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Update: Keine Zulassung

Vivy: Digitale Gesundheitsakte von GKV und PKV startet heute

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Update vom 18. September
Entgegen den Behauptungen der von Vivy ausgegebenen Pressemitteilung verfügt die App nicht über eine Zulassung des Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, wie dieses gegenüber ifun.de mitteilt.

Original-Eintrag vom 17. September
Nach längerer Vorlaufzeit ist mit Vivy heute die erste digitale Gesundheitsakte für Versicherte von GKV und PKV in Deutschland gestartet. Vivy beschreibt sich dabei als elektronische Gesundheitsakte (eGA) mit persönlicher Assistentin und soll vor allem eins machen: Gesundheitsdaten bündeln.

Bruch App

Vivy ist offen für Versicherte gesetzlicher und privater Krankenversicherungen. Zum Start sollen bereits 25 Mio. Versicherte in Deutschland Vivy kostenlos nutzen können. Ab heute stellen 14 gesetzliche und zwei private Krankenversicherungen als erste in Deutschland ihren Versicherten die TÜV-geprüfte App kostenfrei zur Verfügung. Ab Februar 2019 startet mit der Gothaer Versicherung auch eine weitere PKV.

Vivy unterstützt dabei, medizinische Daten zu bekommen, zu verstehen und zu nutzen. Mit der Vivy-App hast du diese Daten an einem Ort. Das können zum Beispiel Notfalldaten (wie Blutgruppe, Allergien, Medikation, usw.), Dokumente von deinen Ärzten (Röntgenbilder, EKGs, CTs, Krankschreibungen und vieles mehr), Medikamente oder auch dein Impfpass in digitaler Form sein. Und weil Vivy weit mehr als eine eGA ist, denkt Vivy mit und unterstützt dich aktiv. Die integrierten Erklär- und Erinnerungsfunktionen sorgen dafür, dass du deine Gesundheit immer im Auge behalten kannst.

Die Vivy-Macher unterstreichen: Die Daten der Nutzer sind in der elektronischen Gesundheitsakte Vivy sicher und nur die Nutzer entscheiden über deren Verwendung. Weder die anbietenden Kassen und Versicherungen, noch Vivy bzw. BITMARCK haben Zugriff auf die Daten.

Kassen Uebersicht

Bei Bedarf kann der Nutzer Informationen aus der App teilen – beispielsweise mit seinem behandelnden Arzt. Vivy setzt auf mehrstufige Sicherheitsprozesse und eine asymmetrische Ende-zu-Ende-Verschlüsselung, für die nur der Nutzer selbst den Schlüssel hat.

Vivy wurde von unabhängigen Unternehmen wie ePrivacy und dem TÜV Rheinland getestet und als sichere Plattform zertifiziert. Zudem wurde die App Vivy vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte als Medizinprodukt zugelassen. Für Einsteiger erklärt Vivy den Ablauf der Nutzung auf der Sonderseite So funktioniert’s.

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Entwickler: Vivy GmbH
Preis: Kostenlos
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Montag, 17. Sep 2018, 12:29 Uhr — Nicolas
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Rede mit!
  • TÜV geprüft! Was prüft eigentlich der TÜV: Ob ausreichend Papier vorhanden ist, af dem Verfahren beschrieben werden, die nicht eingehalten werden und deren Einhaltung nicht oder mit Placeboaktivität überprüft werden.

    • Naja, der TÜV prüft das, was der Auftraggeber in Auftrag gegeben hat. Also ob bspw. theoretisch die Datenschutzbestimmungen eingehalten werden. Ob dies in der Praxis dann auch eingehalten wird, ist meist nicht Inhalt der Prüfung. Also ein weiteres schönes Siegelchen gegen ein schönes Honorar.

  • Das wird jetzt ein Spaß hier!:) ich mach schon mal Popcorn…

  • Endlich mal eine sinnvolle, digitale Lösung. Aus meiner Sicht macht das Verfahren mehr Sinn als die elendige Diskussion um die Datenspeicherung auf der elektronischen Gesundheitskarte. Zumal hier der Patient aktiv in die Datenfreigabe eingebunden ist und somit ein hohes Maß an Selbstbestimmung vorliegt.

  • Ich nutze auch die Gesunheitsakte der TK aber die befindet sich noch in den Kinderschuhen. Die App ist grausig -.- da sieht das hier schon besser aus. Anscheinend unterstützt Vivy aber trotzdem nicht die Einbindung in die Health App oder? Das wünsche ich mir eigentlich am meisten. All meine Daten in der Patientenakte der Health App -.-

  • Sofern die Kasse/Versicherung noch nicht mit Vivy verpartnert ist, kann die App nicht getestet werden. Ich halte das Vorgehen für sinnvoll, um unnötige Behandlungen und Kosten zu vermeiden und die beteiligten Ärzte vollständig über die benötigten Gesundheitsdaten zu informieren.
    Wenn ich einen neuen Arzt aufsuche, renne ich immer mit einem diicken Ordner voll Berichte zum Arzt, dann kann er sich die relevanten raussuchen und für seine Akte kopieren. Mein Angebot, die bereits vorhandenen PDF per Email zu senden, hat bisher kein Arzt wahrgenommen. Vorrangig müssen wohl auch die Arzthelferinnen mitmachen und den Neuerungen aufgeschlossen gegenüber stehen. Bereits das Einscannen der Berichte stellt sie teilweise offenbar vor größere Probleme. Hoffentlich ist dieses Projekt erfolgreich. Ich würde gerne mitmachen, aber weder meine GKV noch meine PKV sind angeschlossen :-(

  • Es wird nicht jede Kasse daran teilnehmen Die DAK zum Beispiel die zahlt seit 3 Wochen kein Krankengeld aus, sind die Zahlungsunfähig dann werden die an diesem System nicht mehr teilnehmen

  • Nennt mich altmodisch, aber was ist aus dem guten alten Datenschutzbedenken der Deutschen geworden?
    Die Idee damals mit der Gesundheitskarte war zumindest aus Datensicherheitsaspekten gar nicht so dumm… jetzt macht das eine GmbH … okay

  • BKK Mobile Oil leider nicht dabei

  • Ohne die App jetzt hier gesehen zu haben, ich finde es auch aus Kassensicht bzw aus Sicht der Arztpraxen ein Fortschritt in die richtige Richtung. Ich erlebe es tagtäglich das Praxen bei uns Krankenkassen anrufen und sich die Mitgliedschaft bestätigen lassen weil die Patienten mal wieder ihre KV-Karten zu Hause liegen lassen haben. Das Smartphone wird hingegen nie vergessen. Auch wenn mein Arbeitgeber als Krankenversicherer noch nicht dabei ist, eine tolle – arbeitserleichternde – Sache.

    • Die App ersetzt nicht die GK2. Diese muss inzwischen bei vielen Ärzten sogar bei jeder Behandlung vorgelegt werden. Da hilft die App leider auch nicht.

  • Sicherlich muss hier dem Datenschutz ein besonders hohes Gewicht eingeräumt werden, aber ansonsten ein guter und wichtiger Schritt in die richtige Richtung.
    Und zum Thema Datenschutz: die bei Ärzten geführten Papierakten oder digitalen Akten auf deren Computern sind sicherlich auch nicht zu 100% sicher.

    • Vivy erzeugt automatisch sogenannte „Schatten Profile“ von Dir – die zwar pseudonymisiert sind aber trotz Ende-zu-End Verschlüsselung parallel erzeugt werden, um Deine Daten Dritten z.B. den Versicherungen für Vertriebsoptimierungsziele etc. gegenüber Dir und Deines gleichen zugänglich zu machen.

  • @derzoelli : Doch Vivy hat eine Anbindung an Apple Health, hab das gearde mal schnell getestet…

  • Wenn da alle Kassen bei wären wäre es klasse. Aber die selbstgefälligen Kassen kriegst nicht unter 1 Hut. Beschämend und unfassbar, DASS es im Hochtechnologie Land BRD sowas noch nicht für alle Kassen gibt!!!

    • Hochtechnologieland? Was wir können ist Stahl etc und die daraus entstehenden Produkte. Technologisch im Sinne von Digitalsierung und vorallem Smarte Anwendungen sind wir dritte Welt. In erster Linie weil wir uns selbst zu Tode Reglementieren und Deutsche Unternehmen immer noch nach dem Prinzip „Ab erster Minute muss der Euro rollen“ arbeiten.
      Weiter weil wir Weltmeister in Insellösungen uns somit in Todgeburten sind. Sowas wie die Mobilen Bezahldienste Smart Pay von Volksbanken, Sparkassen, etc, während ein Google und Apple Pay es aus Übersee schaffen uns eine Gesamtlösung zu bieten.

  • Da meine Kasse noch nicht einmal eine Versicherungskarte ausgibt wird das mit einer AppLösung wohl scheitern.

  • Habe es ausprobiert (DAK). Aber was bedeutet das Totenkopf-Symbol hinter meinem Namen?

  • Bitte hilf mir einer zur Verständis der Datenpflege bei dieser App. Bin ich derjenige der Befunde, Bilder, etc einpflegen muss oder tun das die jeweils behandelnden Ärzte oder gar die Kasse? Für mich so jetzt nicht ersichtlich woher der Dateninput kommt.

    • so aus der Hüfte heraus:
      Entweder gibst du die App dem Arzt frei, damit er Zugriff hat und die Daten allenfalls direkt drauf lädt, oder du machst es selber.
      Die Idee, dass alle darauf zugreifen und Daten speichern bzw. ansehen, würde dem Datenschutzgedanken widersprechen.

      • Der Arzt bekommt nur eine URL über die er die Daten uploaded. Im Backend der App werden die Daten Deinem Account zugeordnet und landen damit in Deiner App.

      • Aber es ist ja nicht so das der Arzt es machen muss?

  • Noch nicht gehackt und schon die Lizenz zum Töten: 1min 06
    20 Amp Novorapid Insulin direkt vor dem Frühstück – totsicher!

  • Damit das sinnvoll wird, müssen ein paar Dinge erfüllt werden: 1. eine einheitliche Schnittstelle (am besten Opensource) für alle Krankenkassen, 2. gesetzliche Verpflichtung das die Krankenkassen diese Schnittstelle unterstützen müssen, 3. automatisches einpflegen von meinen Bestandsdaten (kein start mit „leerer Akte“, obwohl man schon zehn Jahre Patient ist), 4. Möglichkeit als Benutzer, Daten aus meiner Akte löschen zu lassen.

  • für den 1. Step ist die App nicht schlecht, große PR, als Gesundheitsakte bzw. Gesundheits-App noch nicht vollständig. Es fehlen z.B. die Möglichkeiten auch noch private Zusatzversicherungen mit einzubinden, um dann auch hier entspr. Krankenakten abzufordern.
    Oder bei der Medikamenteneinnahme die Uhrzeiten einzustellen, mit Erinnerungsfunktion.
    Oder Medikamenten-Nachbestellerinnerungen.
    Oder dass bei den Medikamenten automatisch die Beipackzettel mit angeboten werden.
    Oder Verlinkung bzw. Sync mit der iPhone App Health. Bisher nutze ich die App Mediteo, ist aber nur für die Medikamenteneinnahme/-Erinnerung, aber hat automatisch einen kleinen Beipackzettel zu den Medikamenten angehängt. Wenn man die vielen Gesundheitsapps wenigstens sync. könnte, so dass man eine komplette App hat, die alles bündelt, z.B. Health

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