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Wachstumsphase abgeschlossen

„Übrigens…“ – Amazons Echo-Geräte wollen im Gespräch bleiben

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53 Kommentare 53

Die Tage um Weihnachten und um den Black Friday herum gehören für Amazon gewöhnlich zu den umsatzträchtigsten. Der online Händler verkauft hier nicht nur außergewöhnlich viel, sondern auch außergewöhnlich viele Geräte der hauseigenen Echo Familie. Diese haben jedoch Probleme damit, sich die Aufmerksamkeit ihrer neuen Besitzer über einen längeren Zeitraum hinweg zu sichern.

Echo Dot 2020 Mit Uhr

Das Interesse schwindet schon nach Tagen

Wie aus internen Datensätzen Amazons hervorgeht, die Mitarbeiter des Wirtschaftsnachrichten-Dienstes Bloomberg sichten konnten, kämpft Amazon schon seit Jahren mit dem schnell schwindendem Interesse der frisch gebackenen Alexa-Nutzer: 15 bis 25 Prozent der neuen Alexa-Nutzer gelten bereits in der zweiten Woche mit ihren Geräten als inaktiv.

Eine problematische Entwicklung, vor allem da Amazon die Wachstumsphase der Alexa-Geräte bereits hinter sich gelassen hat. Mittlerweile besitzen 25 Prozent der amerikanischen Haushalte mindestens ein Alexa-Gerät. Für die nächsten Jahre rechnet der Konzern daher nur noch mit einem Wachstum von unter 2 Prozent.

Musik, Timer und Lichtschalter

Fast alle Nutzer setzen ihre Echo-Lautsprecher und Displays dabei vor allem für drei Anwendungsfälle ein: Zur Musikwiedergabe, zum Setzen von Timern und zur Steuerung der Beleuchtung. Handgriffe bzw. Sprachkommandos die nach dem Auspacken der Geräte zügig ausprobiert und schnell verinnerlicht werden. So reichen dem durchschnittlichen Alexa-Nutzer wenige Stunden nach der Erstinbetriebnahme aus, um 50 Prozent all jener Funktionen zu entdecken, die er jemals nutzen wird.

Echo Studio 01

Vieles von dem was möglich ist, entdecken die meisten Alexa-Nutzer erst gar nicht. Entsprechend häufig informieren die Alexa-Geräte inzwischen mit ungefragten Hinweisen über vorhandene Funktionen. Bei US-Nutzern mit einem einleitenden „By the way…“ hierzulande mit einem immer häufiger zu hörendem „Übrigens…“.

„By the way…“ und „Übrigens…“

Eine Funktion, die viele Anwender nervt, im Alltagseinsatz jedoch nicht deaktiviert werden kann. Dies führt dazu, dass auch Anwender die ihre Echo-Geräte bewusst nur zum Stellen von Timern und dem Abruf der Wettervorhersage nutzen, immer häufiger mit kleinen Info-Texten beglückt werden, die Interesse an neuen Funktionen wecken sollen.

Wie erste Amazon-Kunden zu Protokoll geben, kann hier jedoch auch eine gegensätzliche Wirkung eintreten. Da viele Anwender keine Lust auf plötzliche Funktionsbelehrungen haben, kann der häufige Einsatz der „Übrigens…“-Monologe auch dazu führen, dass grundsätzlich aktive Nutzer ihre Geräte weniger häufig bemühen.

28. Dez 2021 um 12:19 Uhr von Nicolas Fehler gefunden?


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    53 Kommentare bisher. Dieser Unterhaltung fehlt Deine Stimme.
  • Die meisten nutzen die Dinger halt eben nur für Wetter oder Musik. Dafür reicht halt auch jeder x beliebige Smartspeaker.

    • Sind aber deutlich günstiger und praktischer.
      Habe selbst den Echo 8 in der Küche. Für Timer, Radio &
      Nachrichten

    • Ich habe meiner Mutter in ihrem Haus einiges installiert. So muss sie mit ihren 91 Jahren abends nicht durch das ganze Haus rennen und in jedem Zimmer die Jalousien schließen. Die Ansage: Alexa, schließe die Rollläden reicht aus. Ebenso nutzt sie die Sprachbefehle für die Lampen wenn sie nachts mal auf Toilette muss. Auch das sie beim Heiligabendessen in unserem Haus mal auf ihren Terrassen nach dem Rechten schauen kann (dank Eufy und meinem Echo Show)beeindruckt sie ungemein. Auch ich schaue so mal nach dem Rechten wenn ich eine Bewegungsmeldung ihrer Kameras bekomme.
      Ist gerade für alte Leute alles sehr hilfreich

      • @sven
        Ich finde das ganz toll. Denn gerade für ältere Menschen ist das Smart-Home ein großer Gewinn. Leider finden sich aber gerade in dieser Altersgruppe sehr viele Zweifler.
        Hier versuchen wir durch Aufklärung und Schulung Bedenken und Hürden abzubauen. Dafür sind dankenswerterweise auch viele Ehrenamtliche zu haben, oftmals Schüler und Studenten. Damit findet auch oftmals insgesamt ein gelingender Generationenaustausch statt.
        Deine Mutter ist ein sehr gutes Beispiel dafür, dass selbst hochbetagte Menschen Smart-Home benutzen Können.

      • Daran zu zweifeln ist durchaus angebracht. Man muss es nicht verteufeln aber sich kritisch mit ALLEN Punkten auseinander zu setzen, wäre etwas, das die Bevölkerung durchaus mal wieder lernen könnte. In allen Bereichen.

      • Kritisch auseinandersetzen ist richtig, es gibt aber Lebenssituationen, in denen die Unterstützung vorrangig sind – natürlich nach der eigenen Abwägung.
        Als Rollstuhlfahrer weiß ich, wovon ich rede: Für mich ist Smart-Home ein Segen. Der Gefahren bin ich mir dabei bewusst, aber dadurch wird ein selbstbestimmtes Leben erleichtert.

      • Vorausgesetzt, die technischen Möglichkeiten sind vorhanden. Macht in einem Eigenheim echt Sinn, aber in einer Mietwohnung nur bedingt, ausser man rüstet teuer nach. Wir haben auch mehrere Echo Dot in der Wohnung, aber über Musikwiedergabe und Timer hinaus haben die Dinger nur wenig Mehrwert für uns, mangels Smarthome Vernetzung.

      • Was hat das mit Mietwohnungen zu tun? Die meisten Smarthome Geräte funktionieren per Funk (WLAN, Zigbee usw.), alle Geräte können rückstandslos demontiert oder einfach aus der Steckdose gezogen werden (Heizkörperthermostate oder schaltbare Steckdosen), ebenso Fensterkontakte oder smarte Schlösser, Gartenwasser….

  • Da kann ich nur zustimmen.
    Genau die 3 Funktionen werden bei uns genutzt.
    Und genau dieses ungewünschte Verhalten einfach los zu plappern nervt ungemein.
    Und immer noch wünschen wir uns ein eigenes Aktivierungswort.

  • Kann ich bestätigen!

    Nutzen unsere Echo Geräte hauptsächlich als Multiroom Musik Player und in der Küche noch zusätzlich als Timer.
    Im Schlafzimmer als „Kinosystem“ in Verbindung mit einem FireTV 4K.

    Smart Home funktioniert oft nicht, daher habe ich es gelassen diese Funktion zu nutzen.
    Ab und an wird noch nach dem Wetter gefragt und das war es dann.

    Allerdings nutzen wir die Multiroom Gruppe für Musik jeden Tag.

  • Und genau das bekommt Siri locker hin und ist auch genau das, wofür ich einen Smartspeaker benötige

    • Locker? Hahahaha eher nicht!!!! Hey siri wie ist wird das wetter morgen? Ich spiele dir musik von…. Nicht mal einen Timer kann die noch stellen.. Darum bin ich auch auf Echos umgestiegen, die verstehen uns wenigstens alle und ist nicht so dumm wie siri! Vor allem sehr viel zugerlässiger!

  • Für mehr nutze ich den HomePod mini aber auch nicht in der Küche.
    Im Bad habe ich einen Echo Show 5. Im Gegensatz zum HomePod mini funktioniert dieser zuverlässiger, da keine Aussetzer à la „Augenblick, ich hab’s gleich“ kommen. Dafür kann man eine direkte Titelanwahl beim Echo mit Apple Music vergessen. Da erkennt der Echo die Titel trotz richtiger Aussprache nicht oder findet diese „auf Apple Music“ nicht…

  • Freddy der Hühnerdieb

    Ich will die Dinger eigentlich am liebsten so schnell wie möglich austauschen. Sonos kommt als Alternative in Frage (dann ohne Alexa natürlich), ist aber natürlich unglaublich teuer.

  • Verstehe den Beitrag nicht, was wird erwartet? Daß ich Alexa menschlicher Interaktion und Kommunikation vorziehe? Die Geräte sollen mir den Alltag erleichtern, was sie ausreichend leisten, mehr nicht.

  • Routinen nutze ich noch dazu. Die finde ich sehr praktisch. Leider „merkt“ man sich nur die täglichen ;))

  • Ist doch ganz einfach. Den Mist nicht nutzen.
    Habe keinen einzigen Echo Whatever im Einsatz. Auch Siri ist deaktiviert.
    Ja ich nutze SmartHome. (Heizung, Rolladen und ein paar Lampen) Aber das kann ich auch super über HomeKit steuern.
    Aber: Jedem das seine…

  • Ich habe 2 weiße Echo 4 mit meinem TV Stick verbunden und verwende sie als Lautsprecher an meinem Fernseher…funktioniert sehr gut und der Klang ist klasse…zudem steuere ich damit den Fernseher und verschiedene Lampen…

  • Wir haben früher auch gerne das Licht mit Alexa gesteuert. Mit der wachsenden Anzahl an smarten Lampen wurde es zunehmend unübersichtlich und wir sind auf physikalische Szenenschalter umgestiegen. Wenn doch mal vom Sofa aus gesteuert werden soll dann über Apple Home.
    Zudem war es irgendwann nur mit viel Frickelei möglich lokal und nicht über irgendeine Herstellercloud zu steuern.
    Jetzt stellt Alexa Timer, führt die Einkaufsliste und spielt die Tagesschau in 100 Sekunden. ^^

    • Oh, einer der wenigen letzten. In DE hat bereits jeder dritte Haushalt einen smarten Lautsprecher. Stand mal auf Golem oder Heise.

      • marius müller westerwelle

        Auch wenn ich pro Alexa und co bin sollte man sich doch noch mal mit seinem mathematischen Verständnis beschäftigen wenn man zu den „wenigen“ zählt, wenn diese „wenigen“ immer noch 2/3 der Bevölkerung ausmachen. Solche Verwirrungen kennt man ja sonst nur von einer bestimmten Gruppe aktuell (ohne dich denen zuordnen zu wollen)

      • Lauterbach Fans? Oder Bill Gates Gegner? Beide nämlich gleich dämlich. Ohne dich zuordnen zu wollen.

      • Das bedeutet aber auch, 2/3 berichten auf sowas

      • Verzichten…

  • Ich bin seit kurzem körperlich eingeschränkt ist schon äußerst praktisch Licht, Nachrichten, Timer etc. über Sprachsteuerung einzuschalten bzw. Abzurufen

  • Ich finde es traurig, dass dieser, für manche Leute so wichtige Gewinn an Autonomie und Selbstbestimmung durch solche Geräte, mit der Aufgabe an Privatsphäre und persönlichen Daten erkauft wird.

    • marius müller westerwelle

      Was wird denn hier großartig an Privatsphäre aufgegeben? Die Dinger lauschen nicht einfach mit. Man muss sie aktiv ansprechen. Klar wird die Auswertung und Umwandlung auf anderen Servern gemacht. Hat jedoch auch den charmanten Vorteil dass so ein wesentlich breiteres Spektrum an Aussprachen abgedeckt werden kann (gerade mit Blick auf ältere oder Schlaganfall Opfer ein wesentlicher Gewinn). Wem jetzt „Alexa erzähl mir einen Witz“ „stell einen Timer auf 5 Minuten für den Tee“ oder „wie ist das Wetter morgen“ als krasser Eingriff in die Privatsphäre sauer aufstößt hat generell andere Probleme.

      • Grundsätzlich werden alle Daten gesammelt und ausgewertet, die zu einer Person über dieses Device und zusammenhängenden Nutzerkonten erreichbar scheinen – nicht um dieser Person zu helfen, sondern um Geld mit diesem Profil zu verdienen! Außerdem gab es bereits mehrere Leaks, dass sich der Bild- und Tonzugriff eben nicht nur auf das Kommando begrenzen, sondern durchaus im Hintergrund weiter laufen. Was man da zu hören und zu sehen bekommt, hat sicher nichts auf amerikanische Servern zu suchen!

    • Immer dieser Datenschutzwahn. Datenschutz ist zwar wichtig, man kann ihn aber auch übertreiben.

      In Deutschland wird eher übertrieben und man verpixelt Fassaden, aber sobald die Politik die Schlagwörter „Kinderpornografie“ oder „Urheberrecht“ fallen lässt, ist die Mehrheit plötzlich für Maßnahmen, die man gut und gerne als DDR 2.0 bezeichnen kann.

  • Habe 11 Alexas im Haus, 2 Alexa-Subwoofer.
    Anwendung : Lichtsteuerung, Szenensteuerung, Gerätesteuerung und vor Allem : Multi-Room-Musik (!). „Spiele Spotify auf Grruppe Wohnung“.
    Es ist einfach praktisch. Ab und zu mal die App“Jumbo“ um die gespeicherte Sprache zu löschen, PI-Hole und eine gute Firewall dahinter, gut ist es.
    Was mich an Alexa stört : Dass man seinen Bildschirm nicht so gestalten kann wie man will und natürlich die ständigen „Hast du das und das schon probiert“-Meldungen. Ansonsten harmonieren die Teile sehr gut miteinander. Selbst wenn man von Raum zu Raum geht und ein Sprachkommando absetzt verständigen sich offenbar die Alexas untereinander und verstehen das Kommando und bestätigen es nur jeweils an einem Gerät in deiner Nähe.

  • marius müller westerwelle

    Kann man das nicht umgehen indem man diesen „weniger sprechen“ Modus aktiviert? (Meine läuft auf englisch, daher habe ich keine Idee wie es auf deutsch heißt)

  • Wie heißt das Gerät im Titelbild? Ich finde keinen so kleinen mit Uhr.

  • Wir steuern in unserem Haus absolut viel mit „Alexa“, wie Innen- und Außenbeleuchtung, Rollläden, Garagentore, Gartenbewässerung, Fernseher, Barentertainment, Philips-Hue, u.s.w.. Es wird eigentlich immer mehr. Natürlich wird auch die gesamte Musik ausschließlich über sie gesteuert. Mehrere Anlagen sind in verschiedenen Bereichen angeschlossen. Es befindet sich übrigens in jedem Raum ein Echo. Für dämliche Fragen oder Auskünfte irgendwelcher Art wird sie nie gebraucht. Wir möchten sie nie mehr missen.

    • Ihr steuerte Musik mit Alexa? Das ist doch wirklich nicht nutzbar und noch viel schlechter als mit Siri. Alexa hatte bei uns eine Trefferquote bei Interpreten/Musiktiteln im einstelligen Bereich.
      Noch mehr wundert es mich, dass man Rollladen, Garagentore, Gartenbewässerung und Beleuchtung mit einem Sprachassistenten steuern muss – bei uns funktioniert das alles automatisch, ohne das ich jemanden sagen muss, dass die Rollläden geschlossen werden, das Licht angeschaltet oder der Garten bewässert werden muss.
      Smart Home bedeutet für mich, dass alles automatisch gemacht wird und nicht, dass ich es jemanden sagen muss. Dann kann ich auch gleich meinem Hund beibringen das Licht einzuschalten. Das kann er nach kurzem Training vermutlich zuverlässiger als jeder Sprachassistent, aber der Lichtschalter ist zu hoch ;-)

  • Ich bin 73 und besitze 2 st.Echo und Echo dir….ich benutze sie schon seit ca. 3 Jahre und würde sie sehr vermissen….denn man vergisst mit dem Alter doch ein bisschen leichter und da hilft einem zb.Arzttermine, einkaufen und viele Dinge , die man leicht vergisst!
    Schade ,dass man nicht damit nicht diskutieren kann…. aber sonst

  • Redet mit. Seid nett zueinander!

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