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Apple startet iTunes Match für US-Entwickler: Persönliche Musiksammlung als Stream oder Download „in der Cloud“

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40 Kommentare 40

In den USA ansässige iOS-Entwickler dürfen seit heute den neuen Apple-Service „iTunes Match“ testen. Das letzte Nacht veröffentlichte iTunes 10.5 Beta 6.1 ermöglicht den Abgleich der persönlichen Musiksammlung mit den iTunes-Servern.

Die dabei erkannten und bei iTunes vorhandenen Titel werden den jeweiligen Nutzern in einer persönlichen „Cloud-Musiksammlung“ bereit gestellt. Dabei spielt die Herkunft der Songs zunächst keine Rolle, wer also seine alte Madonna-CD vor Jahren mit 128kBit gerippt hat, bekommt von iTunes nun eine hochwertige 256kBit-Version des gleichen Songs geliefert. Die eigene Musiksammlung steht dann fortan auf Apples Servern für den orts- und geräteunabhängigen Zugriff bereit – als Stream und als Download. Für diesen Service fällt nach Veröffentlichung von iOS 5 eine pauschale Jahresgebühr von 25 Dollar an.

Natürlich hat die Sache einen Haken. Das Angebot gilt momentan nur in den USA, in anderen Ländern konnte sich Apple mit den Rechteinhabern bzw. -verwertern bislang wohl nicht einig werden. Die Chancen darauf, dass uns ein ähnliches Angebot auch bald in Deutschland zur Verfügung steht, schätzen wir als minimal ein. Bislang verhindert der Bremsklotz GEMA hierzulande ja sogar, dass Künstler ihre eigenen Songs kostenlos über das Internet verteilen oder auf Youtube anbieten.

Ein Video mit einer ausführlichen Demonstrationen der iTunes-Match-Funktionen findet ihr unten eingebettet.

Dienstag, 30. Aug 2011, 7:24 Uhr — Chris
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  • Das will ich in Deutschland! Die GEMA soll schauen, daß sie im 3. Jahrtausend ankommt…

    • Das wäre ein gewaltiger Sprung. Die sollen zumindestens mal aus den 80’ern rauskommen wo ihre vertrockneten Ansichten noch hängen geblieben sind. Genauso wie die Filmindustrie noch ihr Millenium vor sich hat… Wieso muss ich auf illegale Methoden zurückgreifen oder ein Jahr warten und einen überzogenen Preis bezahlen um beispielsweise amerikanische Serien im Originalton gucken zu dürfen wenn die Rechteinhaber, die amerikanischen Sender diese Inhalte Werbegesponsert zur Verfügung stellen und ich nur nicht da ran komme aufgrund von geografischen unterschieden?? Das will einfach nicht in meinen Kopf. Wenn ich für CBS als Werbekunde uninteressant bin – gut, aber CBS will und darf nicht und das ist einfach ein Witz

  • Die GEMA und Sony gehen mir schon länger gegen den Strich. Hoffentlich kann man iTunes Match per iTunes Karten bezahlen. Dann kommt einfach US Proxy oder ein VPN zur Not zum Einsatz und dann kann ich einen vernünftigen Dienst auch im quasi grenzenlosen Internet benutzen ohne das ein Möchtegernverein seine Finger mit im Spiel hat.

    • Ich schätze, auf VPN und Proxy wirst Du verzichten können. Der Service wird nicht an die Geo-location gebunden sein, sondern an den entsprechenden (=US) store. Viel ärgerlicher ist es da, dass die meisten hier wohl mindestens 2 accounts haben und man die nicht in einem iCloud-Konto vereinen kann. :-(

    • iTunes US-Account alleine reicht nicht. Du brauchst zwingend eine echte US-Kreditkarte (und deren Adresse muss mit der iTunes-Acc-Adresse übereinstimmen), da man die Jahresgebühr von 25 USD nicht per Guthaben/Gutscheincode bezahlen können wird.

  • Wer hat. Blos die GEMA erfunden???Oo

  • Naja, die GEMA sorgt immerhin auch dafür dass wir, die Musiker auch unsere Kohle bekommen. Und dass man Songs aus Youtube Rippen kann weiß jeder. Dass die GEMA diesen genialen Service von Apple verhindert finde ich aber auch Schwachsinn. Der Cloudnutzer hat die Alben und Punkt. Eine Sharingfunktion wird der Service wohl kaum haben.

    • Naja, das Problem wird halt sein, dass sich nicht feststellen lässt wo die Musik herkommt. Wenn sich so eine Musiksammlung über teilweise Jahrzehnte aufbaut ist das halt auch nich ganz so einfach. Aber pauschal von Millionen Nutzern 25€ zu kriegen, das wird die GEMA sich hoffentlich nochmal überlegen. Kann man nicht ansonsten irgendwie ne Unterschriftenaktion oder sowas ähnliche starten?;)

    • Das ist als ob du sagst alle Songs die ich runterlade sind legal gekauft – ich hab ja für meinen Internetanschluss bezahlt! Denk mal drüber nach ;-)

  • Einfach ein US Account erstellen, 25$ itunes karte auf ebay kaufen und iTunes Match genießen.

  • Wenn das hier nicht ankommt, wäre ich sauer. Ich will, ich will, ich will….

  • Ein Verein, der mal ernsthaft prüfte, von Kindergärten Gebühren zu erheben, gehört für mich auf den Müllhaufen der Geschichte. Pure Geldgier.

    Ich habe keine illegalen Songs und bisher mit meinen Käufen die Künstler unterstützt.

    Ich würde den sinnvollen Dienst von Apple gerne nutzen.

    Gruß

  • Naja, die gema an sich ist ja sinnvoll (bezahlt die Künstler) nur die mittel um an das Geld ran zu kommen sind etwas ungünstig (z.B.:Musiker die in der Kneipe oder auf einer Party spielen müssen selbst erst an die GEMA zahlen um sich dann später per Formular das eigene Geld wieder zu holen).
    Youtube lass ich mal vorne weg (da hat sich Anonymous ja die letzten Tage drum gekümmert ;). )

    Und nun zu dem Dienst:
    An und für sich ja schon eine tolle Sache aber(!!!) ich habe zuhause ca. 400gb Musik, der meiste Teil davon illegal (ja, wenn man jung ist macht man sowas. Mittlerweile kaufe ich die Musik) und die soll mir jetzt legal von iTunes in sehr guter Qualität bereit gestellt werden? Sorry aber das finde ich geht gar nicht. Der Dienst mit einer Begrenzung auf die in iTunes gekaufte Musik wäre da meiner Meinung nach angebrachter.

    • Warum? Das sind ja MEHREINNAHMEN. Kein billiger Pendant zu einer teureren alternative.

      Wehr illegal zieht macht das so oder so. Daran verdient auch keiner. Die anderen haben’s gekauft. Und jetzt kommt iTunes Match ZUSÄTZLICH und nicht ANSTATT. Da wird niemand (mehr) beschissen (als vorher).

      • Natürlich laden die Leute noch munter weiter, aber stell dir mal vor, du lädtst dir Musik in grottiger (Qualität) Musik illegal runter und importierst sie bei iTunes.
        Daraufhin gibt dir Apple dann die Originale bessere Version.
        Das würde ich sofort nutzen, da mir 25€ im Jahr nix ausmachen und ich ggf. Vor gericht angeben kann, dass die Musik zuhause auf dem pc eine reine sicherheitskopie der Musik von iTunes ist. (Beweis mir dann mal das Gegenteil).
        Ich hoffe deshalb, dass der Dienst so nicht in deutschland ankommt!

      • @ froody

        1. Wenn man schon Musik illegal runterläft, gibt es doch keinen Grund, sie in schlechter Qualität zu laden. Die kommerziellen Angebote können noch weder hinsichtlich der Qualität des angebotenen Materials noch hinsichtlich der Vielfalt den illegalen Angeboten das Wasser reichen. ;)
        2. Ist doch für die Sauger ne Supersache. Gerade du, der zugegebenermaßen 400GB illegale Musik hat, sollte sich da doch sehr freuen, dass er nun legale Versionen der Songs zu äußerst geringem Preis erwerben kann.

    • Zumal nie gesagt wurde, dass deine Songs dann nachträglich „legalisiert“ werden.
      Wie futzi.2 schon sagt: Mehreinnahmen, keine Nachzahlung und kein „anstatt“

    • Du bist ja ganz schön kurzsichtig unterwegs.
      Für ITunes-Käufe bräuchte man den Service ja schon mal gar nicht, da Apple hier bereits die entsprechenden Informationen hat und das Laden nur ein „erneut Laden“ darstellt.

      90% meiner Musik stammt von gekauften CDs (und alle 800 Stück stehen noch im Keller).
      Das heißt ich besitze die Musik legal und ich sehe durchaus einen großen Mehrwert im angekündigten Dienst, ohne dass ich einem Künstler das ihm zustehende Entgelt verwehre.

    • Anonymous…DDOS und Script-Attacken die SQL-Lücken suchen und automatisch ausnutzen, ein Angriff der nur geglückt ist weil in der EDV der GEMA Deppen arbeiten. (Das sage ich übrigens schon seit Jahren, aber auf mich hört ja keiner)

      • Jup alles richtig, musste schon drüber schmunzeln, als ich das gelesen hab.
        Weil es war ja wirklich eine recht einfache Lücke die man da ausgenutzt hat^^

  • iTunes Match ist also der Dienst illegale Musik in legale umzuwandeln?

  • 1) Es sind nicht 25 €, sondern 25 $

    2) Es ist keine einmalige Zahlung, sondern eine jährliche Zahlung! Man bindet sich also höchstwahrscheinlich lebenslang an diesen Cloud-Service, den man mit Sicherheit – wenn einmal gestartet – nicht mehr missen möchte. Da kommt also für Apple eine Menge Kohle zusammen, für das bißchen „Musikwäsche“!
    Interessanterweise hab ich noch nirgendwo etwas darüber erfahren, was mit der Cloud-Musik passiert, wenn ich nach 1 Jahr wieder aussteigen will…

    • In Europa werden es 25€ sein, siehe bisherige Preispolitik von apple

    • stimmt, wäre mal interessant. Aber ich denke, dann bekommst du halt auf die Songs die du nicht gekauft hast auch keinen Zugriff mehr. Da hast das „Original“ ja noch auf deiner Festplatte. Hast sie ja nur hochgeladen zu iTunes (falls iTunes deine Songs ohnehin nicht schon vorliegen hatte als 255kb/s aac Datei oder so). Und eine Sicherheitskopie wirst schon (hoffentlich) haben. Man löscht sie ja nach dem Upload eigentlich nicht.

  • Hab ich da im Artikel was falsch verstanden? Man kann sich die Musik doch einfach wieder runterladen…,oder?

  • Aber mal ein ganz anderes Szenario: Es steht ja nirgends, dass mit den 24USD/EUR (ggf) ein Ablass „erkauft“ wird. Daher die Überlegung: Was passiert eigentlich, wenn die RIAA die Benutzerdaten fordert? Ich bin mir sicher, dass anhand des mp3-hash die Quelle der uploads nachvollzogen werden kann. Und wenn dass dann aus bekannten Tauschbörsen kommt, steht man mit schlechten Karten da. Es bleibt also abzuwarten, wann die ersten Prozesse gegen Leute mit besonders grossen Musiksammlungen angestrengt werden. Bleibt eigentlich nur die Hoffnung, dass sich die US Justiz dem „unkonkreten“ Verdacht verweigert und einen stärkeren Anfangsverdacht einfordert als „der hat aber 1TB Musik bei Apple hochgeladen“.

    • Das glaube ich eher nicht, da ja kein wirklicher Upload erfolgen muss. Es wird lediglich festgestellt, dass es sich um Titel sowieso handelt und dieser wird dann (sofern in iTunes vorhanden) mit Deinem Account verknüpft…

  • Wäre schade, wenn das in Deutschland über kurz oder lang nicht käme. Der Nutzen wäre für mich (fast ausschließlich, wenn auch nicht immer bei iTunes, gekaufte Musik) schon da (jedenfalls, solange das iPhone „nur so wenig Speicherplatz“ hat :-)

    Aber ich denke, Apple wird es nicht aufgeben. Denn deren Nutzen ist vermutlich noch weitaus größer: man stelle sich nur vor, jeder würde seine komplette Mediathek hochladen (allein meine Mediathek hat mit Filmen und TV-Serien schon über 250 GB und ist damit sicherlich nicht eine der größeren). Das sind Datenmengen, die man sich nicht vorstellen mag. Mit iTunes Match muss jeder Titel (zumindest die bei iTunes erhältlichen) nur genau 1x vorgehalten werden. Der Rest wird über Verknüpfungen geregelt.

    Warten wir’s ab: wie einer meiner Vorredner bereits angedeutet hat, ist es wahrscheinlich nur eine Frage des Geldes; und bei 25$/Jahr/Kunde und der Ersparnis bei der Server-Infrastruktur könnte Apple da so Einiges an die GEMA abdrücken, ohne das es weh tut… :-)

  • Ich hab hier meine schöne Musiksammlung, die größtenteils aus 320kbits MP3s und lossless ALACs besteht. Dazu sind natürlich auch einige Alben/Songs, die von iTunes gekauft sind und dementsprechend „nur“ 256kbit/s haben.
    Wenn ich nun Music Match aktiviere, werden meine lossless und 320kbit/s Dateien (bessere Qualität als iTunes) doch nicht durch 256kbit/s Dateien ersetzt oder? Wenn ich dann vom iPhone aus auf meine Mediathek zugreife, kann von mir aus die 256kbit/s Version des Liedes abgegriffen werden, aber am PC möchte ich meine Originale beibehalten.
    Dann hab ich noch eine Menge Zeugs, das in der Form nicht in iTunes vorhanden ist. Das kann ich doch in die Cloud hochladen oder? Wär nice. :D

    Sonst braucht man sich bei der GEMA nicht zu wundern. Ich surfe schon ne Weile mit einer US-IP damit man mir nicht vorschreibt, was ich zu sehen habe und was nicht. Einen US-Account kann sich jeder erstellen und per Gift Card auch die 25USD bezahlen. :) Daher muss man sich nicht so sehr aufregen.

    • Deine originale bleiben erhalten, selbst wenn sie ausgetauscht würden, wäre der Qualitätsverlust geschwindend gering, da Apple seine Lieder alle in AAC bereitstellt und diese mit einer 256kbit version qualitativ genauso hochwertig wie die 320kbit Version von MP3.
      „Gestreamt werden die Lieder dann aber in 256kbit.

      Die Lieder de nicht in iTunes sind werden von Apple auch nicht frei gegeben (frei nach dem motto:was ich nicht sehr interessiert mich nicht).

      Und wieso denkt eigentlich jeder, dass man den Dienst auch per Gift Card bezahlen kann? Ich gehe eher von einem MobileMe-Bezahlverfahren aus.

  • Mich würde eher interessieren was mit den Songs ist, deren Metatags ich über die Jahre selbst editiert habe. Also bspw.
    1. konsequente Gross- und Kleinschreibung des Titels
    2. statt (keine Ahnung) 200 Genres nur die 30 (für mich wichtigsten) Genre
    3. „feat. xyz“ raus aus den Titel und rein in den Interpreten
    4. einheitliche Schreibweise von so Sachen wie „feat.“, „(Remixed by xyz)“, „xyz – Vol. 2“ etc.

    Da fand ich iTunes immer zu seltsam und willkürlich. Auch die Genrefizierung von Künstlern und Musik von iTunes finde ich teilweise sehr platt. Andererseits brauche ich keine 20 Unterkategorien für Soul.

    Was passiert also mit diesen Informationen? Werden die einfach von iTunes Match ersetzt? Oder erkennt iTunes Match diese Songs dann gar nicht – auch wenn sie direkt in iTunes gekauft wurden?

    Oder was ist mit den individuellen Informationen, die ich im Kommentarfeld gespeichert habe? Gehen die verloren?

    Da bin ich mal gespannt was die ersten Berichte sagen.

  • Wird iTunes Match die Songs auch ohne Titel erkennen?? Weil wenn itunes nur auf den Titel und evtl. die Länge schaut kann man ja ohne weiteres Songs durch falsches taggen „erschaffen“!!

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