterschiedlichsten Quellen herangewachsen sind, den Versionen von Apple qualitativ unterlegen sein dürften.

Vorneweg: iTunes Match steht nach wie vor nur in den USA zur Verfügung. Zur Bestellung reicht ein US iTunes Konto mit Prepaid-Guthaben nicht aus! Es wird zwingend eine US Kreditkarte mit amerikanischer Rechnungsanschrift benötigt. Auch der Umweg über einen US Paypal Account führt nicht zum Erfolg, sofern hier keine US Kreditkarte hinterlegt ist. Dank eines glücklichen Umstands kamen wir dennoch in den Genuß von iTunes Match und möchten hier kurz von den ersten Eindrücken berichten.

Zum Preis von 24,99$ pro Jahr kann das iTunes Match Abo in den USA erworben werden. Direkt nach dem Kauf beginnt iTunes automatisch damit, die eigene Musiksammlung zu analysieren und abzugleichen. Dieser Vorgang ist sehr CPU-intensiv, der Lüfter des MacBook Air lief die meiste Zeit auf hohen Touren. Bei der Analyse werden nicht nur reine ID3 Tags überprüft. Wer also glaubt, er könne den Gesang seiner kleinen Schwester aufzeichnen, als “Madonna – Celebration” tarnen um damit die iTunes-Erkennung zu überlisten, wird kläglich scheitern. In unserem Fall wurden von 6000 Songs ca 70% erkannt. Die restlichen, nicht erkannten Songs werden im letzten Schritt hochgeladen (bis zu einer Maximalanzahl von 25.000 hochgeladenen und gefundenen Songs). Die komplette Prozedur erstreckte sich auf ca 7-8 Stunden.

In iTunes selbst sollte man sich für eine bessere Übersicht die Ansicht anpassen. Es lässt sich eine neue Spalte einblenden mit dem Namen “iCloud Status”. Diese gibt Informationen über den Status jedes einzelnen Songs (Gefunden, Übertragen, Gekauft).

Songs mit einer niedrigeren Bitrate als 96 kbps werden von iTunes Match ignoriert. Dem lässt sich durch ein Re-Encoding mit höherer Bitrate entgegenwirken. Einzelne Songs dürfen eine Dateigröße von 200 MB nicht überschreiten, sonst werden sie ebenfalls ignoriert.

Nachdem der komplette Match-Prozess durchgelaufen ist, ändert sich zunächst gar nichts an der lokalen iTunes Bibliothek. Sie enthält weiterhin die eigenen Versionen. Mithilfe einer intelligenten Playlist kann man nun alle Songs filtern, die iTunes in einer besseren Qualität vorhält als die eigene. Hierfür müssen folgende Parameter als Filterkriterien gewählt werden:

Die Songs aus dieser Playliste kann man nun bei Bedarf physikalisch löschen. Wichtig ist hierbei, daß sie nicht gleichzeitig aus der Cloud gelöscht werden. Das entsprechende Häkchen darf im Löschdialog  nicht gesetzt werden, sonst verschwinden die Songs komplett und für immer. Hat man dies erledigt, erscheint in der Playlist neben jedem einzelnen Song das kleine Cloud-Symbol. Darüber lassen sich die Songs erneut herunterladen, diesmal aber in der AAC-Version von Apple (256 kbps). In den Informationen bzw. Tags eines heruntergeladenen iTunes Match Songs ist sowohl der Name des iTunes Account als auch der Name der Rechnungsanschrift des hinterlegten Zahlungsmittels fest eingebrannt. Falls man also das Glück hatte, an Adresse und Kreditkartendaten eines Freundes oder Verwandten aus den USA zu kommen, sollte man vor dem Download der Songs die Rechnungsanschrift wieder auf den eigenen Namen ändern.

Auf dem iPhone selbst hat man in den Einstellungen die Wahl, die iPod-Bibliothek auf iTunes Match umzustellen. Hierbei wird gewarnt, die komplette Bibliothek des Geräts würde mit iTunes Match ersetzt. Dies ist zwar korrekt, allerdings bleibt sämtlicher Content erhalten, der bereits physikalisch (=offline) auf dem Gerät vorhanden ist. Der Anwender hat die Wahl, ob die iPod App die komplette Bibliothek aus der Cloud angzeigen soll oder nur die bereits geladenen Titel. Zusätzlich kann in den Store-Einstellungen festgelegt werden, ob das mobile Datennetzwerk (GPRS/EDGE/UMTS) für iTunes Match verwendet werden darf oder nicht. Es handelt sich hierbei um den gleichen Schalter, der auch für den automatischen Download von gekauften Apps und Büchern auf mehreren Geräten verantwortlich ist. Hört man beispielsweise unterwegs eine Playlist, aus der einige Songs bereits auf dem Gerät sind und andere nur in der Cloud, so werden diese bei aktiviertem Schalter auch unterwegs nachgeladen. Hier ist natürlich ein erhöhter Datenverbrauch zu beachten, der vor allem bei kleineren Datentarifen schnell das monatliche Limit erschöpfen kann. Deaktiviert man den Schalter, werden die Tracks aus der Cloud beim Hören autmatisch übersprungen.

Das iTunes Store Konzept ist nach wie vor für die Verwendung eines einzelnen Accounts ausgelegt. Wechselt man den Store Account, wie in unserem Fall vom amerikanischen auf den deutschen, wird iTunes Match sofort deaktiviert und die iPod Anwendung verhält sich gewöhnungsbedürftig. Es verschwinden unmittelbar sämtliche Playlists, auch jene mit Songs, die nach wie vor auf dem Gerät sind. Die Tracks an sich bleiben erhalten, sind aber nur noch auswählbar via ‘Album’, ‘Interpreten’ oder ‘Titel’. Wenn man sein Hörverhalten an Playlists angepasst hat ist das ein sehr lästiger Umstand. Beim Wechsel zurück zum US-Account bleibt der iTunes Match Schalter zunächst deaktiviert. Man muß ihn explizit bei jedem Account-Wechsel erneut einschalten in den Einstellungen. Beim Start der iPod App werden anschließend diverse Informationen wieder nachgeladen, wie zum Beispiel die verloren gegangenen Playlists. Dieser Prozess nimmt selbst im UMTS-Netz einige Zeit in Anspruch. Abgesehen vom etwas lästigen Accountwechsel bleibt positiv zu erwähnen, daß Playlists via iTunes in the cloud über mehrere Rechner und Devices synchron gehalten werden.

Wer seine komplette Musik-Bibliothek mit den Versionen des iTunes-Stores ersetzt sollte bedenken, daß die Gesamtgröße auf dem Datenträger in der Regel deutlich wachsen wird. Beispielsweise wurde unser selbst angefertigter CD-Rip von INXS’ “Need you tonight” von ursprünglich 4,1 MB (MP3|192 kbps|VBR) auf 7,1 MB (AAC|256 kbps|CBR) aufgeblasen. Hat man die komplette Musik auf SSD gespeichert, wie beispielsweise bei Einsatz eines MacBook Air, kann man damit schnell ans Limit der Platte stoßen.

Insgesamt fällt das Fazit für iTunes Match sowie iTunes in the cloud sehr positiv aus. Es bleibt zu hoffen, daß dieser Dienst so schnell wie möglich auch nach Deutschland kommt. Wenn man allerdings  bedenkt, welch’ große Schwierigkeiten selbst YouTube, Spotify und Konsorten in Deutschland haben (Stichwort GEMA & Musikindustrie), stimmt das eher pessimistisch. Aber die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt.

Diskussion 87 Kommentare.
Dieser Unterhaltung fehlt Deine Stimme.
    • Das wäre auch meine Frage, was ist wenn das Jahr ausgelaufen ist? Steht dann bei allen gematchten Liedern in iTunes weiterhin “gekauft”?

      — Flo
    • Wenn das iTunes Match Abo abgelaufen ist, steht die Musik weiterhin offline zur Verfügung. Lediglich die Cloud-Funktionalität sowie künftige Matches funktionieren dann nicht mehr. Man müsste dann seine Musik künftig wieder via iTunes auf die iOS Devices syncen, wie früher auch.

      — Marco
  1. Eine Frage zum ersten screenshot: Hat er jetzt nur 11 der 13 Titel von Adele gefunden und deswegen 2 Titel hochgeladen? Das würde mich ja stören so eine ‘auseinandergerupfte’ Mediathek zu haben. Generell wäre es nett vorher testen zu können welche Alben/Titel im iTunes Store gefunden werden.

    — Jan
    • Es ist tatsächlich so, dass in manchen Fällen gematchte und eigene songs in einem Album vorkommen. Mit reencoding kann man es aber verbessern.

      — Cosmo454
  2. Die Netzbetreiber sollten lieber mal vernünftig bepreiste Datenpakete anbieten. 40€ / Monat für 300MB Datenvolumen sind einfach nur ein Witz. Wenn man da mal nach Österreich fährt, kommt man sich vor, wie in einem Traum: 1GB, 1000 Frei-SMS, 1000 Frei-Minuten im Prepaid-Tarif im besten Netz für etwa 13€.
    Warum “zocken” uns die Netzbetreiber hier so ab? Man zahlt hierzulande immer noch viel zu viel für Handytarife.
    Sieht man ja auch wieder mal an der EU-Regelung, dass SMS im EU-Ausland maximal 13ct kosten dürfen – das ist weniger, als ich innerhalb Deutschlands zahle (außerhalb meines Inklusivvolumens)!

    — ensor
    • versuchs mal bei e+/base. die haben datenflats ohne beschränkung von speed usw. kein anderer anbieter in deutschland hat das.

      — chen san
      • EPlus und Base haben auch ein wirklich nicht vorteilhaftes Netz, um es mal vorsichtig auszudrücken…

        — T.W.
      • Da liegt die Beschränkung schon im Funkmast und daher brauchen die keine Vertragsklauseln ;-)

        — Zirbelnuss
      • Habe ich auch noch (leider) nirgendwo gesehen. Da sind’s doch meist auch 1GB, teilweise 5GB. Aber dafür halt schlechte Abedeckung und schlechter Durchsatz. Jedenfalls bei meinen Freunden hier in der Gegend, die deshalb zu Congstar (also Telekom) gewechselt sind. Brauchen aber kein Internet. Congstar hat da ja nicht die Riesen-Pakete.

        — ensor
    • Aber auch in allen anderen netzten ist es recht günstig. Zum Beispiel 1&1 oder discotel(1 Gb 13 Euro 7,5 Cent/min,SMS

      — Flo
    • @ensor: Das liegt daran, dass in Deutschland die Mobilfunkbetreiber mit dem Ausbau des Datennetzes nicht hinterher kommen. Weil hier en Vielfaches an Nutzern gegenüber Österreich besteht. Besonders in den Ballungsgebieten. Und die Kosten für den Ausbau werden auf die Kunden übertragen.

      — heldausberlin
      • Versteh ich nicht.
        Weniger Nutzer + weniger Einnahmen + gut ausgebaut = billiger Tarif (Östereich)
        Viele Nutzer + mehr Einnahmen + gut ausgebaut = teuer Tarif (Deutschland)
        Anders ausgedrückt:
        10 Einwohner = 10 x Einnahmen erfordern zb 1 Sendemast
        1000 Einwohner = 1000 x Einnahmen erfordern 100 Sendemasten.
        In beiden Fällen müssen 10 Leute ein Sendemast finanzieren.
        Warum ist Österreich nun billiger?

        — Futzi.2
      • Das sehe ich auch so. Österreich müsste doch aufgrund der Topografie schwieriger auszuleuchten sein?

        — ensor
  3. Eine kurze Frage: Nachdem ich iTunes Match aktiviert habe kann ich Genius auf meinem iPhone nicht mehr nutzen. Woran liegt das, bzw. gibt es da einen Workaround?

    — Sebastian
    • Das kann ich dir leider auch nicht sagen. Im iTunes Hilfe Menü steht das leider auch so: “Note: If you subscribe to iTunes Match, Genius is turned off.”

      — Marco
  4. Rin glücklicher Umstand kann folgender sein: Visa prepaid Kreditkarte und Adresse von Borderlinx. Gibt’s an jeder US Tankstelle oder in jedem US Supermarkt. Brauchst nur jemanden, der dir die Karte besorgt. Klappt prima und läuft!

    — Jan
    • Ja, diese Methode wählte ich und bin etwas über die Preise von Borderlinx schockiert. 50$ für Versand. Muss mir noch überlegen, dort etwas zu kaufen, was ich noch brauchen könnte.

      krzysiekbln
  5. Werden Titel ohne Häkchen auch ignoriert?
    (sortiere zur zeit meine Musik nach Wertung. Lieder die ich gar nicht hören möchte, aber zb zu Alben gehören und behalten möchte, entferne ich das häkchen, damit sie bei random nicht gespielt werden..)

    — Acrobat1986
  6. Wie sieht es mit diversen Versionen von Liedern?
    Werden diese erkannt und ersetzt, oder werden die einfach als normal Version ersetzt, sodass diese eigentliche Version gelöscht wird?

    — Lu
    • Sorry, verstehe die Frage nicht. Meinst du ob Dubletten nur einmal ersetzt werden? Oder ob spezielle Remixes/Extended Verisons usw. mit der gleichen Single-Version ersetzt werden?

      — Marco
    • Wenn ich auch mein Anliegen reininterpretieren darf, meint er spezielle Versionen / remixe.

      Ich hab auch remixe die es Offiziell nicht gibt. Lasse ich sie von Shazaam scannen werden sie nämlich
      a) richtig erkannt (mit richtiger remix Version)
      b) erkannt aber mit falscher z.B. nur Radio Version
      c) gar nicht erkannt
      a) ist schön
      b) kann man den Tietel dann vom Matchen ausschließen bzw hat man überhaupt die Möglichkeit zu prüfen welche Version ich bekommen WÜRDE wenn?
      c) nicht weiter schlimm. Können ja nicht alles haben.

      — Futzi.2
      • Die Songs werden entweder richtig erkannt oder eben gar nicht und stattdessen hoch geladen. Es wurde aber in meinem Fall kein einziger Remix fälschlicherweise als Single Version oder sonstwie erkannt.
        Wie gesagt, diese Match-Prozedur scheint recht aufwendig implementiert zu sein. Im Detail ist mir nicht bekannt, was alles verglichen wird und welche Hashwerte berechnet werden, aber es funktioniert sehr gut.

        — Marco
  7. Ich hab da mal noch 2 fragen:
    1. Gibt’s im us store auch die ganzen deutschen Lieder?
    2. Mir ist es schon passiert dass gekaufte Musik irgendwie abhanden gekommen ist. Beim verschieben auf ne externe Festplatte oder so. Sehe ich mit iTunes Match dann so wie bei den Apps mit iCloud alle jemals gekauften Titel? Oder ist das wieder ein anderes Thema?

    — Ikarsten
    • Zu 1:
      Nein, der US Katalog unterscheidet sich vom deutschen. Es gibt im deutschen Store deutlich mehr Songs. Diese können dann nicht gematcht werden, wenn sie im US Store nicht existieren. Match ging in meinen Tests nur auf den US Store Katalog.

      Zu 2:
      Die gekaufte Musik deines Accounts kann jederzeit wieder runtergelassen werden (mit dem gleichen Account versteht sich). Selbst wenn du direkt aus dem Store nochmal einen Kaufprozess anstößt, erkennt er im letzten Schritt, daß du den Song schonmal gekauft hast und er wird nicht berechnet.

      — Marco
      • Alles klar, dann muss ich halt doch noch warten bis es in Deutschland geht…

        — iKarsten
  8. Kannst de hier vergessen, weil dieser Laden, der sich GEMA nennt, dafür richtig Kohle sehen will.
    Und ob sich Apple darauf einlässt?!? Und wenn ja, dann kostet es soviel, daß es sich kaum einer leisten will!

    Stegi
  9. Was wird hier eigentlich immer von der sagenumwobenen Qualität der Musik im iTunes-Store fabuliert.

    [...]kodiert in feinstem AAC mit einer Bitrate von 256 kbps.[...]
    Hach, wie entzückend!

    1. Auch AAC ist ein verlustbehaftetes Audiodatenkompressionsverfahren, auch wenn sich das Gehör der meisten bzw. fast aller User nicht daran stören wird.
    2. Was sagt mir denn die Angabe “256 kbps”?
    Das jeder Song mit einer konstanten Bitrate konvertiert wurde, auch wenn dies gar nicht nötig war (vergleiche VBR vs. CBR). Wenn zudem die Masteraufnahme uralt oder von schlechter Qualität ist, nützt mir auch die höchste Bitrate nichts!
    3. Ich nehme einmal an, dass Apple die Songs bereits konvertiert zur Verfügung gestellt bekommt. Sollte dies nicht der Fall sein, hoffe ich, dass man nicht auf den Encoder von iTunes, sondern auf den von NERO setzt.
    4. Zum Glück können mittlerweile fast alle Player AAC abspielen. (Für Fanboys natürlich unwichtig, es gibt ja keine anderen Anbieter). Schließlich hat Apple ja nicht aufgrund der besseren Qualität oder des geringeren Speicherplatzes (bei gleicher Bitrate) auf dieses Format gesetzt, sondern wegen DRM (mittlerweile aufgegeben).

    PS: Wer jetzt schon auf die GEMA schimpft, sollte vielleicht wenigstens abwarten, bis Apple mal angefragt hat! Dann kan man immer noch meckern…

    — james
    • zu 4.: Soll man etwa auf dem alten Stand bleiben, weil andere Hersteller AAC nicht implementieren? Entgegen der oft vertretenen Ansicht ist AAC keine proprietäre Apple-Entwicklung, sondern der offizielle Nachfolger von MP3: “AAC is more efficient than MP3 (MPEG-1 Layer 3) and is the state of the art in audio compression technology” (mpeg.org)

      — chris
      • Wow!
        Danke das du mich belehrst, ohne dich hätte ich doch tatsächlich gedacht, für die Entwicklung von AAC würde Apple verantwortlich zeichnen. [Ironie off] Trotzdem bleibt mp3 der Standard, egal ob mehr Hersteller AAC implementieren könnten.
        @Hubi:
        Ich habe keine Kenntnis einer anders lautenden Stellungsnahme, weder von der Gema noch von Apple. Ansonsten teile doch dein Wissen mit uns, z.B. sende uns eine Kopie der offiziellen Anfrage von Apple an die Gema.

        — james
      • Apple fragt möglicherweise deshalb nicht die GEMA, weil sie in dieser Konstellation gar nicht in Betracht gezogen werden müssen. Zumindest dann nicht, wenn man seine Musik legal bezogen und damit bereits die GEMA Gebühr für diese Songs gezahlt hat.

        Da es aber auszuschließen ist, das hier nur bezahlte Songs im Spiel sind, wird es wohl zu einer Art Vergleich kommen.

        Weiterhin besteht aber die Möglichkeit, dass Apple es bei der GEMA drauf ankommen lässt und ohne Berücksichtigung der GEMA iTunes Match in Deutschland auf den Markt bringt.

        Am wahrscheinlichsten halte ich immer noch die Möglichkeit, dass im Stillen verhandelt wird und wir am Ende dann den erhöhten Preis für Deutschland präsentiert bekommen haben.

        Wie war das damals bei der Einführung des iPads als der Preis zuerst höher war, wegen einer Abgabe, die wie sich herausstellte für das iPad gar nicht zutraf

        — iPaddy
    • Und mit dem nachfragen bist du dir sicher? Ich habe den bericht auch auf ifun gelesen nur wie lange ist das schon her?! Du bringst alte news als tatsachen aber gut belassen wir es dabei:-)

      — Hubi
    • Ich hab meine Alben Seinerzeit 1999- nur mit 128kbps eingelesen. Ich hab die Alben zwar noch alle aber selbst wenn ich sie neu einlese würde ich sie nicht in wav einlesen sondern letztendlich auch auf max 320kbps mp3 runter rechnen. Da bin ich mit 256 AAC nicht schlechter dran. Ich hab mit der iTunes Qualität keine Probleme. Aber ich hab auch Hunderte aktuelle Vinylplatten und bin überzeugt davon auch wenn sie Messbar schlechter sind.

      Im Zweifel bleibt nur CD, SACD, DVD Audio. Aber nix für den Alltag mit nem Phone.

      — Futzi.2
    • Zum Thema GEMA:

      Einigung über Musikportale
      Gema kassiert bei Musikanbietern

      “Dienste wie Spotify und iTunes Match haben sich mit der Gema geeinigt und werden nun Lizenzgebühren zahlen. Für Videodienste wie Youtube gibt es aber noch kein Zahlmodell.”

      http://www.taz.de/!83361/

      — Marco
  10. Werden die Match Lieder nur in der Cloud verfügbar sein, also mit Internet, oder werden die Lieder auf dem Gerät ersetzt?

    — Macce
    • Alle Lieder sind in der Cloud verfügbar, abgesehen von den o.a. Ausnahmen. Was nicht auf deinem iDevice gespeichert ist wird auf Wunsch geladen.

      — Jens
    • Die Songs können aus der Cloud runtergeladen werden und bleiben dann auch offline auf dem Gerät verfügbar, bis man sie manuell löscht.

      — Marco
  11. Bleiben id3 Tags bei gemachten Songs erhalten? Ich arbeite nur mit Intiligenten Wiedergabelisten und von Hand eingpflegte id3 Tags die viel Arbeit machen. Das wäre das einzige KO Kriterium für iTunes Match.

    — Futzi.2
  12. Es gibt jedoch einen großen Nachteil.
    Es funktioniert nicht mehr die Auswahl und Wiedergabe von Liedern, sofern ich das iPhone über ein anderes Gerät versuche zu steuern. Es wird beharrlich der letzte Song immer wieder gespielt egal was ich auswähle.
    Abhilfe schafft nur unter Einstellungen “Alle Musikdateien anzeigen” zu deaktivieren.

    — Jens
  13. Warum geht ihr davon aus, dass die Musik die man nicht von iTunes hat unbedingt schlechtere Qualität aufweist? Bei mir ist das meiste lossless (Apple lossless), hier und da ist ein iTunes-Album oder Song und der Rest mp3 320kbits. In meinem Fall würde also die mediathekgrösse deutlich schrumpfen, wenn ich alles mit iTunes match ersetzen würde. :P Daher finde ich es gut, dass die eigenen Versionen der Songs nicht automatisch ersetzt werden. Fürs mobile nutzen ist iTunes Match sicherlich ganz gut, schlisslich kann man nicht seine ganze Musik auf einem iphon speichern, aber meine lossless dateien möchte ich generell nicht missen.

    — Duff-Man
  14. Hallo,
    Danke für den interessanten Bericht!

    Verstehe ich das richtig, dass die Songs auf meiner Festplatte nicht automatisch ersetzt werden? Wie nervig ist das denn? Muss ich dann alle meine “alten” Songs von Hand löschen, damit ich nicht alles doppelt in der Meidathek habe?
    Der Umweg über die Suche wie beschrieben ist ja auch eher schlecht als recht…

    — T.
    • Du wirst die Musik niemals doppelt haben. Denn bevor du deine Songs nicht löschst, erscheint auch kein Cloud-Symbol zum erneuten runterladen.
      Bedenke, daß iTunes Match komplett außerhalb des iTunes Store stattfindet. Der Store selbst erkennt nicht, welche Musik du besitzt (im Gegensatz zu Apps).

      — Marco
  15. Ich erkenne keinen Vorteil für mich. Hoffentlich kommt das tool das die Musiksammlung ausspioniert nie nach Deutschland!

    — JonnyFlash
  16. so,
    mein wunsch war immer, dass die musiksammlung ordneltich udn in guter qualität vorliegt.
    das möchte ich nun mit itunes match bewerkstelligen.

    könntet ihr auch den prozess aufzeigen, wie das “erneuern” der musiksammlung funktioniert?
    die lieder sollten dannach auch funktionieren, wenn der dt. account wieder aktiv ist, oder? (auf dem pc, nicht die cloud!)

    danke

    krzysiekbln
    • Den Prozess, wie man die Songs “erneuert” habe ich oben im Artikel bereits erwähnt. Das funktioniert am besten über die intelligente Wiedergabeliste, die ich auch als Screenshot angehängt habe. Das ganze bezieht sich auf iTunes auf deinem PC/Mac. Wenn du in iTunes den Account wechselst, bleibt deine Musik dennoch erhalten. Das Account-Wechsel-Problem bezieht sich lediglich auf das iOS Device.

      — Marco
  17. Mich regt es gerade sowas von auf, dass es dieses Feature noch nicht in Deutschland gibt! Ich wollte gerade mein iPad wiederherstellen, weil es ein Problem gab, es über Wifi zu syncen, habe extra vorher ein Backup gemacht weil ich mir gestern 2 Songs gekauft hab, nur was ist? iTunes sieht zwar das ich die Leider gekauft hab, lädt sie Abern icht von meinem iPad! Dann sind diese so durchsichtig mit einem drehenden Pfeil links daneben. Ich habe x-mal versucht nochmal Einkäufe vom iPad zu übertragen, aber erkennt sie einfach nicht! Dann hat sich mein iPad wiederhergestellt aus meinem Backup und das einzige was ich jetzt wieder habe sind meine Einstellungen und Apps! Meine gesamte Musik, Filme und Bücher sind weg. Ich habe natürlich so gut wie alles auf meinem Mac, aber die Lieder die ich gestern gekauft hab, sind jetzt weg!
    Und wie kommt es überhaupt, dass sich in keinem anderen Land die Lizenzfirma sich so anstellt? Hätte Anonymus die doch gleich mal ganz zerstört….
    Und 2. wie kommt es, dass in meinem Backup die Musik, die Filme und die Bücher nicht gespeichert wurden?

    — Jon
  18. Hi Leute, sagt mal, wie habt ihr denn in der Playliste “beliebige” als Filterkriterium hinzugefügt bekommen?
    Finde das weder auf Mac noch Win.

    — MrCooper
  19. Verstehe ich das richtig, dass wenn ich Lieder durch die iTunes Match Version ersetze, da dann mein Name fest eingebrannt drin stehen wird, er also auch drin bleiben wird, wenn ich meinem Bruder oder einem engen Freund die Datei gebe und er sie dann wieder einem Freund gibt usw. (was ja legal ist, wenn ich nicht irre). Obwohl bei der grade beschriebenen Weitergabe ja alles legal ablaufen würde, empfine ich das als extrem unangenehm. Denn wer weiß schon, was der Freund eines Freundes eines Freundes damit macht? Theoretisch kann die Datei mit meinen Daten ja dann überall landen und womöglich auch von irgendwem illegal zum Download angeboten werden. Und am Ende stünde die Polizei dann vor meiner Tür, weil mein Name in der Datei steht, und ich hätte die Quärelen, zu belegen, dass ich mich legal verhalten habe. Ich habe den Eindruck, da wird still und heimlich ein Kontrollmechanismus eingebaut, der aber zu Fehlinterpretationen führt.

    — Christoph
    • Ich muss gerade mein Beispiel etwas revidieren. Ich dürfte zwar in einem gewissen privaten Rahmen wohl meine erworbene Musik weitergeben. Was aber rechtlich wohl nicht geht, ist dass der, an den ich sie weitergegeben habe, sie wieder weitergibt. Das entnehme ich zumindest aus diesem Interview (letzter Absatz): http://www.computerbild.de/art.....97610.html

      “Die urheberrechtlich geregelte Privatkopie erlaubt die Anfertigung einzelner Kopien selbst gekaufter Medien im engen Freundes- und Familienkreis, solange dies unentgeltlich erfolgt und dabei kein wirksamer Kopierschutz geknackt wird.”

      Stichwort: “…selbst gekaufter Medien…”

      — Christoph
  20. Wie kann ich die Musik aus der intelligenten Playliste physisch löschen? Geht das nicht für alle Titel auf einmal?

    — Benne
    • habe auch die ganze Zeit gesucht wie es geht…bin jetzt fündig geworden…

      Delete all those files Click on the Smart Playlist you made. Now comes the scary part. You’ll need to delete all the files in that playlist. The good news is, having them on iTunes Match means they won’t really be gone. Select all the tracks in your playlist, and then hold down the option key while pressing Delete. (On the PC I’m told it’s shift-Delete.) This will force iTunes to delete all the tracks you’ve selected. Be sure to not select the box that would delete them from iCloud! But if iTunes offers to move the files to the trash, say yes.

      — nudelhuber
      • DANKE!
        Das hat perfekt funktioniert, er lädt gerade 43GB runter :-)
        Grüße
        Der Dingens

        — Dingens
  21. Lieber Marco, vielleicht kannst du mir auch bei folgenden Fragen helfen. Wenn nicht, isst auch nicht tragisch. ;)

    1. Ich habe Folgen der drei ???, habe diese aber anders als im iTunes-Store benannt und außerdem nicht in der Musik sondern unter Hörbuch abgelegt. Werden sie überhaupt mitgematcht und wenn, werden sie erkannt oder alle einzeln hochgeladen? Auch sonst stellt sich mir die Frage, ob Beispielsweise Titel mit anderer Groß-/Kleinschreibung erkannt werden.
    2. Kann ich Alben, die ich nicht gematcht haben will (ich habe meine Gründe), auch vom Dienst ausnehmen? Aus einem Kommentar weiter oben meine ich zu lesen, dass nicht?
    3. Wenn man eine Datei, die man bei iTunes gekauft hat (in der also die eigenen iTunes-Daten wie Name und Apple-ID vermerkt sind) innerfamiliär legal weitergeben würde und bspw. die Schwester, an die man die Dateien gegeben hätte, wollte iTunes Match mit einem eigenen, d.h. zweiten Account nutzen: Meckert iTunes Match dann, dass die Datei einem anderen Account gehört?

    — Christoph
  22. Verstehe noch nicht ganz, wie Songs überhapt erkannt werden. Wenn ich analoge LPs digitalisiert habe, werden diese Titel erkannt?

    Falls die erkannt würden, wäre iTunes Match also ein gute Mittel, um diese Songs in eine aktuelle Qualität zu bringen (nämlich in der Mediathek löschen und aus der Cloud erneut laden)?

    — NiFab
  23. Ich habe ca. 9.000 Songs in meiner Library. Davon wurden nur ca. 3.600 im iTunes Store gefunden und in 256kb/s zur Verfügung gestellt. Die restlichen 5.400 werden nicht “gematcht”. Was kann ich tun, dass diese Songs nachträglich noch erkannt und bereit gestellt werden? Muss ich dazu die ID3 Tags ändern? Ich habe bei einem Großteil meiner Songs “Single” im Album-Tag eingetragen. Liegt das daran? Viele meiner MP3s haben auch 320kb/s. Werden sie vielleicht deshalb nicht “gematcht”, weil die Qualität besser als im iTunes Store ist?

    — Jay
  24. Hallo, was passiert eigentlich mit den durch iTunes-Match ersetzen Dateien, wenn ich iTunes-Match mal kündigen sollte? Darf ich die dann so in der besseren Qualität behalten oder werden die dann wieder gelöscht und ich darf erneut rippen? Danke für eine Antwort.

    — Fonterutoli
  25. Man sollte noch erwähnen, wie man die im Screenshot dargestellte intelligente Playlist nachbauen kann.

    Für den “Beliebige Kriterien” Filter muss man mit gedrückter ALT-Taste auf das “+” klicken, das bringt den gewünschten Erfolg. (Aus “+” wird “…”)

    birphborph
  26. Ich hab noch ein paar Fragen, die sich mir bisher nicht erschlossen haben – vielleicht kann mir jemand helfen:

    1 – Kann ich nur bestimmte Songs für Match freigeben oder wird automatisch die gesamte Mediathek ausgewählt (sprich: müsste man ggf eine komplette neue Mediathek anlegen)?

    2 – Kann ich problemlos Songs nach und nach hinzufügen bzw aus Match wieder löschen? (und dennoch auf dem Rechner behalten)

    3 – wird für Match mein gesamter Rechner nach MP3s durchsucht oder nur die Mediathek?

    — Adele

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>

ifun.de ist das dienstälteste europäische Onlineportal rund um Apples Lifestyle-Produkte.
Wir informieren täglich über Aktuelles und Interessantes aus der Welt rund um iPad, iPod, Mac und sonstige Dinge, die uns gefallen.
Insgesamt haben wir 13460 Artikel in den vergangenen 4566 Tagen veröffentlicht. Und es werden täglich mehr.


ifun - Love it or leave it   ·   Copyright © 2014 aketo GmbH - Alle Rechte vorbehalten   ·   Impressum   ·   Auf dieser Seite werben   ·   RSS