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Apple-SIM nicht von allen beteiligten Providern gleichermaßen unterstützt

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21 Kommentare 21

Das Konzept der in den USA mit den neuen iPads ausgelieferten Apple-SIM ist wegweisend, bei der Umsetzung werfen die beteiligten Provider ihren Kunden teils jedoch noch Steine in den Weg.

sim-karte-shutter

(Bild: Shutterstock)

Während sich Apples neue SIM-Karte in den US-Netzen von T-Mobile und Sprint sowie darüber hinaus im Netz des britischen Providers EE flexibel nutzen lässt, sorgt die Aktivierung im Netz von AT&T beispielsweise dafür, dass die Karte fortan fest an das Netz von AT&T gebunden ist. Der vierte große US-Provider Verizon ist bislang noch gar nicht mit im Boot und setzt weiter auf eigene SIM-Karten.

Hintergedanke ist die Tatsache, dass iPad-Besitzer oft keinen festen Datentarif für ihre Geräte abschließen, sondern bei Bedarf auf Zeit oder Volumentarife setzen. Die Apple-SIM soll hier nun die Freiheit bieten, bei der Wahl eines solchen Tarifs beispielsweise aktuelle Angebote oder die Netzabdeckung am jeweiligen Ort zu berücksichtigen. In der Praxis bleibt diese Flexibilität in den USA allerdings nur mit T-Mobile oder Sprint erhalten, denn wie sich jetzt herausstellt, bindet die Aktivierung im Netz von AT&T die Karte fest an den US-Provider und wer zukünftig wieder frei wählen will, muss sich eine neue Apple-SIM besorgen.

John Legere, der Vorstandsvorsitzende von T-Mobile USA, hat die wichtigsten Fakten zur Apple-SIM in einer Reihe von Tweets zusammengefasst und kritisiert in diesem Zusammenhang auch die eigensinnige Praxis des Mitbewerbers AT&T:

You can pick @att but once you do, you can’t switch again! #typical

T-Mobile ist momentan offenbar Apples einziger US-Partner, der die Apple-SIM frei von irgendwelchen Einschränkungen unterstützt. Sprint erlaubt im Gegensatz zu AT&T zwar den freien Wechsel auch nach Erstaktivierung, setzt aber voraus, dass die IMEI-Adresse des zugehörigen iPad im eigenen Netz bekannt ist, also das iPad nicht bei einem Konkurrenten erworben wurde.

Legere sieht in der Apple-SIM eine schlaue Entscheidung seitens Apple und gleichzeitig eine Herausforderung, der sich die Mobilfunkkonzerne künftig stellen müssen.

Clearly the Apple SIM is a smart move on Apple’s part – it expands and enhances their position in the mobile ecosystem. […] Bottom line… it’s complicated… and it is an emerging change in the mobile ecosystem that we will have to figure out as we go.

Apple-SIM lässt sich international nutzen

Wenngleich außer den genannten US-Providern bislang nur der britische Anbieter EE bei der Apple-SIM mit im Boot ist, eine flexible internationale Nutzung ist von Apple zweifellos angedacht. Dies bestätigt nun auch ein von der amerikanischen Webseite 9to5Mac veröffentlichtes Support-Dokument. Darin wird ausdrücklich auf die Möglichkeit hingewiesen, die Apple-SIM auch bei Reisen nach Großbritannien einzusetzen.

apple-sim-dokument

Montag, 27. Okt 2014, 7:45 Uhr — Chris
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Rede mit!
  • EE ist aber auch 50:50 von Orange (Frankreich) und T-Mobile/Telekom (Deutschland) ;)

  • Schade dass sich die Mobilfunker da so querstellen aber zu gegebener Zeit wird es sich für die vielleicht auch lohnen…

    • Die müssen einfach die Kunden durch Leistungen an sich binden, nicht über Vertragslaufzeiten. Wobei letzteres bei subventionierten Geräten natürlich verständlich ist.

  • Das große Problem daran sind ja im Endeffekt nicht die Provider, sondern die Kunden. Jeder Kunde jammert wenn ein Premium-Gerät viel oder teilweise ünerhaupt etwas kostet, vergisst dabei aber, dass die Provider diese niedrigen Gerätepreise „unterstützen“ müssen.

    Sobald ein Provider diese AppleSIM akzeptiert, kann er wegen dem fehlenden Umsatz das Gerät nicht mehr „unterstützen“ was zum großen Aufschrei seitens der Kunden kommt. Immerhin kostet dann zB das iPhone 6 mit dem höchsten Tarif vom Provider nicht mehr 0-100€ sondern schlicht die 799€..

    Seid also nicht angfressen bei den Providern, sondern bedankt euch bei der Arroganz und Dummheit der Kundschaft :)

    • Es spricht doch gar nichts dagegen im nächsten Schritt das Gerät subventioniert zu verkaufen und damit gleichzeitig einen 24 Monats Vertrag einzugehen den der Kd dann auch bezahlen muss. Er muss sich halt nur dann auch mit der freien SIM und demnächst mit reiner Softwarelösung bei diesem Anbieter anmelden. Tut er das nicht, zahlt er den Vertrag trotzdem, liegt ja an ihm. Aber deshalb ist der Subventionsverkauf somit nicht ausgehebelt.

    • Der nächste (für mich) logische Schritt: man kauft Gerät und Mobilfunkvertrag bei Apple!
      Und Apple garantiert mir weltweit die Nutzung zu immer dem gleichen Tarif. Um die Abrechnung/Verträge mit den Netzbetreibern kümmert sich Apple (oder Samsung, oder…..)
      Sicherlich ein Schritt, der nicht nur Vorteile hat. Aber letztlich ist die Infrastruktur, um das IPhone/iPad zu betreiben doch nur „lästige Notwendigkeit“.
      Und dann wird man sehen, ob man das Gerät billig bekommt und monatlich viel bezahlt oder das Gerät voll bezahlt und monatlich wenig.
      Ich denke beide Modelle wird es geben, langfristig werden die Hersteller (Apple, etc.) aber auch die Kundenbindung bevorzugen: monatlich gleiche Zahlung und dafür immer das neueste Gerät.
      Wie gesagt, hat alles Vor- und Nachteile. Ich sehe aber diese Entwicklung Voraus, da sie dem Hersteller die meisten Vorteile bringt und der Markt letztlich von den Anbietern entschieden und gestaltet wird.

      • Dann bist du aber noch mehr von Apple anhängig. Die Hardware-Hersteller haben sich eh schon ein gutes Stück im Ecosystem „gefangen“.
        Zudem kommt viel Innovation von den Providern ; zumindest Telekom und Vodafone. Und Preisdruck durch o2 etc

  • Wie ist es möglich das der Anbieter die Apple SIM an sich binden kann nachdem einmal für ihn aktiviert? Was für ein Schwachsinn der den Sinn einer freien Karte und demnächst einer reinen Softwarelösung damit absurdum führt.
    Warum verstehen die Anbieter nicht dass hier doch eigentlich nur Müll eingespart wird. Denn so eine Karte ist doch technisch gesehen überflüssig geworden.
    Bin ich aber froh das ausgerechnet T-Mobile sofort positiv dabei ist.

  • Moin,

    Ist die Apple SIM immernoch eine kleine Karte die man einlegen muss? Hatte das nur zur Mal überlesen und dachte das die Apple SiM „nur“ Software ist, damit wir irgendwann von diesen Karten weg kommen und Apple wieder mehr Platz im Gerät hat.

    • Das dachte ich auch. Eine virtuelle SIM quasi. Ist aber wohl doch nur wieder ein physische SIM Karte. Naja, irgendwann die nächsten Jahre wird sich dieser Kartenquatsch ganz erledigen.

    • So wie ich das verstehe ist es noch eine kleine Karte. Apple hätte das zwar gerne schon anders, aber als Zwischenschritt da die Mobilfunkanbieter ja noch nicht so ganz mitziehen und die iPads daher sowieso mit Sim Karten Slot hergestellt werden müssen ist es noch eine Karte. Diese muss man aber eben eigentlich nur ein mal einlegen und sollte dann flexibel wechselb können. (Was aber eben leider wohl noch nur mehr oder weniger funktioniert.)

  • Eine „flexible“ SIM ist eigentlich die logische Antwort auf Smartphones wie z.B. Das iPhone. Die Nutzer sind immer mehr daran gewöhnt, ihre Geräte ständig und überall zu benutzen, gerade auf Reisen und gerade im Ausland erhöht sich der Nutzen eigentlich eher , als dass er geringer wird. Das größte Hindernis derzeit die inakzeptablen Roaming Kosten.
    Klar, auch jetzt kann man unterwegs eine prepaid Sim kaufen und einsetzen, aber wer macht das schon. In der Regel ist dies relativ umständlich und scheitert oft an Sprachkenntnissen oder auch gesetzlichen Identifikationsbestimmungen.
    Eine an das Gerät gebundene sim, zusammen mit z.B. Der Apple ID würde alle diese Probleme lösen.
    Die Provider verlieren natürlich eine Menge bei der Kundenbindung, aber wenn sie den Zug der Zeit nicht erkennen, werden sie mehr verlieren.
    Typisch, dass hier in den USA DIE Telekom Vorreiter ist, die müssen dort am meisten kämpfen und können nur gewinnen.
    Typisch, dass in unserem gesättigten und von wenigen beherrschten Markt sich nichts bewegt. Hier mussten die Provider ja auch erst durch die EU gezwungen werden, die Roaming Kosten zu reduzieren um jetzt vermutlich zu erkennen, dass sie letztendlich mit niedrigeren Preisen mehr Umsatz machen.
    Eine flexible SIM, die an das Gerät und nicht den Provider gebunden ist, wäre auch ein gutes Feld für die EU Regulierung!

  • Verizon dürfte nicht auf eigene SIM-Karten setzen, Verizon hat eigentlich keine SIM-Karten.

  • Ist es abwegig zu denken das Apples multisim der Anfang von festverbauten Simkarten sein soll? Man spart sich den Austausch Schlitz und gewinnt so bestimmt wieder einiges an Platz im Gerät!

  • sign…..& john Legere ist nicht die Telekom. Bin auch für „fest verbaute sim-prozessoren“. Heut zu tage ist es technisch easy den Provider zu wechseln (siehe Roaming). Warum nicht via sms, wifi oder nfc Providerconfig einspielen und gut.

  • Aber niemals von Apple,auch nicht zahlen .

  • Redet mit. Seid nett zueinander!

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