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Digitales Testament: Das „1Password Emergency Kit“ als PDF-Download

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22 Kommentare 22

Von einem „digitalen Testament“ war im letzten Jahr vermehrt die Rede, nachdem Google seinen Kontoinaktivität-Manager eingeführt hatte. Dort könnt ihr festlegen was mit euren Daten geschehen soll, wenn euer Konto über einen bestimmten Zeitraum hinweg nicht genutzt wird.

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Mike Vardy bietet mit seinem „1Password Emergency Kit“ nun schon seit mehreren Jahren eine PDF-Datei an, die eher Anspruch auf diesen Titel hat. Ausgefüllt und an einem sicheren Ort hinterlegt, hält das Formular für den Fall, dass euch etwas zustößt, alle wichtigen Login-Daten und Informationen rund um euer digitales Leben bereit.

Wie der Name bereits erahnen lässt, ist das Dokument speziell auf die Verwendung des Kennwortmanagers 1Password abgestimmt. Allerdings spricht nichts dagegen, dass ihr darin die entsprechenden Daten für ein konkurrierendes Produkt hinterlegt. Zudem besitzen die meisten Punkte ohnehin unabhängig von der verwendeten Software Gültigkeit. Das Formular berücksichtig beispielsweise auch die Frage, was mit euren Facebook- und sonstigen Benutzerkonten bei irgendwelchen Onlindiensten nach eurem Ableben geschehen soll.

Das „1Password Emergency Kit“ lässt sich kostenlos als PDF laden. Auch wenn es keine sonderlich schöne Beschäftigung ist: wer sich die Zeit nimmt und das Dokument ausfüllt bzw. auf aktuellen Stand bringt, macht es denjenigen, die irgendwann mal an seiner Stelle die Dinge regeln müssen, deutlich einfacher.

Montag, 15. Dez 2014, 14:25 Uhr — Chris
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  • Also: Ausfüllen und dann am Besten per E-Mail Versenden, HTTP hochladen und zusätzlich noch in die Dropbox in die ICloud und bei Google bereitstellen!

    :)

  • Diese PDF (ausgedruckt und außer Haus sicher hinterlegt) kann ja sogar vor meinem Abschied aus der digitalen Welt diesseits des Jordan hilfreich sein, wenn mir mal die komplette Hardware abhanden kommen sollte.
    Man kann es ja schon in manchem Gesangbuch nachlesen unter „Ach wie flüchtig …“

  • Andreas Schlüter

    Jetzt muss ich nur noch den autarken PC finden welcher auch noch virenfrei ist und nicht am Internet hängt. Dann geht’s los Mitt dem ausfüllen. ;-)

  • Weis jemand ob es so was in Deutsch gibt?
    Ab einem gewissen Alter ist Englisch nicht mehr so gut wenn man es nicht in der Schule hatte!

    • Also der letzte Satz ist als Begründung schon ein wenig schwammig. Englisch wird mit dem Alter weder besser noch schlechter, es wird nur nicht besser wenn man die Sprache in seinem Alltag überhaupt nicht einsetzt. ;)

    • Word aufmachen und eben selber erstellen?
      Habe das letztes Jahr auch als Vorlage für eine eigene Version genutzt, da ich einiges angepasst habe.

  • Man kann auch einfach das 1PW Entsperrpasswort aufschreiben und an einem sicheren Ort lagern. Wenn man ganz sicher gehen will (für den Fall, dass mit meinem Tod auch der Rechner stirbt), dann schreibt man noch das Appstore und Dropbox PW dazu und fertig ist. Da vorsichtige Leute ohnehin häufiger mal das PW ändern sollten, halte ich die Idee mit dem PDF für völligen Quatsch.

    • Auf 1Password alleine würde ich mich nicht verlassen wollen.
      Wenn man sich schon den Aufwand macht, Passwörter zu notieren, kann man gleich alle (wichtigen) zu den persönlichen Unterlagen in den Ordner stecken, den wohl fast jeder im Schrank(tresor) stehen hat. ;)
      Sicher, ist mit Aufwand verbunden, den bei jedem Passwortwechsel zu aktualisieren, aber meiner Meinung nach ist es nötig.

      • Ja genau und wenn ich mich dann bei Amazon anmelden will, gehe ich an meinen Haussafe, den ja jeder hat (wer Ironie findet, kann sie behalten) öffne den mit einer ultrageheimen Kombination, hole meinen Passwortordner raus, melde mich an, kaufe meine Weihnachtsgeschenke und sperre den Ordner wieder ein. MIST, wollte ja noch Emails checken… Ab zum Safe…

      • Zusätzlich…
        Mir geht’s eigentlich eher darum, die Passwörter nicht irgendwann durch einen dummen Zufall zu verlieren. Ausserdem – sicher ODER komfortabel. Kompromisse gibt es eigentlich nicht.

  • Nehme meinen Kommentar teilweise zurück, nachdem ich mir das Formular angeschaut habe. Aus dem Text heraus dachte ich, dass man alle PW da aufschreiben soll, was ja wenig Sinn macht.

  • Sinnvoll wäre ein ‚Password Safe‘ in dem der ‚Benutzer‘ wie auch der ‚Erbe‘ ein Passwort generiert und der ‚Erbe‘ erst nach Ablauf von x-Tagen dann Zugriff auf die Daten erhält; im besten Fall dann auch als App für jegliche Plattformen, so dass die eigentlichen Passwörter bei vorheriger Änderung auch aktuell gehalten werden.

  • als Heft in Deutsch gibt es so was ähnliches schon lange „Mego Vorsorgebuch“.
    Da gibt es für verschiedene Situationen (Single, Famiele ect) Bücher zum ausfüllen.
    Das heisst jetzt wohl „Stiftung Vorsorgebuch“
    http://www.vorsorgebuch.de/

  • Nicht jeder muss eine Idee gut finden, geschweige denn selbst anwenden.
    Ich archiviere bereits seit Jahren diverse Dokumente und eine aktualisierte Festplatte mit einigen Daten in einem Safe.
    Warum also nicht das hier vorgestellte PDF ausgefüllt dazulegen.
    Zumal wir in der Familie 1Password nutzen.

  • In 1PW lassen sich ja mehrere Schlüsselbünde verwalten, also prinzipiell auch das von Familien-Mitgliedern. Prinzipiell reicht aber natürlich auch das gegenseitige Speichern des Master-PWs, um nach dem Tod eines Angehörigen auf die Hardware zugreifen zu können; auch wenn dann noch nicht geregelt ist, was mit Accounts geschehen soll.

    Ideal ist das aber alles nicht: Auf Papier ausgedruckte Schlüssel, wie sie ja auch bei Apple gerade wieder in Mode kommen, in Zeiten von paperless eigentlich ein Anachronismus! Wenn dann bei Älteren noch Alzheimer dazu kommt… Nee, da muss es bessere Lösungen geben.

    Eine Art e-Notar zum Beispiel, mit dem man seinen Schlüsselbund syncen kann, mit genau geregelten Zugriffsrechten? Wenn Apple sowas in iCloud integrieren würde, DAS würde ich Innovation nennen! Aber Ausdrucke? Mannomann, und morgen fragen wir Codes wieder fernmündlich über kabelgebundene Apparate ab?

    • Ich habe letztens so einen Service gesehen, der bei Todesfall alle gespeicherten Daten an eine andere Person schickt. Das kam knapp $80 – einmalig – und man musste im vordefinierten Intervall ein Lebenszeichen von sich geben. Tut man das nicht, geht ein mehrstufiges System los: warten, E-Mail, warten, Anruf, warten, Post … Und wenn man dann definitiv nicht mehr zu erreichen war, wird der Inhalt an eine bestimmter Person übermittelt (Post, E-Mail). Ich glaube, als Bonus wurden noch deine Social-Media-Accounts auf ewig weiterbezahlt + Abschiedsmeldung.

      Naja … die Seite sah aus, als wenn die Firma morgen dicht macht. Sie sagt, dass sie das aber schon ein paar Jahre machen und niemals nie pleite gehen …

      Ich glaube, ich geben meiner Freundin einfach mein Masterpasswort und gut ist.

    Redet mit. Seid nett zueinander!

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