Google Chrome für iOS: Update schrumpft Webseiten

32 Kommentare

Googles universeller Chrome-Browser bietet iOS-Nutzern jetzt optional erhöhte “Einsparungen bei den Datennutzungskosten” an und implementiert damit das vom Browser-Konkurrenten Opera bekannte Modell, neu angefragte Webseiten über die eigenen Server umzuleiten, deren Inhalte und die eingebetteten Bilder dort kleinzurechnen und erst anschließend – ordentlich geschrumpft – weiter an den Nutzer zu reichen.

Die Einsparungen bei der Datenübertragung sind in den Einstellungen “Bandbreitenverwaltung” einsehbar – das Feature wird jedoch schrittweise ausgerollt. Google informiert: Diese Funktion befindet sich momentan in der Einführungsphase und wird nach und nach für alle Nutzer verfügbar sein.

chrome-ipad

Anders formuliert: Wenn ihr Google gestattet alle eure Webseiten-Aufrufe auf den eigenen Servern vorzuladen, reduziert Chrome eure Datennutzung im Gegenzug um bis zu 50% .

Version 29.0.1547.11 bietet zudem eine schnellere Möglichkeit an, zu den angezeigten Suchergebnissen zurückkehren und unterstützt Pronomen in der Sprachsuche: Die eingesprochene Anfrage “Wer ist der Präsident der USA?” kann nun von “Wer ist seine Frau?” gefolgt werden und wird von Chrome im Kontext verstanden.

Diskussion 32 Kommentare.
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      • Ihr habt es immer noch nicht verstanden.
        So naiv kann man doch gar nicht sein!

        — Hans
      • Was hat das mit Naiv zu tun? Wenn ich ein Problem hätte würd ich Smartphone & Co nicht benutzen. Der Traum von Anonymität im Internet ist ja schon seit Jahren ausgeträumt. Man könnte höchstens noch von Anonymität reden weil die Masse der Daten nicht überschaubar für NSA & Co. ist. Des weiteren gibt jeder täglich einen Teil seiner Identität im Netz frei. Sei es Facebook, Amazon, Ebay oder eben auch bei Datenkrake Google. Es ist bisher halt jeder für sich selbst im Netz verantwortlich bis internationale Datenschutzgesetze eine Regelung finden.

        — Calior
  1. Boa Leute wen interessierts, ob die jetzt wissen, dass ihr z.B. auf youtube.com geht ?! Und was soll da das schlimmste sein? Eine Studie?! Ohh maan…

    Niclas S.
  2. Wie merkt man, ob der Inhalt vorab an google gesendet wurde? Wie schaltet man das ab? Was ist mit online Banking? Ob man da wohl Ausnahmen definieren kann?
    Ich finde das überglüssig, besser gleich anständige mobil Versionen der Seiten anbieten. Da hat google nichts zu suchen.

    — ThorstenH
    • Als würde Google deine Bankdaten verkaufen. Immer diese Medieninduzierte Paranoia. Kanns echt nicht mehr hören! Woanders sterben Leute an Armut, aber alle heulen um ihre “wichtigen” Daten.

      — Qavarus
  3. @Hans
    Ich habe sehr gut verstanden.
    Mit meinem Kommetar habe ich auf die Beißreflexe der oft selbst ernannten Datenschützer abgezielt, die es sich sehr, sehr einfach machen, weil sie bei jedem ähnlich lautenden Thema die üblichen Stichworte unreflektiert rausballern könnnen und mittlerweile auch noch zustimmendes Schulterklopfen ernten von jeder Mutti, die immer noch nicht den Unterschied zwischen “Google” und “Browser” weiß.
    Diese “Datenschützer” halten sich i.d.R. unberechtigterweise für Computer- und Internetexperten, weil sie wissen, was ein Proxy ist und den PC ihrer Schwester in nullkommanix “neu aufsetzen” können. Und diese Leute sind es, die gute Debatten zu o.g. Themen sehr schwierig machen. /rant

    — bert
    • Die Wahrheit ist unbequem. Jedenfalls für die meisten Menschen. In diesem Fall jedoch selbst für Mitglieder des CCC. Mit dem ersten Post eine Vorhersage der kommenden Kommentare zu liefern ist leicht und lustig. Die Zeit zeigt: jeder muss leider sein eigener Datenschutzexperte sein. Komik ist Tragik in Spiegelschrift

      — Unzufrieden
      • @Unzufrieden:
        Nein! Es ist tatsächlich das eingetreten, wovor ich ständig warnte. Ich selbst wurde etwas überrascht, dass sogar noch schlimmere Vorstellungen wahr sind, als ich dachte. Unbequem ist es deshalb nicht. Ich bin sogar insgeheim etwas froh darüber, da ich ständig als Pessimist bezeichnet wurde, obwohl ich nur realistische Angaben machte. Nun werde ich plötzlich mit anderen Augen angesehen, weil mir nie geglaubt wurde, wenn ich davor warnte, was möglich ist. Aber ich habe nicht vorhergesehen, dass tatsächlich alle Möglichkeiten ausgeschöpft werden. Somit bin ich wie der CCC auch etwas überrascht. Jedoch bin ich nun froh, dass ich vorsichtshalber einiges vermied und dafür als Verschwörer verurteilt wurde, auch wenn ich explizit angab, dass etwas möglich ist und ich nicht sage, dass etwas so ist, was Snowden leider bestätigt hat. Deshalb betrifft mich die Chose mit der NSA wenig. Klar, dass von mir die NSA überhaupt nichts aufzeichnen konnte, habe ich nie versucht. Ich vollführe lediglich ein Drahtseilakt und wäge ab, ob Nutzen zu den Kosten in der Relation höher oder niedriger ist.

        Was Bert anspricht, sollte jedes Schulkind erkannt haben. Es ist leider natürlich in unserer Gesellschaft, dass es zu jedem Thema Klugsch.eißer gibt, die sagen, dass sie es besser wissen, aber nach näherem Hinterfragen sogar weniger beantworten können als die Meisten.

        Das ist deshalb nichts neues. Deshalb hatte ich absichtlich einen sarkastischen Witz angebracht. Du zeigst mit deinem Kommentar lediglich, dass du so naiv warst den Klugsch.eißern zu glauben und diesen Unstand offenbar erst in diesem Thema bemerkt hast.

        Dirk
  4. Wer Angst vor den Datenkraken hat,sollte sich aus dem Internet verabschieden und Rechner&Smartphones auf den Müll schmeißen. ;-)

    — Joe
  5. Ich hoffe man kann das ganze abstellen. mein datenverbrauch durch mobiles surfen ist soooo gering, da brauch ich keine Halbierung. Google Chrome ist aber derzeit für mich vor allem deswegen interessant weil es diese Siri ähnliche Spracheingabe hat, die Apple mir auf dem iP4 ja leider vorenthält :/

    — iCke
  6. Die Sache läßt sich in den Einstellungen ein- und ausschalten.
    Eine Ansicht, wievie eingespart wurde, gibt es auch :)

    — Znarf
  7. Was ist eigentlich genau mit “zu den angezeigten Suchergebnissen zurückkehren” gemeint? Wo wird dieser Button angezeigt?

    — Sandro
  8. Irgendwie scheint hier keiner so richtig zu verstehen, wie der Seitenaufbau über HTML funktioniert oder? Was glaubt ihr denn kann Google mit dieser Einstellung schon anstellen? Sie speichern nur Datenibtensive Inhalte wie Bilder und Animationen in kleineren Größen, für das entsprechende Gerät angepasst. Wenn ich beispielsweise eine Seite aufrufe, die ein 8-Megapixel in der Mitte der Seite darstellt, dann wird nirmalerweise dieses Bild in voller Größe übertragen und dann vom Browser runtergerechnet, um es auf dem kleinen Gerät angepasst anzuzeigen. Google würde in diesem Fall das Bild schon vorher verkleinern und nur die kleine Version übertragen.
    Wenn ich anonym surfe, weiß Google dann nur, von welcher IP-Adresse welche URL aufgerufen würde. Das können sie auch ohne diesen Service, wenn man Chrome benutzt.

    — skee
    • Anonym surfen … erstaunlich, wie naiv manche sind …

      Was du überträgst, ist nicht nur du IP-Adresse. Die würde der NSA vielleicht überhaupt nichts bringen, falls nicht von Provider Angaben zum Anschlussinhaber bekommen. Fast jeder Browser hat einen eindeutigen Fingerabdruck (verwendetes Betriebsystem in welcher Version grob, verwendeter Client als Browser in welcher Version grob, benutzbare PlugIns/AddOns, qespeicherte Cookies, absichtliche Bugs im Browser, …). Wenn du mir es nicht glaubst und dich nicht informieren willst und nur mit deinem gefährlichen Halbwissen scheinbar glänzen willst, ist mir das egal. Es war nur ein altruistischer Tipp von mir, dass du dich nicht in falscher Sicherheit wiegen solltest.

      Dirk
      • Natürlich überträgst du solche Daten, wie HTTP_USER_AGENT, aber selbst das kann man kinderleicht faken. Und was soll das Google über meine persönlichen Daten verraten? Meine HTTP_USER_AGENT-Signatur ist millionenfach weltweit verbreitet. Ich glaube, du hast ein gefährliches Halbwissen und weißt überhaupt nicht, wovon hier die Rede ist. Dass man nicht wirklich absolut anonym surfen kann ist jedem klar (sollte zumindest), aber für Google macht es keinen Unterschied, ob du mit dem oben genannten feature surfst oder ohne.

        — skee
      • Hier muss ich skee recht geben, das kann ich gerade so unterzeichnen.
        Aber wie sieht es denn eigentlich aus, wenn ich auf Seiten surfe, die „nur ich sehen kann“ und über SSL übertragen werden? Beispielsweise meine Facebook-Nachrichten. Die sollte der Proxy-Server ja eigentlich gar nicht abrufen können, oder? Also werden sie auch nicht komprimiert?

        — Kim
      • Ich vergaß zu sagen: Nicht immer ist etwas eindeutig indentifizierbar. Aber auch grobe Einschätzungen helfen oft weiter. Und es gibt z.B. so etwas wie O2-SIM-Karten, die verursachen, dass der Browser Safari die Handy-Nummer mit überträgt. Das ist doch toll, oder? ;)

        Dirk
      • Ok Dirk, dann geh mal mit deinem iPhone auf die Panopticlick-Seite und schau dir an, welche Informationen über dich daraus zu entnehmen sind und überlege, wie viele andere Personen den gleichen Fingerprint haben werden?
        Ich habe in der Branche gearbeitet, wo wir solche Informationen aus Mobilgeräten ausgewertet haben, um bestimmtes angepasstes Verhalten von mobilen Seiten zu steuern. Damit erfährt man aber keine persönlichen Informationen des Nutzers, er bleibt anonym. Außerdem ist die Signatur identisch, egal ob man den oben erwähnten Dienst von Google nutzt oder nicht und darum geht es hier.

        — skee
      • @skee:
        Das ist das Problematische, dass man denkt sich in einem Bereich sehr gut auszukennen, nur weil man sich mit dem Bereich intensiver beschäftigte und somit abweichendes Wissen nicht für möglich gehalten wird.

        Sprechen wir das einfachste Problem an: Absolut jeder dürft durch eine IP-Adresse am Anschluss. Ich glaube, erst vor kurzem wurde verboten, dass Webseitenbetreiber dann bei dem Internet-Provider fragen dürfen, wer zu welcher Zeit sich als Anschlussinhaber hinter der IP-Adresse steckte.
        Klar, nicht jede Firma kann ohne Grund und vor allem jetzt die Identität des Anschlussinhabers ermitteln, ABER hier geht es um die NSA und sie kann bestimmt sogar in Echtzeit den Anschlussinhaber herausfinden.
        Natürlich ist es wahrscheinlich, dass mehrere Leute über den Anschluss surfen. Durch den “Fingerabdruck” des Browsers können jedoch die Familienmitglieder unterschieden werden. Damit ist natürlich nicht klar, wem welcher Browser gehört, aber wenn der oft nicht verschlüsselten Traffic oder den leicht zu entschlüsselnden Traffic anschaut, findet man sehr schnell heraus, welche Person surft. Klar, in einem Wlan eines anderen ist dies natürlich anonymer, aber durch “Fingerabdruck” des Beowsers und Cookies nicht mehr.
        Am Leichtesten wird es, sobald derjenige über den Browser sich bei einem Google-Dienst, in Facebook oder etwas anderes anmeldet.
        Bekanntestes Beispiel:
        http://www.businessinsider.com.....ity-2012-9
        Du hast bestimmt erfahren, dass viele Webseiten nicht funktionierten, weil Facebook eine Zeit lang nicht funktionierte (das war ein großer #Aufschrei, als Facebook für 15 min oder ein paar Stunden nicht funktionierten)? Eben weil viele ein Facebook-Login integrieren und dann über Inline-Pages, -Frames oder -Layers (oft mit Jabascript) Facebook dann mit eindeutigen Cookies den Nutzer tracken können (auch abgemeldet). Klar, Facebook nutzen deswegen nicht alle, aber viele andere Dienste wie auch Google nutzen diese Technik (siehe Google Analytics). Glaubst du, dass irgendjemand glaubt, dass DoNotTrack von den Webseitenbetreibern eingehalten wird?
        D.h., nur weil eine Firma die Identität eines Nutzers nicht ermitteln kann, heißt es nicht, dass es andere auch nicht können.
        Gehen wir zur eigentlichen Seite ein: Der größte Fehler ist, dass man überhaupt Chrome nutzt. Mich würde es nicht wundern, wenn sie schon seit Ewigkeiten Surfprofile aufzeichnen und dies an Google und von dort an die NSA übertragen. Diese Option ist insofern eigentlich gar nicht schlimm. Es wird nur damit für viele eindeutig klar, dass das Surfverhalten durch Googles Server gehen muss und somit klar wird, dass Surfprofile angelegt werden können. Schlimmer ist nur, dass Google den gesamten Traffic (auch verschlüsseltes) anschauen kann.

        Das solltest du dir merken, weil du das geschichtlich vielleicht noch nicht weißt: Was möglich ist, wird laut öffentlicher Beteuerung zwar oft nicht ausgenutzt, aber praktisch wird es in der Regel tatsächlich ausgeübt.

        Dirk
  9. Das Thema hier ist perfekt, um mal meine eigene, neueste Verschwörungstheorie loszuwerden:
    ich behaupte, die NSA setzt PRISM und die ganzen anderen Verfahren, die in letzter Zeit aufgedeckt wurden, gar nicht mehr ein.
    Auch Snowden war nur eine inszenierte Finte, um die längst veralteten Programme der NSA auffliegen zu lassen und von dem, was wirklich passiert abzulenken.
    In der Tat ist nämlich seit 2008 ein unheimlich nützliches Programm im Kreise der Webentwickler in aller Munde. Es hört auf den wundervollen Namen New Relic.
    Das Tool installieren interessierte Webentwickler zusammen mit ihrer Anwendung auf ihrem Server und dort läuft es dann parallel zur eigentlichen Seite. Die Firma verspricht aktuelle Informationen zur Laufzeit der Anwendung, wie Engpässe, Hinweise auf noch zu optimierende Anfragen an die Datenbank und weitere hilfreiche Statistiken. Die Nutzung von New Relic ist im Grundumfang kostenlos und der Anbieter verspricht jedem Neukunden, der das Tool auf seinem Server installiert, zusätzlich noch ein kostenloses T-Shirt. Zusätzlich gibt es noch Premium-Dienste, die zwar kostenpflichtig sind, aber kaum einen Mehrwert bieten.

    — Haller
  10. Ich hätte mal eine Frage an die Experten hier, einfach nur zum Verständnis.
    Wenn ich mit Opera oder, jetzt auch, Chrome nun eine Seite wie iFun besuche, klar, dann schreitet der entsprechende Proxy-Server ein, stellt selbst eine Anfrage an den Zielserver und schickt mir des Antwort dann komprimiert an den Browser zurück.
    Aber wie sieht das nun beispielsweise bei einer SSL-Verbindung aus? Angenommen ich surfe auf Facebook oder Amazon. Hier hat der Proxy-Server ja eigentlich keinen Zugriff auf die Informationen, für die sich mein Browser erst authentifizieren musste. Und durch die SSL-Verbindung sollte er auch nicht die Möglichkeit gehabt haben, die Zugangsdaten zu beschaffen und sich selbst zu authentifizieren.
    Wie sieht das also nun aus? Rattern auch solche Seiten durch das Komprimierungsprogramm oder ist das nicht möglich?

    — Kim
  11. Warnungen vor Gefahren im Internet sind nicht verkehrt. Es gibt auch heute noch genug Menschen ( nicht nur Kinder u. Jugendliche ) die damit recht unbedarft umgehen. Deshalb muss man aber nicht in Panik geraten. Aufklärung ist gut, es muss ja nicht der erhobene Zeigefinger sein um dies zu vermitteln. Schutzmechanismen bieten zwar nur eine relative Sicherheit aber können einen Beitrag dazu leisten. Wenn man sich aber selber bei Facebook u. Co ” nackig ” macht kann man diese gleich weglassen. Wenn man das Internet mit etwas Sinn u. Verstand nutzt kann man die Risiken einschränken soweit es möglich ist. Man muss sich ja nicht ” gläserner ” machen als man schon ist.

    — Absinth

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