Smart Home ohne Cloud-Zwang
UGREEN HomeAgent: Lokale KI-Zentrale startet im Oktober
Noch Zukunftsmusik, aber der grobe Plan steht fest: UGREEN baut sein Smart-Home-Angebot deutlich aus und stellt mit HomeAgent eine neue Zentrale für lokale KI, Datenspeicherung und Gerätesteuerung vor.
Das System soll Kameras, Lautsprecher, Bilderrahmen und kompatible Geräte anderer Hersteller unter einer Oberfläche zusammenführen. Matter und ONVIF werden unterstützt. Anders als bei vielen Sprachassistenten soll ein großer Teil der Verarbeitung direkt im eigenen Netzwerk stattfinden.
UGREEN verbindet damit Bereiche, die bislang meist getrennt behandelt werden. Kameraaufnahmen lassen sich lokal analysieren und per Stichwort durchsuchen, erkannte Ereignisse automatisch zusammenfassen. Gleichzeitig soll der Sprachassistent „Uliya“ alltägliche Formulierungen verstehen und damit etwa Lampen, Vorhänge oder vorbereitete Smart-Home-Szenen steuern.
Den Einstieg bildet der HomeAgent HA100 mit 16 GB Arbeitsspeicher, drei SATA-Einschüben, einem M.2-Steckplatz und 26 TOPS KI-Leistung. Der HomeAgent HA100 Pro erhöht die Rechenleistung auf 205 TOPS, bietet 32 GB RAM und 10-Gigabit-Ethernet. Darüber steht der MasterAgent MA100 mit NVIDIA Jetson Thor T5000, 128 GB gemeinsam genutztem Speicher und bis zu 2.070 TFLOPS bei Sparse FP4.
Kameras, Sprachsteuerung und Familienarchiv
Für die Kickstarter-Kampagne nennt UGREEN Super-Early-Bird-Preise von 899 Dollar für den HA100, 2.999 Dollar für den HA100 Pro und 9.999 Dollar für den MA100. Die regulär genannten Listenpreise liegen bei 1.799, 5.999 und 19.999 Dollar. Der Versand soll je nach Produkt zwischen Ende Januar und Ende Juli 2027 beginnen.
Zum geplanten Ökosystem gehören drei neue SynCare-Kameras, ein Smart Speaker für Uliya und smarte Bilderrahmen. HomeAgent soll dabei nicht nur Sicherheitsereignisse auswerten. UGREEN sieht ausdrücklich vor, aus Kameraaufnahmen und der lokalen Fotosammlung automatisch Erinnerungen und Highlight-Videos zusammenzustellen. Persönliche Dateien und Kameraaufzeichnungen lassen sich bei entsprechender Laufwerkskonfiguration auf getrennten Speichern ablegen.
Mit dem Ansatz bewegt sich UGREEN in eine ähnliche Richtung wie Anker, wo man mit der neuen MindBase ebenfalls lokale KI, Matter-Steuerung und eigenen Speicher zusammenführt. Entscheidend ist bei HomeAgent vor allem der Anspruch, zentrale Funktionen auch ohne Internetzugang im lokalen Netzwerk weiterlaufen zu lassen. Für lokale Video-, Foto- und Smart-Home-Daten fallen laut UGREEN zudem keine wiederkehrenden Cloud-Speichergebühren an.




Das ist doch vollkommener Quatsch bei den Preisen. Wer ist denn hier die Zielgruppe? Bei 20k kann man ein Sicherheitssystem auch professionell installieren lassen und muss sich nicht noch selber um weiteres kümmern, zumal ja nicht mal Kameras dabei sind.