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Suchmaschinen-Manipulation

Wettbewerbsverstoß: EU verhängt 2,4-Milliardenstrafe gegen Google

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Die EU-Kommission hat eine eine Geldbuße in Höhe von 2,4 Milliarden Euro gegen Google verhängt. Die Kommission ist der Auffassung, dass das US-Unternehmen Mitbewerber durch Manipulation der Suchergebnisse benachteiligt habe.

Die gegen Google verhängte Strafe ist das bislang höchste in einem Wettbewerbsverfahren von der EU verhängte Bußgeld. Konkret hat der Konzern demnach seine Marktmacht als Suchmaschinenbetreiber missbraucht, um die eigene Preisvergleichsseite „Google Shopping“ gegenüber konkurrierenden Webseiten besser zu stellen. Google wurde dazu aufgefordert, das Verhalten binnen 90-Tagesfrist zu ändern.

Eu Strafe Gegen Google

Konkret hätte Google in Europa 2008 damit begonnen, seinen Shopping-Dienst in Suchergebnissen prominent zu platzieren und gleichzeitig Mitbewerber schlechter zu bewerten. Der EU-Kommission zufolge gelang letztere über einen speziellen Algorithmus, von dem Googles eigenes Angebot ausgenommen war. In der Folge habe Google Shopping stark an Popularität gewonnen und zähle in Deutschland beispielsweise das 35-fache an Nutzern. Konkurrenten des Google-Angebots hätten im gleichen Zeitraum mit Blick auf die Seitenaufrufe bis zu 92 Prozent eingebüßt.

Der genaue Strafbetrag von 2.424.495.000 Euro wurde auf Basis des Wertes von Googles Shopping-Angebot für das Unternehmen innerhalb des europäischen Wirtschaftsraumes festgelegt. Weiterführende Informationen hat die EU-Kommission hier veröffentlicht.

Google hat viele innovative Produkte und Dienstleistungen entwickelt, die unser Leben verändert haben. Das ist eine gute Sache. Aber die Strategie von Google für seinen Preisvergleichsdienst bestand nicht nur darin, Kunden zu gewinnen, indem es ein besseres Produkt anbietet als seine Wettbewerber. Google hat vielmehr seine marktbeherrschende Stellung als Suchmaschinenbetreiber missbraucht, indem es seinen eigenen Preisvergleichsdienst in seinen Suchergebnissen ganz oben platziert und Vergleichsdienste der Konkurrenz herabgestuft hat.
Googles Verhalten ist nach den EU-Kartellvorschriften unzulässig. Google hat anderen Unternehmen die Möglichkeit genommen, im Wettbewerb durch Leistung zu überzeugen. Vor allem aber hat es verhindert, dass die europäischen Verbraucher wirklich zwischen verschiedenen Diensten wählen und die Vorteile der Innovation voll nutzen können.

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27. Jun 2017 um 12:29 Uhr von Chris Fehler gefunden?


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