Apple äußert sich zu PRISM und Datenschutz

44 Kommentare

Anfang Juni wurde bekannt, dass die US-Regierung im Rahmen des sogenannten PRISM-Projekts wohl Zugriff auf Nutzerdaten von Facebook, Google, Microsoft sowie Apple und weiteren Unternehmen sucht.

apple-privady

Apple bemüht sich in der Angelegenheit um Transparenz und hat diesbezüglich nun eine Pressemitteilung veröffentlicht. Offenbar wurde Apple von der US-Regierung die Genehmigung erteilt, Details zu den Anfragen zu veröffentlichen. So habe man zwischen dem 1. Dezember 2012 und dem 31. Mai 2013 zwischen 4000 und 5000 entsprechende Anfragen von Regierungsbehörden erhalten. Dabei ging es wohl um 9000 bis 10000 Nutzerkonten und sowohl um Themen der Verbrechensbekämpfung als auch der nationalen Sicherheit. In erster Linie hätten die Anfragen mit Ermittlungen bei Diebstählen, der Suche nach vermissten Kindern und Alzheimerpatienten in Zusammenhang gestanden. Auch die mögliche Verhinderung von Selbstmorden sei Thema gewesen.

Apples Anwälte würden jede einzelne Anfrage prüfen und nur so wenig Daten wie möglich preisgeben. Zudem würde Apple keine unnötigen Datensammlungen anhäufen und ebenso wenig leichtfertig Informationen preisgeben.

Apple legt Wert auf die Feststellung, dass sämtliche über iMessage oder FaceTime geführten Konversationen End-zu-End-verschlüsselt sind und somit von niemandem außer dem Absender und dem Empfänger gelesen werden können. Auch Apple könne diese Informationen nicht entschlüsseln. Ebenso wenig würden beispielsweise Ortsdaten, Suchanfragen in der Karten-App oder die Kommunikation über Siri in irgend einer Form gespeichert, die den Urheber nachvollziehbar macht.

Apple wolle weiterhin viel Energie dafür aufbringen, den richtigen Pfad zwischen Erfüllung der gesetzlichen Verpflichtungen und dem Schutz der Privatsphäre seiner Kunden, ganz so wie diese es erwarten und auch verdienen, zu beschreiten.

Diskussion 44 Kommentare.
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      • Glaube ich kaum….das war ihm wirklich wichtig, der hätte denen sonst was gezeigt

        — Master
      • Nicht das er deswegen sterben musste. Den Geheimdiensten traue ich einiges zu.

        — YUCKFOU!
      • Steve Jobs hatte beim FBI einen sehr hohen Status in Sachen Geheimhaltung, diese Freigabe bekommt man nicht wenn man nicht den Behörden zusammenarbeitet ;)
        Wenn’s um “national security” geht schaltet viele Amerikaner eh ihr Hirn aus!

        — Ben
    • Wo steht, dass das du zu Jobs Zeiten nicht auch schon so gehandhabt wurde? Nur weil deren exemplarische Daten von 2012 sind? Dieses PRISM soll schon einige Jahre länger dauern und auch Apple unter Jobs Regie wird da entsprechend mitgemacht haben. Ich denke sogar, dass die strengen Kontrollen auf Apples Seite, welche Daten nun wirklich raus gegeben werden müssen, noch von Jobs stammen.

      — Cromax
    • Als Hintergrundinformation: Das P.A.T.R.I.O.T act wurde wegen dem Einsturz des WTCs und der Bekämpfung gegen Terrorismus (angeblich, aber wird vermutlich für Wirtschaftsspionage genutzt, da es weiterhin besteht, aber Bin Laden schon längst tot ist). Im Jahre 2007 wurde PRISM eingeführt, um angeblich nur Bin Laden zu finden.

      Zu dieser Thematik empfehle ich den Film “Team America” von den Southpark-Machern.

      — Dirk
      • Ich vergaß: Dieses Gesetz PATRIOT Act qurde 2001 natürlich eingeführt. PRISM gab es 2007 (lange vor Steve Jobs Ableben).

        — Dirk
    • Woher willst du das wissen? Ich glaube kaum dass du ihn näher gekannt hast. Allerdings hatte er mal einige Zeit lang die Erlaubnis beim FBI Dokumente mit der Einstufung Top Secret zu lesen. Also na ja.

      MMS
    • Was willst du denn bitte noch hören?

      Apple nimmt ganz klar Stellung dazu, dass sie eben nicht einfach alle möglichen Daten der NSA zur Verfügung stellen, sondern nur Daten, die sie nach geltendem Recht herausgeben müssen.

      — Felix
      • Was sollen sie auch sonnst machen?^^
        Glaubst ja auch nicht, das sie sowas zugeben würden xD

        — 00010101
      • “Apple legt Wert auf die Feststellung, dass sämtliche über iMessage oder FaceTime geführten Konversationen End-zu-End-verschlüsselt sind und somit von niemandem außer dem Absender und dem Empfänger gelesen werden können. Auch Apple könne diese Informationen nicht entschlüsseln. Ebenso wenig würden beispielsweise Ortsdaten, Suchanfragen in der Karten-App oder die Kommunikation über Siri in irgend einer Form gespeichert, die den Urheber nachvollziehbar macht.”

        Wenn das stimmt: TOP!

        — O_o
  1. So wie ich das lese entspricht es genau dem was ich selbst auch vom Datenschutz erwarte. Ein großes Lob an Apple !

    — Micha
    • Apple untersteht dem Recht der USA. Demzufolge muss sie sich diesem Recht beugen und darf vermutlich nicht sagen, dass die NSA vollen Zugriff auf alle Daten haben und eventuell z.B. iMessage auch von der NSA gelesen werden kann. Als Beispiel: Apple sagte vor kurzem, dass sie von PRISM überhaupt nichts weiß. Jetzt sagen sie plötzlich, dass sie davon gewusst hatten. Offenbar waren sie dazu verpflichtet zu sagen, dass sie nichts von PRISM wissen.

      — Dirk
      • Ich glaube, man wird selig, wenn man glaubt, dass iMessage so sicher ist. Die Drogenbehörde ist staatlich. Und sie untersteht den angesetzten der USA. Also müssen sie vermutlich alle Daten der NSA abliefern und erhalten vielleicht auch Daten durch die NSA im Gegenzug davon, dass sie behaupten, bei iMessage angeblich überhaupt kein Zugriff zu haben.

        Stellen wir uns die Technik vor: Wie bei PGP wird über Apple sicher der öffentliche Schlüssel übertragen. Dann wäre eine sichere Verbindung zum Gesprächspartner möglich. Damit der Gesprächspartner das mit öffentlichem Schlüssel Verschlüsselte lesen kann, muss er natürlich den privaten Schlüssel haben. D.h., der private Schlüssel ist auf alle Fälle im iPhone. Das iOS ist Closed Source. Ist das also beweisbar, dass Apple auf sicheren Wege den privaten Schlüssel nicht kopieren kann? Die Nachrichten müssen alle über Apples Server laufen. Von dort kann die NSA bestimmt die verschlüsselten Nachrichten kopieren und sie mit dem privaten Schlüssel des Empfängers problemlos entschlüsseln. Das hörte sich verschwörerisch und unrealistisch an, aber seit Snowden glaube ich, dass dies tatsächlich gemacht wird.

        Ok, vielleicht ist der Artikel dazu da, dass nur wirklich schlimme Leute wie harte Drogen Dealer geschnappt werden, weil sie vermutlich so dumm sind daran zu glauben, dass iMessage unbedingt sicher ist. Und Apple würde vielleicht durch illegale Händler mehr Geräte verkaufen.

        Sicher ist meine Theorie zwar natürlich nicht, aber wegen PRISM erscheint diese Möglichkeit machbar zu sein.

        — Dirk
  2. bla bla wers glaubt

    die geben alle daten an regierungen weiter

    fb, google, microsoft und apple geben die server für den geheimdienst frei, die werden es aber niemals zugeben

    ein kumpel hatte in einer privatschule so nen fall

    da kamen die bullen angerückt mit allen daten von jedem schüler

    mails, chats, fotos, accounts, gelöschte fotos, telefon

    die haben einfach alles von uns ohne fragen zu müssen

    — andy23
    • Na und ? Datenschutz gibt es seit dem Internet nicht mehr, es fing ganz langsam an und heute ist man gläsern … Wer sich heute aufregt, ist ein wenig zu spät dran. Jetzt hat man nur noch selbst die Wahl, was man preisgeben möchte.

      — CTH
    • In dieser Privatschule gab es bestimmt auch ein Schul eigenes Wlan oder? Dann wurde den Schülern bestimmt auch mitgeteilt, dass sämtliche Daten die über dieses Netz verschickt werden mitgeschrieben werden. Genauso passiert’s auch an jeder Uni.

      — Felix
  3. ja, ja…apple und datenschutz. wer es glaubt wird selig. die userzahl bei apple ist bereits so gross, dass apple sich dem nicht mehr entziehen kann.

    — June
  4. Ich verstehe ehrich gesagt die Aufregung um dieses Thema nicht!
    Wenn es dazu dient Schaden abzuwenden / Menschenleben zu retten, dann muss der Datenschutz hinten anstehen!
    Ehrlich gesagt, bin ich für “die” wohl eher uninteressant – also was soll’s – mich juckt’s nicht.
    “Abgehört” wurde immer schon – jetzt halt auch über die digitale Medien.
    Und das die Geheimdienste / Vater Staat bei Verdacht nicht erst noch eine infizierte eMail versenden, um einen “Staats-Trojaner” “einzupflanzen” sollte doch auch jedem klar sein.
    Geht einfach davon aus, dass in den letzten Jahren jedes Mobil-Telefon, jedes Betriebssystem, selbst jeder DSL-Router in den letzten Jahren mit entsprechender Softwareteilen ausgestattet wurden, damit man im Bedarfsfall auch sofortigen Zugriff bekommt – für mich eine logische Sache!
    BBIWY ! :-)

    — M.W.
    • Schaden abzuwenden und Menschenleben zu retten wird doch immer nur vorgeschoben!!! Letztendlich geht es um Geld und Macht..

      Wenn du nix zu verbergen hast kannst du ja auch ein paar Webcams in deiner Wohnung aufbauen. ;-)

      — Jörn
    • Kannst du uns aus Sicherheitsgründen bitte deine E-Mail-Zugangsdaten bereitstellen? Hast ja nichts zu verbergen. Ich werde auch sorgfältig damit umgehen und sie nur nutzen, wenn irgendeine Gefahr droht oder ich ein Druckmittel gegenüber dir oder jemandem in deinem Umfeld benötige. :)

      — Petter
  5. “abgehört”, mitgelesen, etc. wird überall. Google analysiert jede Email, Facebook speichert jede Bewegung seiner Nutzer, und Apple? – Hat Siri eingeführt. Wenn Apple nicht interessiert wäre an unseren Daten, dann würde Siri nicht jedes mal den Weg über deren Server nehmen. Und das staatliche Behörden an alle erdenkliche Daten rankommen, wenn sie wollen, ist auch klar. In den USA wird es seit dem Patriot Act den Behörden besonders leicht gemacht. Alles was auf US Boden liegt darf auch eingesehen werden. Bei solchen Gesetzen nützt es auch nichts das Apple und Co. sich nur im Bereich des “gesetzlich vorgeschriebenen” bewegt.
    Die ganze PRISM Geschichte spielt solchen Menschen wie Kim Dotcom mächtig in die Karten. Er verspricht seinen Nutzern komplett verschlüsselte Dienste. UND JA, ich vertraue einem Kim Dotcom mehr als Apple, Facebook und Google zusammen, weil er gegen das ganze System arbeitet. Meiner Meinung nach werden sich verschlüsselte Anbieter auf lange Sicht durchsetzen.

    — Jörn
    • Das mit Siri und den gesendeten Sprachdaten an Apple Server, hat sehr große praktische Gründe. Wenn du programmieren könntest, dann wüsstest du, das diese Twchnik unheimlich praktisch ist, wenn externe Server nahezu problemlos aktualisiert werden können um die Sprachdaten besser analysieren zu können und anschließend an iOS für Computer leicht verständliche Befehle schicken kann. Und iOS muss dafür nicht aktualisiert werden.
      => Das ist unsinnig das Senden der Sprachdaten als expliziten Hinweis zu interpretieren, dass dann die Sprachdaten auf jeden Fall der NSA bereitgestellt werden.

      Achtung: Ich sage hiermit nicht, dass die NSA keinen Zugriff auf die Sprachdaten hat. Ich sage hiermit nur, dass dies kein zwingender Grund ist. Dass es wegen dem Hinweis von Snowden die NSA sicherlich alle Sprachdaten erhalten kann, ist in meinem Text etwas vollkommen anderes.

      — Dirk
      • Völlig richtig.
        Aber ich denke, der eigentliche Hauptzweck des Sendens ist das Nutzen der Spracherkennung.
        Das wird ja bei der Diktierfunktion auch so gemacht.
        Die Genauigkeit ist da auf dem Server einfach höher.

        — Samu
  6. ganz einfach: alles, was technisch geht, wird früher oder später auch gemacht. D.h. alles, was im Netz existiert muss man defacto als public betrachten. Alles andere ist nur Kosmetik.
    Das heißt natürlich nicht, dass alles erlaubt erlaubt sein sollte – im Gegenteil! Es hilft aber bei der persönlichen Einschätzung, welche Daten man wem in welcher Form anvertrauen will.

    — Hans

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